Infusionen und ihre Gefahren

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Loveangel, 22.08.2006.

  1. Loveangel

    Loveangel Newbie

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    hali halo

    zur zeit nehmen wir das thema infusionen und auch ihre gefahren durch.
    klassische gefahr beim ZVK, die luftembolie.
    leider konnte unsre lehrerin uns nicht sagen wie viel luft so ein offener zugang ziehen könnte/kann.
    ab welchen mengen luft man sterben kann ist klar.
    noch eine frage: wie lang hat man (höchstens/kürzestens) zeit, bis es zu einer luftembolie kommen kann,wenn man eine neue infu. anhängt?
    wie lang dauert es, wenn luft in der art. o. vene ist,bis es zum tod durch eine luftembo. kommen kann?

    wie lange sollte eine leere infusion am pat. hängen?was kann passieren?
    beispiel: wenn der pat. schläft u die schwester zu vor eine infu ran gemacht hat?
    ist es ratsam seinen patienen mitzuteilen,sofort nach leerwerden sich zu melden?
    wie lange kann es dauern bis die luft die durch infusionsschläcuhe ,z.b. kleine bläschen, abgebaut werden?ist es gefährlich wenn man man oft über den ZVK kleinere bläschen zugeführt bekommt bei jederinfusion?100% lassen sich die blasen ja nicht vermeiden!

    die fragen sind uns wichtig,deswege freuen wir uns auf zahlreiche beiträge.

    schöne grüße
     
  2. flexi

    flexi Administrator
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  3. Loveangel

    Loveangel Newbie

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    hi,
    danke,
    hab ich schon, de beiträge konnten aber leider nicht alle fragen beantworten.
    deshalb wende ich mich direckt an euch
     
  4. Skuld

    Skuld Junior-Mitglied

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    Hi Loveangel!

    Lasst ihr die Infusionen über ZVK frei laufen? Bei mir nur mit Infusomat, somit haben sich auch Luftblasen oder Luftembolie erledigt es gibt sofort Alarm.

    MFG Skuld:rofl:
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  6. Fritzi

    Fritzi Junior-Mitglied

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    Hallo,
    also ich muß mich Skuld anschließen.Wir haben die Infusion über den ZVK auch nur mit Infusomat laufen lassen.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zitat aus dem SpringerLink:
    Also ist auch die Infusionspumpe keine 100%ige Garantie.

    Elisabeth
     
  8. Skuld

    Skuld Junior-Mitglied

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    Selbstverständlich, da gebe ich Elisabeth völlig recht ist eine Infusionspumpe keine 100% ige Sicherheit, man muss selbst auch öfter nachsehen ob alles in Ordnung ist und man muss in die Bedienung der Pumpe eingewiesen sein.

    MFG Skuld:mryellow:
     
  9. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Bei uns sind Infusomaten selten. Meist auf Intensiv, aber auch da laufen Infusionen über ZVK normal (also per Schwerkraft).

    Also ich persönlich hab noch nie erlebt, dass ein ZVK das ganze System leer gezogen hat. Ein rest steht imemr drin, meist bis oben hin. Theoretisch mag es möglich sein, praktisch doch wohl nur selten - obwoh, ich mir nie Gedanken drum gemacht hab ehrlich gesagt.

    Und zum Wechseln versteh ich die Frage nicht recht. Habt ihr keine 3-Wege-Hähne an den Schenkeln? Wenn ja dreht ihr die nicht zu bevor ihr eine Infusion wechselt?
     
  10. Sr.Katja

    Sr.Katja Senior-Mitglied

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    HUhuuuuu !!!!!

    Wir haben jetzt seit einigen Monaten Nacl 0.9 % und Glucoselösungen nicht mehr in der Flasche sondern im Beutel ( Free Flex Beutel) . Wenn die Infusion leer ist dann läuft es nicht mehr weiter. Und wir haben fast alle Infusionen über einen Tropfenzähler laufen den man per Hand einstellen kann.

