Kündigungsausspruch wegen Verweigerung der Handynummer - Darf der Chef das?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Anna86, 12.05.2010.

  1. Anna86

    Anna86 Newbie

    Registriert seit:
    12.05.2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Hallo zusammen !

    Laut dem Thema könnt Ihr euch sicherlich schon denken worum es geht. Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst (50% Stelle, befristet bis 31.12.2010). Habe jetzt das WE+3 Tage frei gehabt. Gestern hat mich mein Chef angerufen 19Uhr- ich war aber nicht zu Hause-als ich heute dann auf Station kam hat er mich gefragt wo ich gewesen wäre,da hab ich ihm gesagt das ich weg wahr. Daraufhin hat er dann zu mir gesagt ich solle erreichbar sein -- sollte mir ein Anrufbeantworter anschaffen oder Ihm meine Handynummer geben das er mich erreichen könnte. Da hab ich mich geweigert. Daraufhin hat der dann gesagt das ich mir am 1.1.2011 ne neue Arbeitsstelle suchen solle.
    Die Arbeit hatte meine alte Nummer haben aber dann Telefonterror gemacht daraufhin hab ich mir dann eine neue NUmmer geholt.

    Darf er das überhaupt ?? Das ist doch Erpressung oder nicht ??
    Was kann ich nun tun ??

    Wäre nett wenn Ihr mir weiterhelfen könntet.
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Mal ganz davon ab, dass du dir umgehend selber eine neue Arbeitsstelle suchen solltest, denke ich, die Zeit der Leibeigenschaft dürfte vorbei sein.

    Was steht eigentlich in deinem Arbeitsvertrag zu diesem Thema?

    Elisabeth
     
  3. Anna86

    Anna86 Newbie

    Registriert seit:
    12.05.2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Auf das Them hab ich ehrlich gesagt nichts gefunden.Im AV steht nur das ich verpflichtet bin den dienstlichen Anornungen nachzukomme habe.
     
  4. Mausl

    Mausl Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    09.01.2006
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    0
    Also wenn nix in deinem Vertrag drin steht dann darf er dies nicht tun du hast ihm eine nummer gegeben und da du nicht da warst kann er nix machen.
    ich an deiner stelle würde mir eine neue Stelle suchen weil wenn das jetzt so schon anfängt dann wird es nicht besser
     
  5. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

    Registriert seit:
    30.03.2007
    Beiträge:
    843
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Exam. Gesundheits- u. Krankenpflegerin, Medizinstudentin
    Ort:
    Bonn
    Akt. Einsatzbereich:
    Psychiatrie
    Behaupte du hättest kein Handy und such dir nen neuen Job ;)
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Interessante Kündigungsfrist:wut:

    Dein Frei gehört dir - ob du nun ein Telefon hast oder AB ist völlig egal.

    Wenn dein Chef will, dass du immer für ihn erreichbar bist, soll er dir eine Rufbereitschaft bezahlen, aber nicht nur dir, sondern allen anderen auch noch.

    Lass dir das bitte schriftlich geben, was er von dir verlangt. Im Zweifelsfalle kannst du gegen ihn klagen.
     
  7. Anna86

    Anna86 Newbie

    Registriert seit:
    12.05.2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    mmh eigentlich wollte ich nicht wieder die Arbeitsstelle wechseln. Denn mit den Patienten un einigen MA komme ich gut zurecht. Denn heute was finden ist ja auch nicht so einfach.

    zu Narde2003: Es gibt ja die Rufbereitschaft aber die teilt der ja auch schon zum Dienst im Dienstplan mit ein. Also wenn jem.krank wird muss jem aus dem frei kommen weil die Bereitschaft schon Dienst hat.
    Ich persönlich möchte auch keine Bereitschaft machen denn wirklich lohnen vom Geld her tut die sich nicht da hab ich lieber freie Tage.
     
  8. Mausl

    Mausl Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    09.01.2006
    Beiträge:
    47
    Zustimmungen:
    0
    und wie sieht es aus mit Dienst telefon das haben ja viele häusliche oder so
    naja das musst du für dich selber entscheiden ob du dir was neues suchst oder nicht nur ich würde dies mit mir nicht machen lassen diese reaktion sagt dir doch alles
    ich persönlich würde nicht bleiben aber das muss jeder für sich selber entscheiden
     
  9. Anna86

    Anna86 Newbie

    Registriert seit:
    12.05.2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Diensthandys haben wir auch-- diese müssen aber nur an sein wenn wir Dienst haben.Die Leute die frei haben haben dann keins-- weil die ham ja kein Dienst.
    Naja ich glaube ich muss mal sehen wie ichs machen werde. Auf jeden Fall weis ich schon mein Chef wird es merken. Denn wies letzte lass ich mich nicht beahndeln.
    Und so eine reaktion vom Chef aus einem kirchlichen Pflegedienst.
     
