Krankenschwester trotz psychischer Erkrankung?

Imke25

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Krankenschwester oder Altenpflegerin?

Hallo,

ich bräuchte mal dringend euren Rat.
Bin 25 Jahre alt und habe vor 2 Jahren eine Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen.
Danach hab ich ein halbes Jahr in einem Kindergarten gearbeitet, war aber mit dem Job total überfordert. 25 Kinder, die pädagogische Arbeit ansich (Elterngespräche,Elternabende,überwiegend anleitende Arbeit mit Gruppen liegt mir überhaupt nicht.
Schon in der Schule hab ich die vielen Referate gehasst.

Bin ein sehr sensibler und schüchterner Mensch und hatte auch schon mit Depressionen zu kämpfen.

Da das mit dem Erzieherjob nicht mehr ging, kam ich in die Reha vom Arbeitsamt.
Ich machte verschiedene Berufsfindungspraktika u.a. auch in der ambulanten Pflege.
Hatte auch schon mal an einen ganz anderen Bereich gedacht, ich meine, nicht im sozialen Bereich.Hauswirtschafter etc. Aber aufgrund meiner Matheschwäche u meinen Interessen kam ich immer wieder in den Pflege-Bereich.

Die ambulante Pflege würde ich glaub ich packen und machte mir auch sehr viel Spass. Außerdem hat mich Medizin schon immer sehr interessiert und Biologie war in der Schule immer mein Lieblingsfach.

Nun meine Frage: Was glaubt ihr ist besser um später in der ambulanten Pflege zu arbeiten? Eine Ausbildung zur Krankenschwester oder Altenpflegerin?

Ich würde beide Berufe vom Arbeitsamt als Umschulung finanziert bekommen.

Hab sogar bei beiden Berufen zu September einen Ausbildungsplatz.Dem Arbeitsamt hab ich gesagt, das ich die Krankenschwester machen will und sie machen jetzt den Bildungsgutschein fertig.

Hab ne pro und contra Liste erstellt.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Altenpflege und Krankenpflege???

Ich denke, die Krankenpflege ist vom Lerninhalt vielseitiger aber auch wesentlich schwerer (halbes medizinstudium, oder)???

Altenpflege ist wohl mehr Psychosoziale Betreuung, Beschäftigung etc.???
Auch Medizin, Anatomie???



Weiß jetzt echt nicht,was ich lernen soll. Denke aber dass mir die Krankenpflege von der Qualifikation her mehr bringt.Auf der anderen Seite, wenn ich eh später in die ambulante Pflege will......

Und ob ich die Probezeit im Krankenhaus schaffen werde.... :-)Kann ganz gut lernen bin aber halt extrem sensibel.

Meine Mutter ist Krankenschwester.Sie rät mir eher ab.Sagt, dass sei soooo schwer...... Besser mit Abi.
Hab nur einen Mitteldurchschnittlichen Realschulabschluss.


Bin sehr Dankbar für eure Beiträge und hoffe ihr könnt mir helfen die richtige Entscheidung zu treffen.
 
Hallo,

ich weiss nicht wie es in der Altenpflege ist, aber in der Krankenpflege braucht man doch mathematische Grundkenntnisse.

Liebe Grüsse
Narde
 
Guten Morgen,
ich glaube nicht das wir Dir diese Entscheidung abnehmen können.
Die Altenpflege wurde ja neu strukturiert und ist seit dem sehr umfangreich gewordenbzw. dauert ja auch drei Jahre. Medizinisches hast Du auch, nur nicht so viel, da es mehr auch um psycho- soziales, Betreuung und Beschäftigung geht. lernst da halt gezielt für die älteren Menschen.
Ich habe eine zeitlang in der Altenpflege gearbeitet und kann Dir nur sagen was ich da mitbekommen habe.
Ich hätte damals auch die Altenpflegerin machen können, stand jedoch für mich nie zur Diskussion, aber wie gesagt das galt für mich.
Liebe Grüße
 
Hallo

Schwierig, wenn du dich schon selber als sehr sensibel einschätzt. In beiden Berufen wirst du psychisch an deine Grenzen kommen können. Im Altenheim bzw. in der ambulanten Pflege berührt dich bspw. das Schicksal von Leuten, die du dann jahrelang gepflegt hast. Und im Krankenhaus ist es u. a. das Schicksal junger Leute, dass einen doch sehr mitnehmen kann.
Klar, in der Krankenpflegeausbildung lernst du mehr Anatomie, Krankheitslehre, etc. Aber du schreibst ja selber, dass dich Medizin und Biologie interessiert, daher solltest du da wenig Probleme haben.

