Junge Frauen in der forensischen Pflege

Pipapo85

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Forensik
Hallo ich arbeite ab Oktober in einer forensischen Psychiatrie für suchtkranke Straftäter.
Leider muss ich ziemlich nervige Diskussionen mit meiner Mutter und wenigen anderen Bekannten führen. Das klingt also auch für mich völlig blödsinnig. Sie sagen ich sei zu attraktiv für diesen Beruf. Dort seien Männer die einige Jahre keine Frauen zu Gesicht bekommen und ich den ganzen Tag sexueller Belästigung ausgesetzt sein würde.
So... eigentlich habe ich kein Problem damit. Ich nehme das nicht persönlich und ich kann mich gut wehren oder ignorieren und davon ab glaub ich auch nicht, dass es so ablaufen wird. Aber jetzt mach ich mir doch irgendwie Gedanken, dass so evtl Bezugspflege vielleicht nicht so gut gelingt. Seht ihr ein Hindernis darin? Jung und attraktiv zu sein. Ist das dort von Nachteil. Welche Erfahrungen habt ihr selbst oder mit Kolleginnen gemacht?
 

InetNinja

Poweruser
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Ich selber habe keine Erfahrung in diesem Bereich.

Ich kann mir vorstellen das dass ein Thema ist, aber nicht so schlimm ist wie es sich deine Bekannten vorstellen.
Dann wäre das Einstellungskriterium ja grundsätzlich "Muß hässlich wie die Nacht sein"

Da glaub ich nicht dran.
Guck's dir an und lass es auf die Zukommen.
 
  • Haha
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matras

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Beruf
Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK),
Akt. Einsatzbereich
Hygiene
Funktion
HFK
Eine meiner Kolleginnen bei einem meiner letzten Arbeitgeber (gut aussehend, blond, hübsch usw.)
ist auf den "höchsten Berg" Baden-Württembergs (Hoher Asperg=Gefängniskrankenhaus - Einrichtung des Strafvollzuges mit dem Motto: hoch zu kommen ist einfach, runter zu komme ist sehr schwer!) gewechselt. Die hat auf genau die genannten Einwände der Kollegen gesagt, dass sie nie allein zu den Patienten muss. Es sei immer ein Vollzugsbeamter dabei!
Eigene Beobachtung: wir haben hier bei uns im Haus immer wieder Pat. aus dem genannten Vollzugskrankenhaus. Auch hier sind z.T. Vollzugsbeamtinnen im Einsatz die die vorgenannten Attribute erfüllen, aber immer in Kompanie mit anderen meist männlichen Beamten ihren Dienst tun. Kann mir nicht vorstellen, dass diese sich permanent fürchten müssen. Erstens sind die Insassen auch nur Menschen und erfüllen nicht immer die von der Krimiwelt beschriebenen Persönlichkeitsdefizite/-ideale. Zum anderen würden Übergriffe sehr schnell zum Verlust von von Privilegien der Insassen führen, so dass diese sicher sehr zurückhaltend sein werden!
 

BellaSwan2012

Stammgast
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17.06.2012
Beiträge
341
Beruf
GKP/ B.Sc./M.A.
Akt. Einsatzbereich
KH-Verwaltung
Ich habe keine persönliche Berufserfahrung in der Forensik. Habe aber mehrere Kolleginnen, die sich auf "normale" Stationen haben versetzen lassen,weil sie damit nicht klar kamen von männlichen Patienten wie "ein Stück Fleisch" betrachtet zu werden und sie sind jetzt nicht sondernlich attraktiv. Es kommt bei mir im Haus regelmäßig vor, dass weibliche Pflegekräfte zwangsversetzt werden müssen, weil sie sich in den forensische Patienten verlieben.
Wie ich höre, ist die Forensik schon etwas speziell und die Patienten seien manipulativ und Macht und Kontrolle sind da eher ein Thema.
 

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