Interessant, was manche Ärzte von unserem Berufsstand halten

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von finchen 1380, 13.06.2006.

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  1. finchen 1380

    finchen 1380 Newbie

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  2. Walther

    Walther Newbie

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    Naja, wenn die Weißkittel demnächst 20 oder 30% mehr Kohle kriegen, dann sollen sie auch sagen dürfen, wie der Hase zu laufen hat :schraube:.
    Anschließend wird bestimmt alles wieder gut!
    Und noch ne Idee für den Autoren aus der Weißkittelreihe: Schafft doch die Pflegenden gleich ganz ab, dann nerven sie nicht mehr. Und wenn dann die letzten Patienten das Weite gesucht haben, dann wird das Leben endlich ruhig und nett... :knockin:
    Grrrrrr
    Walther
     
  3. medizin-ersti

    medizin-ersti Stammgast

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    Den Artikel hab ich schonmal irgendwo gelesen.
    In der Klinik hab ich nie irgendwelche gespannten Arzt-Pflege Beziehungen gesehen. Ich hatte bisher den Eindruck die Ärzte und die Pfleger/Schwestern sind zufrieden mit ihrer Arbeit und wenn das bei irgendwelchen kleinigkeiten mal nicht der Fall ist wurde das nie von irgendwem verallgemeinernd auf die andere Berufsgruppe geschoben.
    Der Beitrag ist totaler Käse und ich denke mal niemand wird das wirklich ernst nehmen.
    Ich bin zwar noch nicht so wahnsinnig welterfahren aber ich tröste mich einfach damit, dass es 99% kluge erwachsene Leute gibt und 1% Spinner.

    Möglicherweise wollte der Verfasser auch einfach nur Wut aus einigen Leuten herauskitzeln, siehe dazu einen Beitrag von ihm der etwas später geschrieben wurde:
    http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=57422
     
  4. Medizyni

    Medizyni Junior-Mitglied

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    wer sich an solchen Äußerungen stört- einfach nicht auf Internetseiten gehen, die für Ärzte bestimmt sind :weissnix:
     
  5. eiseule

    eiseule Stammgast

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    Eigentlich fällt mir dazu nur eins ein: Erbärmlich!
     
  6. Manuel

    Manuel Junior-Mitglied

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    Die "Medizin ist die führende Disziplin in einem Krankenhaus" (MedMax 2005).
    - wem nutzt diese Feststellung? Die Ärzte geben den Ton an und alles soll rennen? Wer unserer Berufsgruppe (pauschal) unterstellt, dass "Die Pflege Begriffsverwirrung stifte" [wegen der Bezeichnung "Stationsleitung"] (MedMax 2005), entlarvt sich selbst. Auch die geäußerte Meinung zu unserer Stellung als Heilhilfsberuf, verdeutlicht eine antiquierte Sichtweise, auf der der Staub zentimeterdick liegt. Vieles ändert sich, zum Glück. Für manchen scheinen aber "emanzipatorische Berufsvorstellungen" [bzgl. Krankenpflege] (MedMax 2005), schon unvorstellbar sein. Was würde derjenige wohl sagen wenn er feststellen würde, dass sich das Berufsbild tatsächlich gewandelt hat, und dies auch weiter tun wird? Bekäme er einen Herzinfarkt? - Falls dem so wäre: In der Notaufnahme schreibt eine Frau, die "nur" Krankenschwester ist, das 12-Kanal EKG. Der Befund spricht für sich, es muss operiert werden. Wieder ist es "nur" eine andere Krankenschwester die den Perfusor an das Bett ummontiert. Im OP warten schon der Anästhesist und die Herzchirurgen. Der Narkosedoc ist am rotieren, da er alles für die Einleitung selbst suchen muss. Der Chirurg steht mit einem Oberarzt ratlos am Regal mit den OP-Sieben. Die Operation kann nicht beginnen, denn irgendwer fehlt: "Ah ja, 'nur' die OP- und Anästhesiepflege!".
    Die Krankenpflege hält den Laden am Laufen. Auf Stationen, in Funktionsbereichen, in Altenheimen, im ambulanten Bereich, etc.
    Es erfüllt mich mit Freude, dass ich dieser Berufsgruppe angehöre und ich bin stolz darauf, die Ausbildung absolviert zu haben. Wer sind wir? - "nur" Pflege!?

