KPH-Prüfung in der Psychiatrie

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von mondlicht, 29.07.2009.

  1. mondlicht

    mondlicht Newbie

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    Hallo,

    habe am 05.08.09 meine KPH Prüfung auf einem Psychiatrischen Wohnbereich.
    Mein Pat.ist 76 Jahre alt,lebt seit 1964 in verschiedenen Psychiatrien und Pflegeheim.Er hat seit 07 beide Beine amputiert wegen PAVK,hat eine endogene Psychose und Schizophrenie ist bei ihm diagnostiziert worden.Er lebt schon seit 2003 in dieser Klinik.Ist Alkoholabhängig,aber schon einige Jahre,trocken,da kein Alkohol für ihn erreichbar ist.Starker Raucher und die Ärzte schliessen Halluzinationen nicht aus.
    Nun miene Frage was könnte ich bei ihm für Prophylaxen machen.Ich mache als erstes die Intimpflege bei ihm und danach kommt er in den Rollstuhl und fängt an sich zu waschen,hierbei leite ich ihn an.
    Könnt ihr mir evt.noch ein paar Tips geben was ich sonst noch mit ihm machen kann und wie ich am besten mit ihm umgehen könnte,denn oftmals wird er sehr obszön in seiner Ausdrucksweise.
    Ich komme so gut mit ihm klar,nur seine Audrucksweise ist manchmal sehr ungewählt.

    Über ein paar nette Antworten würde ich mich freuen.

    Lieben Gruß
     
  2. grobi1309

    grobi1309 Junior-Mitglied

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    Also an Prophylaxen zuerst mal die Kontrakturprophylaxe (gerade bei vielem sitzen im Rolli), dann natürlich Pneumonieprophylaxe. Dazu natürlich ein Beratungsgespräch über die Folgen von Rauchen, gerade in Kombination mit der pAVK :-)

    Umgang, naja da kennst du ihn besser. So spontan würd ich sagen immer wieder auf eine gewählte Umgangsform hinweisen und ein gesundes Nähe-/Distanzverhältnis schaffen, bzw. ihm klarmachen, dass er vernünftig mit dir reden soll.

    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen, ansonsten viel Glück bei der Prüfung :daumen:
     
  3. Sr.Sandra

    Sr.Sandra Stammgast

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    Huhu also mit der Pneumonieprophylaxe stimme ich mondlicht zu.
    Aber mit der Kontrakturprophylaxe sehen ich es nicht so. Du schreibst ja er hat beide Beine amputiert. Mit den Armen bewegt er ja denke ich den Rollstuhl vorwärts oder? Dadurch hat er ja schon Kontrakturprophylaxe,die er selbst macht. Dann ist die Kontrakturprophylaxe da nicht angebracht, finde ich. Wegen der Ausdrucksweise würde ich den Pat. immer wieder drauf hinweisen, dass diese nicht angbracht ist.
    LG sandra
     
  4. grobi1309

    grobi1309 Junior-Mitglied

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    Kontrakturen am Knie und in der Hüfte gibt es nicht ? :gruebel:
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie kommt er in den Rollstuhl?
    Wer bewegt den Rollstuhl?
    Welche Pneumonierisiken bringt der Pat. mit sich, die pflegerelvant sind= von der Pflege "behandelt" werden können?
    Wie ist sein Bewegungs- und Sensibilitätsstatus bezüglich Lageveränderungen im Rollstuhl?
    Wie sicher sitzt der Patient ins einem Rollstuhl?
    Welche kognitiven Fähigkeiten sind vorhanden? Zeitliche, Situative, Örtliche Orientierung?
    usw. Wo genau liegt das Pflegeproblem? Pflegen um des Pflegens willen ist unproffessionell.

    Du kannst dich an den ATLs langhangeln. Finde ich für die Psychiatrie nur eingeschränkt günstig. Du kannst aber auch in den Bereich der Pflegediagnosen schauen und wirst vielleicht da (eher) fündig.

    Vielleicht sollten wir erst mal sammeln: was gibt es überhaupt alles an Prophylaxen in der Pflege? Mir fällt spontan ein:

    klassische Prophylaxen: Pneumonie. Kontraktur, Dekubitus, Sturz

    sonstige Prophylaxen: Zystitis, Obstipation, Schmerzen, Deprivation, Dehydratation, Karies, Intertrigo/ Windeldermatitis, Realitäts-Orientierungs-Training usw.