Für mich persönlich hat sich auch nie die Alternative gestellt, ob ich nicht doch Altenpfleger werden soll. Habe zwar meinen Zivildienst auch in der ambulanten Pflege gemacht, aber für mich war klar, dass ich lieber im Krankenhaus arbeiten möchte - auch wenn ich vorher noch keine Erfahrungen dort gesammelt habe. Auf die Dauer wäre es nichts für mich, wenn ich monate- und jahrelang immer dieselben Patienten/Kunden betreue. Außerdem würde mir in der Altenpflege auch der medizinische Aspekt fehlen.

Bin ein sehr sensibler und schüchterner Mensch und hatte auch schon mit Depressionen zu kämpfen.

In beiden Berufen ist zuviel Schüchternheit allerdings nicht von Vorteil, mal so am Rande. Aber du kannst sicher selber einschätzen, wie du mit deiner Schüchternheit auf den Patienten wirkst.
 
Ich glaube, Gesundheits- und Kranenpfleger bzw. Altenpfleger sind für dich nicht unbedingt optimale Optionen in deiner derzeitigen Situation.

Als Pflegekraft- egal in welchem Bereich- wird von dir selbständiges, eigenverantwortliches Arbeiten erwartet. Das ist verbunden mit Kommunikation und Anleitung des Pat./ Bew.. Du kannst also nicht nur aktiv helfenund den Pat./ Bew. in die Passivität drängen. Du musst den Betreffenden anleiten, damit er seine Ressourcen ausschöpfen kann. Das ist nicht imer einfach. Nicht jeder Pat./ Bew. sieht eigene Autonomie als Befürfnis an. Du musst also ein gehöriges Ma? an Selbstbewußtsein und Durchsetzungsvermögen an den Tag legen. ... Ähnlich wie im Erzieherberuf.

Du wirst- und das besonders in der ambulanten Pflege- viele Kontakte mit Angehörigen haben in denen du teilweise auch viel Durchsetzungsvermögen zeigen musst zum Wohle des Pat. ... Ähnlich wie im Erzieherberuf.

Die Ausbildung wirst du sicher problemlos schaffen. Aber hinterher, wenn man eigenständig arbeiten muss, können deine jetzigen Probleme zum echten Hemmschuh werden. Durchsetzungsvermögen ist wichtig in unserem Beruf und Selbstbewusstsein eigentlich eine Grundvoraussetzung.

Ich denke ncht, dass das Lernen das Problem bei dir ist. Das Problem liegt m.E. eher auf der psych. Seite. Du hast doch sicher einen Therapeuten. Hast du die ganze Problematik schon mal mit ihm/ ihr besprochen?

Das Arbeitsamt ist in solchen Fälen keine große Hilfe.V om Pflegeberuf haben die die Vorstellung: füttern, waschen, trocken legen kann jeder. Denen geht es nur darum, dich aus der Arbeitslosigkeit rauszubekommen- egal wie. Du stehst 3 Jahre nicht auf der Liste. Da ist das Ziel ereicht. Was hinterher wird, ist denen egal.

Tipp: Nimm deine Liste und gehe zu deinem Thera. Wenn du keinen hast, es gibt in jeder Stadt Lebensberatungsstellen. Dort gibt es geschulte Leute, die unvoreingenommen sind und dir bei deiner Entscheidungsfindung helfen können.

Ich wünsche dir, dass du eine für dich gute Entscheidung triffst, die dir viel Freude bringt und dich Erfolg spüren lässt und somit stark macht für alles, was kommt.

