Intuition... gehört nicht in die professionelle Pflege (?)

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 13.05.2010.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Auf Anregung aus einem anderen Thread würd ich gern das Thema Intuition in der Pflege hier noch mal aufgreifen.

    Ausgangspunkt: Fachkraft mit jahrelanger Erfahrung setzt sich über einen Drehbuchstandard hinweg und handelt nach eigenem Ermessen.

    Wieviel unseres Handelns wird von Intuition geleitet?
    Wie erwerben wir diese Intuition? Was ist förderlich, was hinderlich?
    Wie weit ist Intuition notwendig, um Pflegeleitlinien umsetzen zu können?
    Wie genau müsste ein Drehbuchstandard sein, der Intuition unnötig macht? Das Problem ist ja immer der facettenreiche Mensch der partout nicht in eine quadratische Form passen will.

    Elisabeth
     
  2. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Den 100%igen Drehbuchstandard gibt es nicht. Ehrlich gesagt stört mich das Wort Standard. Der Mensch ist nicht standaridisierbar. Der Mensch ist ein Individuum und will auch als solches behandelt werden.

    Ein Standard kann nur ein Hilfsmittel sei um grobe Arbeitszüge festzulegen. Die Feinheiten müssen individuell angepasst werden. Hier ist Erfahrung, Einfühlvermögen und vor allem auch Intuition sehr wichtig. Manchmal zeigen sich Probleme erst einmal mit winzigen Kleinigkeiten. Diese zu erfassen und richtig zu deuten ist wichtig. Längst nicht jede Pflegekraft erkennt solche winzigen Anzeichen. Die Gabe "mehr zu sehen/bemerken" als andere ist nicht jedem gegeben und kann sicher nicht durch Standards gefördert werden.

    Ich sehe eher die Gefahr das zuviele Standards die Wahrnehmung des Pflegepersonals auf Dauer einschränken, denn individuelles Handeln und Denken wird untergraben.

    Wir müssen begreifen das alles nur begrenzt standardisierbar ist.
     
  3. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Ich persönlich finde das das sogenannte Bauchgefühl in unserem Beruf sehr wichtig ist, höre oft selbst darauf. denn Pflege nach Drehbuch ist alles gut und schön, aber in diesen drehbüchern sind die Pat in der Regel alle sehr gleich und verständnisvoll... sind sie das denn im wahren leben?
    Ist es nicht wichtig die individuellen Wünsche und Bedürfnisse zu respecktieren?
    Ich denke schon, natürlich würde ich nicht einfach ärztliche AO missachten, aber ich würde die Docs auf Einzelheiten hinweisen... ich würde schon versuchen Wünsche zu erfüllen.
    Und wenn ich aus meinem Bauchgefühl (weil ich eben doch schon die eine oder andere Erfahrung machen durfte/musste) heraus spüre das etwas nicht stimmt, versuche ich schon erstmal, meinen Möglichkeiten entsprechend, der Sache auf den grundzu gehen... und da reichen doch oftmals erst einmal gute Beobachtung und Vitalzeichenkontrolle... Oder sehe ich das falsch?

    Liebe Grüße
     
  4. Neuron

    Neuron Stammgast

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    Einsichten erlangen im Sinne von "ein großer Guru hat es gesagt " und es stimmt mit meinen Erahrungen überein ist sicher auch eine Art Schlussfolgerung. Schlussfolgerungerungen können zu Einsichten führen.

    Was ich hier sagen will, ist ganz simple: Ich verstehe die Aussage des Zitatausschnittes nicht. Was soll es bedeuten, den Verstand auszuschalten und zu Einsichten zu gelangen. Das läuft für mir fast schon in eine meditative etwas okulte oder auch vielen indischen Religionen innewohnende Charakteristik hinaus.

    Jedenfalls ein tolles Thema!

    PS: Der "Stammtisch" könnte es vielleicht sehr schnell mit erforderlichem gesunden Menschenverstand und Erfahrung in der Pflege gleichsetzen, so fällt es mir mal so ein.
     
  5. Julien

    Julien Poweruser
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    Laut Patricia Benner pflegt der wahre Experte intuitiv...

