Kleines oder großes Krankenhaus als Arbeitgeber?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Blümchen1985, 25.02.2006.

  1. Blümchen1985

    Blümchen1985 Poweruser

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    Hallo!

    Ich stehe gerade mitten im Examen, und bin auch fleißig am bewerben.
    Ich habe auch schon 2 Zusagen, beide für eine 100% Stelle, für 1 Jahr befristet. Die eine an einem sehr kleinen Haus (170 Betten), die andere an einem Klinikum mit 900 Betten.
    Das kleine Haus hat mir super gut gefallen, von dem Haus her, ich kenn dort schon einige Schwestern, ist bei mir gleich um die Ecke, und sind schon sehr weit was Pflege angeht, und hat einen guten Ruf.
    Das große Haus ist zwar ziemlich hässlich (vom Haus her) aber ich denke dass mich das fortbildungsmäßig weiterbringt, als so ein kleines Haus. Außerdem hat das auch eine Schule, was mich auch reizen würde.

    Was meint ihr? An was für einem Haus arbeitet ihr? Oder habt ihr den Vergleich, d.h. habt ihr mal an verschiedenen Häusern gearbeitet?

    Ciao Blümchen
     
  2. neo57

    neo57 Stammgast

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    Kleines o. großes Krankenhaus?

    :freakjoint: Hi,
    ich würde mich von der Sicherheit des Krankenhausträgers leiten lassen,wie steht er wirtschaftlich da (Presseberichte, Gerüchte)? Wie steht die Politik in eurem Bundesland gegenüber der vorhandenen Bettenzahl im Land? Im Sarland werden in den kommenden Jahren 20% aller Betten geschlossen, kleine kostenintensive, weil nicht spezialisierte, Häuser werden als erstes sterben :evil:. Was nutzt also das Bildungsangebot eines Hauses wenn es während des beruflichen Fortkommens schließen muss.
    In unserer zentralen trägereigenen Krankenpflegeschule (für 4 Häuser) werden pro Kurs ca. 40-60 Schüler ausgebildet, Stellenchancen nach dem Examen tendieren gegen null :cry:, das gilt dann für das ganze Saarland.

    Such dir allso ein gesundes Unternehmen mit gutgehenden Häusern, auch wenn das manchmal zu Abstrichen bei den Arbeitsumständen führt, denn wie heißt es so schön bei unseren Gemüsebauern "Von dem was man hergibt, wird man nicht reich" oder "Geld regiert die Welt".
    Tschöö mit ö Andreas!!
     
  3. Mick

    Mick Junior-Mitglied

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    Hallo,

    ist meiner Ansicht auch sehr wichtig. Aber zählt ja auch, wie es zwischenmenschlich abgeht besonders.:fidee:

    Ich glaube, es ist ziemlich egal ob großes Krankenhaus oder kleines, solange man noch als Mensch gesehen wird und nicht als Eine Nr. XY

    Viele Grüße Mick:king:
     
  4. Rothweiler

    Rothweiler Junior-Mitglied

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    Großes oder kleines krankenhaus

    Hallo Blümchen,
    jedes Haus hat Vor- und Nachteile. Ich habe in einem Haus der Zentralversorgung gelernt und empfinde das als Vorteil. Es gibt mehr Fachdisziplinen und damit finde ich das Spektrum interessanter. Auch sind an größeren Häusern die Möglichkeiten besser sich fort-und weiterzubilden, auch wenn man meist etwas warten muss. Der Umgang im Haus ist bestimmt nicht immer so persönlich, aber auch das muss kein Nachteil sein. Und vom wirtschaftlichen Aspekt gesehen, wird in große Häuser mehr investiert als in kleine.
    Momentan arbeite ich in einem Haus der Grundversorgung (auf der Intensiv),und kann von der Arbeit keinen Unterschied zu den vorherigen Intensivstationen feststellen. Das einzige sind die zum Teil sehr veralteten Strukturen, die in einem kleinen Haus durch geringe Fluktuationen sich sehr gut halten.
    Egal, man kann es in kleinen und großen Kliniken gut treffen. Schau Dir deine Station vorher gut an, und frage ob Du vorher zur Probe (1-2Tage) dort arbeiten kannst.
    Viel Spaß und viel Glück bei Deiner Entscheidung, Rothweiler
     
