Konstitutionstherapie bei Adenoiden/Otitis media?

Dieses Thema im Forum "Naturheilkunde / Homöopathie" wurde erstellt von sister76, 11.04.2009.

  1. sister76

    sister76 Newbie

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    Hallo Ihr, unsere Tochter (2 Jahre) hatte diesen Winter unzählige Mittelohrentz., Dauerschnupfen, einen Paukenerguß etc. eigentlich haben wir nächste Woche einen OP Termin zur Entfernung dr Adenoide und Paracentese. Jetzt hat uns eine befreundete Homöopathin erzählt, daß dies ein ganz klassisches Krankheitsbild in der Homöopathie sei und mit großer Wahrscheinlichkeit durch eine Konstitutionsbehandlung erledigt wäre.
    Hat jemand Erfahrung, evtl. schon Erfolge erlebt??

    Danke im vorraus!!

    Marion
     
  2. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Ich bin mal ganz ketzerisch:

    Die erwünschte Wirkung des Mittels, so glauben viele Homöopathen, steigt mit zunehmender Potenzierung, also Verdünnung bis jenseits aller molekularen Grenzen. Je nichtser darin ist, desto stärker- da ist es doch nur logisch, daß es am allerbesten wirkt, wenn man es überhaupt nicht einnimmt, oder?

    Ich würde das nicht riskieren. Nachher ist das Kind taub.

     
  3. maira

    maira Junior-Mitglied

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    Hallo

    ich habe dir eine PN geschickt. Man glaubt immer erst dann, wenn man es am eigenen Leib erfahren hat.

    Schulmedizin ist nicht alles.

    lg m.
     
  4. Shylock

    Shylock Newbie

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    Natürlich ist es möglich, dass Homöopathie hilft bei einem solchen krankheitsbild.
    Es könnte auch Helfen, Kompost zu essen. Oder im Handstand 3 mal zu husten. Oder eine Kerze anzünden. Oder Spaghetti mit Honig zu essen. Oder sein haus lila zu streichen. Oder eine Reise nach Österreich zu machen. Oder im Garten eine Hüpfburg auzustellen. Oder den rasen zu mähen.
    Vieleicht schadet es aber auch und dein Kind wird für immer Taub sein.
     
  5. narde2003

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    Hallo Shylock,

    zum einen sollte die Otitis seit April doch ausgeheilt sein und zum Anderen würde ich es begrüssen wenn du die Threaderöffnerin nicht versuchst zu veräppeln.

    Homeopathie hat ihren Platz in der Medizin und kann sehr wohl unterstützend helfen.

    Schönen Sonntag
    Narde
     
  6. Shylock

    Shylock Newbie

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    Studie?
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Zeig mir ne Studie, dass Homeopathie nicht unterstützend hilft!
     
  8. Shylock

    Shylock Newbie

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    Das ist eben ein Problem. Wenn nicht das Problem.
    Warum kehrst du die Beweislast um?
    Sollte nicht das Heilmittel seine Wirkung beweisen?

    Genausogut könnte ich verlangen, dass du mir beweist, dass es nicht unterstützend hilft, sein haus Lila zu streichen, bevor du das als abwegig betrachtest.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @shylock- und nun komm runter von deiner palme leg die Kokosnüsse beiseite und lass uns wie erwachsene Menschen zu dem Thema diskutieren.

    Es gibt genug Beschreibungen, dass die Homeopathie funktioniert, wenn sie auch keine Wunder bewirken kann. Interessant wäre doch zu überlegen, wie kann das sein? Ich tippe auf einen intensiven Placebo-Effekt.
    Homeopathie setzt eine intensive Beschäftigung des Arztes mit dem Pat. voraus. Es wird von jemandem verschrieben, der selbts an diese Wirkung glaubt. Und zu diesem Thema gibt es Studien... im Bereich Psychologie. Stichwort: was ist wirksamer: chemische Mittel oder Gesprächstherapie.

    Elisabeth
     
  10. Shylock

    Shylock Newbie

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    Da sind wir einer Meinung.
    Es ist eher der Placebo Efekt der wirkt.
    Nur warum diese Wirkung den Homöopathika zuschreiben? Und sich darauf verlassen?
    Das kann eben vor allem bei akuten Erkrankungen gefährlich sein.

    Wenn jemand selbst für sich diesen weg gehen will kann er das natürlich sehr gerne tun. Wenn er allerdings für sein kind entscheidet und damit möglicherweise schwere Nachteile für das Kind in kauf nimmt, dann fange ich an misstrauisch zu werden, oder besser gesagt, ich fange an nachzudenken.

    Ansonsten sehe ich es so: Eine Grippe dauert mit Hausmitteln eine Woche. Mit Homöopathie 7 Tage. Mit Medikamenten 168 Stunden.
     
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Shylock,

    siehst schon sehen wir es fast gleich.
    Ausser dass ich eine Grippe (Influenza) nicht mit einer Erkältung gleichsetze.

    Ich schrieb auch von unterstützender Homeopathie.

