Kinaesthetics/ Kinästhetik

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Jacaranda, 19.11.2011.

  1. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    Hallo an alle,
    wer hat die Ausbildung Kinästhetik? Wer ist evtl. schon Trainer?
    Wieviel kostet die Ausbildung? Was "darf" ich dann anschließend alles damit tun?
    Ich habe mich schon etwas informiert, aber gibt es Unterschiede in der Ausbildung?
    Ich bräuchte nun einen Aufbaukurs(Grundkurs habe ich schon) und dann könnte ich zum Peertutor ausgebildet werden? Oder brauche ich den garnicht zum Trainer?
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Schreib mal Lillebrit an, die ist Trainerin.

    Die Ausbildung kostet dich ettliches an Euro - eine Kollegin hat fast 20.000 investiert bis zum Trainer.
     
  3. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo Jacaranda,

    Du benötigst zunächst den Aufbaukurs und kannst damit direkt in das erste Ausbildungsjahr zum Trainer einsteigen.
    In diesem ersten Jahr hast Du 5 Lernphasen a 3-5 Tage, in welchen die Konzepte und die Grundlagen praxisnah erarbeitet werden. In den Lernetappen dazwischen hast Du verschiedene Selbstlernaufgaben, in welchen Du zu einer eigenständigen situativen Problemlösung gelangst und in diesem ersten Jahr auch die Kompetenz erwirbst, Patienten und Kollegen anzuleiten.
    Ziel ist, dass Du ein fortgeschrittener Anwender wirst.

    Das zweite Ausbildungsjahr befähigt Dich zum Grundkurstrainer. Hier erwirbst Du die Fähigkeit, die speziellen didaktischen Werkzeuge einzusetzen und viertägige Grundkurse zu geben. Zwischen den fünf Lernphasen gibt es wieder Lernetappen, in welchen Du neben dem eigenständigen Arbeiten mit dem Konzept drei Assistenzen in laufenden Grundkursen (möglichst bei unterschiedlichen Trainern)machen musst.
    Den Abschluss bildet ein gemeinsamer und supervidierter Grundkurs mit den Ausbildnern.


    Zeitlich und finanziell solltest Du pro Jahr etwa 50 Tage und 7000,- Euro einplanen (Kurs-, Reise- und Unterbringungskosten).

    Im dritten Ausbildungsjahr kannst Du dann halt noch Aufbaukurstrainer werden und Dich darüber hinaus nach dem Grundkurstrainer über Weiterbildungen spezialisieren (Pflegenden Angehörige, Erziehung etc.).

    Neben der Richtung Pflege existiert auch noch der personale Bereich. Hier geht es um die Entwicklung des Potentials des Individuums im Hinblick auf Bewegungskompetenz. Hierauf bauen dann Programme wie Lebensqualität im Alter oder Gesundheit am Arbeitsplatz auf.

    Näheres erfährst Du hier: www.kinaesthetics.de
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie ist ff. Angebot zu bewerten? Kinästhetiktrainerausbildung Warum gibt es Kinästhetik und Kinaesthetics? Wo liegt der Unterschied? Darf man bei beiden Ausbildungen hinterher Seminare geben?

    Elisabeth
     
  5. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    es gibt vier Organisationen, welche die Ausbildungen und somit auch später die Kooperation in Bezug auf Unterrichtsmaterial und Zertifikate anbieten.
    Du kannst bei allen Deine Ausbildung machen- allerdings gibst Du dann auch für diese Organisation die Kurse. Ein wechseln untereinander ist nur bedingt möglich.

    Die EKA (European Kinaesthetics Association) ist die größte, welche am meisten Trainer als Kooperationspartner hat. Ergo sind diese auch am Markt häufiger vertreten als andere....Darüber hinaus hat Kinaesthetics Deutschland (EKA) als einzige Organsiation eine Rahmevereinbarung mit Kostenträgern zur Finanzierung von Angehörigenkursen nach § 45 SGB XI.

    Diese Aspekte gilt es im Vorfeld zu bedenken.
     
  6. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    @ Lillebrit: Wow- das ist ja ziemlich heftig, was Du da finanziell stämmen musstest. Zahlt sich das irgendwann aus für Dich?
     
  7. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Wenn man es lange Zeit freiberuflich tut zahlt es sich finanziell sicherlich aus.
    Ich profitiere davon durch eine attraktive Zusatzausbildung, welche auf dem Arbeitsmarkt gerne gesehen wird (vorallem im Bildungsbereich).

    Ferner habe ich ein tiefes Interesse an der Thematik entwickelt und schreibe gerade meine zweite Qualifikationsarbeit zu dem Thema :-)
     
  8. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    Ich finde das Thema Kinaesthetics ziemlich interessant, aber finanziell wohl nicht erschwinglich. Schade, meinen AG werde ich wohl auch nicht überreden können. Nun den Aufbaukurs möchte ich schon trotzdem machen.
    Wahrscheinlich braucht man aber schon den Trainer um im Angehörigenbereich selbstständig tätig zu werden, oder?
     
  9. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    ja für die Angehörigen musst Du Grundkurstrainer sein und eine Zusatzqualifikation erwerben.
    Das mit der Finanzierung kann in Etappen erfolgen....also die Kursgebühren (3.500) pro Jahr können meines Wissens nach in 3 Raten bezahlt werden. Die zusätzlichen Kosten fallen ja auch nicht auf einmal sondern sukzesssive an.

    Frag doch um Unterstützung ....vielleicht einige Tage Freistellung und Beteiligung an Kursgebühren.
     
  10. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    Ist kinaestethetic Deutschland das meist verbreiteste? In der Ausbildung gibt es wohl keine großen Unterschiede? Wie heißen die anderen Organisationen?
     
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Denk dran, es sind nicht nur die Kurskosten alleine die auf dich zukommen.
    Da die Ausbildung meist nicht vor der Haustüre stattfindet kommen noch Reise- und Übernachtungskosten und die Verpflegung auf dich zu.
     
  12. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    wenn Du googelst wirst Du die anderen auch finden.
    Ja- Kinaesthetics Deutschland gehört zur EKA (erkennbar am dreifarbigen runden Logo) und ist der größte Anbieter. Es gibt alleine in Deutschland knapp 600 Trainer dieser Organsiation ...international (mit Österreich, der Schweiz, Italien, Rumänien) über 1000.

    Man wird als Trainer Teil eines funktionierenden Netzwerkes, in welchem man sich gegenseitig unterstützt, gemeinsam Projekte plant etc. Von den Länderorganisationen werden Fachtagungen etc. angeboten.
    Der fachliche Austausch ist also gegeben.

    Natürlich ist die Ausbildung erstmal mit Aufwand und Kosten verbunden, es ist jedoch eine Investition in Deine berufliche Zukunft.
    Später gibt es halt Möglichkeiten, Deine Stelle in der Pflege zu reduzieren und teilweise freiberuflich als Dozent Kurse zu gteben.
    Auch für andere Perspektiven in der Bildung (PA, Pflegepädagogin etc.) ist dieses eine attraktive Zusatzqualifikation, um sich auf dem Markt von anderen Mitbewerbern abzuheben.
     
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