Info´s zu Rahmenbedingungen und organisatorischen Besonderheiten in der Psychiatrie

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von silverstar, 25.11.2006.

  1. silverstar

    silverstar Junior-Mitglied

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    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach ein paar Info´s für einen Vortrag. Leider gibt es bei mir in der nähe und an meinem KH keine Psychiatrische Station um mir dort Info´s zu holen. (bei uns ins der Einsatz ein Außeneinsatz nächste Psychiatrie 50 km entfernt) Ich hoffe ich finde hier einige Antworten.

    Ich möchte gerne wissen wie auf einer psychiartischen Station die Begrüßungssituation/Erstgespräch mit Patienten aussieht. Gibt es bestimmte Inhalte und Rahmenbedingungen? Wenn ja welche?

    Wer erstellt die Wochenpläne/Tagespläne/Therapieverträge? Was passiert bei Nichteinhalten?

    Und letztens noch: Wo liegen die Unterschiede bei den Pflegeberichten im KH und in der Psychiatrie? (Was ist wichtiger Inhalt, Besonderheiten)
     
  2. Brady

    Brady Gast

    Hallo silverstar,

    vielleicht könntest Du das mal konkretisieren?

    Es gibt offene Stationen, geschlossene, teilstationäre...
    Dann ob jemand freiwillg, oder notfallmässig, oder per PsychKG oder als geplante Aufnahme kommt.

    Dann gibt auch noch spezialisierte Stationen z.B. für Entgiftungen...

    Therapiepläne, Behandlungsverträge oder Tagespläne richten sich auch danach.

    Jede dieser Stationen haben auch ein eigenes Konzept, was auch immer überarbeitet und angepasst werden sollte. Dieses wird im multiprofessionellen Team erarbeitet.

    Liebe Grüße Brady
     
    #2 Brady, 25.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.11.2006
  3. silverstar

    silverstar Junior-Mitglied

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    bei dem Vortrag soll es sich um eine offene Depression-Station handeln. Da kommen Pat. freiwillig, notfallmäßig udn aus geplante Wiederaufnahme.
     
  4. ROIMUNGSTRUPP

    ROIMUNGSTRUPP Newbie

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    hallo silverstar
    also mit der "depressiven station" kann ich nciht dienen, mit dem geschlossenen drogenentzug dafür aber. bei uns sieht das so aus, das die patienten idr freiwillig, oder nach anraten des staatsanwaltes zur verkürzung oder aufhebung eventueller haftzeiten kommen. das aufnahmegespräch findet in einem seperaten, relativ gemütlichen raum statt. "abgearbeitet" wird eine liste, angefangen mit einer kurzen biographie, eltern, geschwister, eventuelle haftzeiten, arbeit ja/ nein...dann geht es über das konsumverhalten, wann hast du angefangen zu konsumieren, was und wie. dann kommen noch perspektiven für die clean zeit. all sowas wird durchgegangen. danach zeigen wir dem patienten die station, stationsregeln und lassen ihn erstmal in ruhe ankommen. je nachdem wann die patienten das letzte mal drogen konsumiert haben sind die auch oft noch endbreit udn zu nichts zu gebrauchen :-)
    therapie planung etc. wird oft im ganzen team mit sozialarbeitern und im gespräch mit dem patienten betrieben. der entzug, wenn er denn dann warm, d.h. mit methadon oder polamidon stattfindet wird durch uns, die pflege, gesteuert. der arzt verordnet die komplette entgiftung mit einem substitut und wir dosieren auf bzw. ab. so, ich hoffe, auch wenn es für deinen vortrag nicht passend ist, ein kleiner einblick in andere bereiche der pflege. viel erfolg
     
  5. Brady

    Brady Gast

    Hallo Silverstar,

    ich habe noch nie von einer reinen Depression-Station gehört oder gesehen.
    Ich habe in der TK verschiedene Erkrankungen auch Depression, aber auch Borderline, Psychose, Neurose, Persönlichkeitsstörungen überhaupt.
    Wir nehmen nur geplant auf, nach einen Informationsgespräch wo ich den Menschen auch berate, ob unsere Einrichtung das "Richtige" für ihn ist.

    Wir lehnen also auch ab. Bei akuter Psychose, akuter Suchtproblematik, geistiger Behinderung. Zudem wenn akute Suizidalität vorliegt oder ich Bedenken habe, dass eine teilstationäre Behandlung ausreichend ist. Auch könnte der Grund sein, dass es eine Überforderung für den Patienten darstellt und ich dann auf vollstationären Bereich verweise.

    Menschen im Alter von über 60 Jahren werden auf unsere gerontopsychiatrische TK verwiesen.

    Liebe Grüße Brady
     
    #5 Brady, 25.11.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.11.2006
  6. rudi09

    rudi09 Stammgast

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    Depressionsstationen gibt es doch schon einige.
    Aber was ich mal generell sagen will: Als Nichtpsychiatriemitarbeiter einen Vortrag über Psychiatrie halten, ist äußerst gewagt.
    Das wäre das selbe, wenn ich über Häma referieren sollte.
    Das geht nicht!
    Holt euch eine psychiatr. PP ins Haus, sonst wird das nichts.

    MfG
    rudi 09
     
  7. Flitze

    Flitze Newbie

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    um mich rudi09 viell. nicht ganz so grob:D anzuschließen, man kann nicht von etwas reden wovon man quasi keine ahnung hat...natürlich kann man sich info´s besorgen und einen vortrag halten, aber was ist mit einer anschließenden fragerunde ? ...diese bedacht ?!
    dann würde mich interessieren von WEM für WEN dieser vortrag sein soll, berufsgruppen spezifisch ?

    p.s.: das aufnahmegespräch, beonderheiten und therapiepläne u.s.w. wird dann unter mitbestimmung des patienten und bezugspflege und therapeut erstellt unter einer etwaigen pflegeplanung um probleme/ressourchen zu finden und diese eventl. zu nutzen und ja die pflegeberichte sind anders...ein umfassendes augenmerk liegt zum beispiel auf der krankenbeobachtung, stimmung, affekt, antrieb.........

    also alles sehr umfassend, was wirklich schwierig für einen außenstehenden mitarbeiter ist.
     
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