Kleidung

Dieses Thema im Forum "Millieugestaltung in der Altenpflege" wurde erstellt von helga 59, 19.11.2009.

  1. helga 59

    helga 59 Newbie

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    hi, könnt ihr mir einen rat geben? ich hoffe es. folgende situation: wir haben seit anfang des monats eine neue pflegedienstleitung. als ich das letzte mal auf den wohnbereich kam, wurde mir gesagt, das ich in zukunft keinerlei arbeitskleidung mehr tragen darf. es handelte sich um eine weiße hose und ein weißes t-shirt. wir sollen ab sofort privatkleidung tragen. auf meine frage was denn mit den mrsa pat. wäre, bekam ich die antwort, dafür gäbe es handschuhe und einmalschürzen, und außerdem hätten sie keine ausscheidung der erreger über die luftwege, sondern die infektionen wären in anderen bereichen. gut ich vestehe, das der wohnbereich in einem pflegeheim so wohnlich wie möglich gemacht werden sollte,aber unbedingt privatkleidung??? die natürlich nicht im haus gewaschen wird, sondern die wir mitnehmen müssen und zu hause waschen müssen .
    wie sieht es mit den fluren aus. die handläufe sind durch sessel und kommoden verstellt, sodaß die bew. beim laufen schlangenlinien laufen müssen um sich an den handläufen festhalten zu können. wir haben keine pflegewagen mehr, pflegeuntensilien und bettwäsche werden in zwei kommoden auf dem flur verstaut und wir dürfen jedes mal laufen wenn wir uns nicht immer alles unter den arm klemmen wollen.
    das ist auf jeden fall das komplette gegenteil zu unseem letzten heimleiter der für dienstkleidung, begehbare flure und arbeitserleichternde maßnahmen gesorgt hat.
    was sieht der mdk vor, und wie seiht es mit hen hygienischen bestimmungen aus???????????:-)
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Euer jetziger Heimleiter scheint sehr bewohnerorientiert zu sein. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. Der Trend geht auf jeden Fall in diese Richtung: familliäre Situation (auch sichtbar in der Personalkleidung), wohnlich (keine kahlen Flure) und Vermeiden jeglicher Accessoires aus dem klinischen Bereich (Pflegewagen).

    Ich nehme an, Schwarz-Weiß-Denken ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

    Einheitliche Kleidung kann orientierend wirken. Warum nicht statt der "Klinikskleidung" Shirts mit Logo anbieten?
    Flure müssen als Fluchtwege genug Restbreite haben beim Aufstellen von Komoden und Sesseln.
    Gibts keine Alternativen für einen Pflegewagen aus dem allgemeinen Möbelangebot?

    Voll auf Kontra zu gehen, dass würde ich vermeiden. Widerstand erzeugt Widerstand. Schaut, ob ihr Alternativen findet.

    Elisabeth
     
  3. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Bunte Wäsche für das Personal in einem Pflegeheim finde ich toll, jedoch kenne ich es so das es speziell bestellt wird und trotzdem in der Einrichtung gereinigt wird.
    Wie schon geschrieben, vielleicht ist die neue HL für Vorschläge offen?
     
  4. narde2003

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    Wie sieht es da mit der Brandschutzverordnung aus, bezüglich des Flures?

    Gegen bunte Dienstkleidung spricht meiner Meinung nach nichts, man isoliert ja auch MRSA Bewohner nicht im Altenheim.
     
  5. Avantgarde

    Avantgarde Junior-Mitglied

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    Die Idee der Privatkleidung ist gut, nur sollte die Kleidung dann auch gestellt werden und im Hause ebenfalls gewaschen werden. Denn es ist wirklich unhygienisch seine Kleidung dann mit nach Hause zu nehmen um dort zu waschen und vor allem für Euch ja ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor.
     
  6. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Ich habe mal in einem solchen Heim gearbeitet, in dem sämtliche Mitarbeiter in Privatklamotten rumliefen. Kittel bei der Grundpflege und Zubereitung des Essens wurden gestellt, deren Anwendung aber selten umgesetzt und kontrolliert...:angry:. Ich fand und finde das absolut unhygienisch und habe damals weiße,kochfeste Jeans und Oberteile, die ausschließlich für die Arbeit gedacht waren und daheim in Desinfektionslösung gelegt wurden, getragen. In unserem jetztigen Betrieb wird auch nur Privatkleidung getragen und wieder greife ich auf meinen Kompromiss zurück. Ich kann die Idee, dem Patienten private Atmosphäre zu vermittel, gut nachvollziehen, finde es aber dennoch sehr wichtig, diese unter verantwortungsbewussten, hygienischen Voraussetzungen zu gewährleisten und dies sollte bereits im Rahmen der alltäglichen normalen Keimkontamination beginnen.. Bei MRSA und Consorten muss man eh ganz andere Geschütze auffahren.
    Habt ihr eine Hygienefachkraft und wie positioniert diese sich?
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zur hygienischen Kleidung vielleicht noch eine Bemerkung.

    Es handelt sich bei den Bewohnern nicht um kranke Menschen. Altersgebrechen sind nicht gleichzusetzen mit hoher Kontamintaion. Ein dementer Mensch steckkt nicht voller pathogener Keime.

