Lactulose ohne ärztliche Zustimmung?

Dieses Thema im Forum "Gesetze und Rechtsfragen in der Altenpflege" wurde erstellt von pflegehelferin, 14.01.2013.

  1. pflegehelferin

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    Hallo. Ich bin neu hier im Forum und hab gleich mal eine Frage.
    Folgendes:
    Ich bin Pflegehelferin und arbeite in der häuslichen Altenpflege. Nun habe ich einen Verwanten einer Kollegin als Patient.
    Dieser hatte laut Aussage meiner Kollegin schon sein Leben lang Probleme beim Stuhlgang und nahm auch immer Abführmittel.
    Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Kartoffelbrei mit Rührei und Schokoladengefüllte Kekse.
    Stuhlgang hat er ca. alle 6 Tage.
    Er ist Bettlägerig was die ganze Sache ja nicht gerade vereinfacht.
    Nun meine eigentliche Frage.
    Meine Kollegin verlangt von mir, dass ich dem Patienten jeden Tag Lactulose verabreiche, ohne das der Hausarzt überhaupt sein OK dazu gegeben hat. Ich bin der Meinung, dass Lactulose eine Darmträgheit hervor ruft und das ganze dann noch schlimmer wird.
    Darf ich ihm das nun täglich verabreichen oder nicht. Unsere Meinungen sind gestern jedenfalls sehr weit auseinander gegangen.
    Vielen Dank für eure Antworten.
     
  2. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Ohne Verordnung, kein Medikament!
     
  3. blubbblubb

    blubbblubb Gast

    Ist Deine Kollegin Fachkraft
    Hast Du ihr gesagt, das keine VO voliegt?
    Würde sie auch was geben, was nicht verordnet ist?
    Mal ganz davon weg, das Lactulose etwas "harmloses" ist.
    Keine VO = keine Abgabe!
    Nebst dem: PH gibt Medikamente ab?
    Bin wohl schon zulange aus D-land weg.
    Und daneben, gibt es keine Studien dazu, das Lactulose Darmträgkeit fördert.
     
  4. pflegehelferin

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    Meine Kollegin ist keine Fachkraft. Sie arbeitet zwar seit 15 Jahren in diesem Beruf, aber hat auch nicht immer Recht.
    Gestern stand die Lactulose jedenfalls plötzlich als Bedarfsmedikation in der Akte des Patienten.
    Nach einem Gespräch mit meiner PDL hat auch diese mir versichert, dass sie genauso gehandelt hätte.
    Nächste Woche werde ich versuchen ein persönliches Gespräch mit dem Hausarzt zu führen, denn ich glaube nicht, dass er weiß, das der Patient auch zusätzlich noch Abführmittel bekommt. Nicht von mir, von seiner Frau und meiner Kollegin.
    Danke jedenfalls erstmal für eure schnelle Antworten.:daumen:
    LG Pflegehelferin
     
  5. Schwarzer Sonnenstrahl

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    Beruf:
    Alten-und Krankenpflegehelferin & ab 1.4. GuK-Schülerin
    Akt. Einsatzbereich:
    Altenheim
    alternativen wie zb weißkohlsaft oderzückli in getränken statt zucker habt ihr schonmal ausprobiert?
     
  6. Apfli1

    Apfli1 Newbie

    Registriert seit:
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    Hallo!!! Das Problem kenne ich viele geben einfach so Laktulose bei Bedarf ohne ärztliche Anordnung... Das ganze lässt sich vermeiden indem man den Arzt einfach anruft und sich eine Bedarfsverordnung holt. Ich hatte mal eine Kollegin die die Dauermedikation Ramipril bei einem RR von 70-40 beim Bewohner weggelassen hat. Die Ärztin hat sie dann beschimpft was das soll und das sie das nicht einfach machen darf.
     
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