  5. Mobitz

    Mobitz Poweruser

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    Hi!
    Also ich habe an einem kleinen Haus gelernt und arbeite derzeit in einem großen Haus. Es hat beides Vor- und Nachteile.
    Aber ich denke, man kann es auch nicht davon abhängig machen, groß oder klein. Mach Dir selbst Gedanken, was Du willst. Welche Vorstellungen hast Du für Deine berufliche Zukunft. Was stellst Du Dir vor? Was möchtest Du erreichen.
    Und auf die Antworten dieser Fragen kannst Du aufbauen. Was können Dir die jeweiligen Häuser dementsprechend bieten? Vielleicht auch in einem Vorstellungsgespräch abklären.
    Entwicklungsmöglichkeiten sind schon nicht unwichtig.
    Ich muss sagen, die Ausbildung in einem kleinen Haus hat mir persönlich gut gefallen. Habe theoretisch viel gelernt und auch mitbekommen, was so die Basics sind. Im großen Haus, genieße ich derzeit den Luxus, der mir geboten wird. Und ich versuche mich beruflich zu entwickeln. Wir haben eine eigene Fachweiterbildungsstätte und diese nutze ich im Moment auch. Es macht auch Spaß im großen Haus zu arbeiten, da viele "Drumherumarbeiten" wegfallen und ich mich schon sehr auf die Betreuung der Patienten konzentrieren kann. Kann mir aber auch gut vorstellen, irgendwann mal wieder in einem kleinen Haus zu arbeiten. Aber ich will erst mal meine Ziele verwirklichen, die ich mir gesteckt habe. Und ich fühle mich derzeit auch sehr wohl bei meinem Arbeitgeber, also denke ich auch noch nicht über einen Wechsel nach.
    Man muss natürlich berücksichtigen, dass viele kleine Häuser nicht so die Möglichkeit bieten, sich weiterzubilden (beispielsweise beträgt in dem Haus, in dem ich gelernt habe, die durchschnittliche Wartedauer auf eine Intensivweiterbildung 10 Jahre Zugehörigkeit zur Station, bei meinem derzeitigen Arbeitgeber bin ich nach deutlich kürzerer Zeit drangekommen).
    Es liegt nicht jedem in einem großen Haus zu arbeiten und umgekehrt.
    Und nicht jedes Haus ist gleich. Von daher lässt sich das pauschal nur sehr schwer sagen.
    Wünsche Dir viel Erfolg für die anstehenden Prüfungen und eine gute Entscheidung für den Arbeitgeber. Und wenn der Arbeitgeber dann doch nichts ist, so kann man sich ja auch noch wo anders bewerben. Einfach ausprobieren. Viel Glück und vor allem Erfolg
     
  6. blue-velvet

    blue-velvet Newbie

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    :knockin: Hi,

    habe in einem großen Haus gelernt und bin nach dem Examen in ein Grundversorgungshaus gewechselt. Ich war dort überhaupt nicht glücklich. Mußte jedoch 6 Jahre dort aushalten, wegen Einstellungsstopp in den anderen Häusern in meiner Stadt. Nach 6 Jahren ergab sich dann die Möglichkeit wieder zu wechseln. Jetzt bin ich wieder in einem großen Haus und fühle mich wesentlich wohler. Will damit sagen das es auch typabhängig ist. Ich mag mehr die Anonymität aus diversen Gründen. Die umfangreicheren Diagnostik,- und Therapiemöglichkeiten in einem großem Haus sind mir sehr wichtig. Der wirtschaftliche Aspekt ist sicher wichtig, aber weiß jemand wirklich, was in und mit seinem Haus geplant ist? Ich würde meinem Bauchgefühl nachgeben.
    b-v
     
  7. missbolly

    missbolly Newbie

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    Hallo Blümchen,

    ich kann mich nur anschließen mit den Vor- und Nachteilen. Ich habe in einem sehr großen Haus gelernt und arbeite jetzt in einem kleinen Haus.
    Ich wollte eigentlich am Anfang immer lieber in ein größeres Haus um Fort- und Weiterbildungen besser ausschöpfen zu können, mehr Erfahrungen zu sammeln und weil alles insgesamt interessanter erscheint.
    Bin jetzt aber schon das 6. Jahr hier im kleinen Krankenhaus auf der Gynäkologie/Geburtshilfe und HNO. Meine Kollegen sind super lieb, wir sind fortschrittlich und haben uns schon als Brustzentrum und stillfreundlich zertifiziert. Mir wird unheimlich viel Verantwortung abgegeben obwohl ich das "Kücken" bin, weil der Personalrahmen hier natürlich nicht so hoch ist und man bekommt unheimlich viel mit und vielleicht manchmal mehr Chancen wie in einem großen Haus (z.B. Babymassagekurs bezahlt bekommen o.ä.). Und ich genieße es total, wenn wir unseren Stammtisch machen (einmal im Monat kommen alle Kollegen, die Zeit haben und wir gehen was essen oder trinken) oder uns im Sommer zum Cocktail treffen oder irgendwelche Partys... meine Kollegen sind meine Familie geworden.
    Was wirklich wichtig ist, ist zu schauen, wie sicher das Krankenhaus wirtschaftlich da steht.

    Viel Erfolg weiterhin
    :wavey: Bussi Missy
     
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