Konkrete Fragen zur Reanimation!

Dieses Thema im Forum "Interdisziplinäre Notfälle" wurde erstellt von Dreamsista01, 08.12.2007.

  1. Dreamsista01

    Dreamsista01 Gesperrt

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    Ich stell mich erst kurz vor: Bin Schüler im 3 Lehrjahr und möchte (weil es mir sehr wichtig ist) konkrete Antworten auf meine Fragen zum Thema Reanimation.

    1.) Ich komm ins Krankenzimmer.. Patient ist nicht ansprechbar, atmet nicht mehr. Ich bin aber allein im Nachtdienst, nehmen wir mal an. Klar ich drücke auf Herzalarm! Aber was nun? Es heißt man soll den Patienten nicht alleine lassen, nur Notfallkoffer ist außerhalb vom Patientenzimmer somit kein Reanimationsbrett und ohne Brett ist jede Herzdruckmassage sinnlos! Wer kann mir weiterhelfen??

    2.) Patient atmet nicht mehr. Klar beatmen, aber Ambu Beutel ist auch nicht im Zimmer - man muss ja beim Patienten bleiben! Was nun?
     
  2. Harry68

    Harry68 Gast

    Hallo,

    ich kann dir nur raten, hol den Notfallkoffer. Du kannst eh nicht effizient arbeiten wenn du diesen nicht hast. Wir haben es für uns auch so in den Richtlinie, daß die Pflegekraft auf der Station neben der Alarmierung auch den Notfallkoffer holt.
    Du kannst keine Massage durchführen ohne Brett, gut da könnte man das Fußteil vom Bett nehmen. Aber einen Ambubeutel hast du nicht, und das macht die Reanimation dann sinnlos.
    Also Alarmierung, Koffer holen - Herzdruckmassage und Beatmung im Rhytmus 30:2.

    Gruß

    Harry68
     
  3. marley

    marley Stammgast

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    Hallo,

    ja, genau so, RENNE um den Koffer, O² ist wichtig für den Pat ! :wink:

    Wenn du kannst, hole Dir eine zweite Kraft,(Handy eingesteckt?) bei uns waren die Glocken von 2 Stationen zusammen geschaltet.

    Frage: wieso kann ich ohne Brett nicht reanimieren, wir haben im ganzen Haus keines?
    Das mit dem Fußteil ist ja eine gute Idee

    lg Marley
     
  4. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,
    viel hängt natürlich davon ab, wie bei Euch im Haus der Rea-Alarm organsiert ist. Kommt nach Deiner Benachrichtigung ein richtiges, ausgerüstetes Rea-Team oder "nur" ein Doc?
    Wenn Du das Equipment selber am Bett benötigst, gehst Du es natürlich holen, Jedoch nicht Laufend sondern mit zügigen Schritten.

    Gruß
    Synapse
     
  5. Mietze-Katze

    Mietze-Katze Senior-Mitglied

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    Ich bin auch allein im Nachtdienst. Bei uns ist es so geregelt, das als erstes das Notfallteam gerufen wird. Geht von jedem Telefon am Patientenbett auch wenn es nicht angemeldet ist. Die sind superschnell da, oft hat man den Rea-Wagen noch nicht am Patienten.
    Da das Rea- team über eine Sondernummer gerufen wird, muss man auch keine grossen Erklärungen am Telefon geben.
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Natürlich den Pat "alleine lassen" und den Notfallkoffer holen!
     
  7. kathi0815

    kathi0815 Junior-Mitglied

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    Ich gehöre zu den Leuten, die kommen, wenn eine Reanimation durchgeführt wird.
    Wichtig ist, dass du den Pat. das Brett von Fuß- oder Kopfteil seines Bettes unter die Brust legst. Du kannst ihn natürlich auch auf den Boden legen (wenn er zB gefallen ist, bietet sich das ja an).
    Dann rufst du den Doc, bei uns ist es so, dass der dann uns anruft...
    Je nachdem wie weit der Koffer von dem Ort des Geschehens entfent ist, holst du ihn selber oider du bittest einen Mitpatienten, wenn der soweit fit ist, hab ich auch schon erlebt... Dann kannst du schon mal drücken...

    Wichtig für das reateam ist, dass schon effizient anreanimiert wird... hatte letzte Woche 2 Reas wo dies nicht der Fall war, ganz zu schweigen davon, dass es auf den Stationen keine Notfallabsaugung gab, oder die Patienten von den schon anwesendnen Ärzten keine Zugänge bekommen hatten...

    Gehört zwar nicht zu Deiner Frage, ist aber auch wichtig!
     
