Interessenvertretung Pflege

neo57

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Hallo ich suche eine Interessenvertretung für Menschen die in der Pflege tätig sind.

Sie sollte:
  • keine Gewerkschaft sein :weissnix:
  • keinen großen Wasserkopf (Verwaltung) besitzen:sdreiertanzs:
  • unsere Interessen lautstark vertreten (s. Marburger Bund endlich einmal):megaphon:
  • Fortbildungen organisieren die bezahlbar (Ottonormalverdiener)sind und auch nicht nur in Großstädten stattfinden:dudu:
  • von Menschen betreut werden die nicht nur an Profilierungssucht leiden:motzen:
  • Raum bieten mitzuarbeiten ohne das es gleich in Vereinsmeierei ausartet:boozed:
  • gern auch eine Kleinigkeit kosten
Habe bisher nichts dergleichen gefunden, vielleicht habe ich auf diesem Weg mehr Erfolg!?

Tschöö mit ö
 

neo57

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Merci für den Tip, werde mich kundig machen und mich wieder melden.
Tschööö mit ö
RandyAndy:freakjoint:
 

Elisabeth Dinse

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Ziele Freiwillige Registrierung:
  • Erfassung der Anzahl der in der Berufsgruppe Tätigen
  • Erfassung der Art der Berufstätigkeit und der Einsatzorte
  • Erfassung der Qualifikation der Mitglieder der Berufsgruppe
  • Überwachung/ Zertifizierung des Qualifikationsstandes
  • Fortbildungskontrolle
  • Grundlage für Arbeitgeber zur Personaleinstellung/ -haltung schaffen
  • Berufliche Qualitätssicherungsmaßnahme
  • Informationsübermittlung zur Stärkung der Berufsgruppe
  • Verbraucherschutz (Qualitätssicherung für die Bevölkerung)
Hier geht es vornehmlich um Schaffung von Zahlen um die Politik zu beeindrucken. Diese Zahlen sind im Statistischen Bundesamt erhältlich. Des weiteren wird suggeriert, dass es um Qualifizierung geht - die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahmen unterliegen aber keiner Kontrolle.


Hauptziele von Pflegekammern:
Die beruflichen Belange der Mitglieder der Pflegeberufe zum Wohle der Allgemeinheit zu wahren, zu fördern und zu vertreten
  • Schutz der Bevölkerung vor Pflegefehlern.
  • Qualitätssicherung und Qualitätserweiterung in der Pflege.
  • Sicherheit für die BerufsinhaberInnen.
  • Verbindliche Berufsordnung und Berufsethik.
  • Selbstverwaltung des Berufsstandes der Pflegenden.
Pflegekammern - bis dato kaum zu finden in der politischen Landschaft. Woran liegts? Die Informationen fließen eher spärlich. Primär richtet sich das Angebot an studierte Pflegekräfte als Ausdruck der Professionalisierung?

Bleibt die Entscheidung des Einzelnen. Und ich befürchte, dass Pflegende in Deutschland weder in der Lage noch Willens sind sich so zu organisieren, das sie eine politische Macht sind. Wenns ums Geld geht, dann finden sich viele bereit zum streiken - gehts um Inhalte und die zukünftige Entwicklung der Pflege...

Elisabeth
 
U

UlrichFürst

Gast
Elisabeth Dinse schrieb:
Hauptziele von Pflegekammern:
Die beruflichen Belange der Mitglieder der Pflegeberufe zum Wohle der Allgemeinheit zu wahren, zu fördern und zu vertreten [...] Pflegekammern - bis dato kaum zu finden in der politischen Landschaft. Woran liegts? Die Informationen fließen eher spärlich. Primär richtet sich das Angebot an studierte Pflegekräfte als Ausdruck der Professionalisierung?
Und genau das versucht die "Freiwillige Registrierung" zu ändern. Ob's klappt wissen wir in ein paar Jahren.

Ulrich
 

neo57

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Oh oh,
zwei so unterschiedliche Meinungen!:verwirrt:
Vielen Dank erst mal an euch beide für eure Beiträge, ich werde jetzt einmal etwas darüber googlen.
Aber vielleicht sind ja noch andere Menschlein hier im Forum, die noch dazu beitragen können, mir das Licht der Erleuchtung zu schenken (oh je schon wieder zu philoso... oder so was ähnliches). :wink:

Tschö mit ö oder wie die Franzosen sagen würden Salu
(u=ü gesprochen, für die nicht frankoallemannen)

P.S. Kann mir bitte mal jemand verraten weshalb ich nie jemanden im Chat-Raum finden kann, entweder bin ich zu blöde oder es ist nie jemand darin????:razz1:

RandyAndy:freakjoint:
 
S

sigjun

Gast
RandyAndy schrieb:
Oh oh,
Aber vielleicht sind ja noch andere Menschlein hier im Forum, die noch dazu beitragen können, mir das Licht der Erleuchtung zu schenken (oh je schon wieder zu philoso... oder so was ähnliches). :wink:
Wie wäre es Du fängst im eigenen Haus damit an solche Leute zu suchen. Ich wäre mächtig gespannt wie viele Du dort findest.
Auch ist das Saarland, was Pflegekammer betrifft, bis jetzt noch nicht mal am Anfang, obwohl es schon vor 10 Jahren dort diskutiert wurde in der Politik.
Eine Möglichkeit Gleichgesinnte zu finden....
 

