konventionelle vs. dilatative Tracheotomie

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Schöhler, 07.12.2002.

  1. Schöhler

    Schöhler Junior-Mitglied

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    Hi Allerseits,

    wie sieht es bei Euch aus im Vergleich konventionelles gegenüber dilatiertem Tracheostoma?
    Habt Ihr bei den dilatierten Tracheostomate einen Untercshied postoperativ/pflegerisch) bei Verwendung des Blue Rhino Sets gegenüber der Schraubkanüle von Rüsch bemerkt, falls die jemand kennt)??

    Ich hab da zwar ne Meinung zu, würde die aber gerne erst später posten, um das Ergebnis nicht zu beeinflussen..;o)

    Gruss

    Schöhler
     
  2. Dorothee

    Dorothee Stammgast

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    Hallo,

    wir verwenden seit mehreren Jahren nur noch die dilatierende bzw. spreizende Tracheotomie. In den Anfängen wurden Dilatatoren verschiedener Grösse verwendet, zwischenzeitlich ein einziger Dilatator, geformt wie ein Kegel, mittlerweile verwenden wir eine Spreizer.
    Der erste Kanülenwechsel erfolgt frühestens nach sieben, spätestens nach 12 Tagen. Wir verwenden dabei ein Fertig-Set von Portex, wobei ich jetzt nicht genau weis, ob das das von Dir erwähnte Blue Rhino Set ist (Asche auf mein Haupt).
    Die Schraubkanülen von Rüsch verwenden wir auch gerne, vor allem wenn eine realtiv tiefe Trachealkanüle nötig ist
     
  3. Schöhler

    Schöhler Junior-Mitglied

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    Hi allerseits,

    Dorothee, bin Dir sehr dankbar, wenigstens mal eine Antwort..;o)

    Ich konkretisiere meine Frage nochmal, auch wenn deine Ausführungen schon hilfreich waren. Habt Ihr speziell beim Weaning (wir weanen LZ- beatmete Pat. meist diskontinuierlich) schon irgendwelche Probleme gehabt? Uns ist aufgefallen, das, bedingt durch das doch etwas kleinere Lumen der eingesetzten Kanülen (bei uns, wenn dilatiert, meistens 9.0 oder 9.5), das Weaning erschwert ist....bei den konventionellen Tracheostomata (Kanülengrösse zwischen 10 u. 12) ging das meistens problemloser...

    Sind noch mehr Leuten solche Unterschiede aufgefallen, oder bilde ich mir das ein?`

    Gruss

    Schöhler
     
  4. Trine

    Trine Stammgast

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    Hallo Schöhler!
    Bei uns im Haus wird z.Zt. ausschließlich konventionell tracheotomiert, die dilatative Methode soll demnächst eingeführt werden.
    Ich staune jedoch, dass bei konventioneller Anlage eure Pat. mit einem 10 bis 12er Tracheostoma versorgt werden. Das größte was ich bei uns gesehen habe, war bei einer konv. Tracheotomie ein 10er Stoma. Größen darüber hinaus sind mir nicht bekannt (äh, zumindest nicht an unseren Pat.) 8O
    Je größer der Tubus, desto leichter das Weaning. Ich muss mit den kleinen Löchern zufrieden sein, von deinen 10 bis 12er Anlagen können meine Pat. nur träumen!
    Gruß!
     
  5. Dorothee

    Dorothee Stammgast

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    Hallo Schöhler,

    ein erschwertes Weaning bedingt durch die kleinere Kanüle ist mir noch nicht aufgefallen. Wir verwenden bei der Tracheotomie in der Regel 9,0, versuchen dann beim ersten Wechsel einen 10 zu plazieren. Zwischen Stufen wie z.B. 9,5 haben wir überhaupt nicht (welche Firma habt Ihr denn da? Wie heißen die Tuben? Vieleicht kann ich ja da mal ein paar bestellen :wink: ).

    Unsere Weaning-Probleme liegen meist an anderer Stelle.

    Hallo Trine,

    ich glaube nicht, dass ein grösserer Tubus grundsätzlich immer ein Vorteil ist. Der Unterschied zwischen einem 8,0 und einem 9,0 ist sicherlich relevant, wogegen ich zwischen einem 10 und einem 11 ID keinen grossen Unterschied beziehungsweise eine Weaningerleichterung mehr bemerke.

    Wir verwenden Trachealkanülen bis zu einem ID von 11,0.
     
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