Kurz vorm Examen und nur noch genervt!

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Krabbenmädchen, 06.01.2011.

  1. Krabbenmädchen

    Krabbenmädchen Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich bin im 3. Lehrjahr meiner GuKP-Ausbildung und werde im August - wenn alles glatt läuft - wohl mein Examen machen.

    Aber momentan sehe ich das noch überhaupt nicht so...

    Seit ein paar Monaten merke ich, wie meine Motivation immer mehr abnimmt. Ich habe keine Lust mehr auf Theorieunterricht, die letzten Tage Unterricht waren die reinste Qual. Wenn ich an die Stationsarbeit denke, wird mir ganz komisch im Bauch...

    Ich habe immer mehr das Gefühl, nicht in die Pflege zu passen! :cry1:


    1. Ich hasse diesen dämlichen Schichtdienst! Man kann nichts im Voraus planen, ständig Wechselschichten und täglich andere Arbeitszeiten... Es stört mich nicht, am Wochenende zu arbeiten, aber allein diese Nachtdienste gehen mir unglaublich auf die Nerven, das sind doch vollkommen verlorene Tage für einen selber!
    2. Mir macht die Stationsarbeit keinen Spaß mehr. Wenn ich sehe, wie motiviert andere Schüler bei der Sache sind und ich mich schon bei den simpelsten Dingen überfordert fühle, könnte ich heulen...
    3. Ständig habe ich das Gefühl, nichts zu können! Ich bin wie gesagt kurz vorm Examen, und ich habe z.B. noch nie einen DK gelegt oder eine Magensonde, habe noch nie einen sterilen Verband gemacht oder eine Visite begleitet. Jetzt fragt ihr euch bestimmt warum, ein Hauptgrund wird sein, dass meine Einsätze in den letzten zwei Jahren ausschließlich in der Psychatrie (auch Kinder- und Jugendbereich), Altenpflegebereich und in der ambulanten Pflege waren und dort ging es zu 95% nur um Grundpflege. Glaubt mir, ich habe mich bemüht, neues zu lernen doch es gab dort einfach nichts!
    4. Nun komme ich nach zwei (!!) Jahren wieder in mein "Hauptkrankenhaus" und ich habe einfach nur Angst! Ich fühle mich wie eine Erstkursschülerin, die nichts kann und wieder ganz von vorne anfängt...
    5. Seitdem bei mir vor längerer Zeit eine chronische Erkrankung festgestellt worden ist, hat sich meine Sicht auf viele Dinge sehr verändert. Nun bin ich oft diejenige, die auf medizinische Hilfe angewisen ist, und wenn ich sehe, wie unglaublich respektlos viele Pfleger und Ärzte über die Patienten reden, könnte ich nur noch k***en! :motzen:Und das ist bei uns im Krankenhaus Alltag, es nimmt mich sehr mit, da ich oft denke, diese Patientin könntest du sein...
    6. Das Thema gab es hier oft schon, dass von Pflegekräften und auch von Schülern absolute Flexibilität verlangt wird. Wenn man es wagt, als Schüler etwas zu erwidern, bekommt man gleich einen auf den Deckel... Und ich bin in der JAV, ich habe das schon sooo oft erlebt, diesen unglaublich respektlosen Umgang untereinander auf Station!
    Jeden Tag frage ich mich nun aufs neue, warum ich mir das alles antue! Ich habe einfach keine Lust mehr und weiß nicht, wie ich die letzten 8 Monate überstehen soll...

    Ich musste wegen meiner Erkrankung die Ausbildung schon um ein halbes Jahr verlängern, bin im Moment auch eine Woche krank geschrieben, weil ich einfach nicht mehr konnte, hab nur noch geheult...

    Jeden Tag habe ich das Gefühl, mich verstellen zu müssen und so zu tun, als sei Pflege mein Traumberuf, doch das ist er nicht! Ich habe das Gefühl, in einem ganz tiefen Loch zu sitzen und da nicht mehr rauszukommen. Immer, wenn ich an mein Krankenhaus denke, möchte ich nur wegrennen und mich verstecken... :cry1:

    Wenn ich während der Ausbildung schon so krasse Zweifel habe, sehe ich kaum einen Sinn, noch in der Pflege zu bleiben... Bin nur noch schlecht gelaunt und verkrieche mich zuhause.

