Kollegin mit Messie-Syndrom

Bacillus

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22.07.2006
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Akt. Einsatzbereich
OP Schwester
Hallo,
brauch mal Eure Hilfe. Hab eine Kollegin die war schon immer etwas seltsam. Sie wohnt im Nachbarort und wenn sie mal krank war, dann wollte ich sie besuchen. Sie hat nie aufgemacht und einer anderen Kollegin ging es genauso.

Jetzt hat die Kollegin mich gebeten ihr beim Umzug zu helfen und ich kann nur sagen, dass ich so etwas mein Lebtag noch nicht gesehen habe.

Die ganze Wohnung ist von unten bis oben zugemüllt und man kann nicht beschreiben was das für ein Saustall ist.

Ich weiß gar nicht wie ich ihr helfen kann, da sie nichts einsieht und auch noch aggressiv wird, wenn man sagt, sie soll etwas wegschmeißen.

Sie will am Samstag umziehen und es ist nur ein einziges Chaos.

An wen kann man sich wenden, damit ihr geholfen wird?

Danke, dass Ihr mit zugehört habt
Bacillus
 
B

Brady

Gast
Hallo Bacillus,

Du kannst Ihr nur raten sich einen Psychotherapeuten zu suchen, also zu einer ambulanten Psychotherapie.

Sie soll bei ihrer Krankenkasse nachfragen, dort haben sie zugelassene Psychotherapeuten die dort auch abgerechnet werden können.

Ob dies viel nutzt bezweifel ich, da wahrscheinlich ihr Leidensdruck noch nicht aureicht um was verändern zu wollen. Da die Frage beim Umzug zu helfen auch diese Schlußfolgerung ziehen läßt. Sie würde sonst nicht fragen und noch mehr verheimlichen.

Weiß, daß es jetzt hart klingt..... aber würde nicht beim Umzug helfen. Es sind immer die Hilfen, die dann Therapie verhindern....dort wo man immer wieder auf Leute zurückgreifen kann, um sich selber nicht zu verändern.

Wie z.B. bei einem Alkohloiker eine Flasche Schnaps hinstellen, weil er sonst aggressiv wird. Oder die Eltern von einem Drogenkranken die ihrem Sohn immer wieder Geld geben....damit er kein Geld für Drogen stiehlt....usw....

Wünsche Dir die nötige Kraft das durchzustehen. Siehe auch hierzu...

http://www.mieterverein-muenchen.de/reportage/messie.htm

Liebe Grüße Brady
 
P

Piratte

Gast
Solange sie nicht selbst bereit ist und einsichtig, kann man von außen nicht viel tun außer, das ganze nicht noch zu unterstützen.
 

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