KCl - wie verabreichen und auf was achten?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von schninie89, 09.02.2011.

  1. schninie89

    schninie89 Newbie

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    Hallo und zwar ist meine Frage worauf sollte ich achten bei der Gabe von KCL ( A.O. 60ml KCL / 500ml Nacl ) .... wie sollte ich es dem Patienten verabreichen, als Kurzinfusion, als Schwerkraftinfusion oder über Perfusor oder oder oder ??? Danke schon mal...
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie bekommst du 500 ml in einen Perfusor?

    Elisabeth
     
  3. schninie89

    schninie89 Newbie

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    :sdreiertanzs:na gar nicht :D ..... emmm hab grad selber lachen müssen wie ich meine Frag überhaupt gestellt habe :D ... aber Danke für den Tipp
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Kannst du mir den Begriff Kurzinfusion bitte definieren?
     
  5. karola1

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    natürlich geht das...

    mittels eines Infusions-Überleitsystems, das von der Flasche oder dem Beutel mit den 500ml (oder wieviel auch immer) zu einer 50ml-Perfusorspritze geht, die im Perfusor steckt.
    Von der Spritze geht dann die Leitung zum Patienten weiter.
    Ist in der Pädiatrie gang und gäbe...

    Allerdings bei 500ml muss man dann schon recht häufig die 50er-Spritze aufziehen, je nach Laufgeschwindigkeit.

    Aber ist denn in der Anordnung nicht enthalten, wie schnell und in welcher Form die KCL-Mischung verabreicht werden soll? Müsste doch auch verordnet sein....
     
  6. schninie89

    schninie89 Newbie

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    @ Elisabeth : nein ist nicht in der A.O. enthalten !
     
  7. karola1

    karola1 Stammgast

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    ist so eine Art verlängerte i.v.-Gabe...

    die 500ml laufen in z.B. zwei Stunden ein statt als Dauerinfusion über 24 Stunden ausgerechnet

    ein i.v.-Bolus ist bei manchen Medikamenten zu venenreizend, zu schnell wirkend, nicht kompatibel zur Hauptinfusion, zu was-weiß-ich-nicht-noch-alles, und darum gibt es manche Sachen als Kurzinfusion (wiederum in der Pädiatrie gang und gäbe)....
     
  8. karola1

    karola1 Stammgast

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    tja, dann würde ich mal ganz schnell so eine unvollständige Anordnung komplettieren lassen, bevor ich einem Patienten Herzrhythmusstörungen angedeihen lasse...
    ... oder mich an die hausinternen Standards halten...
    ... oder mal meine Kolleginnen fragen

    bei uns ist das sehr individuell, wie eine KCL-Infusion (oder auch orale Substitution) verabreicht wird, darum FRAGEN auf der EIGENEN Station!
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wie konstruiert Ihr das? Ich kenne nur Perfusorspritzen mit einer einzigen Öffnung. Wie kann die gleichzeitig der Eingang für die Infusion und der Ausgang für die Leitung zum Patienten sein?

    Interessant. Gibt es eine Festlegung, innerhalb welchen Zeitrahmens sich eine Infusion noch als Kurzinfusion definieren lässt? Denn mit den vor Dir vorgeschlagenen zwei Stunden wäre das bei mir längst keine Kurzinfusion mehr.
     
  10. narde2003

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    Aus Sicht der Hygiene und des Apothekers ist Karola's Idee mit dem Perfusor und immer wieder aus der 500ml Flasche aufziehen nicht erlaubt.
    Ich hoffe jetzt nicht, dass du vorne an die Perfusorspritze noch einen Dreiwegehahn hinbastelst und dann diese immer wieder über das Infusionssystem befüllst.

    KCl enthält keine Stabilisatoren, du entnimmst es ja auch nicht unter Reinraumbedingungen.

    Karola, mich würde die Definition der TE interessieren.
    Bei uns gilt als ein Kurzinfusion eine Infusion die max. 1 Stunde einläuft und in der Regel 100 ml enthält.
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    :fidee:
    So wär's technisch natürlich machbar (vom Schlauch steig)

    Wenn ich größere Infusionsmengen mit einer genauen Flussrate verabreiche, benutze ich einen Infusomaten.
     
  12. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Och, manche sind da doll erfinderisch, die schaffen es sogar einen Perfusor als Ernährungspumpe zu missbrauchen:cry1:
     
  13. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Soll ja auch Leute geben die es schaffen ein Sondenkostsystem an einen ZVK zu basteln...
     
  14. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Sind ja alles Luer-Lock-Anschlüsse - also konstruieren könnte ich das auch...
     
  15. DerStudent

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    Die Frage ist tatsächlich schwer zu beantworten...

    Also bei einem normalgewichtigen, nicht Herzkranken, rein zur normalen Substitution...10ml (vom 7.45% KCL) pro Stunde sollten sicher sein. Dann also die 500ml über 6 Stunden. Bei ner akuten Hypokaliämie ist das dann natürlich zu langsam...
    Aber sicher richtig: Auf der eigenen Station fragen und/oder dem Mediziner erklären, dass es kein Fehler ist, die Anordnung zu präzisieren...:-)

    DS
     
  16. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Die Geschwindigkeit ist auch davon abhängig über welchen Zugang es infundiert wird.

    Peripher sind 60 Kcl auf 500 ml NaCl bei uns tabu.
    Bei uns gilt für Peripher nicht mehr als 20 KCl auf 500 NaCl.
     
  17. karola1

    karola1 Stammgast

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  18. Toolkit

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    Ich rate jedem davon ab, nicht weil es venenreizend ist, Kalium pur zu spritzen.

    Abgesehen von der Intensivstation... mal wieder oO

    Wir substituieren so bis 30-40mmol/h maximal, Inzolen zusätzlich bei Bedarf. Je nach Kalium halt.

    TE: Arztanordnung!
    OT: Peripher kenn ich nur bis zu 80mmol/die bei einer PVK.
     
  19. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    dann wäre es aber sinnvoller und für mich klarer gewesen diesen Thread als pädiatrische Kaliumsubstitution zu kennzeichnen.

    Ich hoffe mal es handelt sich nicht um Frühchen, sonst könnt ihr die Kleinen darin baden, wahlweise bis zu Entlassung mit einer Flasche substituieren.
     
  20. schninie89

    schninie89 Newbie

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    na wenigstens hat sich jetzt fü mich einiges gklärt danke :D
     
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