    Gruß Katja
     
  11. crystalsp

    crystalsp Senior-Mitglied

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    bei uns gibt es die infusomaten nur auf der intensiv,wir haben auf unserer station nur einen und das ist ein ganz altes teil.

    die infusionen am zvk laufen alle per tropfenzähler.die patienten werden immer aufgefordert sich zu melden,sobald eine flasche leer läuft
     
  12. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Achja, mir fällt grad was ein dazu: In dem KH wo ich vorher war, wurden neue Infusionssyteme eingeführt, die waren so hergestellt das das System nicht mehr leerlaufen konnte! Damit wäre das befürchtete Problem dann erledigt... Über den Preis kann ich nichts sagen - nur das es funktionierte bisher :-)
     
  13. BeatBaButzemann

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    Moin Moin,
    also 70-100 ml sollen zum Tode Führen. Je schneller und je höher der Druck desto größer wird die Gefahr.
    Cave: "3Wege-Hähne" immer schön fest schrauben sonst können die auch Luft ziehen und dadurch eine "verzögerte Luftembolie" hervorrufen.
    Mfg BBB
     
  14. Andreas8121

    Andreas8121 Senior-Mitglied

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    Naja....so pauschal kann man es nicht sagen. Das Ding iss ja folgendes.
    Das Herz pumpt pro Schlag etwa 70-80 ml Blut.
    Wenn man also 100 ml Luft injezieren würde, dann würde das Herz quasi einmal leer schlagen. Sprich es pumpt einmal für umsonst und dann iss alles wieder gut. THEORETISCH!!!! Aber praktisch ist das ganz und gar nicht der Fall.

    Es kann durch ein zuviel an Luft (manche Lehrbücher schreiben 30ml, andere bis zu 100ml) zum aufschäumen des Blutes im Herzen kommen. Sprich, die Luft kann nicht so wie sie reingekommen ist, wieder komplett raus. Dumme Sache. Desweiteren ist Luft ein Fremdkörper. Und was machen Fremdkörper? Richtig....sie setzen die Gerinnungskaskade in Gang.

    Nun haben wir also zwei Probleme...
    A) unser Herz pumpt quasi fast leer und
    B) es entstehen Mikrothromben.
    So...und nun haste Streß.

    Die Thromben setzen sich in der Lunge fest und behindern...
    ...1. den Gasautausch durch den Verschluß von Kapillaren (Perfusionsstörung) und....
    ...2. die Auswurfleistung des rechten Herzens.
    Da muß das arme Herzchen nun zwei Dinge tun...halbleer und gegen einen Widerstand pumpen. Der Pulmonalarterielle Druck steigt somit...an! Das macht das Herz ein paar mal und hat dann keinen Bock mehr. Der Patient verstirbt am Rechtsherzversagen (akutes Cor pulmonale).
    Das bissl Blut was in der Lunge noch ankommt kann nicht mehr richtig am Gasaustausch teilnehmen, weil ja Thromben ihren Weg verstopfen.
    ****** Kombination.

    Kleine Mengen Luft können vom Körper gut resorbiert werden. Es dauert ein wenig, aber sie machen nichts. Aber wenns zuviel wird...iss nit gut...iss gar nit gut.
     
  15. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Jetzt sollte man vielleicht aber noch unterscheiden ob man 70ml mit einem Schlag über nen ZVK direkt ins rechte herz knallt, oder ob man peripher ein Infusionsystem Luft rein"laufen" lässt...
    Letzteres dürfte sich in den Außmaßen wohl in Grenzen halten. Einmal weil es langsam injeziert wird, zweitens auf dem Weg zum Herzen noch etwas Zeit hat um resorbiert zu werden und 3. dann vor dem herzen in der cava nochmal mit vviel Blut zusammen kommt und es im Verhältnis nochmal weniger Luft ist was am herzen ankommt...
     
  16. Andreas8121

    Andreas8121 Senior-Mitglied

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    Ich ging von rascher Zufuhr von Luft aus. Sorry...hätte ich dazusagen sollen :-)
     
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