Intrauteriner Fetozid

Dieses Thema im Forum "Gynäkologie / Geburtshilfe" wurde erstellt von Christina25, 28.05.2007.

  1. Christina25

    Christina25 Newbie

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    hallo zusammen,

    ich habe grade meinen Examen Einsatz auf der Gyn. Eigentlich ist es eine onkologische Station, aber wir haben vor ein paar Tagen eine Patientin bei uns aufgenommen, da auf anderen Stationen kein Platz mehr war, die eine Sectio in der 25 SSW hatte. Das Kind hatte ein Steissbeinteratom, das wohl schon größer als Kind selber war...das Kind wurde während der Sectio mit einer kalium Injektion ..ja wie drückt man sich aus...erlöst? getötet? oder wie?? Man wolllte verhindern dass das Kind nach der Sectio noch lebt
    mich erschreckt das total, ich denke nur noch an dieses Kind...so kenn ich mich gar nicht. :weissnix:

    ich meine...ich habe etwas gegoogelt, aber nichts gescheites gefunden...das Ganze war wohl eine wie man mir sagte normale Interruptio...ich weiss nicht...so normal finde ich das nicht...hätte man das nicht operieren können..oder sind diese Kinder schwerstgeschädigt?

    mann...das nimmt mich mit
    Habt ihr sowas auch schon mal erlebt bei euch??

    Viele Grüße, Christina
     
  2. issa22

    issa22 Junior-Mitglied

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    hi du

    also ich bin grade erst am anfang meiner ausbildung und hab daher eher wenig ahnung aber bei wikipedia stand dazu:

    Vorgeburtlich kann mittels fetaler Chirurgie zwischen der 20. bis zur 32. Schwangerschaftswoche eine Verminderung der Tumordurchblutung und eine Verbesserung der Kreislaufsituation erreicht werden. Sofern keine vorgeburtliche Behandlung erfolgte, wird es ehestmöglich nach der Geburt operativ entfernt.

    nun weiss ich natürlich nicht wie es bei diesem kind aussah, viell. gab es da auch keine chance für eine operation:cry1:
    ich kenn ja leider die umstände nicht..
    ich versteh na klar dass dich das belastet..:bussis:
    ist ja auch echt traurig sowas..und irgendwie kriegt man ja auch nur das mit was man sieht-da kommt ja keiner zu dir und erklärt dir warum es so ist..

    lg isabel
     
  3. werwers

    werwers Gast

    Hallo Christina!

    Zu Deiner Frage wie dieser vorgang genannt wird:
    Für mich Persöhnlich ist es ein Mord, vergleichbar mit dem ersticken eines Neugeborenen oder mit dem aussetzten in einem Wald. Aber das soll jeder Mensch selbst entscheiden.

    Für mehr Informationen (vieleicht auch objektiver als meine) gib bei google einmal den Suchbegriff "Spätabtreibung" ein.
    spätabtreibung - Google-Suche

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    Hoffe die Links helfen für eine Meinungsbildung
    Schönen Gruß
    Stephan

    Habe früher nie geglaubt das sowas erlaubt sein kann
     
  4. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Akt. Einsatzbereich:
    Psychiatrie-Praxis und. amb. Pflege
    Funktion:
    Praxisleitung
    Ich kann gut verstehen, dass solch ein Erlebnis extrem belastend ist. So wie du das schilderst, handelt es sich aber auch um einen extremen Fall wo ein chirurgischer Eingriff (Unterbindung/Einschränkung der Blutzufuhr) noch im Mutterleib vermutlich schon als aussichtslos angesehen wurde.

    Solche Tumore sind in der Regel gut durchblutet und belasten enorm das Herz des Fötus. Die Föten sterben bei solch großen Tumoren in der Regel irgendwann ab, weil der Kreislauf die Mehrbelastung durch den Tumor nicht schafft.

    Meist sind Steissbeinaterome erst einmal gutartig, sollten aber nach der Geburt schnellstmöglich operiert werden. Und oft genug kommt es dann doch noch zu Rezidiven die auch gerne bösartig sind. Wächst der Tumor derart schnell, dass er in der 25. SSW schon so groß ist, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Gewebe schon vor dem Geburtstermin als bösartig einzustufen ist.

    Spätabtreibung ist etwas schreckliches, aber man sollte nichts grundsätzlich verdammen. Ein Vergleich mit Spätabtreibungen wegen Trisomie 21 halte ich für absolut fehl am Platz. Die Problematik ist nicht vergleichbar.
     

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