Elisabeth Dinse

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Und genau das versucht die "Freiwillige Registrierung" zu ändern. Ob's klappt wissen wir in ein paar Jahren.

Bitte nochmal genau lesen. Statistische Daten sind fixer übers Bundesamt zu bekommen. Weiterbildungen sind nicht validiert und geben demzufolge keinen Überblick über die Fachqualität der Registrierten.

Elisabeth
 

neo57

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sigjun schrieb:
Wie wäre es Du fängst im eigenen Haus damit an solche Leute zu suchen. Ich wäre mächtig gespannt wie viele Du dort findest.

Hi sigjun, aus dem hohen Norden.
Der Spruch war wohl eher rethorisch gemeint, du kennst doch die Mentalität in unserem Hause zu gut, oderrrrr? :verwirrt:
Wenn wir natürlich die gleiche Streit-Streikkultur:sbaseballs: wie unsere Nachbarn die Franzosen hätten (s. z. Zt. in Paris) währe eher etwas in Gang zu setzen. Mir schwätzen zwar wie die Franzosen (ich han Hunger un Durscht) aber davon sind wir noch ein Stück weit entfernt so zu agieren wie sie, es lebe der deutsche Michel.
Mein persönliches Engagement kann ich ja jetzt schon mal halbtags, als MAV´ler, austoben. Aber nicht jeder hat auch meinen Kündigungsschutz oder sogar einen unbefristeten Vertrag. Im Gegenteil es gibt fast nur noch befristete, wenn überhaupt da hier über Gebühr ausgebildet werden und der Saarländer lieber dahemm bei Mama bleibt als in´s Reich schaffen geht.
Fachlich tut sich natürlich einiges. Dank pro cum cert und KTQ. Jetzt ist man/frau in der Hausleitung gezwungen etwas zu tun. Aber wie immer sind es die gleichen Menschen, wie zu Deiner Zeit, die sich in´s Zeug legen. Der größte Teil sagt sich " So Arbeit geschafft, nix wie hemm".
Ich glaube immer noch an das Gute:knockin: und werde weiter mit einigen anderen straweln.
Tschöö RandyAndy:freakjoint:

Und hier für die Nichtsaarländer
schwätzen - reden,sprechen
han - haben (J´ai faim)
un Durscht - und Durst
dahemm - Zuhause
in´s Reich - Rest Deutschland (ohne Saarland)
straweln - arbeiten, schuften
 
U

UlrichFürst

Gast
Elisabeth Dinse schrieb:
Bitte nochmal genau lesen. Statistische Daten sind fixer übers Bundesamt zu bekommen.
Hat das Bundesamt denn Daten darüber, bzw. welche hat es? Interessant ist ja nicht, wie viele die Prüfung durchlaufen haben.

Weiterbildungen sind nicht validiert und geben demzufolge keinen Überblick über die Fachqualität der Registrierten.
Sorry, den Satz versteh ich glaub ich nicht. Erklär mir das bitte noch mal.
Bzw. ich verstehe Deine Aussage so, dass keine Überprüfung stattfindet, ob ich eine Weiterbildung tatsächlich besucht habe?
Oder dass Weiterbildungen keine Beachtung finden?
Beides ist allerdings nicht richtig...

Ulrich
 

Patmuc

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Hallo an Alle.
Naja die freiwillige Registrierung ist eben eine Freiwillige. Was wollen die eigentlich erreichen. Zumindest nicht das was da im Forum steht. Erstens kostet es 15 Euro dass ich dort für zwei Jahre gemeldet bin und ich nicht davon habe, außer dann eine Urkunde, dass ich mich fort- und weiterbilde. Ab dem 3. Jahr glaube ich kostet es sogar 60 Euro für zwei Jahre. Was soll das bringen??? Wenn man alle Pflegenden erfassen würde, könnte ich es verstehen, dass man mit repräsentativen Zahlen an die Regierung geht. (So wurde es mir am Telefon vor einem Jahr verkauft). Aber wenn ich mich in meiner Pflegelandschaft umhöre, da bin ich von 125 Mitarbeitern der einzige, der sich angemeldet hat. (Wie blöd ich doch bin)

