Kollegin mit Diabetes

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Bruder Joe, 15.11.2007.

  1. Bruder Joe

    Bruder Joe Junior-Mitglied

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    Hallo Koleginnen und Kollegen,

    kennt sich jemand im Folgenden aus:
    Wir möchten einen Azubi übernehmen. Die Betreffende hat Diabetes, habe der PDL vorher Bescheid gesagt, sie brachte ein Attest, dass sie alleine Nachttwache machen könne.
    Nun kommt heute meine PDL und meint, ja, wir sollten sie nicht nehmen oder nur für 6 Monate, da sie mit Diabetes nicht alleine arbeiten dürfte, also auch kein Nachtdienst. Wenn was passieren würde (sprich Diab. Koma) wären wir dran.
    Bin jetzt überfragt....wer weiß die genaue Rechtslage?:gruebel:

    Gruß

    Bruder Joe
     
  2. NiseBrise

    NiseBrise Newbie

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    Ich hatte in der alten Firma (Ambulante Intensivpflege) auch eine Kollegin mit Diabetes...wir haben dort 1:1 Pflege gearbeitet und das über 12 stunden...dort gab es keine Probleme...aber soweit ich informiert bin, liegt es im ermessen des Arbeitgebers, ob man Diabetiker alleine arbeiten lässt

    LG Nise
     
  3. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Eine unserer Dauernachtwachen hat auch Diab.Mell., kommt damit super klar und es gibt keinerlei Probleme.
    Wenn die Schülerin übernommen werden soll hat sie doch ohnehin erst einmal Probezeit und da kann man sehen ob es geht.
    Das die PDL jedoch Euch den "schwarzen Peter" zuschieben will, indem sie Euch mehr oder weniger auffordert zur sagen, dass ihr sie net wollt finde ich ziemlich mies.
    Wenn die PDL ein Problem mit einer Kollegin mit Diab. Mell. hat, aus welchen Gründen auch immer, soll sie auch dazu stehen.
     
  4. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,
    nun, ich glaube auch, das es in der Entscheidung der einzelnen Häuser liegt.
    Allerdings, mal ehrlich, wo alleine gewacht wird, da kann jeder mal ausfallen, jedem kann etwas passieren, jeder kann "umkippen" ohne das vorher irgendeine Erkrankung zu Grunde liegt. O.K. es könnte gesagt werden, das bei einem bekannten Diabetes das Risiko bekannt sei und es bei Einteilung in den alleinigen Nachtdienst bewusst eingegangen wird, jedoch, bitte schön, wo führt das denn hin?
    Das würde doch zu einer Minderbewertung eines jeden Kollegen mit irgendeiner Erkrankung führen. Da dürften all diese Leute keinen Nachtdienst mehr machen, nie mit Auszubildenden oder KPH´s alleine arbeiten, ja eigentlich noch nicht mal während der Pause der Anderen auf Station bleiben.
    Hieße das dann, nur die "Gesunden" dürfen den Job tun? Hallo, in welcher Gesellschaft leben wir denn?:motzen:
    Selbst ein gut eingestellter Diabetiker kann mal über- oder unterzuckert sein.
    Krass gefragt, warum wurde dann die Ausbildung zugelassen?
    Ich finde es mehr als verwerflich, wenn es soweit ist.

    Gruß
    Synapse
     
  5. Michl

    Michl Gast

    Die Diabetiker in unserem Haus arbeiten auch "ganz normal" alle Schichten.

    Ich kann natürlich den Gedankengang Euerer PDL nachvollziehen (Risikoabwägung bei wahrscheinlich größerer Auswahl an "gesunden" Bewerbern).
    Wenn ihr die Mitarbeiterin für kompetent und passend haltet, dann vertretet Euere Meinung. Fragen zum Nachtdienst könntet Ihr z.B. mit dem Betriebsarzt klären.

    Was die PDL dann macht, ist deren Sache. Aber gegen einen befristeten Vertrag wäre ja auch nichts einzuwenden. Hier hat die Mitarbeiterin Zeit, sich zu beweisen und die Zweifel der PDL zu zerstreuen.

    Grüße
    Michl
     
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