Intensivpflichtige Medikamente

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von HolgerB., 28.11.2009.

  1. HolgerB.

    HolgerB. Newbie

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    Hallo

    Ich habe folgendes Problem/Frage.
    Ich arbeite auf einer Herzchirurgie und in letzter Zeit werden uns zunehmend ärztliche Angaben gemacht, die meiner Meinung nach einer Überwachung bedürfen, wie sie nur eine Intensivstation gewährleisten kann(Wir haben bei uns zwar Telemetrie bzw. auch Monitorüberwachung aber eben nur den Personalschlüssel einer Normalstation).
    z.B.: Cordarexperfusor ohne passageren Schrittmacher, hochdosierte Insulinperfusoren zur Senkung des Kaliumspiegels...
    Diese Angaben auszuführen wurde aufgrund einiger Verweigerungen jetzt per Dienstanweisung verpflichtend, da es laut PDL keine intensivpflichtigen Medikamente gibt und der Arzt die Verantwortung für seine Anordnungen trägt.
    Durch einen FAchmann für Medizinrecht habe ich erfahren, dass man in solchen Fällen bei Komplikationen als Pflegekraft mitverantwortlich gemacht werden kann, auch wenn eine schriftliche Arztanordnung vorliegt, da man als Fachkraft die Kompetenz hat, das Gefahrenpotential zu erkennen.

    1. Wie werden solche Dinge bei euch gehandhabt (v.a. bei telefonischen Anordnungen!)?
    2. Gibt es Vorschriften, welche Medikamente intensivpflichtig sind?

    Vielen Dank schonmal
     
  2. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Kann Dir nur soviel sagen, das bei uns derartige Medis wenn dann nur kurzzeitig verordnet werden. Oder die Pat gehen auf die IMC oder die ITS.
    Aber wahrscheinlich ist das so eine hausinterne Regelung...
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es gibt keine "intensivpflichtigen" Medikamente. Ein Monitoring ist überall möglich... sofern das Equipment vorhanden ist.

    Was würde ich machen in deiner Situation?
    Dokumentation entweder auf dem Anordnungsblatt oder im Pflegebericht: Anordnenden Arzt auf die Problematik des Medikamentes hingewiesen und das eine manuelle engmaschige Kontrolle nicht möglich ist weil...( x Pflegekräfte für y Pat.- o.ä.)

    Des weiteren kannst du nur für etwas verantwortlich sein, was du nachweislich hättest erkennen können müssen. Fehlt dir dieses Wissen sitzt der Doc alleine im Boot- ev. in Gesellschaft deiner PDL. Ist bestimmt auch ganz nett für ihn- nicht ganz so alleine.

    Eine Entlastungsanzeige wäre auch denkbar- wenn die SL mitspielt. Hier muss deutlich gemacht werden, dass eure Monitoringmöglichkeiten begrenzt sind und das ihr nicht über das entsprechende Fachwissen wie eine Intensivfachkraft verfügt.
    Auch Pflegekräfte sind keine Allroundspezialisten... selbst wenn manche PDLer es gerne so hätten.

    Elisabeth
     
  4. Concordia

    Concordia Newbie

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    Das stimmt nicht ganz. Wer wieder besseren Wissens eine ärztliche AO durchführt ist mit dran. Einzige Möglichkeit, die ich sehe: immer wieder mündlich den Arzt und die PDL darauf hinweisen, schriftlich in der Pflegedoku festhalten und im Zweifel (was niemand tun wird) den Kostenträger, sprich die Krankenkasse des Pat. informieren. Wenn das Team sich einig ist, wäre es auch noch möglich, die PDL mit Überlastungsanzeigen aus jeder Schicht zuzuschütten, solange das betreffende Medikament gegeben wird.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Schriftlich geht vor mündlich. Mündlich nicht verwenden- da man hinterher nix in der Hand hat.

    Was ich nicht weiß/ kenne- dafür kann ich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Wie gesagt, wir sind keine Allroundspezis.

    Elisabeth
     
  6. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin HolgerB

    Wie sieht es den mit der Situation der betroffenen Patienten aus. Sind die den der Therapie entsprechend erkrankt, vital bedroht. Habe in der Herzchirurgie schon mach merkwürdiges Therapieregime gesehen:weissnix:


    Ein Cordarexperfusor bei hämodynamisch stabilen Vorhofflimmern macht nun wirklich keine Arbeit. (pass. SM braucht man auch nicht wirklich) Das Monitoring macht ja die Telemetrie. Aber bei rez. selbstlimitierenden VT´s mit Synkope sieht das schon anders aus.
     
  7. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

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    Hallo,

    da ich ja nur ein "Verwaltungshengst" bin, werde ich mich natürlich nicht inhaltlich zu diesen Fachgesprächen äußern.
    Ich wollte hier nur eine Anregung geben, da bei uns auch regelmäßig dieses Thema diskutiert wird

    - was darf ich als Schwester oder Pflegekraft und wieweit hafte ich für die Folgen, wenn etwas passiert.

