Kaliumgabe per Infusion

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von urmel, 15.05.2002.

  1. urmel

    urmel Stammgast

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    Hi,
    mal einige Fragen:
    In welcher Konzentration (maximal) wird KCl per Infusion verabreicht?
    Gibt es KCl in in grösseren Fläschchen (sprich 50 ml/ 100ml) oder in kleinen Mengen (sprich Ampullen mit 20ml)?
    Wenn der Patient ein tiefes Kalium hat, und infundiert wird, gebt ihr dann ohne AO KCl in die Infusion?

    LG
    urmel
     
  2. Ute

    Ute Poweruser

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    hi urmel,

    also ohne AO geht nichts !!! Die Menge wird vom Arzt verordnet, also sprich, der schreibt auf wieviel ml in der Stunde laufen soll !!!

    Wir ziehen 50ml KCL 7,45% auf und lassen das dann mitlaufen während der Hämodialyse, aber nur bei bestimmten Dialysemaschinen, denn bei der Hämodialyse mit hohem Kaliumanteil (4) im Dialysat brauch man eigentlich klein Kalium mitlaufen lassen. Ist aber ein anderes Thema !!!
     
  3. Dorothee

    Dorothee Stammgast

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    Hallo Urmel,

    wir geben Kalium in der Konzentration 1mmol/ml über Perfusor mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 mmol/h, in absoluten Ausnahmefällen 25 mmol/h. Angestrebt werden bei unseren Patienten Werte von
    4,2 - 4.6 mmol/l.
    Wir verwenden Ampullen à 20 ml.
    Grundsätzlich geben wir Kalium und auch alle anderen Medikamente nur nach Anordnung, eine Frage der Absicherung. :wink:

    Gruß
    Dorothee
     
  4. Schöhler

    Schöhler Junior-Mitglied

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    Hallo allerseits,

    Kalium gibts ja glaub ich in so vielen Abfüllungen, da blickt sicher kein Mensch durch..
    Wir benutzen KCl 1mmol/mml in 100 ml Ampullen (also, eben die kleinen Flaschen da..;o)..)
    Wir infundieren normalerweise zwischen 5 und 30 mmol/h, wir streben ein Serumkalium von 4.5 - 5.5 mmol/dL (stimmt die Einheit?) an. AUf unseren Anordnungsbögen heisst es: Zielkalium 4.5 - 5.5, Perfuser n.A. (nach Anordnung). In der Praxis ist es so, das wir eben alles was die Steuerung des K+ Haushaltes angeht, selber machen (und jeder ist damit zufrieden, auch wenn damit die juristische Grauzone bereits verlasssen wurde...)



    Gruss

    Christian
     
  5. Dorothee

    Dorothee Stammgast

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    Hallo Christian,

    meines Wissens nach ist die Einheit mmol/l

    In der juristischen Grauzone haben wir auch mal gearbeitet, aber das Verhältnis zu unseren Ärzten ist nicht mehr ganz so vertrauensvoll.

    Gruß
    Dorothee
     
  6. Suse

    Suse Senior-Mitglied

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    Hi !
    Wir benutzen 20 ml- KCL- Amp. a´20 mval KCL. Je nachdem in die Infusion oder als Perfusor. Über Braunülen jedoch nur 40-60 in eine 1000er Ringer und langsam einlaufen lassen und Kalium - Perfusoren nur über zentralen Katheter. Und das ALLES nur mit Arzt- Anordnung. Flimmert der Patient wird kein Arzt sagen, das hat die Schwester aber nur gut gemeint.
    Gruß Suse
     
  7. Ute

    Ute Poweruser

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    Hey suse,

    ist in Ringer nicht auch 20 mval/l KCL mit drin ??? Mir war so ???

    Nach Op's bekommen meistens die chirurgischen Patienten RingerLsg infundiert, und wenn das auch noch Dialysepatienten sind dann wundern die sich warum der Kaliumwert im Blut so hoch ist !!! Blöd nech ??? :evil: :wink: :roll:
     
  8. dagmar

    dagmar Senior-Mitglied

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    Hallo,

    bei uns werden meist 20 mval in einer 500 Ringer über Braunüle infundiert.
    Bei der Infusionsgeschwindigkeit herrscht bei fast jedem Angst oder Unsicherheit.
    Es dürfen auf jeden Fall 10mval pro Stunde infundiert werden um auf der sicheren Seite zu sein. Also wenn man die Inf. nicht im Schuß laufen läßt kann vom Kalium her nichts passieren.
    Ute, du schreibst daß in Ringer 20mwal KCL drin ist!
    Ich habe gerade Urlaub und kann´s nicht nachprüfen.aber ich denke daß ist zuviel. Es ist sowenig drin,daß man ja 20mval KCL reintut um eine Erhöhung des Kaliumwertes zu erhalten.
    Bei uns in der Chirurgie wird fast auschließlich Ringer gegeben bis 1500 ml /Tag.
    Bei Dialysepat. werden Infusionen nur nach Angabe gegeben.
    Ich denke da können schon geringe Konzentrationen Kalium oder Natrium verherende Folgen haben.
    VG
    Dagmar
     
  9. urmel

    urmel Stammgast

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    Hallo zuammen,
    ich habe wegen der Ampullen-oder Fläschchengrösse nachgefragt, da es schon vorgekommen ist, dass mit KCl Antibiotika aufgelöst wurde, da die der/die Krankenpflegekraft die Fläschchen mit Aqua d. verwechselt hat (wenn ich mich recht entsinne kamen dabei zwei Patienten ums Leben...).
    Wir benutzen ebenfalls die 20 ml Ampullen, die auch noch (praktischerweise) einen Aufkleber dabei haben, damit die Infusionsflasche gekennzeichnet werden kann.

    Noch eine Frage: wenn ihr die Infusionen kennzeichnet, wird dann auch das Namenskürzel auf die Flasche geschrieben, um bei eventuellen Vorfällen nachvollziehen zu können, wer die Infusion vorbereitet hat?

    LG
    urmel
     
  10. dagmar

    dagmar Senior-Mitglied

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    Hallo Urmel,

    wir schreiben die Inf. gabe in die Kurve mit Namen. Auf der Inf.flasche selber nur was drin ist und den Tag und Zeit um die wir es angehängt haben.
    Grüße
    Dagmar
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hallo @all

    Ich habe kürzlich bei einer Praxisbegleitung auf unserer Intensivstation bläulich angefärbtes Kalium gesehen. Soll angeblich nicht teurer sein. Es wird dort benutzt um Verwechslungen zu vermeiden. Das Aufziehen von Perfusoren aus 20ml Ampullen war zu umständlich, 100ml Flaschen erst verboten. Die Alternative hat sich bewährt. Wir wollen versuchen auf unserer Station auch diese Art KCL zu bekommen.

    Elisabeth
     
  12. Skraal

    Skraal Senior-Mitglied

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    Ich setze mein Kürzel immer mit auf die Aufkleber, bin aber bisher der Einzige, hab's noch niemand machen sehen...
     
  13. Dorothee

    Dorothee Stammgast

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    Hallo

    wir unterschreiben auf unserer Tageskurve für die Schicht, die wir gearbeitet haben und sind somit für alle unsere Tätigkeiten innerhalbe dieser Schicht bei diesem Patienten verantwortlich.
    Daher kann man auch leicht nachvollziehen, wer das Kalium angehangen hat.
     
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