Intensiv oder Psychiatrie?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von simon_Ks, 13.11.2008.

  1. simon_Ks

    simon_Ks Newbie

    Registriert seit:
    13.11.2008
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Anästhesie
    Hi...
    ich bin im März 2009 mit meinem Examen fertig.
    Ich habe 2 Stellen in Aussicht. Auf einer Intensivstation oder in der Psychiatrie. Beide Stationen habe ich während der Ausbildung durchlaufen. Beides gefiel mehr sehr gut und mir bereitet es Kopfzerbrechen Nacht für Nacht das ich mich nicht entscheiden kann. Ich habe Vor und Nachteile gegenüber gestellt, jedoch ohne Ergebnis. Habt ihr eine Idee???
    Würdet ihr mir was empfehlen...?
    Über ein paar Vorschläge wäre ich sehr dankbar.
    Lg aus Kassel
    Simon
     
  2. brillexxx

    brillexxx Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    29.10.2008
    Beiträge:
    68
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Hannover
    Akt. Einsatzbereich:
    Gastroenterologie, Onkologie
    Funktion:
    Praxisanleiterin
    Hallo!
    Also an deiner Stelle würde Ich die Stelle auf Intensiv nehmen. Meiner Meinung nach ist es nämlich später einfacher, aus der Somatik in die Psychiatrie zu gehen als anders herum... Aber ein richtiges pro oder contra gibts da nicht... Musst halt leider wissen was du willst. das sind ja nun auch völlig verschiedene Fachbereiche...
     
  3. marenco82

    marenco82 Newbie

    Registriert seit:
    25.08.2008
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Norddeutschland
    Akt. Einsatzbereich:
    Suchtpsychiatrie
    Funktion:
    stellv. Stationsleitung, Studium int. Gesundheits- und Pflegemanagement
    Mir ging es ähnlich wie dir. Dadurch dass aber in der Psychiatrie keine Stelle frei war, wurde mir die Entscheideung abgenommen.
    Ich habe also dem Examen ein Jahr auf Intensiv gearbeitet und dann in die Psychiatrie gewechselt.
    Ich denke dass das eine guter Weg war, weil ich so somatisches Arbeiten nicht nur aus der Ausbildung kenne und ein gewisses Maß an Fachwissen habe (was natürlich jetzt stetig weniger wird).
    In der Psychiatrie lernst du ja auch was den beruflichen Weg, und je mehr Erfahrung in diesem Bereich desto besser. Es dauert ja auch, bis man sich dort eingfunden hat.
    Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir eine Rückkehr in die Somatik nicht mehr vorstellen, aus verschidensten gründen. Ich habe es versucht (eine Woche Hospitation auf einer Inneren) und für mich gemerkt dass für mich der blöde Satz " Einmal Psychiatrie, immer Psychiatrie" gilt, wie üpbrigens für die meisten die ich kenne. Eine Kollegin hat es mal umgekehrt gemacht, ist aber auch die einzige mir bekannte, und man hat ihr die 10 Jahre vorher immer angemerkt :verwirrt:
    Ich denke dass es für mich gut war, dass ich in einem psychiatrischen Bereich mit relativ viel Somatikanteil gearbeitet habe (Entgiftung).

    Du solltest auf dein gefühl hören und ir vielleicht beides nochmal angucken. Manchmal macht ja auch das Team die entscheidung leichter, das einem einfach sympatischer ist, bzw. wo es besser passt. Un d wenn du merkst du hast keine Lust mehr, für welchen Bereich du dich auch entscheidest, oder es ist zuviel oder doch nicht das richtige, kannst du eventuell ja noch wechseln, auch wenn die Gesamtsituation sicher da gerade eher schlecht ist. Du verkaufst deine Seele ja nicht auf Lebenszeit (obwohl mein alter Kollege in der Psychiatrie das nach 46 Dienstjahren immer behauptete) :mrgreen:

    Viel Glück!
     
  4. femadika

    femadika Newbie

    Registriert seit:
    01.03.2007
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Funktion:
    stellv. Pflegeleiter
    Hallo! Unbedingt ITS . Was du da lernst kann dir keiner mehr nehmen. Ich hatte auch die Wahl und habe es nie bereut 3 Jahre ITS kennen zu lernen. Jetzt arbeite ich auf einer kardiologischen Überwachungsstation und hatte dort einen superleichten Einstieg durch meine ITS-Erfahrungen. :nurse:
     
  5. Spargelhuhn82

    Spargelhuhn82 Stammgast

    Registriert seit:
    14.05.2008
    Beiträge:
    231
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    interdisziplinäre Intensiv
    Im Grunde muss das jeder selbst entscheiden, aber generell würde ich dir, wenn diese beiden Stellen zur Auswahl stehen, erstmal die ITS empfehlen, um nach dem Examen erstmal richtig in den Pflegeberuf "reinzukommen". Wenn ich an mein Praktikum während der Ausbildung in der Psychiatrie zurückdenke, muss ich nämlich sagen, dass ich in den 8 Wochen mit Pflege an sich (waschen, betten, ATLs allgemein) herzlich wenig am Hut hatte, und man kommt doch recht schnell "raus" aus dem Ganzen. Kommt natürlich auch immer drauf an, in was für eine Abteilung es geht in der Psychiatrie.