    Wir haben dieses Thema im Rahmen einer Betriebsvereinbarung geregelt, die unsere Mitarbeiter grundsätzlich (außer bei grober Fahrlässigkeit) vor allen schadensersatzpflichtigen und arbeitsrechtlichen Folgen schützt.

    Gruß

    medsonet.1
     
  8. HolgerB.

    HolgerB. Newbie

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    Vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten

    Als Ergänzung:

    Mir geht es nicht um die Arbeitsaufwand (der bei Perfusoren ja minimal ist), sondern um das Gefahrenpotential für die Patienten:

    Cordarextherapie wird bei uns gelegentlich (je nach Dienstarzt) bei hohen Frequenzen >150 eingesetzt; wir hatten hierbei schon häufiger einen drastischen Abfall der Frequenz nach Erreichen eines gewissen Medikamentenspiegels, mit SM kein Problem, aber ohne nützt auch eine Telemetrie wenig wenn alle Schwestern/Pfleger unterwegs sind (Abendrundgang...) und niemand den Alarm hört.

    Im Fall Insulinperfusor: bei 40 i.E./h (+40% Glucose) hatten wir schon Werte von 15mg/dl, wenn hierbei die BZ - Kontrolle mal 15Min. später stattfindet, wird das auch gefährlich. Eine halbstündige BZ - Kontrolle ist aber nicht immer möglich, da wir z.T. 7 - 10 Patienten pro Pflegekraft zu betreuen haben und hierbei auch einige den ersten Post-OP-Tag haben(d.h. Dopamin- und Anticholiumperfusor, stündliche Bilanz...)
     
  9. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    BZ von 15??? Das hab ich einmal vor zwei Monaten gesehn, und der Patient wurde dabei krampfend ins CCT gefahren...

    Cordarex-Perfusoren sind je nach Haus auch auf Normalstationen Standard, Insulin mit 40 IE/h wohl eher nirgendwo, das würde ich auch nicht auf ITS machen?

    Denke aber auch dass manche Ärzte etwas seltsame Anordnungen machen, ein Arzt wollte mal dass ne Kollegin auf ner allgemeinen Herzchirurgie einem Patient "noch schnell" vor der Verlegung 40mval Kalium als Kurzinfusion "verpasst"...
     
  10. HolgerB.

    HolgerB. Newbie

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    @Paula Puschel

    Bei Insulin-Perfusoren geben wir gleichzeitg noch Glucose 40%. Beim besagten FAll (BZ von 15) war ich nicht dabei, aber der PAtientin schien es laut Übergabe nicht so schlecht zu gehen! Habe selbst schon einige Male BZ von 25-35 gehabt und das auch teilweiese ohne sichtbare Symptome beim PAtienen. Wir hatten aber auch schon Pulsfrequenzen von über 200 ohne das der Patient Beschwerden angab.
    Auf Anraten eines Kollegen werde ich in Zukunft solche Perfusoren (v.a. Insulin) nur noch vorbereiten und das ganze dann vom Arzt anhängen lassen, hierbei muss natürlich genauestens dokumentiert werden, und die BZ Kontrollen müssen pünktlich durchgeführt werden. so bin ich dann hoffentlich auf der sicheren Seite. (Der PAtient natürlich nicht!)
    KAlium als Kurzinfusion ist dagegen bei uns tabu, 40mval laufen mindestens über 4 Stunden.
     
  11. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wie kommst du darauf?
    Was bringt es dir, wenn der Doch auf ON stellt?
    Insulin ist kein verbotenes Medikament, Isulin ist kein Blutprodukt.
    Die Überwachung obliegt dir genauso, als wenn du es selbst angestellt hättest.

    Völlig unsinnig...


    Übrigens: Wenn ihr Insulinperfusoren zum Zucker senken anhängt - wozu dann G40% ???
    Wenns fürs Kalium ist, dann ist was falsch berechnet, wenn der Pat davon so hart unterzuckert. Das sollte nicht sein...
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn er den Schalter umkippt, kann man davon ausgehen, dass er in der Doku auch gelesen hat, dass er sich des Risikos bewusst ist.

    Ich hab mit der Methode sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Doc muss aktiv werden und darf sich nochmal höchstpersönlich von meinem "kleinen Text" in der Doku überzeugen. Ich wähle übrigens je nach Risiko gerne dafür die Fieberkurve. Die lässt sich so schlecht nachmachen bei den "Hausaufgaben"- zuviel verschiedene Schriften.

    Eine periphere Station ist keine Intensivstation. Wenn dem so wäre könnten wie sämtliche Intensivüberwachungsbetten aus den IMCs rausholen- wäre imens kostensparend.

    Elisabeth
     
  13. HolgerB.

    HolgerB. Newbie

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    @Maniac

    Bei Insulinperfusoren gehts uns, um die Einlagerung von Kalium in die Zellen. Wie man da was berechnet weiß ich nicht, ich denke mal viel Insulin "bindet" viel Kalium und Glucose wird angehängt um einen Unterzucker zu vermeiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sowas genau berechnen kann.

