Krankenpflege im Sanitätsdienst

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Dreaming, 16.02.2009.

  1. Dreaming

    Dreaming Newbie

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    Hallo ihr lieben...

    Wusste nicht ganz wohin mit dem Thema, deshalb versuche ich es einfach mal hier.

    Und zwar ich bin im DRK nebenher tätig und mache zur Zeit die Ausbildung zum GuK...Nun habe ich im DRK die aufgabe bekommen, einen Vortrag über Krankenpflege im Sanitätsdienst zu machen. Da die Krankenpflege aber sehr wenig darin vorkommt, haben wir uns gedacht, das es über das Thema "Hilfe beim Ausscheiden" gehen sollte.

    Nun aber mein Problem...

    Ich weis nicht so recht, wie ich das ganze angehen soll....
    Was ich da direkt machen könnte...

    Mit Praxis kann das auch verbunden sein..

    Vielleicht könnt ihr mir ja mit ein paar Tips unter die Arme greifen...
    Wäre euch schon mal sehr dankbar. :-)

    Danke :-)
     
  2. anästhesieschwester

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    Hallo!

    Gute Idee, sich über dieses Thema Gedanken zu machen. Gerade im Betreuungs-Einsatz steht man dem vielleicht manchmal etwas hilflos gegenüber.
    Habt Ihr viele Pflege-erfahrene Kräfte, oder machen die meisten hauptberuflich was in einer ganz anderen Richtung?

    Wenn das der Fall ist würde ich erstmal Hilfsmittel zur Ausscheidung vorstellen und deren Benutzung erklären.
    Dann stellt sich natürlich die Frage, was bei euch vorhanden ist, bzw. was man sinnvollerweise anschaffen sollte.

    Ein wichtiger Punkt sollte auch sein, wie man eine physiologische Ausscheidung auch im Sanitätsdienst fördern und erhalten kann.

    Vielleicht hilft dir das ja schon weiter.


    Gruß

    Die Anästhesieschwester
     
  3. Dreaming

    Dreaming Newbie

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    Also wir haben eigentlich keine erfahrene Kräfte aus der Pflege....
    Die einen oder anderen kommen damit nur in Kontakt entweder, weil sie Hauptberuflich im Rettungsdienst fahren oder nebenher im Rettungsdienst tätig sind.

    Bisher war Krankenpflege noch nie ein Thema im Sanitätsdienst, aber ich denke, das wird bzw kann alles eben noch kommen. Deshalb möchten wir unsere Mitglieder eben auch darin "Fortbilden" Sinn macht es auf jedenfall.

    Als einziges Hilfsmittel haben wir bei uns nur das Steckbecken...Toilettenstuhl etc gibt es nicht.
    Ich denke das mit dem Hilfsmittel vorstellen und erklären ist nicht schlecht... da kommt ja die Hygiene noch ein wenig mit rein....Wischrichtung....., dann noch Intimsphäre wahren.

    Eine physiologische Ausscheidung...hm...das wird bzw könnte schwierig werden oder ich denke im moment etwas zu kompliziert...

    Könntest du das ein wenig weiter ausführen ?

    Über weitere Anregungen wäre ich euch auch dankbar.
     
  4. narde2003

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    Hallo Dreaming,

    aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass bei solchen Einsätzen häufig RollstuhlfahrerInnen kommen, die sich in unseren Räumen katheterisieren wollen.

    Ein Toilettenstuhl ist sicher nicht unbedingt notwendig bei einem Betreuungseinsatz, da es doch behindertengerechte WC's gibt.

    Vielleicht solltest du dir auch überlegen bei welcher Patienten ein Steckbecken zum Einsatz kommen könnte - wobei ich persönlich es noch nie im Einsatz erlebt habe.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  5. Dreaming

    Dreaming Newbie

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    Hm...also das habe ich bisher auch noch nie erlebt...Aber das wäre auch eine sache die man mit rein nehmen kann, zumindest anscheiden kann...
    Das Steckbecken direkt hatte ich auch noch nicht, aber es befindet sich ja auf unseren KTW`s die wir haben..von daher bietet sich das auch etwas an...

    Irgendwie ist das garnicht so leicht wie man denkt...oÒ
     
  6. narde2003

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    Überlege mal wann macht ihr Sanitätsdienst, bei welchen Veranstaltungen? Bei uns sind das in der Regel Open Air's und sonstige Konzerte diverser Künstler, Fussball bzw. diverse Sportveranstaltungen von Reittunieren bis Judo Meisterschaften.

    Wer geht auf solche Veranstaltungen? Meist Leute die soweit fit sind, bzw. RollstuhlfahrerInnen mit ihren Begleitungen. Die benötigen eigentlich kein Steckbecken, auch wenn es im KTW vorhanden ist, normalerweise ist auch noch eine Urinflasche dabei.

    Ich habe schon einige Leute erlebt, die sich mal so nebenbei die Fäden einer OP-Wunde ziehen lassen wollten, weil ja so praktisch bzw. auch schon einige die gerne sonstige Verbände gemacht bekommen hätten, da sie sich so den Weg zum Arzt hätten sparen können.:knockin:

    Wie definierst du Krankenpflege im Sanitätsdienst? RR-messen ist auch schon Krankenpflege, nicht nur Patienten lagern.