  10. sigjun

    sigjun Gast

    Er kündigt ihr doch gar nicht, weil er das nicht muss, da ihr Vertrag zum Ende des Jahres ausläuft.
    Ich denke er wusste auch, dass das kein Kündigungsgrund sein wird, also hat er ihr lediglich offiziell bereits jetzt mitgeteilt, dass der Vertrag nicht verlängert wird.
     
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    ok, ich hatte die Befristung überlesen.
     
  12. DerStudent

    DerStudent Stammgast

    Registriert seit:
    16.07.2009
    Beiträge:
    385
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Fachkrpfl. An/Int, Master of Education; Lehrkraft
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Kirchlicher AG? Schreib das doch mal ner Zeitung...die Kirche kann gute Presse grad so richtig gebrauchen.

    Ehrlich: Ich find das zum Ko*tzen was sich manche PDL inzwischen so einbilden. Diese Sache hier, oder wie im anderen Thread die Stunden bei Krankheitsfall, etc.
    Leider finden sie immer wieder genug Leute - und ich fürchte die Gesamtsituation wird nicht besser werden.
    Man sollte eine "Blacklist" von *******-AG aufbauen. Damit jeder gleich weiß: Da nicht!

    Pffff....

    DS (den die ganze Pflegebranche grad wieder echt anwidert)
     
  13. Anna86

    Anna86 Newbie

    Registriert seit:
    12.05.2010
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Ja kirchlicher Träger-- Diakoniestation
     
  14. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    20.07.2004
    Beiträge:
    4.031
    Zustimmungen:
    14
    Beruf:
    M.Sc., Dipl.-Berufspädagogin (FH); KS; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
    Ort:
    Witzenhausen
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Funktion:
    Lehrerin
    Hallo,

    wenn der Chef verlangt dass Du immer erreichbar ist, dann bedeutet das ja theoretisch auch, dass Du dann auch jederzeit "verfügbar" wärst. Also quasi innerhalb einer bestimmten Zeit die Arbeit aufnehmen könntest...

    Das würde bedeuten, dass ein Handy alleine nichts bringt, da Du ja theoretisch 200 km weit weg sein könntest.

    Dieses würde auch für mich bedeuten, dass er quasi Rufbereitschaft verlangt (wie von anderen Usern festgestellt). Frag ihn konkret, wie er sich das weiterhin vorstellt und was er gedenkt, Dir hierfür zu zahlen....
    8)

    Ich würde mich von ihm nicht einschüchtern lassen; such Dir am besten gleich was neues!
     
  15. regina1

    regina1 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    15.05.2010
    Beiträge:
    88
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    krankenschwester
    Ort:
    hamburg
    Akt. Einsatzbereich:
    zeitarbeit
    nur bedienstete müßen jeder zeit erreichbar sein.
    kein arbeitgeber in deutschland kann verlangen das man zu jeder tageszeit erreichbar sein muß.außerdem hat er nicht das recht dich nach deinen freizeitaktivitäten zu fragen. das geht ihn gar nichts an.

    mich wundert es doch immer wieder, wie gesetzestreu doch die arbeitgeber sind.

    jemand aus dem frei zu holen ist nicht rechtens. es sei denn der arbeitnehmer stimmt zu.
    es gibt nur einen einzigen grund mitarbeiter aus dem frei zu holen.
    der grund ist der notfall.nun ist es aber kein notfall wenn ein mitarbeiter sich krank meldet und ausfällt.
    der beriff des notfalles ist im arbeitsrecht sehr eng zu verstehen.also mehr in richtung katastrophenfall.

    nicht die pflegebranche widert mich an sondern solche vorgesetzten die meinen gott gleich entscheidungen treffen.
     
  16. Feli

    Feli Poweruser

    Registriert seit:
    18.08.2009
    Beiträge:
    465
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    interdisziplinäre Intensivstation
    Solche AG``s wird es so lange geben, wie es MA gibt, die so etwas mit sich machen lassen! Erst mal Respekt, Anna86, dass Du Dich gewehrt hast. Ich fürchte nur, Dein Chef wird darauf bauen, nach Dir eine MA zu finden, die da gefügiger ist...:angry:
     
  17. fabayo

    fabayo Newbie

    Registriert seit:
    14.04.2010
    Beiträge:
    7
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Ort:
    Freiburg i. Br.
    Akt. Einsatzbereich:
    Ambulante Pflege
    Hast du keine Rechtsschutzversicherung ? Da gibt es ein kostenloses Anwaltstelefon, wo du dich vorab informieren kannst, wie deine Chancen stehen, um gegen deinen Chef vorzugehen.