  8. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Hi!!
    Wer sagt, dass ohne Reanimationsbrett die Herzdruckmassage (HDM) sinnlos ist??? Gibt es dazu was schriftliches??? Wir haben NIE ein Brett unter dem Patienten und schaffen es trotzdem eine gute Zirkulation hinzubekommen. Bei uns haben wir ja mittels arteriellem Zugang eine gute Erfolgskontrolle. Klappt sehr gut ohne Brett.
    Wie reanimierst Du denn auf der Straße?? Da hast Du auch keine Ambu[r]beutel dabei nehme ich an. Also hast Du die Möglichkeit der Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase Beatmung, ... bzw. fängst eh in erster Linie mit der HDM an. 30:2

    Kommt halt auch darauf an, wie bei Euch das Reateam organisiert ist.
    Ohne das zu wissen schwer zu sagen. Notalarm auf jeden Fall als erstes auslösen und dann Beginn der Reanimation. Der erste eintreffende Helfer kann dann ja den Notfallkoffer holen.
    So würde ich das sehen.
    DU kannst alleine eh nur HDM und ggf. Beatmung machen. Den Rest kann dann das Reateam organisieren oder wie gesagt, wird dann organisiert, wenn der erste Zusatzhelfer eintrifft.
     
  9. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Also ich muss schon sagen: Ohne Brett oÄ ist bei unseren weichen matratzen kaum ne ordentliche HDM möglich...
    Dann lieber 30sec später anfangen - dafür mit nem vernünftigen Wirkunsgrad.
     
  10. Gleen

    Gleen Newbie

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    Also, Hallo erst mal.

    Ich weiß nicht in was für einem Haus du arbeitest, aber bei uns ist das REA-Team in jedem Ort des Hauses unter max 1:20 Minuten. ( Da müssen wir aber auch schon in unser Gästehaus außerhalb des Haupgebäudes rennen) Deshalb ist es bei uns ein fehler, wenn die Schwester den Reawagen ins Zimmer bringt. Da sie mehr Zeit mit rennen beschäftigt ist, als mit HDM.

    Wenn wir rennen, (vor allem Nachts ) dann kommen 2 Pflegekräfte und 1 Arzt. Wir haben als Gepäck nen Defi, den Notfallkoffer und ein Notfallspritzenset dabei. --> Also brauchen wir den Wagen von der Station gar nicht.

    Reabrett brauchst du nicht. Wir reanimieren nie mit dem Brett noch nicht mal bei Viskoelastischen Madratzen. Und wir haben ne recht gute überlebensrate.
    Vor allem wie willst du es den machen? Du gehst zum Koffer/Wagen und holst das Brett, dann mußt du zurück, den Pat. hochwuchten, Brett runter schieben, Koffer aufreißem, Ambubeutel rau und dann erst HDM ? Ich kenne Deine Station nicht, aber bei uns würde diese Aktion etwa 1:30 Minuten dauern. 1 Minute 30 ohne Zirkulation! Empfinde ich als etwas zu lange.

    Man muß dazu sagen, das bei uns im Haus fast 80% der Patienten an einer Monitor überwachung hängen ( ja, auch auf "normal"Station)-> also EKG,NIBP und SPO2, daher kann man bei uns sehr schnell handeln, da man den Patienten nicht irgendwann in der NAcht auffindet, sondern unmittelbar beim "Geschehen" reagieren kann.

    Ach ja, bevor ichs vergesse, man kann mit jedem Telefon im Haus das Reatelefon anrufen.

    Unsere Schwestern sind auch relativ gut geschult im reanimieren. Jeden Monat wird mindestens 1 Reaübung (Theorie und Praxis ) von u.A. mir durchgeführt
     
  11. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Hmmm, ... jetzt kenn ich halt Eure Matratzen nicht, ... aber wenn ich jetzt keine Wasserbetten habt, dann bezweifle ich doch sehr, dass man keine HDM durchführen kann. Luftwechseldruckmatratzen (beispielsweise DekuMed III o.ä.) haben in der Regel einen CPR-Stecker, wo man schnell die Luft ablassen kann. Ansonsten habe ich schon einige Reas mitgemacht und kann jetzt nicht sagen, dass ein Brett für mich große Vorteile bringt. Im Gegenteil wird die Rea in der Regel verzögert.
    Es gab ja auch mal die Marotte Patienten auf den Boden zu legen (aus dem Bett auf den Boden) -> nur leider musste man diese nach ROSC wieder ins Bett heben -> nicht toll!!
    Ich bin vom Brett absolut nicht überzeugt, da ich eben auch ohne Brett eine gute Zirkulation erlebt habe (bei arterieller Blutdruckmessung). Wenn Du mir eine Studie o.ä. zeigen kannst, dass ein Brett Vorteile bringt, dann werd ich das bei uns gern nochmals ansprechen. Bis dahin halte ich es weiter für komplette Zeitverschwendung, da es super ohne Brett zu machen ist.
     