    Zum Thema der Doc stellt auf ON:
    1. Wie Elisabeth geschrieben hat: dadurch ist schriftlich festgehalten, dass er meinen Einwand wahrgenommen hat.
    und v.a.
    2. Die Durchführungsverantwortung liegt jetzt beim Arzt, anders würde er nur die Verantwortung für seine Anordnungen tragen.
    Ist wohl auch nur ne juristische Spitzfindigkeit, aber in solchen Fällen geh ich lieber auf Nummer sicher und nutze alle Möglichkeiten aus.
     
  14. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Das kann ich nicht nachvollziehen.
    1.: Meinetwegen. Genausogut könnte man es einfach mit aufschreiben
    2.: Die "Durchführung" macht ja kein Problem, es geht um die spätere Überwachung. Wenn dein Doc trotzdem anordnet stündliche BZ Kontrollen, dann musst du das, unabhängig davon WER denn jetzt den Perfusor gestartet hat, auch machen.

    Halbstündlich verweiger ich übrigens auch. Auch auf Dauer stündlich. Ich sage dem anordnenden Menschen ganz klar, ich kann jetzt in 1,2h 4x messen, aber dann ist über 2stündlich nicht mehr drin. Wenn das nicht reicht: ITS
     
  15. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Meine Freundin arbeitet in der Onkologie, wo sie neulich eine ähnliche Situation hatte. Sie hat dem Diesthabenden Arzt mitgeteilt, dass eine engmaschige Überwachung bei der aktuellen Medikation des Patienten zwar notwendig ist, aber mangels Personal, bzw. hohem Arbeitsaufkommen nicht gewährleistet werden kann. Der Diensthabende Arzt quittierte dies mit einem Schulterzucken und meinte, das wäre nicht sein Problem. Daraufhin hat sich meine Freundin an die PDL gewandt, die ihr Anliegen lediglich zur Kenntnis nahm, ihr aber auch nicht helfen wollte oder konnte.
    Meine Freundin hat dann noch am gleichen Tag eine Überlastungsanzeige geschrieben, dieser der PDL gegeben, die sie zähneknirschend in Empfang nahm und nur eine Stunde später, wurde der Station ein Springer zur Verfügung gestellt. Dies alles hat sich ohne Zustimmung oder Zutun der Stationsleitung zugetragen, weil diese im Frei war und laut meiner Freundin auch nicht unbedingt miteinbezogen werden muss.
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was wiedermal bestätigt: schriftlich und nur schriftlich bei so einem Problem vorgehen. Und bei Entlastungsanzeigen nicht nur die PDL informieren. Kopien an alle Zuständigen schicken: Kliniksdirektor, Personalrat/ Mitarbeitervertretung und sofern vorhanden Pflegedirektor, Ärztl. Direktor. Wenn Zeit ist, nicht den innerbetrieblichen Postweg nehmen sondern den öffentlichen Weg. Da kann man Einschreiben wählen und so sicher sein, dass die Briefe auch ankommen bzw. hat einen Nachweis über die Zustellung desselbigen.

    Elisabeth
     
  17. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Also wir haben in der Schule auch gelernt dass ein Insulin-Perfusor nur zusammen mit Glucose (oder Ernährung oder Sondenkost oder sonstwas) laufen darf und nicht einfach so @maniac...

    Aber ich finde es irgendwie schon bedenklich wenn ein Arzt versucht ohne BGA-Kontrolle (so nach dem Motto: morgen wird ja ein Labor abgenommen...) versucht mit Insulin das Kalium zu senken. Im schlimmsten Fall ist der Patient nachher hyperkaliämisch und Hypoglykämisch... Oder toto oder so. Naja.
     
  18. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich glaube nicht, dass ich sowas irgendwo behauptet habe :-)
    Wenn wir das K+ senken, dann nur mit Insulin IN G10% aufgezogen. Nicht mit NaCl+etwas G40 oder so ähnlich, wie es hier scheinbar lief.

    ne Laborkontrolle sollte sicher nochmal zwischendurch laufen, aber BGA KOntrollen...?!
     
  19. narde2003

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    Hallo Paula,

    ein Insulinperfusor darf zwar ohne Glucose laufen, nur macht es wenig Sinn wenn ich das Kalium senken will.

    Um das Kalium ohne Dialyse zu senken Bedarf es einer Glucose 10% -Insulinmischung.
     
  20. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Nur der erste Satz war explizit für dich gedacht, maniac, der zweite ging eher so an die Allgemeinheit.

    Also ich hab das schon so gesehn dass Ärzte mal so in den Raum werfen: "Wir müssen jetzt mal das Kalium senken/steigern denn das ist bei 7,2/2,7 (zutreffendes bitte streichen)."

    Da wird dann wild drauf los experimentiert, und am nächsten Tag ist dann das nächste Labor. Das finde ich auf ner Normalstation net okay.
    Und klar kann man auch alle paar Stunden ne Laborkontrolle machen, BGA geht nur schneller und ist mir eher im Gedächtnis als Blut abnehmen, weil ich halt auf ITS arbeite. Bei uns (Herzchirurgie) ist das "Spielen" mit dem Kalium eh net so selten.
     
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