Kollegen in Not

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von suzured, 15.08.2007.

  1. suzured

    suzured Junior-Mitglied

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    Hallo Kollegen,

    jetzt habe ich mal eine Frage.
    Wir haben im Team einen Kollegen, der ein ausgezeichneter Krankenpfleger ist.
    Leider, leidet dieser Mensch nach meiner Meinung, unter einer ausgeprägten Profilneurose und macht damit anderen das Leben schwer.
    Kollegialität und Teamwork werden nur den MA zuteil, die er mag.
    Diverse Tätigkeiten, die "unter seinem Niveau" sind, wie z. b. Essen austeilen, umgeht er damit, das er stundenlang psychosoziale Betreuung bei Patienten oder Angehörigen macht, oder im "dicksten Stress", Blumenpflege, bei einem Patienten macht, den er mag.
    Somit bleibt auf einer kleinen Station, wo z. Teil lediglich, zwei Personen in einer Schicht arbeiten, die ganzen restliche Arbeit an der zweiten Pflegekraft "hängen".
    Natürlich ist er bei Patienten gern gesehen!
    Ein Teil des Teams hat regelrecht Angst vor ihm, da jeder kleinste Fehler total aufgebauscht wird, ein anderer Teil "wehrt" sich, und das sind dann wechselweise die "Buhmänner".
    Er braucht immer jemand gegen den er "schiessen" kann.
    Entweder er stichelt "hinten herum" oder er kritisiert MA in Gegenwart der Patienten.
    Gespräche mit Vorgesetzten bringen eine kurzzeitige Veränderung und dann läuft alles wieder "wie gehabt".
    Er "schleimt" nach oben und "tritt" andere, die ihm nicht gefährlich werden können, kurz gesagt er hat Narrenfreiheit.....
    Fakt ist, die ganze Atmosphäre verändert sich wenn dieser MA arbeitet, leider nicht zum positiven.(ausser für die Patienten s.o.)
    Die SL schätzt ihn als zuverlässige, kompetente Kraft, die immer zur Mehrarbeit und zum "Einspringen" bereit ist und würde sich niemals gegen ihn stellen.

    Was seht ihr für Möglichkeiten, diese Situation zu entschärfen?
    Bin für jeden Rat dankbar, Suzu
     
  2. Werner Rathgeber

    Werner Rathgeber Stammgast

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    50% Praxisanleiter, 50% Dialyse
    Hallo suzu,

    so traurig es ist- Ich kann Dir aus Erfahrung nur einen Tipp geben:

    Such Dir ne neue Station!

    Mich hatts auch so ähnlich getroffen, allerdings mit einer Stationsleitung, die jeden Arbeitstag nur im Büro sitzt!!:schraube::schraube::schraube::schraube::schraube::schraube::schraube::schraube::schraube:

    Neue Station und der frußt war weg!:rocken::rocken::rocken::rocken::rocken::rocken::rocken::rocken:
     
  3. Brady

    Brady Gast

    Hallo Werner,

    leider ist es meistens so, dass derjenige gehen muss dem zugesetzt wird. Egal wie die Sachlage auch ist. Warum das so ist, verstehe ich ehrlich gesagt, auch nicht immer. Die Entscheidung dann zu gehen, ist dann wirklich die Beste. Nur, es kommen dorthin wieder andere Kollegen, die auch wahrscheinlich wieder leiden müssen. Wie lange so was tragbar ist, auch ein Rätsel. Denn dies auch meistens bis in die oberen Etagen bekannt. Sollte System dahinter stecken?

    Liebe Grüße Brady
     
  4. suzured

    suzured Junior-Mitglied

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    Hallo Leutz,
    danke erstmal für Euer Interesse.
    Klar, kann man die Nerven schonen und wechseln und der Rest vom Team, der altersbedingt, diese Möglichkeiten nicht mehr hat und genauso unter diesem Kollegen leidet?
    Fällt niemanden was ein, wie man diese Situation entschärfen könnte?
    Sind nämlich ansonsten ein prima Team und auch die SL ist okay.
    LG Suzu
     
  5. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Hmmm, ... mal nur so in den Raum gesponnen:
    Wie wäre es mit einem offenen Gespräch zwischen den Teammitgliedern, die das stört und der betroffenen Person, ohne diese als Buhmann oder Schlechtwettermacher hinzustellen.
    Ein offenes Gespräch.
    Mit oder ohne Leitung müsst ihr je nach Teamsituation entscheiden.

    Sollte es nur eine Minderheit stören stellt sich wirklich die Frage nach einem Wechsel, ... sollte es die Mehrheit betreffen, dann muss mal ein Gespräch her.
    Vielleicht fällt es der betroffenen Person gar nicht so auf (oder es ist anders gemeint).

