Kontraindikation für Magensonde?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von natusea, 28.04.2007.

  1. natusea

    natusea Junior-Mitglied

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    Hallo, alle zusammen....
    Hab heute so eine Situation gehabt.
    Pat mit frischen Media Insult re.Z.n Media Media Insult li oktober 2006.
    Pat hat Schluckstörung,kann ihr eigenes Speichel nicht runter schlücken.
    Ist am 09.2006 2 Ulcera pylori und Reflüxösophagitis festgesstellt worden.Laut Gastroskopie Remission der Ulceraherde.

    Magensonde ist in der Speiseröhre gelegt (ca 7cm vom Mageneingang)
    Pat ist außer anartrisch.Magensonde gelegt,Pat versucht zu deutlichen das die MS falsch liegt,ihr druckt und sie darf keine haben.
    Hab die MS ein paar cm zuruckgezogen.Die Ärtztin sagt,lass die Sonde liegen.

    Was könnte hier fur eine Kontraindikation sprechen,die mir die Pat versucht zu sagen.:weissnix:
    Demenz ist nicht bekannt bei Pat.
     
  2. Ivanca

    Ivanca Senior-Mitglied

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    Hallo natusea,

    ich weiß kann dir leider nicht wirklich folgen, was du meinst
    Außer, daß ich sagen kann, daß Magensonden in der Speiseröhre absolut deplaziert sind.:weissnix:

    Liebe Grüße
    Manu
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ihr ernährt doch nicht etwa über eine Sonde die im Ösophagus endet?

    Kontraindikationen einer MS: Ösohagusvarizen, Verletzungen/ Tumore im Nasen-Rachen-Bereich, Mageneingangsstenosen.

    Elisabeth
     
  4. natusea

    natusea Junior-Mitglied

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    ok,nochmal...
    Pat muss eine Magensonde bekommen.....aufgrund schluckstörung....
    Sie hat aber 2 Magenulcera gehabt, wie mir erklährt wurde, darf die Sonde nicht direkt im Magen legen....sie lässt sich auch nicht weiter vorschieben...

    Lagekontrole durch Luftinsufflation und Auskultation...alles ist ok...

    Das Problem ist die Pat., die mir schreibt das sie die Ulcera gehabt hat und die Speiseröhre verschlossen sei(was aber nicht stimmen kann,weil sie bis jetzt normal gegessen hat):weissnix:
    Pat ist vorher und nachher über das Vorgehen aufgeklährt worden
    Ich will ja auch nicht einfach die Pat iggnorieren...vielleicht ist da doch etwas was die Artzte nicht wissen.
    Ich meine jetzt zum Beispiel vorangegangenene Ösophagusvarizen,was eben eine Kontraindikation für eine Magensonde stellen wird...
    es kann doch nicht sein das die Pat,versucht was gegen zu machen,und wir sie nicht wahr nehmen....
    sie scheint klar soweit im Kopf zu sein
     
  5. Nordlicht

    Nordlicht Poweruser

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    und wenn das "von oben" so komlpiziert ist, warum bekommt sie dann nicht eine PEG, die ggf. im Darm endet?
    Beim Legen der PEG müßten die Ärzte dann auch vor Ort sehen können, was und wo das Problem ist (schwebt mir jetzt nur so vor, bevor "blind" eine MS gelegt wird).
     
  6. natusea

    natusea Junior-Mitglied

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    Antwort diensthabende Ärtztin heute:
    die Sonde erstmal bleib

    wie das morgen aussehen wird,werde ich erst morgen erfahren...:eek1:
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum eine Magensonde bei Schluckstörungen wenn nicht zur Ernährung?

    Zur Patientenaussage: Laut Gastroskopie ist eine Remission der Ulcera festgestellt worden. Stenosen sind ebenfalls nicht zu vermuten- da die Magensonde plaziert werden konnte.
    Das Problem auf was die Pat. aufmerksam macht ist die Gefahr des Refluxes- Aufsteigen der Magensäure in den Ösohagus durch "offenen" Mageneingang.
    Man sollte die Pat. aufklären über die Wirkung der Antazida die sicher gegebn werden. Zudem kann man auf eine konsequente Lagerung des Oberkörpers auf 45° durchführen- Cave: geht nur in Rückenlage.

    Manchmal muss man sich auch darüber im klaren sein, dass Pat. Informationen zu Erkrankungen falsch interpretieren und demzufolge falsche Schlüsse ziehen.