    So, entschuldigt, dass es so lang geworden ist, aber ich musste mir das alles mal von der Seele schreiben!

    Hatte jemand - insbesondere von den Schülern hier - auch schonmal so ein Tief? Und was hat euch geholfen?

    LG Krabbenmädchen
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Da bist du nicht die einzige, die von solchen Gedanken vor dem Examen gepeinigt wird.

    Ziehs durch, mach dein Examen, du brauchst dich nicht zu verstellen.

    Nach dem Examen arbeite ein paar Monate, komme zur Ruhe und entscheide dann, ob du in der Pflege bleiben willst oder nicht.

    Viel Kraft und Erfolg - ziehs durch!
     
  3. kruemel85

    kruemel85 Junior-Mitglied

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    Hi Krabbenmädchen!

    Ohje... Du hörst Dich ziemlich fertig an...
    Zum Thema DK oder Magensonde legen, ich selbst habe auch in der Psychiatrie gelernt, hatte glücklicherweise die Gelegenheit es in meiner Ausbildung schon tun zu dürfen, die Magensonde leider erst im 3. Lehrjahr unter Aufsicht einer extrem üblen Praxisanleiterin... Vielleicht hast ja noch die Gelegenheit, bist ja noch net ganz fertig, ansonsten würd ich an Deiner Stelle auf Stationen anrufen, wo so Tätigkeiten öfters vorkommen und Dich praktisch anmeldestet um dies tun zu können, ich denke da wird niemand was dagegen haben.

    So kurz vor dem Examen geht jedem die Düse, viele fühlen sich so dass sie nichts mehr wissen was sie mal gelernt haben, weil sie unter extremem Druck stehen. Bei uns im Kurs war das ein tägliches Bild, leider... Die Lehrer haben dazu auch negativ beigetragen, indem sie jeden Tag gesagt haben das dies und jenes Prüfungsrelevant ist (Eigentlich der komplette Unterricht der gesamten Ausbildung), was aber absoult net möglich ist. Keiner ist perfekt und merkt sich komplett alles, funktioniert nicht! Von daher, mach Dir deswegen keinen Druck!
    Warum hast Du Dich eigentlich dazu entschlossen die Ausbildung dazu zu machen? Dass der Beruf aus Schichtdiensten, Wochenenddiensten und Nachtdiensten besteht, war Dir mit Sicherheit schon im voraus klar, wirst Dich ja schon mal davor über dieses Berufsbild erkundigt haben.
    Ich denke, dass auch die Diagnose Deiner chronischen Erkrankung auch nochmals was auslöst. Klar, es gibt überall Kollegen die schlecht über Patienten reden, was mich aber net interessiert, entweder sind sie mit sich selbst unzufrieden oder wollen sich dadurch einfach nur in Mittelpunkt stellen, um die würd ich mich net weiter kümmern. Und amnchmal ist es einfach auch Psychohygiene, weil Du sonst damit nicht mehr klar kommst. Aber es gibt doch auch nettes Personal, und unfreundliches gibt es überall.
    Ich würd Dir trotzdem raten, mach Deine Ausbildung fertig, so kurz vor dem Ziel alles hinzuschmeißen find ich net sonderlich gut, was Du dann danach machst ist Deine Sache. Geh in Dich und setz Dich mit Deiner Erkrankung auseinander, umso besser Du Dich damit auskennst, umso besser geht es Dir und Du weißt wie Du mit Dir selbst umzugehen hast. Lass Dich deswegen net unterkriegen! Bei meiner Schwester wurde 3 Monate vor dem Examen die chronische Form der Sarkoidose festgestellt, sie hat auch damit gehadert ob es noch einen Sinn hat wenn sie mit der Ausbildung weiter macht, sie hat es letztendlich gemacht, obwohl sie auch nicht mehr wollte, und im Nachhinein ist sie darüber froh. Sie hat sich auch gründlichst mit der Erkrankung auseinander gesetzt und weiß jetzt besser wie sie sich einzuschätzen weiß und welche Tätigkeiten sie machen kann und welche sie nicht machen kann.

