Kooperation mit Krankenhaus (Hamburg)

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von ping, 24.05.2006.

  1. ping

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    Hallo an alle,

    wir streben eine Kooperation mit einem Unternehmen an, dass in Hamburger Krankenhäusern das Entlassungsmanagement durchführt.
    Dieses Unternehmen ist in einem Krankenhaus ansässig und vermittelt die zu entlassenden Patienten an Pflegedienste weiter. Vor der Entlassung kann der Pflegedienst den neuen Pflegekunden im Krankenhausbett kennen lernen und die Pflege planen.

    Hat jemand schon Erfahrungen mit so etwas gemacht? Lohnt es sich dafür größere Geldbeträge (Netzwerk- und Aufnahmegebühren) zu bezahlen? Mit wievielen Neuzugängen kann ich rechnen?

    Kann mir jemand etwas generell zu Erfahrungen mit Kooperationen im ambulanten Bereich berichten?

    Lg Ping :spopkorns:
     
  2. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Hallo ping,

    generell ist es wichtig, als Inhaber eines PD´s in einem oder mehreren ansässigen KH´s bekannt und - vor allem - selbst vor Ort öfter präsent zu sein.
    Mein ehemaliger Chef hat es sogar so gemacht, dass er Kontakte zu Kollegen im KH pflegte, diese auf den Stationen regelmäßig besuchte und so zeitgleich nach Patienten fragte, die ambulant nach Entlassung versorgt werden mußten. Dabei nutzte er auch die Chance, den Patient persönlich schon im KH zu begrüßen, sich und seinen PD vorzustellen und den Patienten somit schon gewonnen hat. Er hatte eine super lockere Art und wußte sich auch bestens zu verkaufen. Wir hatten (auf dem Land!!!) einen wöchentlichen durchschnittlichen Patienten-Zuwachs von 3-6 Patienten (+-). Das ist für die Region sehr viel gewesen.
    Ich denke von daher ist es sinnvoll, darin zu investieren - Du wirst sonst das Nachsehen haben, weil die Konkurrenz Dir die Patienten "abgrast".
    Es ist wie beim Lotto: erst investieren um zu gewinnen...(okay okay, war nicht das beste Beispiel:anmachen: ...aber so ähnlich....)

    LG
    Trisha
     
  3. ping

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    Hallo,

    so ein Zuwachs ist wirklich ein Traum. Mom haben wir einen Zuwachs von einem Pflegekunden pro Monat :cry1:

    Das wir direkt die Patienten aus dem Krankenhaus holen, ohne einen Kooperationsvertrag ist hier fast unmöglich, es gäbe richtig Ärger. Viele Kliniken haben eigene PD oder sind einem Entlassungsmanagement wie dem von mir beschriebenen angegliedert.

    Wir müssen das Geld schon in die Hand nehmen, wenn wir ein paar Leute mehr haben wolle. Unter dem Strich sollte sich das wohl lohnen...:beten:

    Habe mit der Inhaberin vereinbart eine Art Profit-Center einzurichten. Da sie das Geld derzeit für die Aufnahmegebühr nicht hat, übernehme ich sie. Dafür kann ich mir einen Kundenstamm aufbauen und erhalte 60% des Gewinns meiner Kunden aus dem Kooperationsvertrag. Nach Aufbau meines Stammes werden die Kunden 1:1 an mich und die Chefin aufgeteilt. So kann ich "selbstständig sein" üben, erhalte (hoffentlich) noch etwas Geld aufs Gehalt rauf und das ganze für einen relativ geringen Einsatz...

    *Daumen-drück-dass-alles-klappt*:boozed:

    lg ping
     
  4. Georgia

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    Es wäre natürlich interessant zu wissen, wie hoch die Kosten für die Investitionen sind, wieviele Pflegedienste noch daran teilnehmen und mit wievielen Neuzugängen gerechnet werden kann. Bevor man diese Kooperation eingeht, sollte man dies mit dem Kooperationspartner unbedingt klären.
    Es ist sinnlos viel Geld auszugeben, wenn nur wenige Neukunden gewonnen werden können.
    In unserem Einzugsgebiet arbeitet ein Krankenhaus mit seinem eigenen Pflegedienst zusammen, dieser ist völlig unorganisiert und die Patienten wechseln nach kurzer Zeit zu anderen Pflegediensten, weil die Qualität im Krankenhauseigenen Pflegedienst nicht stimmt.
    Georgia
     
  5. ping

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    Hallo,

    diese Fragen haben wir natürlich auch gestellt.
    Die Verteilung der Patienten erfolgt nach einem Rotationsprinzip. Man kann mehrere Stadtteile versorgen. Wer der erste auf der "Liste" ist bekommt den Patienten und geht nach unten auf die Liste usw...
    Es sind mom ca 40 PD angegliedert im gesamten Raum Hamburg. Für einige unserer Stadtteile sind nur 3 weitere PD zuständig.
    Ein Zulauf von 3-4 Pflegekunden/Monat sind erstmal nicht unrealistisch, evtl auch mehr...
    Ein Pflegekunde mit Pflegestufe 1 würde die Kosten schon decken...

    Bevor wir eine Zusage für den Vertrag bekommen haben, mussten wir uns einer Qualitätsprüfung unterziehen, die der des MDK sehr nahe kommt. Bei der ersten Prüfung haben uns ein paar Punkte gefehlt, bei der zweiten haben wir bestanden. Haben noch ziemlich viel gemacht und haben jetzt ein gutes QM...

    lg ping
     
  6. Georgia

    Georgia Newbie

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    Hallo ping,
    Müssen nach der Aufnahmegebühr noch weitere monatliche Kosten beglichen werden?
    Ich habe in den letzten 10 Jahren noch nie für die Vermittlung von Patienten Geld bezahlt und finde es schade, dass heute die Vermittlungsfirmen mit dem Patienten Geld verdienen. Früher waren die Sozialarbeiter in den Krankenhäusern für das Entlassungsmanagement zuständig, diese haben Ihren Job gemacht, ohne dass sie dafür noch Extra-Prämien kassiert haben. Neue Patienten wurden von uns auch beim Erstgepräch im Krankenhaus besucht.
    Die Zeiten ändern sich halt, und alle wollen natürlich überleben.
    Ich bekomme von "unserem" Krankenhaus auch keine neuen Patienten mehr, es sei denn, Neukunden äussern von sich aus den Wunsch von unserem Pflegedienst versorgt zu werden (unsere Stammkunden bekommen wir immerhin vom Krankenhaus wieder zurück).
    Gruß
    Georgia
     
  7. ping

    ping Senior-Mitglied

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    Hallo,

    ja, neben der Aufnahmegebühr werden noch monatlich Netzwerkgebühren bezahlt. Das Unternehmen, welches das Entlassungsmanagement macht finanziert sich so, ärgerlich aber verständlich.
    Diese Kooperation ist für uns die einzige Möglichkeit, an KH-Pat. zu kommen...

    Lg Ping
     
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