  12. spflegerle

    spflegerle Stammgast

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    @Mobitz: Also auf einer Intensivstation hat man idR auch andere Betten, als auf der Peripherie. Auf unserer Intensiv ist es auch nicht notwendig, etwas unterzuschieben, die Matratzen sind recht dünn und der Rost bretthart. Da muss man schon gut sediert sein, um das lange ertragen zu können :-) .

    Auf unseren peripheren Stationen gibt es die Reabretter auch noch, ebenso werden dort bB die Fussteile verwandt, um eine stabile Unterlage herzustellen.

    Ich schliesse mich aber im Übrigen deinen Ausführungen an:
    Erste Massnahme : Notruf absetzen (ob das nun per Telefonanruf, oder per Notfallklingelruf o.ä. funktioniert, dürfte überall etwas anders aussehen)
    Zweite Massnahme: Beginn mit der Herzdruckmassage. Falls eine Mund-Zu-Mund-Beatmung nicht gewollt ist (Blut /Erbrochenes/Infektionen...), dann einfach bleiben lassen bis ein Zweithelfer da ist. Dieser ist entweder schon das Reateam und hat alles Notwendige dabei, oder es ist Stationspersonal/Arzt, der Zweithelfer besorgt dann weitere Utensilien (Notfallkoffer, Reawagen, oder wie das halt organisiert ist). Kennt sich der Zweithelfer nicht aus (Arzt...), übernimmt dieser die HDM, der Ersthelfer holt die Notfallausrüstung. Aus dieser kann dann der Ambubeutel entnommen werden und mit der Beatmung begonnen werden (falls noch nicht per Mund-zu-Mund geschehen).

    Für den Patienten ist das alles entscheidende, dass es ab dem Zeitpunkt des Auffindens keine Verzögerungen mehr gibt, die Zirkulation so schnell we möglich eben via HDM wiederhergestellt wird. Ob da ein Reakoffer daneben liegt, ist unerheblich. Wer soll denn aus dem Koffer anreichen, solange man alleine ist? Wenn man dort erst selbst noch sucht, verzögert das die HDM viel zu sehr.

    Gruß spflegerle
     
  13. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Tja, ... auch das ist bei uns anders :wink1:
    Bei uns auf der Intensivpflegestation liegen viele Patienten in den gleichen Betten wie auf Normalpflegestation. Das hat den Vorteil, dass man die Patienten bei einer Verlegung nicht erst wieder umbetten muss.
    Spezielle Betten werden nur bei spezieller Indikation eingesetzt.
    Ansonsten nutzen wir nur eine zusätzliche Weichlagerungsmatte, die aber beim Lagern oder Mobilisieren relativ leicht entfernt werden kann.
    Ergo haben wir einen guten Vergleich zur Rea auf Normalpflegestation, wo in der Regel ja keine invasive Blutdruckmessung während der Rea vorlhanden ist.
     
  14. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Also ich bin weiterhin der Meinung das bei unseren weichen Matratzen (ca 75%) keine vernünftige kompression getätigt werden kann.

    Ein Brett drunter zu legen dauert ca 10Sekunden. Bei Übergewichtigen etwas mehr oder solange HDM ohne Brett.

    Unsere WDM haben KEINEN CPR Stecker!! Da kriegt man die Luft nicht raus!

    Pat lege ich nur auf den Boden wenn sie im Stuhl oÄ sitzen...
     
  15. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Ich kann ja auch nur sagen, was ich bei Reas beobachte. Und da sag ich jetzt noch ein mal (eigentlich neige ich nicht dazu Aussagen aus Postings zu wiederholen, aber in dem Fall mache ich das gerne nochmal): Ich habe schon einige Reas bei Patienten mitbegleitet, die eine invasive Blutdruckmessung hatten. Wir haben OHNE Brett reanimiert (da bei uns nur Bretter unter dem Patienten liegen, wenn die Kollegen der Normalpflegestation sich damit bereits abgeplagt haben -> WIR legen keine unter) und haben eine sehr gute Zirkulation herstellen können (sehr gut im Sinne der Reanimation).
    Und auch nochmal: Solltest Du Literatur haben zur Qualitätsverbesserung der HDM mit Brett unter dem Thorax, dann lass mir das doch bitte zukommen, da ich immer gerne dazulerne.
    Ansonsten würde ich sagen, dass sich diese Diskussion gerade im Kreis dreht. Ich kann leider aktuell auch keine Literatur vorlegen, die das Gegenteil beweist, sondern nur die oben geschilderte Beobachtung schildern. Sollte ich etwas finden, werde ich es natürlich auch posten.
    Das ist interessant. Könntest Du mir zukommen lassen, welche Matratzen ihr da nutzt. Kenne die nämlich nur mit CPRstecker. Würde dann doch gerne beim Hersteller mal nachlesen, wie sie sich die Situation der CPR vorstellen. Wäre Dir da sehr zu Dank verpflichtet.
    Na ja, ... ich habe ja auch nicht unterstellt, dass Du das machst. Das war nur ein Beispiel, was in der Vergangenheit auch gerne mal gemacht wurde um eine härtere Unterlage zur CPR zu haben. Auch davon hat man sich ja soweit ich weiß fast überall wieder entfernt.