    So, jetzt hab ich auch genug geschrieben :-), meine Birne raucht...
    Ich hoffe, ich konnt Dir ein bisschen helfen.
    Lass Dich net runterziehen von dem negativen Gerede, und blick nach vorne!
    Ich wünsch Dir viel Kraft!

    Griaßle Krümel
     
  4. Daisy85

    Daisy85 Newbie

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    Hallo ;)
    ich hab zwar keine Pflegeausbildung, aber das ja erst mal egal ich hab viell trotzdem nen guten tipp für dich ;)

    Also so wie sich das für mich anhört stört dich eigentlich so ziemlich viel an deinem Krankenhaus in dem du arbeitest und nicht die arbeit selbst od?
    hast du denn schon mal in erwägung gezogen in ein anderes Krankenhaus zu wechseln? wo du viell mehr respekt erfährst und du auch als das behandelt fühlst was du bist?
    ich denke viell brauchst du neue herausforderungen weil du dich viell in deiner jetzigen Einrichtung nicht sonderlich wohl fühlst??
     
  5. monaluna

    monaluna Poweruser

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    Hi Krabbenmädchen,

    ein Tief hat jeder, voralledingen so kurz vor Ende. Aber wenn ich es so lese, kommen bei dir ganz viele Sachen zusammen, hast du jemanden mit dem du reden kannst?
    8 Monate sind nicht lange, aber in solch einer Situation koennen sie sich endlos hinziehen.
    Wie warst du motiviert bevor du deine eigene Krankheit diagnositiziert bekommen hast?
    Wie sind deine Noten? Sehen dich andere auch so schlecht? Oder ist das deine alleinige Einschätzung?
    Es ist teilweise völlig normal das du kein BDK, MS etc, legen kannst, das wirkliche lernen geht erst nach dem Exmane los.
    Es ist völlig normal, das du sensibler auf alles reagierst, wenn du selber krank bist, denn nur wer wirklich selbst einmal in dieser Lage war, weiss wie es sich wirklich anfühlt. Versuche es für die restlichen Monate abzutrennen und zuignorieren oder aber wenn du stark genug bist, spreche die Leute darauf an: " Hey, weisst du eigentlich wie ich mich fühle wenn ihr so redet?"
    Normalerweise würde ich dir auch raten unbedingt deine Ausbildung zubeenden, danach kannst du immer noch was anderes machen, aber mit dem Hintergrund das du selber erkrankt bist, würde ich mir in deiner Stelle jemanden suchen, der dir erstmal hilft dein Leben neu zuordnen, eine gute Freundin, vielleicht einen Lehrer an deiner Schule oder auch prof. Hilfe.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und schicke dir mal etwas Motivation rüber( obwohl das nicht das Hauptproblem ist-glaube ich)
     
  6. Krabbenmädchen

    Krabbenmädchen Senior-Mitglied

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    Danke schonmal für die Antworten und für die Kraftpakete! :emba:

    @kruemel85:
    Es gibt bei uns eine Liste, in der man sich eintragen kann, wenn man spezielle Pflegetechniken lernen möchte, doch da wir sehr viele Schüler sind (knapp 70 für eine hauptamtliche PA) ist die dementsprechend voll und man kommt selten dran...
    Dass die Arbeitszeiten anders sind als in vielen anderen Berufen, war mir klar, habe vor der Ausbildung auch ein längeres Praktikum gemacht. Ich dachte aber, ich komme besser damit klar, der Schichtdienst wirbelt mein Privatleben total durcheinander, sehe manche Freunde kaum noch und regelmäßige Hobbys sind auch nicht drin! :|
    Natürlich sind nicht alle unfreundlich, das kam wahrscheinlich falsch rüber. Nur momentan fallen mir die "Motzköppe" einfach viel mehr auf als die netten Kollegen. Man kriegt ein bisschen einen Tunnelblick...
    Solche Diagnosen wie bei deiner Schwester hauen einen wirklich um, man muss seine ganze Lebensplanung neu überdenken. Das habe ich z.T. auch schon gemacht und ich merke, dass ich mit dem Schichtdienst gesudheitlich nicht so gut klarkomme, bei meiner Erkrankung ist ein regelmäßiger Lebensrhythmus von Vorteil! Noch ein Grund, um aus dem klassischen Stationsleben rauszugehen.