    Kann es sein, dass hier ein klein wenig überreagiert wird?
    Wer zieht sich auf der Arbeit bei jedem Pat./Bew.-Kontakt eine Folienschürze nebst Handschuhe an? Diese kenne ich nur von hygienebewussten Intensivabteilungen und onkolgischen Stationen.

    Wer hat immer ein Desinfektionsfläschchen dabei um sich nach der Berührung von Türklinken, Einkaufswagen etc. die Hände konsequent desinfizieren zu können? Wer sprüht sein Geld mit Desinfektionsmittel ein? Wer hat zuhause eine "Seuchenmatte" vor der Tür liegen?

    Außerhalb der Klinik lauert die Keimgefahr an jeder Stelle. Hygiene ist gut... aber sollte angepasst sein. Nicht umsonst geht man von der Isolierung von MRSA-Trägern in Pflegeeinrichtungen weg.

    Das waschen zu Hause- wenn man in einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs ist oder ein Restaurant besucht, müsste man anschließend diese Kleidung logischerweise auch desinfizieren. Wer weiß schon, wer da vorher gesessen hat.

    Hygienekleidung da wo sie hingehört.

    Hier kommt es mir so vor, als wenn man Kleidung nutzt um sich bewusst zu distanzieren. Und um das nicht zu vordergründig zu tun, bemüht man die Hygiene.

    Deswegen: warum nicht bunte Alternativen statt des kühlen und sterilen Kliniksweiß. Eine Pflegeeinrichtung ist kein Krankenhaus.

    Elisabeth
     
  8. Etwas ketzerisch, aber durchaus möglich: Nach der Frühschicht möchte ich auf die Geburtstagsfeier meiner Oma. Darf ich dann im dunklen Anzug arbeiten? Wer trägt die Reinigungskosten der Jacke, wenn am Ärmel Essen oder Kot pappt?
    Wenn Privatkleidung verlangt wird, dann muß klar gesagt werden, was für Privatkleidung zulässig ist, sonst kommt der Mopedfahrer in Lederhose und Stiefeln arbeiten. Wenn ich in Privatkleidung arbeiten soll, will ich entscheiden, was ich anziehe, und das kann ich im Altenheim nicht und daher finde ich diese Forderung unsinnig.
     
  9. BettyBoo

    BettyBoo Poweruser

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    Ich finde das total unhygienisch.

    Kann eine Leitung wirklich VERBIETEN, dass man Berufskleidung trägt?
    Merkwürdig.

    Außerdem, für manchen alten Menschen ist es sicherlich einfacher, die "Schwester" zu erkennen, wenn sie Dienstkleidung trägt.:-)
     
  10. renje

    renje Poweruser

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    Hallo,

    ich kann mich da Elisabeth nur anschließen.

    Hier wird von einem Wohnbereich gesprochen!

    O.K man kann darüber reden obs z.B. einen Kleidungszuschuss gibt, da sollte sich der AG schon bewegen, wenn er sich die Arbkleidung spart.

    Schutzkleidung für bestimmte Tätigkeiten muss vorrätig sein - klar.

    @rigator: wenn du nicht geschrieben hättest - ketzerisch

    würde ich sagen - jetzt ist aber gut. Jeder der im Amt, Büro oder Bank etc. arbeitet weiß was er anzuziehen hat ohne dies im Detail vorgeschrieben bekommen zu wollen. Irgendwann geben wir uns der Lächerlichkeit preis.

    Gruß renje
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das Klinik und Wohnbereich Welten trennen ist vielen nicht bewusst. Diese neue Sichtweise muss sich wohl erst durchsetzen. In 20 Jahren werden unsere Nachfolger sich ob dieser Diskussionen amüsieren.
    ... oder doch nicht?

    Elisabeth
     
  12. Engel182

    Engel182 Junior-Mitglied

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    Du kannst es dir bei der Steuererklärung wiederholen :rocken:
    Da gibst du einfach auf einem Extra Zettel an, wieviel Maschienen du in der Woche wäscht, wieviel du an Waschpulver/Sagrotan benötigt hast (Quittungen anheften) und dann was deine Waschmaschiene an Strom braucht, was dein Trockner an Strom braucht UND wieviel Zeit du zum Bügeln aufgewendet hast,..google mal..da gibt es auch vorlagen für.


    Da gebe ich dir völlig recht..man kann auch nen bissl rumspinnen...
    Außerdem kannste dir nen MRSA auch bei Rewe an der Kasse holen!
    Und ich wette dafür, das wir eh schon ALLE einen haben!
    Mach mal nen Abstrich..da erschreckste dich aber!

    Gegen Private Kleidung spricht nichts..sie muss nur 60°C Waschbar sein, weil da schon ALLE Keime abgetötet werden.


    Ist quatsch...wir tragen NUR NOCH Private Kleidung und unsere Klienten erkennen uns auch...JA auch verwirrte ;)

    Und meine Katzen sind auch nicht ständig krank, weil ich Keime mit nach Hause schleppe ;)
     
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