    Schönen Abend
    Narde
     
  7. anästhesieschwester

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    Hallo Dreaming,

    ich meine damit Dinge wie
    -ausreichend Getränke, z.B. Mineralwasser + Tee, vorhalten
    -die Leute zum trinken animieren, erklären warum das so wichtig ist
    -Getränke anreichen (Schnabelbecher vorhalten!), wenn nötig. Ggf. Arztinfo zwecks iv-Zugang
    -ggf. Hilfe beim WC-Gang anbieten, Pat. (wenn vorhanden) eigene Toilettenartikel wie z.B. Feuchttücher verwenden lassen
    -dafür sorgen, dass die Intimsphäre der Leute gewahrt bleibt
    -wie narde schon schreibt, Hilfe bei verschiedenen (nicht alltäglichen) Möglichkeiten des Ausscheidens anbieten. Häufig "können" Leute auch in fremder Umgebung einfach nicht, also einige wenige Einmal-Katheter-Sets bereithalten (müsst ihr dann natürlich auch einsetzen können).




    Gruß

    Die Anästhesieschwester
     
  8. Dreaming

    Dreaming Newbie

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    Na das sind ja schon eine menge dinge... aufjedenfall ein anreiz für mich, das ganze etwas "leicht" umfangreich und interessant gestalten zu können...

    Nun muss ich nur noch schauen wie ich das ganze am besten verpacken kann...

    ;)

    Ich denke damit lässt sich was machen :-)

    Vielen dank euch dafür :-)
     
  9. Nutella Woman

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    Wenn ihr öfter mal im Betreuungseinsatz sein solltet (wir werden mehrmals im Jahr wegen irgendwelcher Bombenevakuierungen alarmiert), würde sich anbieten:


    • Lagerungsintervalle

    • Wie lagert man auf einer DIN Trage?

    • Hinweis geben: "Abholer" sollten in der Wohnung auch die evtl. Mappe vom Pflegedienst mitnehmen um alle relevanten Informationen inkl. der Nummer vom Pflegedienst zu haben (wenn die Evakuierung aufgehoben wird ist es meistens sehr sinnvoll dass auch dem Pflegedienst noch einmal mitzuteilen, damit der wieder ganz normal anfahren kann)
    Ansonsten schließe ich mich meinen Vorrednerinnen an.
     
  10. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Ohoh die Mappe sollte tunlichst nicht mitgenommen werden. Man kann sich z.B. das Stammdatenblatt mit Telefonnummern mitnehmen wenn es denn sein muß oder den Medikamentenplan. Warum? In der Mappe befinden sich original Abrechnungsunterlagen, Dokumentation etc. und der Pflegedienst kann dann garantiert die Mappe in Großdeutschland suchen gehen, weil die kommen nie zurück.
     
  11. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

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    @stormrider: Kommt halt auf das betreuende Sanitätspersonal an - bei uns weiss jeder was diese Mappen beinhalten und die gehen auch so komplett wieder zurück; da geht nix verloren weil die immer beim Patienten bleiben. Ich mag natürlich nicht ausschliessen, dass das woanders passieren könnte. 8)
     
  12. narde2003

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    Hallo Stormrider,

    wenn es eine Bombendrohung ist, kannst du den Leuten die Füsse küssen, wenn sie die Mappen mitnehmen, denn wenn das Heim "in die Luft fliegt" kommst nie wieder an deine Abrechnungsunterlagen.

    Verschneite Grüsse
    Narde
     
  13. Tiyzery

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    Die Mappe kommt ja nicht weg.
    Und in der Notaufnahme ist man um jedes bisschen Information, das man bekommen kann froh.
     
  14. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Sorry Narde was ist das denn für eine Argumentation? Wir haben schon oft genug hinter den Dokumappen herrennen müssen. Und es sind auch schon einige verloren gegangen, eben weil sich niemand daran erinnern wollte. Sonst würde ich das nicht sagen. Dokumappen sind Eigentum des Pflegedienstes und beim Patienten deponiert. Das wird leider allzuoft vergessen. Abgesehen davon befinden sich in den Mappen wichtige dokumentationen die nicht einfach verschwinden dürfen. Einzelne Unterlagen herausholen, z.B. Mediplan ist vollkommen in Ordnung, aber ganze Mappen einfach mitnehmen ist ein NoGo.

    Zudem hatten wir schon Probleme mit dem MDK, eben weil eine wichtige Dokumappe verschwunden war, eben weil sie einfach mitgenommen wurde. Der MDK wollte uns das nicht glauben. Deshalb reagiere ich auf sowas ziemlich allergisch.
     
  15. narde2003

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    Hallo Stormrider,

    wenn das Haus explodiert, bleiben die Mappen dann intakt und dort wo sie lagen? Davon gehe ich nicht aus, da ich aber nicht weiss was passieren wird, nehme ich die Mappen mit. Klingt logisch, oder?

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  16. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Narde es ist schlichtweg eine dumme Argumentation weil die Wahrscheinlichkeit, dass das Haus explodiert doch extrem gering ist oder? ;)
    Fakt ist, Mappen sind Eigentum des Pflegedienstes. Oder holst du dir in einer Arztpraxis auch die Akte des Patienten aus dem Schrank und nimmst sie mit?
     
  17. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Stormrider,

    wenn dies so unwahrscheinlich ist, braucht man ja auch keinen zu evakuieren, oder? Dann ist eh alles hinfällig - wobei wir ziemlich vom Thema abkommen.
    Bei der nächsten Bombendrohung, werde ich dann auch dafür sein, dass die Patienten da bleiben wo sie sind - ist ja eh nix:gruebel:.

    Schönen Tag
    Narde
     
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