    Elisabeth
     
  8. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo zusammen,
    ich hab mich mal mit dieser Information in Zusammenhang mit dem Mediainfarkt beschäftigt:
    Die Schreiberin dies Beitrages hat als Heimatland Moldawien gekennzeichnet, was für mich auch mögliche sprachliche Schwierigkeiten bedeuten kann und ich mir etwas mehr Zeit für die Interpretation nehme.
    Als erstes war mir das Wort "anartrisch" nicht bekannt, so wie sicher den meisten von euch:
    Danach hab ich mir das Wort Bulbärparalyse vorgenommen, weil ich in Neuro nie eine Leuchte war. Dort fand ich diese Information:
    Habt ihr mal versucht, bei solchen Störungen euch gegen das Legen einer Magensonde aufzulehnen?

    Und Natusea, habt ihr euch ausreichend Zeit genommen, diesem Patienten zuzuhören, da seine sprachlichen Hirnwerkzeuge ja intakt sind und er EUCH versteht? Bitte versteh es nicht als Vorwurf, ich seh es eher als die Auswirkung des "Keine-Zeit-Syndroms" in der Pflege und auch der ärztlichen Behandlungskunst.



    Vielleicht wird bei ein bischen Zeitaufwand in der Kommunikation mit einem solchen Kranken die Pflege und Behandlung leichter und schafft dem Patienten die Möglichkeit der Kooperation, wenn die Magensonde denn dann medizinisch indiziert ist.
     
  9. natusea

    natusea Junior-Mitglied

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    Ich kann dich beruhigen,hier fand "Keine-Zeit-Syndroms" nicht statt.Sonst hätte ich mir nicht drüber Gedanken gemacht und hier nicht geschrieben.
    Auch nicht böse gemeint:wink1:
    Die Verständigung ist da,und Pat reagiert adäquat

    Anarthrie ist für alle Anarthrie....und wenn ich da "h" vergessen hab

    Elisabeth Dinse
    Sie ist aufgeklährt worden:wavey: Aber ich bin auch der Meinung,dass das ihr gestöhrt hat:troesten:

    Auf jeden Fall,die Ärztin hat gestern noch mal die Lage der MS kontroliert,die MS liegt im Magen....Pat ist auch ruhig...schreibt nicht mehr von...
    Heute ist schon Sondenkost gelaufen....Kein Reflux

    Ich danke euch alle
     
  10. sommerwolke

    sommerwolke Stammgast

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    hy.
    ich bin schülerin und ich frage mich gerade, wieso wird eigentlich bei magenulzera eine PEG gelegt? )wieso keine Peg mit verlängerung ins Jejunum gelegt wird,PEJ oder nasojejunale sonde?)
    sind magenulerza keine kontraindikation?
     
  11. Sr. Ramona

    Sr. Ramona Junior-Mitglied

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    Ich kann mir nicht vorstellen das ein Magenschlauch helfen soll.
    Kenne ich so auch nicht.
    Je nach Auslöser der Ulcera im Magen, erfolgt eine Eradikation, und/oder Nahrungskarenz. Parenterale Ernährung ist gut, bis das ganze abgeheilt ist.
     
  12. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo Sommerwolke,
    bezieht sich Deine Frage warum PEG bei Magenulcera auf den Eingangspost von natusea oder hast Du das bei Dir in der Klinik erlebt?
    Bei der Threaderöffnerin war das Hauptproblem die Schluckstörung bei Z.n. Mediainfarkt und die Magenulcera sind praktisch die Vorerkrankung (die 6 Monate zuvor diagnostiziert wurde und zum Zeitpunkt des Postings am Abheilen waren). Also nicht mehr in der Akutphase. Nur die Patientin hat das wohl anders aufgefasst und nautusea dachte an evtl. andere Kontrainkdikationen.
     
  13. sommerwolke

    sommerwolke Stammgast

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    Hm.. Also kann jetzt auch sein, dass ich was völlig falsch verstanden habe.:emba:
    WAS ich verstanden habe ist; dass die Pat.wohl 2 Magenulcera, Nähe des Pylorus hatte und danach einen Mediainfarkt,woraufhin sie Schluckstörungen hatte und deswegen eine enterale Ernähung nun anstehen sollte, richtig?
    Wenn ja war meine Frage daraufhin, ob man bei Magenulcera eine PEG legt (vielleicht auch wenn sie nicht mehr akut sind, ich weiß es ja nicht,das ist ja meine Frage)? Und nicht eher eine PEG mit Verlängerung ins Jejunum, zB. ?
     
  14. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    So hab ich es auch verstanden :-).
    Man legt keine PEG, um Magenulcera abheilen zu lassen. Das hängt nicht miteinander zusammen. Es reicht meistens eine Ausschaltung der Risikofaktoren und eine medikamentöse Therapie.
     
  15. sommerwolke

    sommerwolke Stammgast

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    hey danke für deine antworten,also entweder habe ich mich so dämlich ausgedrückt oder wir haben vollkommen aneinander vorbeigeredet,macht aber nichts...:mrgreen:
     
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