Elisabeth
 
Hab nun Montag ein Vorstellungsgespräch bei einer privaten Krankenpflegeschule.
Dort werden nur Leute mit Bildungsgutschein aufgenommen, sprich Umschüler so wie ich und somit hab ich auch noch gute Chancen da im September mit rein zu rutschen.
Bin aber immer noch am überlegen ob ich den Job von der Belastung her machen kann oder eher Altenpflege..evtl. leichter....??
Weiß auch echt nicht mehr weiter.
 
In wie fern sollte Altenpflege Ausbildung leichter sein?:gruebel:

Ich pers würde die Krankenpflegeschule vorziehen....allerdings frag ich mich ob Du das auch schaffst wenn Du jetzt schon Probleme mit Dir selbst hast.
 
Ich wiederhole meinen Tipp noch einmal: lass dir Zeit und setz dich nicht unter Druck. Du musst nicht jetzt sofort mit der Umschulung anfangen. Vielleicht geht es dir in einem halben oder einem ganzen Jahr besser. Du wirst stabiler und selbstbewusster und kannst dann auch entscheiden.

Ein Phänomen einer aktiven Depression ist die Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen. Ich halte es vom Arbeitsamt für unverantwortlich, dich so zu bedrängen.

Elisabeth

PS Gibt es nicht die Möglichkeit einer zeitweisen Berentung bis du wieder gesund bist? Hast du da schon mal nachgefragt?
 
Hallo,

Bräuchte mal einen ehrlichen und allgemeinen Rat von euch und wär darüber sehr dankbar.

Ich hab im September die Umschulung zur Krankenschwester angefangen und bin mir unsicher, ob es diesmal das richtige für mich ist.

Ich bin gelernte Erzieherin.Dieser Beruf hat mich irgendwann nur noch total genervt, ich hatte Probleme mich bei den Kindern durchzusetzen.Außerdem war mir die Gruppe zu groß (25 Kinder plus Eltern....Elternarbeit,Elterabende).....Wurd mir alles zu viel und lag mir auch nicht...Jedenfalls nicht das pädagogische Arbeiten.

War über ein Jahr lang in der Reha vom Arbeitsamt.

Muss dazu erwähnen,dass ich eine Psychische Erkrankung habe.ich leide seit meiner Pubertät an Sozialer Phobie und Depressionen.

Habe aber schon viele Therapien gemacht und nehme auch Antidepressiva.
In den Therapien haben sie immer gesagt,dass ich mich meinen Ängsten stellen soll.

Der eine Therapeut meinte sogar, dass Krankenschwester was ganz anderes ist als der Erzieherjob.Eher ein helfender Beruf. Nicht so mit Gruppen zu tun wie im Kiga.Anders halt.

Die vom Arbeitsamt haben mich in der Zeit der beruflichen Reha ziemlich allein gelassen.Hatten auch keine Ahnung,was ich umschulen sollte.

Hab denen verschiedene Vorschläge gemacht, z.b. Tierarzthelferin,Tierpflegerin,Hauswirtschafterin oder eben Krankenschwester.Dazu muss ich sagen,dass ich mich jetzt schon nach der Ausbildung im ambulanten Pflegedienst sehe und nicht im Krankenhaus.Ist glaub ich ruhiger und nicht so ein soziales Sammelbecken wie im Krankenhaus.

Die vom Amt haben mich dann zu einem Amtsarzt geschickt.Dieser hat ein Gutachten erstellt (er hat mich gerade mal 15Minuten gesehen :-) ) und dann geschrieben, dass ich für den Pflegeberuf geeignet bin.

Hab mich dann entschlossen,die Umschulung zu starten.
Die anderen Berufe habe ich aufgegeben.Als tierarzthelferin/ Tierpflegerin hab ich keine Lehrstelle bekommen und Hauswirtschafterin hab ich nicht gemacht wegen meiner Dyskalkukie (Matheschwäche).

Naja, und nun bin ich seit gut 2 Wochen in meinem praktischem Block auf der Inneren und komme wirklich an meine Grenzen.