    Schönen Tag
    Narde
     
  12. Shylock

    Shylock Newbie

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    Ich setze jedoch nicht Homöopathie und den Placebo effekt gleich.
    Wenn durch den Placebo Effekt eine Besserung eintritt, ist das eben nicht durch Homöopathie.

    Und Erkältung und Grippe setze ich auch nicht gleich. Höchstens Schweinegrippe und Erkältung.
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was soll das jetzt werden? Provokation? Daran habe ich kein Interesse.

    Elisabeth
     
  14. Shylock

    Shylock Newbie

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    Ich habe keine Ahnung, wo sie die Provokation sehen.
    Ich versuche hier sachlich zu schreiben, was ich als Antwort bekomme scheint mir aber doch manchmal eher provokant zu sein.
     
  15. dieEv

    dieEv Poweruser

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    OP
    Schätze mal, dieser Thread wird bald geschlossen...;)

    Ansonsten kann ich die Eltern jedenfalls dahingehend beruhigen, dass mein Kind von der operativen Adenotomie kein Trauma davongetragen hat.
    Auch die zwei Jahre später erfolgte Mandel-Op hat die Beschwerden absolut geheilt, während ich selbst bis Ende 20 mit häufigen Infekten und Mandelentzündungen zu kämpfen hatte (lege mich aber nun auch nicht mehr unters Messer).
    Jedenfalls würde ich auch bei Homöopathie dazu tendieren, eine/n Fachmann/frau aufzusuchen, gerade bei Kindern, vielleicht einen Mediziner mit Zusatzausbildung?
     
  16. sister76

    sister76 Newbie

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    Hallo,
    so, sind jetzt alle fertig????

    Dann möchte ich mal ein update über den Gesundheitszustand meines bedauernswerten Kindes schreiben.........

    Ja, sie wurde adenotomiert und bekam eine Parecentese ( sonst wäre sie heute sicherlich taub, in ihrer Entwicklung schweeeeeer gestört etc.......),
    und wir haben eine Konstitutionbehandlung bei einer klassischen Homöopathin begonnen.

    Sie ist wieder völlig fit und hatte seither keine Probleme mehr in dieser Hinsicht.

    Ich danke Allen, die ihre Erfahrungen zu diesem Thema mitgeteilt haben,:flowerpower:
    und demjenigen der hier permanent mit seinem extrem nervtötenden Negativgewäsch auftritt, wünsche ich noch eine schöne Zeit. Die Schulmedizin hat gegen ein derart krankhaftes Geltungsbedürfnis sicher wirksame Medikamente (garantiert gibt es da auch aussagekräftige Studien....)!

    LG Marion
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Elisabeth
     
  18. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Glaube versetzt Berge...
    Manchmal ist es doch einfach die Hoffnung die den Menschen "am Leben" erhält, und das wurde mit Placebos in Studien bewiesen.
    Und dann ist es eigentlich egal was warum und wie geholfen hat. Ho-thera ist unterstützend, zumindest zählt das für mich, und wenn es die Gesprächsführung ist die geholfen oder etwas anderes ist eigentlich egal. Der Pat fühlt sich gut oder wenigstens besser, das ist es doch was alle erreichen wollen.
    Liebe Grüße
     
    #18 Josefine13, 20.07.2009
    Zuletzt bearbeitet: 20.07.2009
  19. Robin

    Robin Junior-Mitglied

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    > Welche Beschreibungen genau und Beschreibungen als Equivalent für Studie auf wissenschaftlicher Basis (die würde ich nämlich dann auch gern lesen)?

    > Dazu fällt mir rein sachlich nichtsmehr zu ein... außer (Homöopathie = Placebo. Bedeutet: Placebo hat seinen Platz in der Medizin und nicht die Homöopathie):

    Folgende Quelle gibt meine Einstellung gegenüber homöopathischen Präparaten wieder (und belegt außerdem meine These): The Lactant

    Solange jedoch (und korrigiert mich wenn ich falsch liege) keine einschlägigen Wirkmechanismen wie z.B. bei Antibiotika oder Antihypertonika über Studien wissenschaftlich belegt werden können, sollte man abwägen inwiefern adjuvante Therapien der Kategorie Homöopathie überhaupt Sinn ergeben. Wenn es sich wirklich (gemäß belegbaren Studien) um nichts anderes als den Placebo- Effekt handelt sollte man doch überlegen ob es nicht sinnvoller wäre von der Homöopathie Abstand zu nehmen und den Fokus auf den eigentlichen Kern der Sache zu legen.
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich nehme derzeit ein Antiepleptikum, bei dem der Wirkmechanismus auch nicht ganz geklärt ist.

    Es scheint also nicht ganz so einfach zu sein mit den Studien. Klinische Erfahrungen wird es bei Homöopathie garantiert geben- meint: reproduzierbare (wiederholt gleichartig auftretende Wirkung bei unterschiedlichen Probanden) Erfahrungen.

    Nicht alles, was wir nicht verstehen muss gleich Teufelszeug sein.

    Jedem Tierchen sein Plaisierchen!!!!

    Elisabeth
     

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