    Kollegiale Grüße,

    mobitz
     
  16. narde2003

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    Hallo,

    ich kann Mobitz nur zustimmen, wir haben auf Intensivstationen auch keine besonderen Betten. Da keines der im Haus üblichen Betten einen Sprungfedernrost hat, ist eine Reanimation möglich. Wir hätten bei unseren neuen Betten eher das Problem, das Kopfteil als Reabrett zu verwenden, da es ca. 3 cm dick ist.

    Unsere im Haus benutzten Wechseldruckmatratzen haben alle ein CPR-Ventil/Stecker.

    Schönen Tag
    Narde
     
  17. spflegerle

    spflegerle Stammgast

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    Eine kleine Anekdote aus meiner Zivildienstzeit: damals habe ich eine Reanimation miterleben müssen, vor der es mich heute noch graust:
    Der PJ-ler hatte im uralt-Bett versucht, eine Herzdruckmassage zu machen. Das sah aus, als ob der Patient auf einem Trampolin läge. War sicher alles andere, als effektiv. Mir schwante damals schon - unwissenderweise - dass das so nicht richtig sein kann.
    Naja, ist schon knapp 20 Jahr her. Mag sein, dass sich die Betten mitlerweile verändert haben. Ich mutmasse aber mal, dass es noch Häuser gibt, wo es durchaus Sinn macht, ein Brett unterzulegen. Ob es bei unseren peripheren Betten tatsächlich notwendig wäre, wäre durchaus mal abzuklären. Gemacht wird es auf jeden Fall noch.
    Wodurch sich bei uns die peripheren von den Intensivbetten hauptsächlich unterscheiden, ist die umlaufende Drägerschiene der Intensivbetten. Die gibt es in der Peripherie (leider) nicht, wodurch uns zB schon alleine das Anbringen der Drucksysteme erschwert wird. Ausserdem sind unsere Intensivbetten weitaus beweglicher, das Kopfteil (und damit auch der Galgen) fehlt grundsätzlich.
    Wer nur zur post-OP-Überwachung kommt, oder zB zur Überwachung bei Va Herzinfarkt (o.ä) wach und beweglich zu uns kommt, der wird natürlich nicht standardmässig umgelagert. Entwickelt sich der HI aber zum Problem, bekommt er spätestens nach dem Herzkatheter ein neues Bett. Ein überflüssiges Umlagern wird soweit möglich natürlich immer vermieden (Stress für Pat., Personalaufwand, Kosten...).

    Ich würde die Notwendigkeit der Nutzung eines Reabrettes eben nach wie vor von der Beschaffenheit des Bettes abhängig machen. Aber damit wäre das Thema wohl auch endgültig ausgelutscht.

    Zum Topic: mich würde vielmehr interessieren, wie es zu solchen Äußerungen kommt:

    Die war wohl noch ernst gemeint...:
    Hier unterstelle ich mal "Ironie":
    das kommt aber nicht wirklich gut raus. Und dem Eröffner dieses Threads waren solche Antworten nicht sehr hilfreich (weil alle falsch).

    Gruß spflegerle
     
  18. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich versuche später mal was zu ergooglen, habe aber natüröich auch keine Hintergrundinfos dazu.

    Zur Matratze: Kenne den Hersteller nicht, werde nächste Woche mal gucken. Das System heisst Pegasus. Googlen brachte mir da aber nicht das was wir da haben, sondern neue (vernünftige) Produkte.
    Glaube auch nicht das die Dinger noch hergestellt werden. Die gehen 1x/Woche zur Reparatur. Hab mal die PDL gefragt wie es mit KCI Leihmatratzen aussähe.
    Die Antwort war: Selbst die häufige Reparaturrate liegt preislich noch unter den Alternativen.

    Also behalten wir die alten Dinger.
    (Keinerlei Funktionen: Nur an und aus)

    Bei Reas: halt Brett drunter...
     
  19. Gleen

    Gleen Newbie

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    Hallo,

    PEGASUS-AIRWAVE Ltd. hat die Madratzen mit der Firma Geromed hergestellt. Leider gibt es auf der HP vom Geromed keine Informationen üder diese Betten. Auch konnte ich die Firma Prgasus-Airwave Ldt. nicht finden, was die Vermutung nahe legt, das sie Betten nicht mehr hergestellt werden.

    ( Eine Mardatze, die nur an und aus geht, halte ich schon mal Grundsätzlich falsch, aber das ist ein anderes Thema )
     
  20. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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