    Aber generell denke ich, ist es nicht verkehrt, sich erstmal in den Beruf einzuarbeiten, warum nicht auf ITS, ist zwar evtl. ein Sprung ins kalte Wasser, aber du lernst dort sehr viel und arbeitest selbständig (zum Teil, nach gewisser Einarbeitung natürlich), und gewinnst so einen großen Teil an Sicherheit. Das richtige Lernen fängt eh erst nach dem Examen an. :-) Später in die Psychiatrie wechseln kannst du dann immer noch, so wie brillexxx schon sagte, ist es so rum wahrscheinlich leichter.

    Ich bin gespannt wie du dich entscheidest und hoffe, dass du uns deine Entscheidung dann auch mitteilst. :mrgreen:

    Lieben Gruß
    Jessica
     
  6. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

    Registriert seit:
    16.07.2008
    Beiträge:
    717
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe
    Akt. Einsatzbereich:
    Schule
    Es spricht einiges dafür, erst mal auf die Intensivstation zu gehen, meine Vorredner haben Dir sehr gute Gründe genannt. Aber entscheiden musst letztendlich Du.
    Von einer Psychologin stammt folgender Ratschlag: "Wenn man sich zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden kann, soll man die Möglichkeiten jeweils auf ein Blatt Papier schreiben und die beiden Zettel weit auseinander auf den Fußboden legen. Dann stellt man sich in die Mitte und geht erst zu dem einen, dann zu dem anderen Blatt. Dabei merkt man, wohin man lieber geht .... und hat seine Entscheidung damit getroffen."
    Mir hat der Rat schon öfter geholfen (musste allerdings manchmal mehrmals hin und her gehen:mrgreen:). Vielleicht nützt er Dir auch was.
    LG
    Sr. S.
     
  7. simon_Ks

    simon_Ks Newbie

    Registriert seit:
    13.11.2008
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Anästhesie
    Hi....
    Ich danke euch erstmal für die vielen Antworten. Das Feedback was ich bis jetzt bekommen habe war euren sehr ähnlich. Die Intensiv hat bei mir zur Zeit etwas Vorsprung, da die möglichkeiten gerade nach dem Examen viele neue Sachen zu lernen doch erheblich größer ist. Jedoch hab ich mich noch nicht wirklich entschieden. Direkt nach der Ausbildug auf eine Intensiv zu wechseln, ist mit sicherheit ein großer Schritt und mit einer eventuellen Reizüberflutung in Verbindung zu bringen. Aber das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, und irgendwie reitzt mich das schon, viele neue Informationen zu bekommen. Wie schon ein Vorredner sagte, "das nimmt dir keiner mehr", und irgendwie hört sich das gut an. Manche Leute meinen es wäre zu früh ohne Berufserfahrung auf einer Intensiv zu arbeiten, aber ich meine nur so lernt man es richtig. Bis Januar muss ich mich entschieden haben, also habe ich noch ein Paar schlaflose Nächte vor mir. Vielen Dank erstmal....und schreibt ruhig weitere Meinungen dazu....
    Danke.... Simon
     
  8. Spargelhuhn82

    Spargelhuhn82 Stammgast

    Registriert seit:
    14.05.2008
    Beiträge:
    231
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    interdisziplinäre Intensiv
    Hi Simon,

    zum Thema Berufserfahrung kann ich dir nur erzählen, wie es einer Kollegin von mir erging.. sie hat fast 15 Jahre als examinierte Schwester auf einer Internistischen Station gearbeitet und hat dann nach Intensiv gewechselt.. sie sagte damals, sie käme sich vor wie eine Schülerin oder wie gerade frisch examiniert... klar ist es nicht schlecht, wenn man grundlegend einige Erfahrungen gesammelt hat.. aber wenn ich an meine Anfänge auf Intensiv denke.. im Grunde fängst du bei Null an, du hast dein Hintergrundwissen aus der Ausbildung, aber mit der richtigen Einarbeitung (die ich dir wünsche, solltest du dich für die Intensiv entscheiden) sollte es normalerweise auch für "Berufsanfänger" kein Problem sein, auf Intensiv zurecht zu kommen.

    Mal eine ganz andere Frage? Wie groß ist die Intensiv, auf die du evtl. möchtest? Und um was für eine Abteilung handelt es sich bei der Psychiatrie? Ist vllt. auch noch interessant zu wissen. :-)
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.