    Pflegeexpertin nach Benner ? PflegeWiki

    Bei uns gibt es nur Pflegeleitlinien, keine Standards. Etwas, woran man sich orientieren kann, dem man jedoch nicht sklavisch folgen muß wenn man eine gute Begründung für abweichendes Handeln hat.
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Neuron- Wenn du in einem Bereich anfängst, dann musst/solltest du aktiv dein Handeln ständig reflektieren. Meint: jede Handlung abklopfen auf fachlich richtig. Im Verlaufe der Zeit, erkennst du Muster. Du kannst Situationen schneller einschätzen... und intuitiv handeln. Du handelst reflektorisch.

    Beispiel: Wie detailiert denkst du über jeden Handgriff, den du tust, nach? Machst du, bevor du einen Pat. mob. eine genaue Bewegungsanalyse von dir und dem Pat.? Planst du dein Handeln minutiös?

    Und umso länger du im Beruf bist, umso mehr Muster sind abgespreichert und können unbewusst abgerufen werden. Du kannst Situationen schneller erfassen und drauf reagieren... ohne lange drüber nachzudenken.

    Verstehst, was ich meine?

    Elisabeth
     
  7. renje

    renje Poweruser

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    Hallo,

    haben wir vielleicht nicht zu viel Intuition in unserem Handeln? Denn wenn ich mir vorstelle, wie oft Pflegepersonal sein Handeln nicht erklären kann, dann muss das wohl Intuition sein - oder?

    Oder ist das vielleicht auch ein Hintertürchen um die teilweise grauenvollen fachlichen Lücken zu beschönigen?

    @stormrider:
    Da hast du vielleicht den Sinn von Standards nicht verstanden. Es wird nicht der Mensch standardisiert sondern die Tätigkeit.

    Und was hat das mit einem Standard zu tun?
    Das ist doch vom gegenüber und dessen Einstellung und Erziehung abgängig, aber doch nicht von einem Standard.

    Gruß renje
     
  8. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Gibt es diese Intuition, dieses Bauchgefühl denn wirklich in der Pflege?
    Oder ist es nicht vielmehr so, dass man als erfahrene Pflegekraft auf Ressourcen zurückgreift, die einem nichtmal bewusst sind?
    Ich denke vielmehr dass es automatisiertes Handeln ist, was vielen als Intuition erscheint.
    Man hat sich im Laufe der Jahre oder Jahrzente ein Fachwissen angeeignet und greift auf dieses nicht immer bewusst zurück. Es sind Schaltkreise, die teilweise schneller reagieren als man selbst bewusst entscheiden könnte.
    Das ist wie beim Auto fahren. Da denkt man auch nicht nach, bevor man schaltet, man merkt unbewusst dass die Drehzahl xy ist und bevor man es merkt, hat man schon in der dritten Gang geschaltet.

    Echtes "Bauchgefühl" kann ich bei der Pflege des Patienten nicht gutheißen. Wir sind professionell Pflegende und sollten unser Handeln erklären können. Das heißt nicht, dass man sich vorher immer einen Plan zurechzt legt, sondern dass man im Nachhinein erklären kann was man wwarum getan hat.
    Und für diese Erklärung reicht mMn kein "ich hatte da ein Bauchgefühl".

    Ich kenne dieses Gefühl sehr gut, dass man meint zu spüren dass gleich etwas passiert. Ist mir schon mehrmals passiert. Aber ich erkenne Muster, dass so ein Gefühl sich dann einstellt, wenn ich eine ähnliche Situation schonmal erlebt habe.

    Mein Gehirn greift dann instinktiv auf bereits gemachte Erfahrungen zurück und wendet sie an, das ist aber auch eine Art von Wissen, und kein Raten.

    Naja, ich merke grade, dass genau das auch eigentlich die Definition von Intuition ist. Dann wird diese aber im Sprachgebrauch oft falsch gedeutet, denn ich denke bei Intuition eher an etwas mystisches, etwas das geklappt hat ohne dass man eigentlich weiß warum, und das sollte in der Pflege definitiv nicht der Fall sein.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Intuition kann nur entstehen durch gemachte Erfahrungen. Du bist in der Lage aufgrund der gemachten Erfahrungen dein Handeln entsprechend den Situationen anzupassen.