    Sollte das Gespräch nichts bringen, dann muss über weitere Schritte nachgedacht werden.

    Wichtig bei dem Gespräch wären die Klassiker der Gesprächsführung. Kein Schuldzuweisung, möglichst objektive Herangehensweise, Vorbereitungszeit, stressarme Atmosphäre usw., usw.!

    Nur mal eine spontane Idee.

    Wünsche viel Erfolg, ... Grüße,

    mobitz
     
  6. behid

    behid Gast

    Guten Morgen,

    ich hatte mal eine Mitarbeiterin, die ganz ähnliche Verhaltensweisen hatte. Mit Gesprächen, egal in welcher Atmosphäre, kam man nicht weiter. Diese Mitarbeiterin hat ausnahmslos gegen alle neuen Mitarbeiter "geschossen", ganz besonders gegen die die ihr aufgrund Erfahrung und Fachwissen gefährlich werden konnten.

    Leider hat man sehr selten irgendwelche Möglichkeiten diese Mitarbeiter in ihre Grenzen zu weisen, weil ganz viele Kollegen (aus Angst?) im Ernstfall ducken und dann nichts sagen. Ich habe damals als Vorgesetzte versucht sie in ihre Schranken zu weisen und leider war es wie bei euch, dass es immer nur für kurze Zeit half.

    Da auch ich als Vorgesetzte von ihren "Attacken" betroffen war und aus diversen anderen Gründen habe ich dort auch nicht ausgehalten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Mitarbeiter nicht wissen, wie ihr Verhalten bei den kollegen ankommt, gerade wenn schon Gespräche geführt wurden und sich auf Dauer nichts tut, dann müssten eigentlich Konsequenzen folgen. Was da möglich ist und wie die aussehen, müsste SL oder PDL festlegen. Zu klären wäre, ob dieses Verhalten als Mobbing bezeichnet werden kann und sich dann gegebenenfalls an die entsprechenden Stellen in eurer Klinik zu wenden und sich dort Hilfe zu holen.
    Hätte ich damals nicht eine alternative Arbeit bekommen wäre ich diesen Weg gegangen um für mich die Situation zu entschärfen.

    Gruß
    Behid
     
  7. minilux

    minilux Poweruser

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    wobei ich mich immer frage ob Stationsleitungen heute im Büro nicht wirklich ausgelastet wären.
    Aber das Thema ob Stationsleitungen heutzutage wirklich noch am Bett arbeiten sollten verdient sicher einen eigenen Thread
     
  8. Happy77

    Happy77 Newbie

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    Auch ich frage mich gerade, ob ihr keine monatlichen Teambesprechungen habt? Genau in diesen solltet ihr, und damit meinte ich das gesamte Team, darüber sprechen, die Probleme aufzeigen, sagen, wie es euch damit geht. Wenn ihr euch das nicht traut, wie wäre es denn dann mit einer Supervision??? Dann habt ihr einen unabhängigen Supervisor, der die Gesprächsleitung übernimmt. Ansonsten würde ich eine strikte Zimmerpflege vorschlagen, dann ist euer Kollege genötigt, seine Arbeit selbst zu erledigen, auch "niedere Arbeiten", die es eigentlich in diesem Beruf nicht geben sollte.
     
  9. Karo6

    Karo6 Poweruser

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    @happy

    essen austeilen/einräumen, spülraum sauber machen, lager bestellen oder einräumen oder andere dinge gehören nicht zur zimmerpflege und somit kann sich dieser kollege weiterhin drücken!

    wir haben für solche tätigkeiten keine hilfskräfte oder schüler/praktikanten und ich habe in meinem team auch welche die es nicht für nötig halten mit zu helfen weil sie "stundenlang" wieso auch immer an ihren kurven arbeiten, wo ich schon "stunden" fertig mit bin! sowas ärgert mich auch immer sehr...
     
  10. MiChung

    MiChung Gast

    Hi,

    ich denke das Problem lässt sich (wenn überhaupt) nur gemeinsam im Team lösen. Die Arbeitsaufteilung müsste besprochen werden.
    Eine Möglichkeit wäre ( wie Happy vorschlägt) die Zimmerpflege, die sonstigen anfallenden Arbeiten müssen dann allerdings auch gerecht verteilt werden.
    Wir "basteln" gerade an so einem System - und meine Erfahrung ist, dass es ganz gut funktionieren kann... zumindest ist die Aufgabenverteilung klar, wenn es gut läuft (die Möglichkeiten sich "zu drücken" reduzieren sich jedenfalls sehr) Das ist vermutlich der einfacher zu lösende Teilbereich.