    Habe am 18.5.2010 eine Gerichtsverhandlung beim Arbeitsgericht.
    AG hat mir fristlos gekündigt Ende März. Mußte abartiges Wochenende arbeiten, 2 x geteilt Sa, So, mit 24 Std. Rufbereitschaft, Dienst von 6 bis 12:30 und 15 bis 22:30. Zwei neue Pat., in 10 km entferntem Ort, kannte ich nicht, mußte lang suchen, hatte Verspätung.
    Massive Kundenbeschwerden wegen zu spät kommen, Konflikt mit Zeitvorgabe von Büro und gewohnter Einsatzzeit bei Patienten, war
    nicht machbar. Hatte bis dahin keine Abmahnung. AG wollte Kündigung rückdatieren auf 30.3., als ich am 1.4. ins Büro gerufen wurde. Als ich Bestätigung wollte, daß ich Kü erst 1.4. bekam hat er es in fristlose Kü umgewandelt. Anwalt meinte = Sozialversicherungsbetrug. Soll Kündigungsschutzklage einreichen. Ordentl.Kü sei in befristetem Averhältnis nicht machbar, und fristlos nur nach Abmahnung. Anwalt hat KüSchutzkl. eingereicht und daß Arbverhältn. bis Ende Befristung weiterbesteht, auch wegen schlampigem Zeugnis. Kann mich nicht bewerben bzw. zusagen, Beschäftigungsende ist offen.

    Es liegt nicht immer an unserer Inkompetenz, wenn die Dinge nicht so laufen wie sie sollen. Ein Blick hinter das System läßt uns manchmal zu ganz unerwarteten neuen Einsichten gelangen. Wir sind viel qualifizierter und kreativer als man uns einzuschüchtern versucht.
     
    #17 fabayo, 16.05.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.05.2010
  18. Sosylos

    Sosylos Stammgast

    Registriert seit:
    09.02.2010
    Beiträge:
    286
    Zustimmungen:
    2
    @ fabayo
    Dumm nur, daß es beim Threadersteller keine Kündigung ist, sondern er ihr keinen neuen Vertrag mehr gibt.
     
  19. hk-um

    hk-um Senior-Mitglied

    Registriert seit:
    24.02.2010
    Beiträge:
    118
    Zustimmungen:
    0
    Nun die Arbeitgeber, im besonderen kirchliche und sozialcaritative legen die Wohlverhaltenspflicht im Gesetz sehr weit aus. Rein rechtlich kann der AG nicht einmal eine Telefonnummer verlangen, weil kein Bürger zu Besitz eines Telefons verpflichtet ist. Nur wer hat keine?
    Wenn jetzt eine Telefonnummer vorliegt und der Bewerber oder Angestellte diese nicht bekannt gibt, kann der Arbeitgeber von einem unüberbrückbaren Beschäftigungshindernis ausgehen, weil die Loyalitätspflicht des Arbeitnehmers zu hinterfragen ist und solange es mehr Bewerber als freie Arbeitsplätze gibt, werden sie sich darauf hinaus reden. Hier ist aber nur eine ordentliche Kündigung möglich und der AG wird den Sachverhalt in der Kündigung nicht erwehnen, sondern von Diskrepanzen in weiten Bereichen der Arbeit unter Berücksichtigung der Teambildung in einer kirchlichen der Nächstenliebe verpflichteten Gemeinschaft sprechen, wenn überhaupt.
    In diesem Fall wurde nur gesagt, dass die weitere Beschäftigung nach Ablauf der Befristung, bei einem mangelnden Wohlverhalten nicht möglich ist und dies darf der AG und solange er neue "Arbeitssklaven" findet wird er es machen.
     
  20. Feli

    Feli Poweruser

    Registriert seit:
    18.08.2009
    Beiträge:
    465
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    interdisziplinäre Intensivstation
    Ergo: die TE hat zwei Möglichkeiten:

    1. neuen Job suchen:zunge:

    2. sich entschuldigen:beten:, Telefonnummer rausgeben und alles mit sich machen lassen...
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Kündigungsausspruch wegen Verweigerung Forum Datum
Wegen Nebentätigkeit freiberuflich Arbeiten? Rund um Tarif- und Arbeitsverträge 06.09.2016
News Dekubitus - Versorgung : Attacke auf Kassen wegen Billig - Politik Pressebereich 05.09.2016
News Bewegte Bilder für bewegende Berufspolitik – „DBfK Nordwest“ auf YouTube Pressebereich 16.08.2016
Kündigung wegen essentiellem Tremor? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 15.07.2016
News DBfK Nordost verurteilt pauschale Vorwürfe wegen Abrechnungsbetrug Pressebereich 18.04.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.