Kind gegen Windpocken impfen, oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von tine3009, 13.01.2003.

  1. tine3009

    tine3009 Newbie

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    Hallo ,

    heute mal eine etwas andere Frage...

    Ich fange am 1,.4 die Ausbildung zur Krankenschwester an. Unser Sohn, wird im Februar 3 jahre, kommt ab März in den Kindergarten. Nun habe ich gehört, das man auch gegen Windpocken impfen lassen kann, dies muss man allerdings selbst bezahlen - sind 52 €.

    Tja, was meint Ihr, soll ich ihn impfen lassen oder nicht. Ich möchte ihm eigentlich das ewige Gejucke und Gekratze ersparen. Er wird ja noch genügend Krankheiten anschleppen. Das geht ja schnell mal im Kindergarten um...

    -Also eure meinungen sind gefragt...ja oder nein?

    Gruss und Danke Tine
     
  2. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo Tine,

    eine Impfung gegen Windpocken, kam für mich bei meinen Kindern nicht in Frage. Da die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden muss – die Impfung generell nicht empfohlen wird. Wie lange die Impfung anhält – darüber gibt es unterschiedliche Studien. (von 2 – 4 Jahre)

    Windpocken verlaufen in der Regel als harmlose Kinderkrankheit – der Juckreiz lässt innerhalb von ein paar Tagen nach bzw. wird dann wesentlich schwächer. Dagegen kann man einiges tun. Eine durchgemachte Erkrankung hinterlässt in der Regel lebenslange Immunität. Eine Reaktivierung ist mit dem Virus (ruhender Zustand) ist jedoch durchaus möglich – daraus entsteht dann der Herpes Zoster. Davor bist du aber auch bei einer Impfung nicht gefeit.

    Im Kindergarten wird dein Kind wohl kaum um Windpocken herumkommen – spätestens in der Schulzeit haben sie die meisten Kinder dann hinter sich.

    Informatioen zu Windpocken:

    http://www.krankenschwester.de/forum/themen/windpocken-varizellen.1611/

    Liebe Grüße aus Wien

    Gaby
     
    #2 Gaby, 14.01.2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.07.2004
  3. carmen

    carmen Poweruser

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    Hallo Tine,
    gegen Windpocken würde ich mein Kind auch nicht impfen lassen. Gerade wegen der Impfauffrischung.
    Meine 3 Kinder hatten sie im Alter von 4 bzw. 5 Jahren. Es ist zwar ein paar Tage unangenehm für die Kleinen, wenn es so sehr juckt, doch es geht auch schnell wieder vorbei und außerdem sind die Schüttelmixturen, welche (hoffentlich noch) verschrieben werden, sehr gut gegen den Juckreiz und lassen die Bläschen schnell eintrocknen.

    Viele grüße von

    Carmen

    PS. Auch wenn Du dein Kind impfen läßt, kann Dir kein Arzt die Garantie geben, dass es keine Windpocken bekommt.
     
  4. urmel

    urmel Stammgast

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    Hallo,

    ich habe meine Kinder auch nicht gegen Windpocken impfen lassen. Ist auch eine der "harmloseren" Kinderkrankheiten, die sich wirklich gut behandeln lassen. Diese Schüttelmixturen gibt es noch :D , werden auch (noch) verschrieben.

    Impfung gegen Wimdpocken wird im allgemeinen auch nicht vom Kinderarzt empfohlen.

    Wenn Du Dir unsicher bist frage doch mal bei Deinem Kinderarzt nach.

    LG
    urmel
     
  5. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo,


    Bei dem Impfstoff gegen Varizellen handelt es sich um einen Lebendimpfstoff.

    Eine Impfempfehlung gibt es für folgende Personengruppen:

    - bei Leukämie (vor Einleitung der Chemotherapie)
    - vor immunsuppressiver Therapie –
    - vor Organtransplantationen
    - ev. bei Kindern mit schwerer atopischer Dermatitis
    - vereinzelt gibt es auch Empfehlungen seronegative Frauen im gebärfähigen Alter zu impfen.


    In Amerika gehört diese Impfung zu den Standardimpfungen. Die Impfung wird dort sehr befürwortet. Die Schweiz steht einer generellen Impfung sehr kritisch gegenüber. - In Europa gibt es eine Impfempfehlung nur für oben genannte Personengruppen.


    Der Impfstoff gegen Varizellen:



    Varilrix-Durchstichflasche mit Lösungsmittel -

    [GalaxoSmithKline ] 1 Dosis zu 0,5 ml nach Resuspension enthält mind. 2.000 PBE (Plaque-bildende Einheiten) abgeschwächter Varizellenviren (OKA Stamm); durchstichfl. + Lösungsmittel (Aqua ad inj.);

    Schicke euch liebe Grüße aus Wien

    Gaby
     
  6. knaegge

    knaegge Junior-Mitglied

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    Ich habe im Heft "Kinderkrankenschwester" erst einen Artikel dazu gelesen, darin steht, dass es häufiger als angenommen zu Komplikationen im Verlauf der Windpockenerkrankung kommt. Da steht, dass es ca. bei jedem 20. Betroffenen zu Komplikationen kommt, vorallem zu bakteriellen Superinfektionen der Haut, der Weichteilgewebe und zu Infektionen der unteren Atemwege.

    Wenn es euch interessiert, kann ich versuchen den Artikel einzuscannen und euch dann als Mail zu schicken. Das dauert aber ein paar Tage, ich selber hab nämlich keinen Scanner :D
    Ihr könnt mir ja ein PN oder eine Mail mit eurer E-Mail-Adresse schicken.

    Gruß Knaegge
     
  7. Katie

    Katie Newbie

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    Hallo an Alle,
    also so ganz kann ich mich mit der These, daß Windpocken zu den harmloseren Kinderkrankheiten gehören, nicht einverstanden erklären. Sicher entwickelt nicht jede Erkrankung Komplikationen, aber wir haben bei uns im Verlauf der letzten Jahre zunehmend schwere Komplikationen bei Varizellen beobachtet. Gerade im letzten Jahr erkrankte eine 4jährige an einem Schlaganfall nach Varicellen, häufiger kommen Superinfektionen und Pneumonien vor.
    Das induziert immer einen Krankenhausaufenthalt, findet Ihr das harmlos?
    Mal vom Reye-Syndrom und Encephalitis abgesehen.

    Hier ist ein ziemlich aktueller Link vom RKI zum Thema Impfen gegen Varicellen, den finde ich ganz aussagekräftig:

    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    Und hier ist der eingescannte Bericht aus der aktuellen Kinderkrankenschwester:
    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    Ich finde, das sollte mal alles bedenken und sich nochmal gut überlegen, ob man sein Kind impfen läßt, ich glaube, ich würde es mittlerweile tun!

    Lieben Gruß
    Katie
     
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