    Eine andere Sache ist der Umgang miteinander im Team. Man kann nicht mit jedem immer gleich gut zurecht kommen. Und es gibt immer wieder auch Personen innerhalb eines Teams, die so unterschiedlich sind, dass es schwierig bleibt miteinander klar zu kommen. Leider ist die Toleranz "andersdenkenden" gegenüber nicht immer so ausgeprägt, wie man es sich wünschen würde. Hier ist denke ich auch (u.a.) die Stationsleitung gefragt, für einen angemessenen Umgang innerhalb des Teams zu sorgen und das Thema in Teambesprechungen und Supervisionen anzubringen, bzw. Schwierigkeiten mit gerade beteiligten Personen zu klären.(muss ja nicht immer gleich die "große Welle" sein)

    LG
     
  11. suzured

    suzured Junior-Mitglied

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    ...nochmal ich
    Uns geht es wie Karo, für "niedrigere Tätigkeiten" stehen keine Hilfskräfte zur Verfügung.
    Die SL und auch die PDL kennen die Problematik, schätzen aber diesen Kollegen.
    In einem Teamgespräch würden nur wenige offen sagen, wie sie zu der Problematik stehen und ich finde es auch unfair ( auch wenn der Kollege nicht fair ist) jemanden einem "allgemeinen Kritikbeschuss" auszusetzen.
    Gespräche wurden sowieso bereits geführt , das hilft immer nur kurzzeitig.
    Supervision würde, denke ich die Klinik nicht bezahlen.
    Nach meiner Meinung hat dieser Kolege gewaltige Probleme mit sich selbst, nur warum muss das gesamte Team darunter leiden?
    Wie es aussieht gibt es keine Lösung (seufz), unser Stationstyrann wird sich weiterhin auf Station ausleben können und wem es zu sehr "zusetzt" muss für sich die Konsequenzen ziehen.
    Suzu
     
  12. MiChung

    MiChung Gast

    @ zuzured,

    man muss den Kollegen ja gar nicht vor versammelter Mannschaft "abwatschen", sondern kann ganz sachlich eine gerechte Verteilung der zu erledigenden Aufgaben diskutieren. So bezieht man sich auf die äußeren Bedingungen und kann Verbindlichkeiten für alle schaffen.

    Die persönlichen Probleme des Kollegen werdet ihr nicht lösen und ihr werdet auch dessen Persönlichkeit nicht ändern können.

    Aber manchmal hilft eine Veränderung des Systems.

    Na ja, viel Glück und gute Nerven wünsche ich euch...

    LG
     
  13. synapse

    synapse Stammgast

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  14. Karo6

    Karo6 Poweruser

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    @synapse

    1. oder 2. kurs schüler können/dürfen aber noch keine zimmerpflege selbstständig durchführen und anstatt die lieben nur da rum stehen wird es ja wohl erlaubt sein das die schüler mithelfen essen auszuteilen! :schraube: was ich alles in der ausbildung machen musste willst du gar nicht wissen... wie geht der tolle spruch: lehrjahre sind keine ....??? :smoking:

    in dem sinne!!
     
  15. suzured

    suzured Junior-Mitglied

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    ...ganz einfach, der besagte Kollege ist ja ganz prima in der Rolle ungeliebte Mitarbeiter rauszuekeln.
    Warum sollte also eine SL, die er ausserdem noch "anschleimt", sich von ihm trennen?
    Suzu
     
  16. HHS

    HHS Poweruser

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    Hallo,

    Wenn ich das hier so lese, dann kommt mir die Erinnerung an eine "Anleitung zum Mobbing" wieder hoch, die wir hier schon mal hatten.

    Möglich, das es wirklich so ist, wie hier geschrieben - aber wir kennen die Sichtweise des gennanten Kollegen nicht - wer weiß was wirklich ist?
    Ich finde es daher müßig, hier im Internet über den Kollegen zu diskutieren.

    Nicht bestreiten will ich, das da ne Problematik im Team besteht. Und das müßt Ihr als Betroffene zeigen. Gespräche mit Eurer Leitung, PDL und Betriebsrat wären angezeigt. Manchmal mahlen die Mühlen halt langsamer, aber sie mahlen...
    Rausmobben ist jedenfalls keine Lösung!