Wenn ich mal gefragt werde eine Pflegekammer zu eröffnen, bin ich der Erste der mit dabei ist. Die überzogenen Preise für Fort- und Weiterbildungen sind eigentlich kaum noch zu finanzieren. Kein Wunder das Unternehmen in der Pflege untergehen an mangelnder Qualität. Auch die hohen Beiträge zu verschiedenen Berufsverbänden sind für viele angesichts des geringen Gehaltes fast nicht leistbar. Kein Wunder, dass nicht mal 5 % organisiert sind. Welcher Verband will denn da unterstützen.
Da ich etwas mehr Einblick habe, was auch Fortildungen betrifft. weiß ich was die kosten. Zum Beispiel eine Fortbildung zum Thema Dienstplangestaltung für 6 Mitarbeiter für 4 Stunden 800 Euro. Man lasse sich diese Summe mal auf der Zunge zergehen und spucke sie dann wieder aus. Da sage ich nur Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Viele Beraterfirmen wissen um die schlechte Situation und nutzen diese aus. Mir würden für 4 Stunden Fortbildung 100 Euro reichen. Immerhin noch mehr als ich jetzt Stundenlohn habe.

Gruß vom Saarländer aus München
 

neo57

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Hallo Saarländer aus München,
habe mich das Gleiche gefragt wie du, was nutzt mir eine Registrierung?
Vielleicht haben noch andere, bessere Ideen.

Merci, der Saarländer der in Lothringen wohnt und im Saarland arbeitet (Steuerflüchtling ? wehe dem der es ausspricht):sbaseballs:
 

Elisabeth Dinse

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Mir würden für 4 Stunden Fortbildung 100 Euro reichen.

Von diesen hundert Euro begleichst du dann ff.:
1. Ausbildung für diese Weiterbildungsmaßnahme; enthält in Regel das "Unterrichtsgeld", Unterkunftskosten, Fahrtkosten etc.
2. Kontinuierliche Weiterbildung um die Qualität zu halten... siehe oben
3. Diverse Bücher und Zeitschriften um sich aich außerhalb der Fortbildungen auf dem laufenden zu halten
Und wenn du freiberuflich unterwegs bist,w as wohl bei den meisten zutrifft:
1. Rentenversicherung
2. Krankenversicherung
3. Fiskus

Ich kann es mir leisten, BasStim Seminare für 1000 € (3 Tage, max. 20 TN) anzubieten. Ich habe eine Festanstellung und mach das nebenbei. Wenn ich erlebe, dass ein Anbieter aus den 50 € pro TN dann 200 € macht, komm ich schon ins grübeln. Auf Nachfrage bekam ich dann ff. Antwort: Unkosten für Weiterbildungsinstitut fallen an und die Räume sind auch nicht umsonst.

Es ist also nicht so einfach, wie man als Außenstehender oft meint. Was mich auch ein bischen ärgert: wir verdienen im Vergleich zu vielen anderen nicht unbedingt einen Hungerlohn. Für die eigene Weiterbildung wollen wir aber am liebsten gar nichts investieren. Das sollen gefälligts andere machen. So werden wir in der Pflege kaum weiter kommen.

Übrigens: die Pflegekammer beinhaltet eine Zwangsregistrierung die sicher nicht im einstelligen Eurobereich liegen dürfte.

Elisabeth
 

Patmuc

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Schön dass es noch solche Menschen gibt wie Dich Elisabeth. Drei Tage für 1000 Euro und das bei 20 TN.
Die Realität zeigt da was anderes und wenn du es herunterbrichst auf 4 Stunden bist du auch bei 100 Euro.
Ich selbst stecke in meiner 2. Weiterbildung, ganz zu schweigen von den Fortbildungen, die ich bisher besucht habe. Und ich werde auch weiter machen. Aber woher sollte ein Unternehmer in der Pflege das Geld bekommen für seine Leute weiter zu bilden? Die Kassen sind leer. Das meinte ich damit. Und privat eine Vollzeit - Weiterbildung zu finanzieren ist auch nicht gerade einfach.

Natürlich müßte bei einer Pflegekammer jeder seinen Beitrag leisten. Jedenfalls besser wie jetzt.

Gruß Patrick
 

Elisabeth Dinse

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wenn du es herunterbrichst auf 4 Stunden bist du auch bei 100 Euro.
Der Stundenlohn liegt bei ca.42 €- dann wäre ich bei 4 Stunden auch bei 208 € und darunter würde ich auch nicht arbeiten. Da stimmt dann nämlich Aufwand und Nutzen für mich nicht mehr. Ich opfere hier meinen Freizeit.

Aber woher sollte ein Unternehmer in der Pflege das Geld bekommen für seine Leute weiter zu bilden?

Warum muss das immer der AG bezahlen? Wo ist die Eigeninitiative des Einzelnen?

