Konzeptentwicklung im Rahmen stationärer Umstrukturierung

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von brillexxx, 23.12.2008.

  1. brillexxx

    brillexxx Junior-Mitglied

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    Krankenschwester
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    Hannover
    Akt. Einsatzbereich:
    Gastroenterologie, Onkologie
    Funktion:
    Praxisanleiterin
    Hallo!
    Ich hoffe, das sich hier einige Kollegen finden werden, die evt. Erfahrungen mit ähnlichen Situationen gemacht haben und mir wertvolle Tipps für die Zukunft geben können...
    Zur Situation.
    Seit 2006 arbeite Ich auf einer gerontopsychiatrischen Aufnahmestation, unsere Gerontopsychiatrie ist wie folgt strukturiert:
    - eine offene Station speziell für Demenzerkrankte
    - eine offene Aufnahmestation mit Therapiecharakter (wie das unsere Ärzte so gerne nennen)
    - eine geschlossene Aufnahmestation
    - eine weiterführende Station mit Psychotherapeutischem Charakter (Problem hier, weit ab gelegen vom Hauptgelände, nicht behindertengerecht, Sanitäre Einrichtungen wie im Landschulheim, die Patienten müssen körperlich fit sein um die Wege zu den Therapien zu schaffen...)
    - eine Tagesklinik

    In der Regel nehmen wir als offene Station auf und verlegen dann ggf. auf die geschlossene, auf die weiterführende oder nach gewisser Behandlungsdauer in die Tagesklinik.
    Nun ist das Problem das es zunehmend mehr Demenzerkrankte gibt die ausschließlich im geschlossenen Rahmen behandelt werden können, so das zum Beispiel Akut-Suizidale Patienten dort völlig untergehen.
    Die Konzepterarbeitung unseres Chefarztes lautete nun: Umstrukturierung
    - eine geschlossene St. für Demenz- und Korsakowerkrankte
    - eine geschlossene Station für Psychotiker, Maniker, Akut-Suizidale, also alles was das obere Kriterium nicht erfüllt
    - die eigentliche Psychotherapiestation soll modernisiert werden oder gar umziehen um auch noch wesentlich schwer-erkranktere Patienten behandeln zu können, vergleichbar mit der jetzigen offenen Aufnahmestation
    - TKL bleibt TKL

    Nun das Problem!!!
    Seit vergangenem Freitag sind wir keine offene Station mehr sondern eine fakultativ-geschlossene Station, von jetzt auf gleich kamen die Verlegungen von oben und wir sind zugelaufen da wir nun auch dementsprechend aufnehmen. Das Problem dabei ist, das die Psychotherapiestation noch nicht ansatzweise in der Lage ist unser vorheriges Klientel zu übernehmen. CHAOS pur. Die Absprachefähigen Patienten sind völlig eingeschränkt durch die Akut-erkrankten, manche haben sogar Angst sich in deren Gesellschaft aufzuhalten.
    Die Akut-Kranken bedürfen völliger Aufmerksamkeit und das urspüngliche Klientel geht gänzlich unter. Wir arbeiten derzeit in jeder Schicht mit Aushilfen anderer Fachbereiche und mein Team ist gänzlich geschafft, weil keiner auch nur irgendeine Ahnung hat wie es weitergehen soll.

    Ich suche nun nach möglichen Ansätzen um eine gewisse Struktur gemeinsam mit dem Team zu erarbeiten, wobei ich momentan einfach nur zu dem Entschluß komme, das die Konzepterarbeitung unseres Chefarztes einfach nicht aufgeht... Er kann nicht unsere Tür schließen, uns aber keine Möglichkeit bieten stabile, aber nicht gehfähige Patienten zu verlegen weil die andere Station noch nicht mal geplant modernisiert ist....

    Ich weis nicht ob jemand hier eine gute Idee hat, aber es hat geholfen das alles mal niedergeschrieben zu haben, weil es einfach frustrierend ist, wenn der Pflege kein Wort geschenkt wird und man sieht, wie man seine Arbeit nicht angemessen schafft.

    Danke schon einmal für mögliche Anregungen oder Ideen und allen ein frohes Weihnachtsfest!!!
     
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