Innohep

xandman

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Hallo!
Mal eine kurze Frage:
Heparin kann man ja sofort in den Zugang geben.Also direkt in den Patienten.
Beim Innohep steht in der Packungsbeilage, nur in den Arteriellen Schenkel der Maschine.
Unser Arzt sagte, Innohep ist ja nur ein nierdermolekulares Heparin sollte also keinen Unterschied machen.
Ich gebe jetzt immer beides in die Maschine.
Weiß jemand warum man das beim Innohep machen soll??

Gruß
Alexander
 

lops15

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Hallo Alexander,
ich habe mal in der Fachinfo der "Roten Liste" nachgeschaut. Anders als Fragmin ist Innohep nicht ausdrücklich für die Antikoagulation während der HD zugelassen. Unter Warnhinweisen wird sogar die i.m. - und i.v. Injektion ausgeschlossen. Wie gesagt beim Fragmin besteht die Zulassung für HD.

Innohep ist ja nur ein nierdermolekulares Heparin sollte also keinen Unterschied machen
Der Unterschied besteht in der Zulassungsverordnung!

Nun meine Frage zurück: Wieviel IE Innohep gebt ihr als Bolus und wieviel IE lasst ihr kontinuierlich mitlaufen?
Nehmt ihr eventuell an einer Studie der Firma LEO/ZLB Behring teil? Wissen dann die Patienten Bescheid?

Weiß jemand warum man das beim Innohep machen soll
Hmmmm... das könnte Dir bei einer eventuellen Studie der verordnende Arzt oder der entsprechende Pharmarefferent erklären.

Ich könnte mir nur vorstellen, dass nur eine äußerst geringe Menge in den arteriellen Schenkel gespritzt wird um die Kapillaren aufzusättigen, damit das Blut dort nicht koaguliert. Bei Lungenembolien und tiefen Thrombosen gibt man in der Regel 127 IE/kg KG. Also schreibe doch bitte mal wie viel Innohep ihr gebt.

Viele Grüße
Lops15
 
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xandman

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Also, wir geben 0,1 ml=1000IE vorab ins System.
Dann je nach Patient zwischen 1000 und 4000IE als Bolus zu Beginnn der Dialyse.
Nein an einer Studie nehmen wir nicht teil.
Bekommen ja auch nicht alle Patienten.
Sondern nur die HIT patienten bekommen das.
Je nachdem verwenden wir dann ja auch noch Orgaran
 

lops15

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Hallo Alexander,

bei nachgewisener HIT verwenden wir Refludan(Hirudin). Orgaran ist auch ein Heparinoid, dass zwar selten, aber immerhin doch Kreuzreaktionen mit Heparin verursachen kann. Bei Refludan ist dies ausgeschlossen.

MfG
Lops15
 
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xandman

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Hallo!
Das hört sich sehr interessant an.Ist bei uns im Haus so auch nicht bekannt.
Kannst du mir denn evtl auch einen Hinweis in der Literatur dafür geben, damit ich es quasi schwarz auf weiß vorlegen kann?
Wäre echt nett!
Ich bin noch neu in der Dialyse, erst seit 3 Monaten dort und komme aus dem Rettungsdienst. Sind für mich viele Sachen noch böhmische Dörfer.
Gruß
Alexander
 

lops15

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Hallo Alexander,

lese bitte folgende Seite. Hier sind verschiedene Aspekte aufgeführt.

Heparin-induzierte Thrombozytopenie

Ein schönes Wochenende und viele Grüße
Lops
 

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