    Wenig Erfahrungen- liegst mit dem Bauchgefühl oft daneben bzw. ist es Glückssache.
    Viel Erfahrung- Bauchgefühl leitet dich zunehmend sicherer. Du beschreibst das als reflektorisches Handeln.

    "Es war so, es ist so, es wird immer so sein- hat übrigens níchts mit der von mir gemeinten Intuition zu tun. Hier kopierst du lediglich unrefelektiert die Erfahrungen deiner Vorgänger mit dem Effekt: Glückssache.

    Elisabeth
     
  10. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Ich hab den Sinn von Standards durchaus verstanden. Das ist insgesamt ein sehr komplexes System in dem einige Komponenten einfach nicht passend funktionieren.
     
  11. renje

    renje Poweruser

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    Liebe Stormrider,

    ich fürchte, ohne dir zu Nahe treten zu wollen, du hast den Sinn eines Standards wirklich nicht verstanden.

    Mit Betonung auf die beiden rot markierten Bereiche. Es steht nirgends und wird auch von niemandem gewünscht, das man sich hündisch an das hält, was da auf dem Papier steht, das als Standard bezeichnet wird.

    Fachpersonal weicht natürlich und das wird auch erwartet, wenn nötig begründet davon ab oder ergänzt diesen. Das ist eher die Regel als die Ausnahme.

    Wenn Pflege so einfach funktionieren würde, könnten wir die Standards austeilen und die Ausbildung dann auf 6 Monate begrenzen? Spart viel Geld.

    Sonst bräuchte ich kein Fachpersonal mehr, da reicht dann ein angelernter Affe!

    Gruß renje
     
  12. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    @Elisabeth: Ich glaube wir meinen tatsählich das gleiche, bzw sind derselben Meinung.
    Ich würde es nur nicht Bauchgefühl nennen, weil mir das zusehr eben nach "Glückssache" klingt.
     
  13. sigjun

    sigjun Gast

    Ich könnte hierbei keine Prozentzahl angeben, behaupte aber, dass ich schon etliche Male in meinem Berufsleben intuitiv gehandelt habe.
    Ist es intuitiv, wenn ich 4 Klingelrufe habe und zu dem Patienten zuerst gehe, der sonst nie klingelt?
    Ist es intuitiv, wenn ich bei mehreren operierten Patienten einmal öfters bei dem reinschaue, der am komplikationslosesten war und den ich ausgerechnet diesen Patienten auch noch mit einer Nachblutung vorfinde?
    Ich behaupte OHNE Intuition können wir ebensowenig professionell pflegen wie ohne evidenzbasierten Erkenntnisse.
    Ich denke Intuition beruht auf Erfahrungswissen, was in der Literatur auch ausgesagt wird.
    Also kann ich meine Intuition fördern, indem ich Erfahrungen mache. Sei es durch Training, sei es, dass ich lerne meine "innere Stimme" wahr zu nehmen.
    Als hinderlich sehe ich, sich ausschließlich auf den "Kopf" zu verlassen, ausschließlich Standards anzuwenden, ohne sie jemals zu hinterfragen...ect.
    Leitlinien gelten sicher immer für einen großen Teil bei denen sie angewendet werden. Sie geben aber meist auch nur grobe Handlungsrichtlinien. Dafür brauche ich m.E. keine Intuition, jedoch die Fähigkeit zu wissen wie sie auf den entsprechenden Menschen anzuwenden sind.
    Sie zu erweitern oder eben auch zu komplementieren.
    Ich denke, dass es einen solchen Standard nicht gibt.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Renje- in der Pflege wird differenziert zwischen Standard und Leitlinie. Ich glaube deine Beschreibung trifft eher auf Leitlinie zu.

    Im Gegensatz zut Leitlinie gibt der (Drehbuch-)Standard in der Regel einen genau abgesteckten, meist sehr engen Handlungsspielraum vor. Man versucht mit solchen Standards ja das Defizit im Fachwissen auszugleichen.

    Leitlinien lassen in der Regel mehr Spielraum.