    Elisabeth
     
  6. Sr.Sandra

    Sr.Sandra Stammgast

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    Ich ging davon aus, dass der Pat. bis zum Knie Amputiert ist und deshalb schloss ich die Kontrakturprophylaxe aus.
    Ehrlich gesagt von einer Kontrakturprophylaxe der Pflege für die Hüfte habe ich noch nie etwas gehört, geschweige denn es theoretisch in der Schule gelernt. Aber wenn es angewendet wird, lasse ich mich gerne belehren und es mir erklären. (Ich möchte ja auch dazulernen)
    LG Sandra
     
  7. grobi1309

    grobi1309 Junior-Mitglied

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    http://www.oegvp.at/1999k.pdf

    Seite 17 - 2.3.3

    Also ich habs in der Ausbildung gelernt, aber manche Sachen vergisst man halt einfach wieder, geht mir genauso.
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bleibt die Frage: braucht es der Pat. oder soll hier Pflege um der Pflege willen durchgeführt werden.

    Elisabeth
     
  9. narde2003

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    Du verwechselst gerade was, es geht nicht um der Pflege willen, sondern um der Prüfung willen. *Ironie on*Es soll ein "Meisterwerk der Dressur" sein.*Ironie off* Ein Patient, der auf Grund PAVK schon beide Beine amputiert bekommen hat, den brauche ich bezüglich Rauchen sicher nicht beraten.
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Axo- hab ich mal wieder vergessen. *fg*
    Aufklärung zum Nikotinabusus könnte als Dressurleistung aber gut kommen. Prüfen tun ja meist Leuts die aus der Somatik kommen und eher wenig Ahnung haben, das Nikotin ev. auch eine Ersatzdroge im Rahmen der Suchterkrankung ist.

    Elisabeth
     
  11. flexi

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    Was soll nun der "arme" Prüfling mit euren Informationen anfangen?
     
  12. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Grobi,

    es ist eine KPH-Prüfung, ich weiss ja nicht wie es in der Psychiatrie ist, aber in der Somatik würde das für eine KPH-Prüfung über das Ziel hinausschiessen.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    http://www.krankenschwester.de/foru...ik/24244-pruefung-psychiatrie.html#post222033 - dachte ich, wären schon genug Anregungen für den Prüfling.

    Ansonsten hab mir das Eingansposting nochmal durchgelesen.

    Anamnese
    Pat.ist 76 Jahre alt
    lebt seit 1964 in verschiedenen Psychiatrien und Pflegeheim- aktuell in einem Psychiatrischen Wohnbereich
    seit 2003 stationär in der Klinik.
    2007 beide Beine amputiert wegen PAVK
    endogene Psychose und Schizophrenie mit fraglichen Hallutinationen
    Z.n. Alkoholabhängigkeit
    starker Raucher
    ztw. sehr obszön in seiner Ausdrucksweise.
    Selbständigkeit eingeschränkt durch:
    - Amputation beider Beine
    - kognitive Einschränkung infolge Psychose/ Schizophrenie/ Z.n. Alkoholabusus

    Fragen dazu hatte ich schon in meinem oben erwähnten Posting angegeben.
    Ergänzend wäre die Frage nach einem Frontalhirnsyndrom mir tw. Enthemmung. da bringt es nämlich sehr wenig, die obszöne Sprache verändern zu wollen- sie wäre dann sozusagen krankhaft bedingt.

    Ressourcen
    Selbstständigkeistgrad unbekannt infolge ungenauer Angaben
    weitere Infos fehlen

    Probleme
    Pat. kann sich nicht selbst im Intimbereich reinigen
    braucht Hilfe bei mob. in den Rollstuhl
    weitere Probleme kann man nicht erkennen, da wir keine ausreichenden Infos haben bzw. die Ursachen bestimmter Symptome nicht beurteilen können

    Ziel
    ??? was will der Pat.?

    Maßnahmen
    Hilfe bei Mob. ind Rollstuhl
    Intimpflege

    Elisabeth
     
  14. MarionFKS

    MarionFKS Junior-Mitglied

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    Was ist denn mit Dekubitusprophylaxe? Müsste hier nicht auch das Risiko eingeschätzt werden?
     
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