Krankenschwester ist meiner Meinung nach ein schwerer und harter Beruf,indem man so viel Verantwortung über Menschen hat.
In meinen Augen sind die schwestern und Pfleger halbe Ärzte.
Schon allein der schulische Stoff ist super hart.

Ich denke ständig darüber nach,ob ein Mensch wie ich überhaupt so viel Verantwortung tragen kann.Ein großer Fehler und du kannst so leicht in Knast kommen.

Vor den Patienten versuche ich mich immer sehr zusammen zu reißen, aber sie merken mir meine Unsicherheit und Sensibilität sicher sehr an.

ich frage mich, ob das gut ist.Denn diese Menschen sind ja selbst schon oft aufgrund ihrer krankheit sehr verunsichert.

Ich bin auch oft sehr verkrampft und zerstreut.
Zum beispiel beim Blutdruck messen.Oder ich laufe ständig in falsche Zimmer,kann mir die Namen der Patienten nicht merken oder was sie für erkrankungen haben.

Am liebsten mache ich Dinge hinter den Kulissen,z.b. Wäschewagen auffüllen,Küche sauber machen....Aber das kommt nicht so oft vor.Es ist mehr der Umgang mit Menschen gefragt.

Oder ist das normal,dass es mir zu beginn meiner Ausbildung so geht.Komme mir manchmal so vor als laufe ich wie Falschgeld über die Station.

Was meint ihr,kann ein Mensch wie ich,eine so große Verantwortung überhaupt tragen???

Möchte aber auch nicht wieder im Hartz4 Topf landen.

Bitte schreibt mir nicht Dinge wie zb. "Wie wärs wenn du ins Büro gehst, oder ins Labor".....Wo ich eher hinter den Kulissen wär.

Hab mir darüber schon so viele Gadanken gemacht und immer wieder hab ich den Spruch gehört,geh doch ins Büro.

Das kann ich nicht,denn ich kann überhaupt nicht mit Zahlen und Logig umgehen.

Wollte mir jetzt die Zeit geben und die Probezeit im Krankenhaus abwarten.
Um ganz sicher zu sein ob es was ist oder nicht.Möchte meine Entscheidung auch an den Beurteilungen fest machen.

Es gab ja auch mal einen Grund,warum ich gerade das machen wollte.
Ich interessiere mich sehr für Medizin.Aber ob das reicht???

Bin auf eure Antworten sehr gespannt.

Danke fürs lesen,ist lang geworden.
 
Du glaubst ambulante Krankenpflege ist ruhiger als Krankenhaus....du hast ne Matheschwäche...du kommst jetzt schon an deine Grenzen...du reisst dich vor den Patienten zusammen....du bist verkrampft und zerstreut....du kannst dir Namen und Erkrankungen nicht merken...du läufst wie Falschgeld über die Station...du fühlst dich HINTER den Kulissen am wohlsten ! Denkbar schlechte Voraussetzungen, den der Beruf spielt sich VOR den Kulissen ab !
Nur weil man sich für Medizin interessiert kann man den Beruf nicht lernen...

Die Antwort auf deine Frage kannst du dir nach den Aussagen doch schon selbst geben, oder ? Meiner Meinung nach solltest du NICHT Krankenschwester werden. Ich würde mir einen "Hilfsjob" mit wenig Verantwortung suchen, z.B. Stationshilfe, Küchenhilfe, usw.
 
Vor drei Monaten haben wir schon mal über dein Problem nachgedacht: http://www.krankenschwester.de/foru...en/24093-krankenschwester-altenpflegerin.html .

Ich habe mich damals schon befürchtet, dass deine Berufswahl eher schwierig ist und seh mich nun bestätigt.

Was tun? Du hast lt. deinen Angaben ff. Probs: Sozialer Phobie, Depressionen und eine Dyskalkulie.
Eine Soziale Phobie und eine Dyskalkulie machen das Arbeiten in der Pflege fast unmöglich. Du musst zwingend in Kontakt treten mit den verschiedensten Personen: Ärzte, Schwestern, Patieten, Angehörige. Du musst rechnen können: Konzentration von Lösungen u.ä..