    @Daisy85:
    Das Krankenhaus wechseln geht leider nicht, da ich dort angestellt bin und bis zum Examen auch dort arbeiten muss.

    @monaluna:
    Doch, ich habe schon mit mehreren Leuten geredet, auch mit meiner Schule, die zum Glück hinter mir steht. Sie sagte, dass es nicht so schlimm sei, wenn ich noch einmal verlängern müsste - fände ich nicht so dolle, aber wenigstens weiß ich, dass es gehen würde. Meine Noten sind alle gut bis sehr gut, aber ich hab ständig das Gefühl, dass die gar nicht gerechtfertigt sind! Fühle mich ständig inkompetent und überfordert auf Station, als würde ich nur halb wissen, was ich da eigentlich mache.

    Naja, nächste Woche habe ich zum Glück Urlaub. Mal sehen, wie es mir danach geht.

    LG Krabbenmädchen
     
  7. dieter70

    dieter70 Gast

    Hallo Krabbenmädchen!

    Ich kann dich so gut verstehen!!!
    Wenn ich an mein letztes Jahr in der Ausbildung denke, erinner ich mich deutlich an dieses Gefühl "Ich kann nichts, ich weiß nichts..." und ich denke, dieses Gefühl beruht tatsächlich nicht nur auf Einbildung.
    Bei mir war es damals so, dass man mir als Schüler nichts zugetraut hat.
    Ich DURFTE nichts lernen mit dem Argument "du bist ja noch Schüler, nein, i.m.Spritzen, um Gottes Willen. Magensonde legen? Hattet ihr das denn schon in der Schule? Endoskop halten???? Neiiiiin, du bist Schüler, du könntest das kaputtmachen!!! Eigene Patienten pflegen? Wo denkst du hin?"
    Durch dieses extreme Klein-halten war ich am Ende total demotiviert und bekam zum Examen chronische Magenbeschwerden. Mein Glück damals: auf meiner Examensstation begegnete ich zwei hochenergetischen Praxisanleiterinnen, die gerade dabei waren, ihre Weiterbildung zu machen.
    Doppeltes Glück: ich war zu der Zeit der einzige Schüler auf der Station, so dass sie mich gehörig in die Zange genommen haben, um mir das ganze versäumte Zeug systematisch beizubringen. Also etwas andere Umstände als bei dir. Zwei Praxisanleiterinnen für einen Schüler statt eine Praxisanleiterin für 70 Schüler.

    Ich behaupte frech, dass es hierzulande vom Glück oder Pech abhängt, ob die Ausbildung positiv und motivierend verläuft, oder aber mühsam und unstrukturiert. Und bei dem Gefühl, nicht ausreichend betreut oder ausgebildet zu werden, wundert es einen nicht, dass die Nachtschicht zu anstrengend ist, dass der Preis, die Freunde nicht regelmäßig zu sehen, einfach zu hoch erscheint!
    Sicherlich wurde mit der Änderung des Krankenpflegeausbildungsgesetzes von 2004 ein wichtiger Impuls gerade für die praktische Ausbildung gesetzt,
    aber es wird noch lange dauern, bis sich flächendeckend eine einheitliche Qualität durch verbindliche Standards durchsetzen wird.

    Mein Rat für dich, Krabbenmädchen:
    -Schaue kritisch nach den Ursachen, aber zweifel nicht an dir selber, das nimmt dir nur die letzte Energie in dir.

    -Versuche, deine Defizite genau zu beschreiben und erarbeite einen eigenen Zielplan.

    -Wende dich an eine vertrauenswürdige Person in der Schule, die ein offenes Ohr hat und vielleicht sogar Einfluss auf deine Einsatzplanung.

