Katecholamingabe + ZVK

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Schöhler, 22.10.2002.

  1. Schöhler

    Schöhler Junior-Mitglied

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    Hallo allerseits,

    bei uns werden Katecholamine kontinuierlich über EINEN der Schenkel des ZVK gegeben, um Bolusgaben zu vermeiden....
    Da das (logischerweise?) überall so ist, hier meine Frage:

    An WELCHEN Schenkel des ZVK hängt Ihr die, wenn wir von einen normalen 3 lumigen ZVK ausgehen?

    2 Theorien hab ich gehört: a.) ans distale
    Bei einer Dislokation des Katheters durch "zu agile" Patienten ist das distale Lumen das letzte das rausrutscht, die Katecholamingabe ist also mehr oder minder gesichert..
    b.) ans proximale
    wenn mans nämlcih ans distale hängt, könnte es Boli geben durch die Infusionen , die von weiter proximal am distalen Lumen vorbeigeschwemmt werden..

    Ich persönlich tendiere zu a.), denn ich kann mir nicht vorstelen, das die angebliche Bolusfunktion so groß ist (konnte ich auch noch nicht beobachten),.

    ANdere Erfahrungen? Gibts einen Königsweg?

    Gruss

    Chris
     
  2. Suse

    Suse Senior-Mitglied

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    Huhu !
    Aber am distalen Lumen hängt doch meist der ZVD-Schenkel (bei solchen Pat in Verbindung art. System). Misst du also den ZVD, pausierst du zwangsläufig die Katecholamingabe oder spülst es sogar noch im Schuss rein. Von der Theorie, das bei "aktiven" Pat. die Katecholamingabe am distalen Lumen gewärleisteter ist, halte ich nix. Ist der ZVK nicht mehr zentral, oder rutscht raus muß er entweder umgeseldingert werden, ein neuer her oder KURZZEITIG über die Peripherie laufen. Somit die ggf.Sedierung und die besagten Katech. an den Proximalen und Medialen. Wie herrum ist soweit ich weiß Schnurz.
    Gruß Suse
     
  3. Trine

    Trine Stammgast

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    Hallo!

    Ich kann mich Suses Bericht anschließen, auch aus den genannten Gründen der ZVD-Messung. Bei uns läuft ZVD auch über den distalen Schenkel und eben das Infusionsprogramm.
    Die Theorie a) kann kann ich mir nicht wirklich vorstellen, habe davon auch noch nix gehört.

    Zu den Boli-Gaben und Pausieren bzw. Spülen beim ZVD-Messen:
    Bei Sedativa-Boli würde ich mir nicht so Gedanken machen, sofern es sich um Dormicum oder Propofol handelt, beim Fentanyl schon eher, da letzteres stärker auf den RR gehen kann.

    Bei Katecholaminen muss eine Bolusgabe meiner Meinung nach vermieden werden, da sie sonst (wie ich beobachtet habe) schon zu erheblichen Kreislaufeinwirkungen führen können, teilweise mit nicht nur kurzfristig stark erhöhten RR-Werten, sondern mit einer zwar nicht lebensbedrohlichen Tachykardie, jedoch auch mit einigen Herzrhytmusstörungen, z.b. VES-Salven etc.

    Ich meine damit aber Bolus-Gaben durch zusätzliche angehängte Infusionen direkt am Schenkel oder eben der liebe ZVD. Im Gefäss selber halte ich die eventuelle Bolusgabe durch sozusagen von proximal angeschwemmte Flüssigkeit für nicht relevant.

    Übrigens freu ich mich, wenn ich überhaupt einen dreilumigen Zentralen hab. Die Anästhesisten bei uns denken soweit schon im voraus und legen solche Zugänge an. Die Internisten trauen sich oft nur an einen AVK und dann haste eh verloren und kannst es nur as good as possible machen.


    Greetings
     
  4. Gerry Raßmann

    Gerry Raßmann Senior-Mitglied

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    Hey,
    ich kann mich auch nur anschließen. Das distale Lumen ist meist das größte und solllte daher den Volumengaben und dem ZVD vorbehalten bleiben.
    Katecholamine solltest Dú auf jeden Fall alleine laufen lassen, und zwar direkt am ZVK, ohne zusätzliche Filterung, damit Laufgeschwindigkeitsänderungen auch sofort ankommen. Bei hohen Raten, lass zwei Perfusoren im Verstz mit der haalben Geschwindigkeit laufen, dann hast Du beim Wechsel nicht mit mit einer Lücke zu rechnen.
     
  5. Ede

    Ede Newbie

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    Hallo zusammen

    bei uns werden Katecholamine an mehrlumigen Kathetern immer durch den Schenkel mit dem geringsten Lumen gegeben, wegen der besseren Dossierbarkeit.
    Kurz ein Wort zur Fage distaler oder proximaler Schenkel. Bei einer Entfernung der Einmündungen von 1 cm intravasal und einem Volumendurchsatz von ungefähr 2000 ml/min Blut in der Cava ist die Diskussion m. E. philosophischer Natur. Entscheident ist die Vermeidung von Boligabe, deshalb immer strikte Trennung der Katecholamine von laufenden Infusionen und ZVD-Messsung. Die Venendruckmessung wird bei uns immer am dicksten Schenkel durchgefürt.
     
  6. BIPAP

    BIPAP Newbie

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    Sers @all

    Also bei uns ist das auch so ähnlich geregelt. Distales Lumen mit Hahenbank, ZVD... , Katecholamine über einen separaten Schenkel mit Trägerlösung, ein drittes Lumen für Sedierung, evtl. vier und fünf für Nimotop und Brevi o.ä.

    Bye

    CK
     
  7. Schöhler

    Schöhler Junior-Mitglied

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    Hi allerseits,


    mal wieder danke für die zahlreichen Antworten......schön, das die Theorie mit der Bolusgabe (fast) genau so verneinet wurde wie die rausrutsch- Theorie....
    Im Endergebnis bedeutet das also, solang ich zuverlässig ZVD messen kann, ist es egal, wo der Rest läuft, so lang es alleine läuft....

    Wird bei uns auch eigentlich immer so gehandhabt........die Frage entstand nur im Rahmen einer "Diskussion"

    Wer war das nochmal, wo die Internisten nur einen einlumigen Katheter legen? Um Gottes Willen, ich krieg schon Magengrimmen wenn ein Pateinet mal mit einem zweilumigen ZVK aus dem OP kommt...*lach*


    gruss allerseits

    Chris
     
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