    ciao
    Manuel

    Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=57413
    (user nennt sich MedMax)
     
  7. spritzensusi

    spritzensusi Stammgast

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    Hee! Super Beitrag Manuel! Das spricht mir aus der Seele!!!
    In drei Jahren Ausbildung habe ich zwar allerhand zwischenmenschliches von Ärzten und Pflegepersonal mitbekommen, aber die meisten sind respektvoll miteinander umgegangen. Die Meisten wissen, was sie an der anderen Berufsgruppe haben.
     
  8. naemi

    naemi Senior-Mitglied

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    die art und weise wie sich herr medmax aeussert gefaellt mir nicht. sollte mir jemand so argumentieren, ist klar das er in meinem dienst sich die blutroerchen alleine stellen darf.
    aber allgemein denke ich das fuer einen arzt gewisse taetigkeiten im krankenhaus so sind wie fuer uns teekannen spuelen oder geschirr abraeumen.
    ein nettes beispiel von meiner station: aus organisatorischen gruenden , nehmen die schwestern das blut ab (um 5.30) und die aerzte machen gegen 9.00 die blutdruck-runde, in diesem verfahren haben die aerzte um 9.00 auch schon die ersten wichtigen blutwerte.
    habe bis jetzt fast immer gute zusammenarbeit erlebt.
     
  9. Rothweiler

    Rothweiler Junior-Mitglied

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    Ich bin gelinde gesagt entsetzt. Sicher haben nicht alle Mediziner diese Meinung, aber die Zustimmung die erfolgt ist ist erschreckend.
    Da mache ich mir schon Gedanken, ob ich mich in Zukunft nicht noch mehr meiner Hauptaufgabe , der Pflege, zuwenden soll.
    Fragt sich nur , wer dem Arzt dabei hilft Medikamenten-Dosierungen auszurechen (Mathematik gehört wohl nicht zum Medizinstudium) wenn er dies nicht fertig bringt, oder bei der Überbringung von schlechten Nachrichten sich um die Patienten und Angehörigen kümmert (Arzt spricht kurz angebunden und unverständlich, da ihm/ihr die Situation unangenehm ist). An erster Stelle steht bei mir der Patient, sowohl im Pflegerischen, Medizinischen als auch im menschlichen Sinne. Unabhängig davon was Ärzte und Pflegewissenschaftler davon denken.:gruebel:
     
  10. naemi

    naemi Senior-Mitglied

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    http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=57435

    allerdings muss ich leider diesem bericht ein bisschen zustimmen. aus egoistischen gruenden wuerde ich nicht so gerne sehen, dass bei dem jetzigen arbeitmarkt arzthelferin statt krankenschwestern eingestellt werden.

    http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=57553

    leider ist auch an diesem etwas dran.

    trotzdem moechte ich noch einmal unterstreichen, dass medmax von mir keine kooperation zu erwarten haette.
    allerdings sollte man versuchen beide seiten zu betrachten sowie auch die der pflegenden und die der aerzte.

    bei unserem stand den wir zur zeit haben, wo pflege abgeruestet wird, sollten wir noch einmal so einiges ueberdenken.

    ich bin eine krankenschwester im normalen stationsalltag. im interesse des patienten versuche ich bestmoeglich mit den aerzten zusammen zu arbeiten.
     
  11. kleo83

    kleo83 Junior-Mitglied

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    Ach du Alarm! Ich bin total schockiert!!!
    Was soll das denn bitte???:kloppen:
     
  12. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo Zusammen,

    ich denke, es macht keinen Sinn, die Foren-Beiträge eines anderen Forums hier zu diskutieren, ohne auch den Schreibern Gelegenheit zu geben, es zu lesen oder zu kommentieren.
    Tut das doch viel besser zu diesem Thema im Original-thread. Links dorthin sind ja vorhanden.
    Ich mache deshalb mal diesen Thread hier zu.
     
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