    -Plane deine Freizeit sorgsam nach dem Dienstplan und lass dich nicht dazu überreden, deine Schichten nach Stationsbedarf zu verschieben.

    -Vielleicht entdeckst du Strategien, die es dir erlauben, nach Feierabend komplett abzuschalten und zu entspannen, ohne dir dauerhaft den Kopf über die Arbeit zu zerbrechen.

    -Vergiss nicht, dass du nicht NUR GuKrpfl-Schülerin bist, sondern dass das nur einen Teil deines Lebens darstellt.

    -Halte durch! Ich glaube für einen Abbruch kurz vor Schluss bräuchtest du eine glänzende Alternative, die sich dir bietet, sonst würdest du total abstürzen. Mit dem Examen bist du Chefin und kannst deine Arbeit(szeiten) selbst aussuchen!

    Viel, viel Mut und Kraft wünsch ich dir!!!!
    Lieben Gruß
    d70
     
  8. monaluna

    monaluna Poweruser

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    niemand schenkt dir deine Noten:-) also glaube daran..., es ist einfach nicht leicht und viele haben den Blues vorm Examen... ich würde halt irgendwie versuchen es durchzuziehen, dann hast du deine Ausbildung wenigsten fertig und dann überleg was du willst, es gibt soviele Wege...

    Geniesse nächste Woche deinen Urlaub, denk nicht an die Arbeit und dann geht es vielleicht schon besser und ich denke Dieters Tips sind super:-)
     
  9. Julien

    Julien Poweruser
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    Hast du schon mal überlegt, daß so eine dauerhaft falsch-negative Selbsteinschätzung anstrengender sein kann als jedes Examen? Vielleicht wäre ein Gespräch mit einem Psychologen hier hilfreich? (Wird es schlimmer, wenn du die Station wechseln mußt? Wenn ja, kannst du mir ne PN schreiben und wir können uns gegenseitig was vorjammern.)

    Im dritten Jahr kamen wir uns alle dumm vor (zumindest in der neuen Ausbildungsform), denn das zweite haben wir fast vollständig außerhalb des Krankenhauses verbracht. Man kommt zurück und fühlt sich als könne man gar nichts mehr. DK gelegt habe ich in der ganzen Ausbildung exakt einen (in der ambulanten Pflege, wo es viele Dinge zum ersten Mal auszuprobieren gab), Magensonden vielleicht zwei, wobei das mal was ist, was in der Kinderkrankenpflege öfter vorkommt als bei Erwachsenen. Jedenfalls kam ich mir Anfang des dritten Jahres auch vor wie der letzte Depp - das geht vorbei.

    Es klingt schon so, als ob du in deinem Ausbildungshaus nicht besonders glücklich wärst. Kannst du dich nicht ein bißchen mit der Aussicht motivieren, nach dem Examen woanders hingehen zu können? Bei der derzeitigen Situation am Stellenmarkt und deinen Noten sollte das überhaupt kein Problem sein. Es gibt auch in der Pflege Arbeitsplätze ohne Schichtdienst oder Häuser, wo man sich wenigstens auf seinen Dienstplan verlassen kann und sein Leben entsprechend planen kann.

    P.s.: DK legen und Magensonden schieben ist nur ein winziger Teil der Ausbildung und Nichts, was man nicht in 10 Minuten unter guter Anleitung nachholen könnte. Ich denke da hast du Wichtigeres gelernt und auch schon verwirklicht in deinen zwei Jahren....
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie beantwortest du ff. Fragen für dich?
    Das schon mal probiert?
    Elisabeth
     
  11. Daisy85

    Daisy85 Newbie

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    viell is eine Ausbildung nicht immer einfach, und ich wünsch dir auch noch sehr viel kraft für die nächsten monate aber einfach das handtuch werfen so kurz vor schluss würde ich dir nicht raten, weil du dich dann später viell auch eifach darüber ärgern würdest...

    Und hast du denn schon ma versucht dich mit deiner Mentorin oder der PDL deines KH´s auseinander zu setzen und über deine probleme zu reden?viell kann dir da auch noch mal ein stück weiter geholfen werden?
     