Wenn wir bei meinem Seminar bleiben: bei 50 € wären das pro Tag für den TN 16,67€... wenn wir 200€ ansetzen rund 70 € pro Tag. Unbezahlbar? Ich finde nicht. Der Marktwert der Arbeitskraft steigt.

Elisabeth
 

Patmuc

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Ich sagte ja du bist die Ausnahme. Wer ist so günstig? Nicht viele. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich dich wahrscheinlich auch fragen, ob Du die Fortbildung in meinem Unternehmen machst.

Aber wenn ich eine Fortbildung für 6 bis 8 Mitarbeiter habe, die für 4 Stunden 800 Euro kostet und das über ca. 10 Tage also 8000 Euro ist das doch nicht mehr korrekt. Das war die Fortbildung Dienstplanberechnung. Leider hat die Dozentin den letzten Lohn nicht ganz bekommen, da ich selbst nachgerechnet habe und es ein Schwachsinn war, was sie erzählt hatte. Leider muss ich diese Fortbildung jetzt machen und das ohne Geld. Obwohl ich aufgedeckt habe, dass es für das Unternehmen fast 2 Millionen Euro teurer wäre.
Es soll kein Neid meinerseits sein.

Patrick
 

neo57

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Hi Elisabeth,
klar kosten Fortbildungen ihr Geld, aber bei aller Liebe zum Beruf kann ich mir nicht mal gerade so 1000€ aus den Rippen schneiden und war bisher froh wenn ein Produktevertreiber die Kosten übernommen hat.
Zu den Seminargebühren kommen ja dann noch die Nebenkosten (Übernachtung+Essen+Sprit) und wenn man dann noch am Rande von Deutschland (Saarland) wohnt sind es fast immer 200-300 oder mehr Kilometer die man/frau zurücklegen müßen.
Ich kann mir definitv keine Fortbildung auf diese Art und Weise leisten.
Apropos wo gibt es diese Arbeitsplätze die so gut bezahlt sind, mein Gehalt kann ich mir nur , mit z.Zt. noch möglichen, 24h Bereitschaftdiensten der Stufe D ca. 6-9x im Monat aufmotzen.:verwirrt:
 

Elisabeth Dinse

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Zu den Seminargebühren kommen ja dann noch die Nebenkosten (Übernachtung+Essen+Sprit) und wenn man dann noch am Rande von Deutschland (Saarland) wohnt sind es fast immer 200-300 oder mehr Kilometer die man/frau zurücklegen müßen.

http://www.krankenschwester.de/foru...nft-fehlgeschlagener-versuch-7.html#post45112
Dazu kommt, dass ich einem Flächenland wohne mit sehr schlechten Nahverkehrsanbindungen. Ein auto besitze ich nicht, genausowenig einen Führerschein. Man muss in seinem Leben Prioritäten setzen. Meine lagen sicher bis dato beim Wissenserwerb.
Mein AG hat sich stets nur mit einer Freistellung beteiligt. Das fand ich schon sehr großzügig. Schließlich hatte er das Risiko, dass ich nach der WB das Haus verlasse.
Ergo: wer sich weiter entwicklen will braucht viel Idealismus und einen langen Atem... und sicher auch ein wenig Bereitschaft auf manche Annehmlichkeit des Lebens zu verzichten.

Elisabeth
 

neo57

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Elisabeth Dinse schrieb:
Ergo: wer sich weiter entwicklen will braucht viel Idealismus und einen langen Atem... und sicher auch ein wenig Bereitschaft auf manche Annehmlichkeit des Lebens zu verzichten.
Ist ganz nett, aber spielt deine Familie da auch mit, wenn der Papa oder die Mama mal wieder tagelang nicht zuhause sind (wie bei Nachtschicht o. Bereitschaftsdienst)?
Leistungen die der Dienstgeber zu meinen Fortbildungen beiträgt läßt er sich (berechtigterweise) mit Dienstverpflichtung bis zu 36 Monaten vergüten, wechsel ich früher, muß ich anteilig die Kosten tragen. Also trägt er im Grunde genommen kein Risiko.
 

Elisabeth Dinse

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Meine Familie ist damit aufgewachsen. Meine Kinder sind es mittlerweile gewohnt auch mal 2-3 Tage ohne Mama klar zu kommen- Papa ist eh nur am WE da. Die Jüngsten sind mittlerweile 17, die älteste ist 28. Meine FS hab ich vor 10 Jahren gemacht. Die PA Ausbildung liegt 8 zurück. seit ca. 8 Jahren gebe ich auch die Seminare. Ist alles nur eine Sache der Organsisation.

Der Wert der Weiterbildung ist ja nun nicht innerhalb von 3 Jahren verflogen. Der AG bildet doch nicht nur für drei Jahre aus... der will schließlich auch länger was von seiner Investition haben, was ich gut nachvollziehen kann.


Elisabeth
 

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