Warum deine Theras und der Amtsarzt dich zu diesem Beruf "überredet" haben wird sich nicht erschließen lassen. Eine Ausbildung als Therapieform anzusehen hate ich für höchst heikel.

Was bleibt?

Medizinische/r Dokumentationsassistent/in
Interessen
Interesse an Datenverarbeitung und Informatik (z.B. Daten sichern und Datenbestände aufbauen, strukturieren und pflegen)

Interesse am Sammeln und Verarbeiten von Informationen (z.B. Daten erfassen und statistisch auswerten)

Neigung zu Büro- und Verwaltungsarbeiten (z.B. Berichte und Arztbriefe schreiben, im medizinischen Sekretariat mitwirken)

Interesse an medizinischen Sachverhalten

Neigung zu ordnender und systematisierender Tätigkeit

Zahntechniker/in
Interessen
Neigung zu handwerklich-gestaltender Tätigkeit (zahntechnische Produkte z.B. Inlays, Kronen, Teilprothesen mit unterschiedlichen Materialbe- und Verarbeitungstechniken herstellen und reparieren)

Neigung zu Präzisionsarbeit

Neigung zu systematischem Denken und planvollem Vorgehen (festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz auf Grundlage von Gebissschablonen anfertigen)

Neigung zu prüfender und kontrollierender Tätigkeit (Funktion der künstlichen Zähne an Spezialgeräten, z.B. Artikulatoren, prüfen)

Neigung zu kundenorientierter Tätigkeit (bei der Arbeit auf patientengerechte Belange achten)

Neigung zum Umgang mit Formen und Farben (z.B. bei Zahnersatz aus Metall an den Metallgerüsten unterschiedliche Farbschichten aus Keramikpulver aufbauen, um die natürlichen Zähne in Form und Farbe täuschend echt zu kopieren)

Es gibt also durchaus Möglichkeiten in den medizinischen Sektor zu gehen.

Elisabeth
 
Hallo Imke,
versuche, dir die Frage über deine Eignung selbst und vor allen Dingen ehrlich zu beantworten.

Siehst du dich in der Lage, eine Gruppe von um die 15 Patienten zu betreuen? Die Angehörigen betreust du noch mit. Um Kommunikation wirst du nicht herum kommen. Du musst mit Patienten und Angehörigen, mit anderen Pflegerinnen und Pflegern, mit Ärzten, Krankengymnasten, Kollegen in den Funktionsabteilungen, Laboranten, Diätassistenten, ... herrje, die Liste könnte man so lang weiterführen. Wenn du dir nicht sowieso auf Station den Mund fusselig redest, dann klingelt das Telefon.
Schon alleine die Beobachtung der und die Kommunikation mit den Patienten und vor allem eine adäquate Weitergabe sind im Alltag die halbe Mitete.
Auch wenn du in die ambulante Pflege möchtest, musst du dich in der Ausbildung meist im Krankenhaus auf Station beweisen.

Das Maß der Verantwortung, die du auch in der Ausbildung trägst, wird zunehmen.

Du magst keine Referate? Ich habe nicht gezählt, wie viele ich gehalten habe. Und: ohne mündliche Prüfung kein Examen.

Du musst selbst unterscheiden, das kann hier nur vermutet werden: Besteht bei dir eine "normale" anfängliche Unsicherheit? Oder kristallisiert sich hier deine soziale Phobie heraus? Das mit den Zimmern und Patientennamen ist mir auch zu Genüge passiert. Aber scheust du generell den Kontakt?

Die Berufsvorschläge von Elisabeth finde ich gut. Vielleicht auch in einer Arztpraxis?
 