  12. narde2003

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    @Elisabeth:

    Kannst du dich noch an deine Zeit in der Ausbildung erinnern? So ungefähr 6 bis 8 Monate vor den Prüfungen?

    Wie ging es dir da? Welche Zweifel hattest du?

    Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, auch wenn es schon einige Tage her ist.
    Die Station auf der ich eingesetzt war - das Grauen - die SL ein Drache hoch 5 - voll die miese Station eben (ja, sowas gab es damals auch schon, man möchte es nicht glauben).

    Ich habe an meinen Fähigkeiten gezweifelt und daran ob ich das alles packe.
    Eigentlich hatte ich überhaupt keinen Bock mehr auf Lernen und den ganzen Kram rundherum.

    Dazu kamen noch teilweise nervige Mitschülerinnen, die mich total kirre gemacht haben: hast du das schon gelernt oder das? WAAAAAS das kannst du noch nicht...

    Mir ging es ähnlich wie Krabbenmädchen, ich war maximal genervt - vom Schichtdienst, den KollegInnen, der Schule, der Station usw.

    So plötzlich wie es kam, ging es nach einigen Wochen auch wieder weg und es gab einen Lichtstreif am Horizont - ganz ohne Verdacht auf ein Burn Out...

    Ja, man darf auch ganz ohne Hintergedanken mal genervt sein - damals wie heute.
     
  13. Krabbenmädchen

    Krabbenmädchen Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich finde es schön - auch wenn es natürlich eigentlich nicht schön ist - zu lesen, dass auch andere solche Phasen durchgemacht haben!

    Dieter, vielen Dank für deine Tipps! :-)

    Mittlerweile sind meine Abbruchgedanken mehr oder weniger verschwunden, ich sage mir "Augen zu und durch"... Aber Lust auf die Stationsarbeit habe ich immer noch nicht wirklich, doch das kommt wohl auch nicht von heute auf morgen.

    Was mich immer noch irritiert bzw. sehr stört ist, dass es mich oft demotiviert oder sogar aufregt, wenn ich sehe, mit welcher Motivation andere Schüler an die Arbeit gehen. Vielleicht weil ich auch wieder so sein möchte, weil ich auch mal motiviert war? Dann denke ich, dass ich deren Elan nicht mal ansatzweise habe und somit sowieso alles egal ist... Aus dieser Gedankenspirale muss ich noch irgendwie rauskommen.

    Nun warte ich erstmal meinen Urlaub ab. Ich fahre mit meinem Freund eine Woche in die Sonne und hoffe, etwas Abstand und dadurch den Kopf frei zu bekommen... :emba:

    Ich bastel mit auch schon Wege für die Zeit nach der Ausbildung, habe schon ein paar Ideen. Was für mich aber feststeht: So schnell wie möglich raus aus dem Schichtdienst! Das geht auf Dauer gesundheitlich nicht gut, aber auch da gibt's ja Möglichkeiten und Wege. Dann fallen halt die Schichtzulagen weg, aber meine Gesundheit (auch psychisch) geht mir vor!

    Ich hoffe, ich komm aus diesem Loch wieder raus...

    LG Krabbenmädchen
     
  14. Daisy85

    Daisy85 Newbie

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    Ich wünsch dir noch ganz viel schaffenskraft und erfolg ;)
    du schaffst das *beide daumen drück*

    und ich wünsche dir noch einen schönen erholsamen Urlaub den haste dir verdient ;)
     
  15. kruemel85

    kruemel85 Junior-Mitglied

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    Schön zu hören, dass Deine Abbruchgedanken so gut wie verschwunden sind!

    Genieße den Urlaub und versuch Dich zu erholen, das wird Dir gut tun.. Urlaub ist echt Balsam für die Seele! Wünsch Dir nen wunderschönen und erholsamen Urlaub!

    A liabs Griaßle
     
  16. Sosylos

    Sosylos Stammgast

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    Wie läufts nun bei dir? Ist der Stationsalltag wieder geläufiger?
     
