Kinästhetische Bewegungssequenzen

Dieses Thema im Forum "Ausbildung in der Altenpflege und Altenpflegehilfe" wurde erstellt von zeilermädla, 31.10.2012.

  1. zeilermädla

    zeilermädla Newbie

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    HILFE

    wer kann mir helfen, bewegungssequenzen stichpunktartig zu beschreiben!!!!

    wenigstens einen kleinen Denkanstöße

    Lg zeilermädla
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    ohne die Situation zu kennen ist das unmöglich!
    Vielleicht helfen Dir folgende Überlegungen, um Deinen Patienten/ Bewohner in seiner Bewegung zu beschreiben:

    1. Benenn die Aktivität möglichst präzise (z.B. vom liegen in der Rückenlage zum sitzen an der Bettkante bewegen)
    2. Such Dir ein Konzept aus, unter dem Du diese Aktivität anschauen möchtest- jedes der 6 Konzepte ist eine Art "Brille", durch welche man auf eine Aktivität schauen kann.
    3. Stell die Situation nach und versuch unter diesem speziellen Fokus zu beschreiben, wie Du diese Aktivität durchführst. Dieses hilft, um ein besseres Verständnis im eigenen Körper davon zu bekommen.
    4. Wenn Du eine grundlegende "Idee" dazu hast, fass dieses in Worte. Beschreib möglichst präzise, wie Du z.B. Deine Arme und Beine benutzt, auf welchen Massen das Gewicht liegt, in welche Richtung einzelne Massen bewegen ...

    Jetzt hast Du einen "Plan" und kannst damit zum Patienten gehen. Hier gilt es, die Bewegungabläufe zu beobachten, nach Ressourcen zu suchen und nach Vorlieben und Möglichkeiten des Individuums zu schauen.
    Je nach Bedarf des Patienten entsteht hieraus jetzt eine individuelle Bewegungsunterstützung.

    Ganz wichtig: besuch mindestens einen Grund- und Aufbaukurs...ohne Kurs(e) nur aus der Theorie heraus kann man es nicht verstehen und umsetzen.
     
  3. Vicodiin

    Vicodiin Poweruser

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    also uns wurde immer gesagt man bringt uns bewusst KEINE griffe, bewegungen oder abläufe bei weil es beim einen super passen kann und für den nächsten wieder gar nichts ist.
    hier wurde das ziemlich gut unterrichtet und wir haben in an uns selbst erlebt dass bei einem eine bewegung super klappt und sie dem anderen wieder nicht liegt und der vlt etwas andres braucht.
    das einzige was man eben lernst sind die aspekte die schon lillebrit aufgeführt hat.
    was ich mir besonders mitgenommen hab aus dem kurs ist dass man bewegungen oft in die gegenrichtung angehen kann um für beide den kraftaufwand zu minimieren. man kommt zB durch eine drehbewegung zum ziel. oder eben solche dinge. ich fands sehr interessant.
     
  4. zeilermädla

    zeilermädla Newbie

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    Ich bin noch in der Ausbildung und für den nächsten theoretischen block muss ich eine bewegungssequens
    beschreiben (stichpunktartig) welche, können wir uns aussuchen, natürliche ich die bewegungs
    Sequenzen schon ausprobiert aber mir fällt es schwer, sehr schwer sogar diese richtig zu beschreiben
    Ich wollte die Sequenz vom rücken in die seitenlage beschreiben, praktisch ist es kein Problem
    theoretisch hab ich einige probleme

    Lg zeilermädla
     
  5. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    dann geh doch wirklich so vor, wie ich es vorgeschlagen habe....

    Such Dir einen Punkt aus den Konzepten aus, den Du gut verstanden hast. Vielleicht war es "Massen und Ziwschenräume" oder "Knochen und Muskeln"... ?

    Nun probier diese Sequenz selber aus und schau auf einen dieser Aspekte; am Beispiel von "Massen und Zwischenräume"könntest Du folgende Aspekte betrachten:

    - In welcher Reihenfolge drehen die einzelnen Massen auf die Seite?
    - Welche Zwischenräume nutzt Du hierfür?
    - Wie setzt Du Arme und Beine ein, um auf die Seite zu kommen?


    Du könntest jetzt jedes der Konzepte nutzen, um diese Bewegungssequenz zu beschreiben

    Unter dem Thema "Bewegungselemenete" kannst Du anschauen, wie Du inneren und äußeren Raum nutzt und was sich verändert, wenn Du schneller oder langsamer bewegst.

    Unter "Anstrengung", wie Du ein Spannungsnetz im Körper aufbaust und anpasst ...hier wäre interessant, ob und wie Du mit den Armen und Beinen gezielt ziehen und/oder drücken kannst.

    Unter dem Aspekt "Umgebung" kannst Du ausprobieren was passiert, wenn Du diese Bewegungssequenz auf uhnterschiedlich harten Unterstützungsflächen durchführst- wechsel mal zwischen Fußboden, Bett und einer Wechseldruckmatratze.


    Du bekommst durch diese Analysen viele Hinweise, welche Dir helfen die Bewegung eines anderen Menschen anhand der Konzepte zu verstehen.
     

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