    Gruß
    HHS
     
  17. sigjun

    sigjun Gast

    Hallo Suzu,
    Du schreibst, dass dieser Pfleger ein ausgezeichneter Krankenpfleger ist, worin ist er denn so ausgezeichnet?
    Wenn Teamwork und Kollegialität von seiner Seite nur denen zukommt, die er mag, dann müssten doch zumindest ein paar ganz zufrieden sein, wenn sie mit ihm arbeiten.
    Du schreibst weiterhin, dass meist nur 2 PP anwesend sind. Was würde denn passieren, wenn die andere PP im Dienst mit ihm ebenso psychosoziale Arbeiten und/oder Blumenpflege macht und die "niederen" Arbeiten ebenso liegen lässt wie er? Muss man da nicht genau trennen, ob sich die entsprechenden Kollegen mehr über sich selbst ärgern, weil sie solche Arbeiten für ihn mit übernehmen, oder weil sie sich nicht trauen ebenso zu handeln/arbeiten?
    Eine Kritik in Gegenwart von Patienten/Bewohner/Angehörigen würde ich mir ganz klar und entscheiden verbitten, hätte dies keine Wirkung würde ich dies auch ggf. vor den PAtienten/Bewohner/Angehörigen sagen.
    Bei Gestichel hinten herum würde ich ihn ansprechen.....ect.
    Ich meine, vielleicht hat er ja ein echtes Problem, vielleicht weiß er nicht mal wie er wirkt und braucht es öfters einen Spiegel vorgehalten zu bekommen.
    Was meinst Du damit "die ihm nicht gefährlich werden können"?
    Vielleicht kann man auch versuchen über Lob an ihn heranzukommen: "Ich schätze Deine Fürsorge/Arbeit/Umgang...ect. mit den Patienten. Es wäre toll, wenn Du ebenso mit uns Kollegen umgehen würdest".
    Was ich sagen möchte, dass besondere Situationen auch besondere Hdlg. und Reaktionen erfordern und warum dabei nicht einmal völlig unorthodox und/oder unerwartet vorgehen. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass er Lob wirklich erwartet.
     
  18. suzured

    suzured Junior-Mitglied

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    Hallo Sigrid.
    danke für Dein Interesse.
    Dieser Kollege hat ein ausgezeichnetes Fachwissen und jahrelange Erfahrung und ist was Pflege, Dokumentation etc. ausgezeichnet.

    Mit nicht gefährlich, meine ich, das diese Kollegen einfach gegenüber der SL "schwächere Positionen" haben, nicht jeder kann "schleimen".
    Auch Lob bewirkt nur kurzzeitige Veränderung und Kritik wird von nur von Leuten angenommen, die er persönlich mag, jegliche andere Kritik, sei sie auch situationsbedingt und "harmlos", wertet er von Personal, das er nicht mag als persönlichen Angriff.
    Andererseits findet er bei anderen Mitarbeitern, jeden noch so unbedeutenden Fehler und spielt diesen hoch.
    Mir kommt es vor, als definiert er sich und sein Selbstbewusstsein nur über den Beruf.
    Suzu
     
  19. HHS

    HHS Poweruser

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    Hallo,

    Wie kommt es denn, das er nur manche Kollegen mag und manche nicht?
    Könnte er sich ständig angegriffen fühlen, weil er vielleicht ständiger und evtl. unnötiger Kritik ausgesetzt ist? Wäre das evtl. auch der Grund warum sich ständig bei Patienten aufhält?

    Tatsächlich muss man in unserem Beruf einstecken lernen, Kritik überwiegt meist, Lob kommt wenig. Das zehrt, und wenn die Person bereits über ein geringes Selbstwertgefühl verfügt (und nicht Selbstbewusstsein, wie Du geschrieben hast), dann kann ich (ich erkenne mich ein Stück wieder) gut nachvollziehen, warum das so ist.

    Klar, soetwas stört das Team gewaltig - aber wie geht Ihr mit ihm um? Lässt Ihr ihn spüren, was Ihr von ihm hält, heuchelt ihr etwas vor, lässt ihr ihn auflaufen? Solche Verhaltensweisen kurbeln das Problem gerade noch mehr an- lässt Hass aufbauen und eine objektive Betrachtung nicht mehr zu.

    Wo arbeitest Du denn? Gerne auch als PN
    Gruß
    HHS
     
  20. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,

    @karo6: Weiß ich doch...


    Ich denke, wir brauchen hier nicht unbedingt nach Gründen für das Verhalten zu suchen; es zeigt zwar auf, dass man den Kollegen ja vielleicht verstehen kann, ändert jedoch nichts an der Situation. Und ich glaube, die Teammitglieder, die sich über ihn aufregen, wollen primär einfach nur die Harmonie im Team zurück und vernünftige Arbeit tun. Dem Kollegen zu helfen dann vielleicht ja auch, jedoch müsste dazu die Lage einmal geklärt werden und die Eingangsfrage war ja, was es da für Möglichkeiten geben könnte.

    Gruß
    Synapse
     
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