  17. CHB

    CHB Junior-Mitglied

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    Hallo Krabbenmädchen,

    mein Examen liegt zwar etwas zurück aber was du jetzt durch machst haben in meinem Kurs minimum 80% auch druch gemacht aber Aufgeben solltest du nicht nach den Prüfungen sieht alles anders aus glaub mir. Mir ging es genauso.:D
     
  18. Krabbenmädchen

    Krabbenmädchen Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich bin nun zurück aus dem Urlaub mit soooo einer Riesenportion ägyptischer Sonne und es geht mir nun besser! :P

    Motivation ist immer noch mäßig, aber ich habe gemerkt, wie sehr mir diese Dunkelheit und Kälte auf's Gemüt geschlegen sind. Das ist natürlich nicht der einzige Grund, aber ich fühle mich wieder etwas energiegeladener.

    Ich werde versuchen, Tag für Tag zu denken. Und ich muss einfach öfter den schnabel aufmachen und auf Station sagen, wenn mich etwas stört. In der JAV-Arbeit kann ich das wunderbar, wenn es um andere Schüler geht, aber bei mir selber bekomme ich das nicht hin... :emba:

    Nun bin ich diese woche krank geschrieben, aber aus einem anderen Grund als vorher - hab mir in Ägypten wohl einen fiesen Magen-Darm-Keim zugezogen... :emba:

    Ich werde hier berichten, wie es mir bei weitergeht, es tut gut, sich hier einfach mal alles von der Seele zu schreiben!

    LG
    Krabbenmädchen
     
  19. Krabbenmädchen

    Krabbenmädchen Senior-Mitglied

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    Nun gibt es wieder neue Entwicklungen!

    Habe gestern einen Brief von meiner Schulleitung erhalten. Ich soll nächste Woche zu einem Gespräch über meine "durch die chronische Erkrankung zu erwartenden Fehlzeiten und über die weitere Ausbildungsfähigkeit". Ich war ja nun knapp 2 Wochen krank geschrieben und meine Schule macht da nun so einen Aufstand von, die Schulleitung klang am Telefon, als ich wegen des Termins anrief, ziemlich ungehalten. Durch meine JAV-Arbeit weiß ich, was diese Formulierung in der Einladung heißt: Die wollen mich am liebsten loswerden, mehrere Schüler hatten in den letzten Monaten ähnliche Briefe erhalten, wenn auch z.T. aus anderen Gründen. In dem Gespräch wurde ihnen dann nahe gelegt, die Ausbildung abzubrechen.

    Maaaan, ich habe keine Lust mehr auf meine Schule! :angry:Meine JAV-Vorsitzende kommt auch mit, den BR will ich noch informieren. Gekündigt werden kann ich deswegen ja nicht, aber es ist trotzdem ein blödes Gefühl, wenn die einen so auf dem Kieker haben - es geht wie gesagt mehreren Schülern so.

    Am Telefon sagte meine Kursleitung mir dabei vor ein paar Wochen noch, dass sie hinter mir stünde und es ja gar kein Problem sei, auch mit einer Erkrankung könne man die Ausbildung beeenen blablabla...

    Wobei ich es ja ganz interessant finde, dass ich nun den Elan aufbringe, dafür zu kämpfen, die Ausbildung zu beenden, wo ich doch vor kurzem noch Abbruchgedanken hatte... :verwirrt:

    Das ist doch alles dämlich...
     
  20. monaluna

    monaluna Poweruser

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    Krankenschwester RN
    Tief durchatmen.
    Nimm dir jemanden mit zum Gespräch und mach klar das du auf jeden Fall deine Ausbildungen beenden möchtest, auch wenn es dir später evtl. nicht gelingen würde im Beruf zubleiben aufgrund deiner Erkrankung. Aber das du halt keine abgebrochene Lehre haben möchtest( was du nachhr vorhast geht keinen was an).

    Bleib freundlich und sachlich in dem Gespräch, informiere dich genausten wieviele Fehlstunden du hast, wieviele du haben darfst, bevor du verlängern musst.
    Versuche ruhig und reflektiert zubleiben im Gespräch!
     
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