    Elisabeth
     
  15. usnurse

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    Intuition ist fuer mich etwas schwammig..... Ich uebe meinen Beruf jetzt seit gut 23 Jahren aus . Ist das "Fachwissen" was ich habe und anwende oder ist es "Intuition".....?
    Eigentlich sollte man jede seiner Handlung nachvollziehbar erklaeren koennen ohne auf dieses Argument "Intuition" zurueckgreifen muessen.
    Ich hab da so den Beigeschmack...." Ich weiss das es richtig ist weil ich das schon immer so gemacht habe, aber eine richtige Erklaerung warum das so ist......? " Fehlanzeige !!

    usnurse
     
  16. renje

    renje Poweruser

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    Hallo Elisabeth,

    na ja, jetzt fangen wir das Erbsen zählen an.

    Das ist übrigens nicht meine Definition sondern ein Excerpt aus den Definitionen u.a. aus wiki.

    Ich bin u.a. auch in diesem Bereich tätig und kenne auch in keiner Klinik eine Leitlinie für Kath., Verband-, Aufnahme, Doku usw. usw. usw.

    Auch kenne ich keine Klinik, die nicht erwarten würde von ihren MA, dass begründet abgewichen wird.

    Auch den Begriff Drehbuchstandard habe ich in der Pflege noch nie in der Praxis gehört oder sogar irgendwo schriftlich bzgl. Pflege gesehen.

    Ich habe auch nochmals Fachliteratur zu Rate gezogen, aber da auch nichts gefunden.

    Ich denke die theoretische Diskussion ist hier nicht so wichtig, sondern das wie es in den Kliniken gelebt wird.

    Gruß renje
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hast recht, geht hier ja eigentlich nicht um Sinn oder Unsinn von Beschreibungen.

    Elisabeth

    PS *grübel* Ob ich mir meine Wortschöpfung per Copyright schützen lassen sollte?
     
  18. Heimann-Heinevetter

    Heimann-Heinevetter Junior-Mitglied

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    Hallo Elisabeth und alle Anderen,

    Intuition in der Pflege, ich nenne es eher Richer, ich halte es für wichtig, aber man sollte sie nicht überschätzen.

    Meine Denkweise: ich würde anderes darangehen. Drehbücher, Standards decken sofern es gute sind eine großen Teil eine speziellen Pflegesituation ab. Deshalb sind sie gerade für neulinge in der Pflege eine wichtige und gute Handlungsrichtlinie. Ein Pflegeanfanger der intuitiv handelt, hätte da schon "Bauchschmerzen". Anders die situation bei der erfahren Pflegekraft oder dem Pflegexperten der Expertin. Eer/Sie kennt das Drehbuch natürlich, hat aber soviel an eigener praktischer Erfahrung, das er "Ausnahmen von der Regel erkennt" und dies intuitiv, also ohne groß drüber nachzudenken. Da halte ich Intuition für sehr wertvoll.

    Ich persöhnlich habe das immer "riechen" genannt.

    Freundlich

    Andreas


    Für diejenigen die es in diesem Zusammenhang interessiert: Stufenmodell der Kompetenzentwicklung
     
  19. regina1

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    ich nenne es nicht intuition sondern emotionale intelligenz.

    wenn wir einen pat. haben, bei dem ein sehr unklares krankheitsbild besteht, müßen wir mit der intuition bzw mit der emotionalen intelligenz ran gehen. es bildet sich dann ein verdacht und jetzt setzen wir fachliche kompetenzen ein um unseren verdacht zu überprüfen. bestätigt sich der verdacht, handeln wir nach fachlichen kreterien.
    bewahrheitet sich unser verdacht nicht, müßen wir uns eben hilfe durch kollegen oder sogar den ärtzlichen bereich in anspruch nehmen.
     
  20. Neuron

    Neuron Stammgast

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    Geht es hier um eine pflegerische Einschätzung eines Krankheitsbildes um daraus Schlüsse zu ziehen oder um eine ärzliche Einschätzung um daraus Schlüsse für die pflegerischen Maßnahmen zu ziehen?

    Mir ist nicht ganz wohl dabei wenn ich frage, wo und an welcher Stelle zu welcher Zeit pflegerische Intuition (was immer das nun wirklich ist ;)) einsetzen soll.

    Ja meine Güte, sagt denn die intuition nicht als erstes einmal, dass eine extrem enge Zusammenarbeit zwischen Pflege-MAs und Medizin-MAs allererste Priorität haben sollte?
     
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