@ Inka25

du schränkst das Ganze Thema recht ein, was ich rauslese ist:
Ich kann dieses und jenes nicht, Ich habe hier und dort Probleme, Der Psychologe hat mich als Fähig eingeschätzt nach nur 15 Minuten

Übersetzung für mich:
Ich habe keine Zielvorstellung. Ich bin absolut mit dieser Problematik überfordert und such jemanden der mir sagt was ich machen soll !! :weissnix:

Die Entscheidung welchen beruflichen Weg DU gehen sollst, kann und sollte Dir keiner abnehmen.
Es macht sich keiner zum Sündenbock für dich, wenn die Entscheidung schlussendlich nicht passend für dich ist, nur das du dann sagen kannst ja aber der hat das und das gesagt. :angryfire:

Mein Tipp: :megaphon:werde dir klar, Was willst DU ???

und arbeite unbedingt an deinem Selbstvertrauen.

Wo sind Deine Stärken? Denk einmal an das was du gut kannst und bau das auf!!
Sei DU selbst und wenn du nicht weisst wer du bist, lern dich selber kennen....
Was interessiert Dich sonst noch? (Biologie und Anatomie kann man auch als Hobby betreiben)
Kannst du gut mit Tieren, kannst Du dich eher auf sie einlassen als auf Menschen?

Ich persönlich finde Menschen die sich in der Arbeit eine Maske aufsetzen, um ihren eigenen und/oder fremden Erwartungen gerecht zu werden, sehr mühselig und energieraubend. :wut:
Zudem kostet es auch Dich unendlich viel Kraft...
 
Hallo,

nun hast du schon mal Angefangen. Setz dich nicht unter Druck, am Anfang tut sich jeder schwer.

Gib dir die 6 Monate Probezeit um zu sehen ob es das Richtige für dich ist.

Viel Erfolg

Gruß renje
 
Ich halte es auch nicht für sinnvoll, dir irgendeinen Rat zu erteilen in Bezug darauf ob du den Job machen kannst oder nicht. Es ist dein Leben mit dem du die nächsten Jahrzehnte klarkommen mußt. Ich würde mich aber auch meinen Vorrednern auschließen wenn es darum geht, dir Zeit zu lassen mit einer Entscheidung.
Mir persönlich hat der Job in der Pflege sehr geholfen mit meiner Sozialphobie besser leben zu können. Verschwinden wird sie nie, aber ich kann mich doch zu Dingen überwinden, die vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen wären. Ich weiß nicht, ob dir das irgendwie weiterhilft, aber laß dir Zeit um zu sehen, ob du reinwächst in den Job. Dazu ist die Probezeit ja da.
 
Hallo,

Danke für die vielen ehrlichen Beiträge.

Ich muss wohl selbst mal ganz tief in mich hinein hören.Wollte jetzt eigentlich die Probezeit abwarten.
 
Hallo,

ich weiss nicht wie es in der Altenpflege ist, aber in der Krankenpflege braucht man doch mathematische Grundkenntnisse.

Möchte dich ja nicht angreifen aber in der Krankenpflege brauchst du das definitiv nicht:-)
 
Keine Mathekenntnisse in der Krankenpflege???? Das ist mir neu.

Ich erinnere mich ungern an meine Anfangsprobs in der Anästhesie: im Gegensatz zu auf meiner Station üblichen ml-Angabe gings plötzlich um mg. Umrechnen war angesagt: wieviel mg in wieviel ml.

Auf Station muss ich wissen, wieviel ml auf dem Perfusor laufen müssen wenn ich xxx mg verabreichen soll.
Einfuhr-/Ausfuhrbilanz =rechnen.
Herstellen von Desinfektionslösungen- nicht alles gibts aus dem Automaten= rechnen.
Tabletten gibts nicht immer in der passenden Stärke= rechnen.
Sondennahrung: Gesamtmenge auf Potionen verteilen = rechnen
Kalorienbedarf = rechnen

usw.

Es mag in der Psychiatrie anders sein. In der Somatik muss man oft rechnen.

Elisabeth
 
Elisabeth ich stimme Dir voll zu, wie kommst Du darauf das man in der Krankenpflege kein Mathe benötigt????????????
Ich weiss ja nicht wo Du .... aber ich brauchte schon in der Ausbildung Mathe und jetzterst Recht, siehe Elisabeth ihren Beitrag und das sind nur ein paar Beispiele.
 

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