Informationen zur 'Atmung'

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von Rabenzahn, 17.08.2002.

  1. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Beruf:
    AN-Pfleger
    Ort:
    Kassel
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    in Rente
    Normale Atmung = Eupnoe

    Atemfrequenz pro Minute
    - Neugeborene 50
    - Säuglinge 40 - 44
    - Kinder 25 – 30
    - Erwachsene 12 - 16

    Atemrhythmus
    - regelmässig

    Atemtiefe und Atemqualität
    - weder zu flach noch zu tief.
    - Physiologisch tiefer bei Seufzen, Gähnen, Schlafen und körperlicher Anstrengung

    Ursache bzw. Vorkommen :
    - Gesunder Mensch mit unbeeinträchtigter Atmung


    CHEYNE-STOKE-ATMUNG

    Atemfrequenz pro Minute
    -je nach Atempause mehr oder weniger verlangsamt

    Atemrhythmus
    -pathologische Regelmässigkeit mit Atempausen ( Apnoe )

    Atemtiefe und Atemqualität
    - zunächst zu oberfläch, dann zunehmend tiefer, wieder abnehmend
    bis Atempause

    Ursache bzw. Vorkommen :
    - Schlechtes prognostisches Zeichen bei schweren Herz – und Gehirnerkrankungen und Vergiftungen. Oft übergehend in Keuchatmung der Agonie ( Todeskampf )

    KUSSMAUL – ATMUNG

    Atemfrequenz pro Minute
    - kann erhöht oder erniedrigt sein, anfänglich einer Azidose erniedrigt,
    bei zunehmender Azidose erhöht

    Atemrhythmus
    - pausenlos regelmässige Atmung

    Atemtiefe und Atemqualität
    - vertiefte Atmung, grosse Atmung tief und angestrengt. Starke respiratorische Bewegungen in auffälligen Gegensatz zu schlaffer Bewegungslosigkeit der ( meist ) bewusstlosen Patienten

    Ursache bzw. Vorkommen
    - Azidose mit Erniedrigung des pH-Wertes im Blut durch verstärkte Reizung des Atemzentrums z.B. im diabetischen und urämischen Koma .

    BIOT – ATMUNG

    Atemfrequenz pro Minute :
    - Abhängig von der Länge der Atempausen

    Atemrhythmus :
    - Pathologische Regelmässigkeit mit Atempausen ( Apnoe )

    Atemtiefe und Atemqualität :
    - Plötzlich einsetzende tiefe ( grosse ) Atemzüge, dann wieder Atempausen. Kräftige Atemzüge zwischen den Atempausen

    Ursache bzw. Vorkommen :
    - Erhöhter Hirndruck, z.B. als Folge einer Hirnhautentzündung ( Meningitis ), eines Hirntumors oder einer Schädelverletzung

    BEOBACHTUNGEN BEI SPONTANATMUNG

    Atemfrequenz:
    - Normbereich 12-16 AZ/ Min.
    - Tachypnoe
    - Bradypnoe

    Atemform:
    - Bauchatmung
    - Brustatmung

    Atemtiefe:
    - Flach oder vertieft
    - Schonatmung bei Schmerzen

    Atemrhythmus:
    - Normales I:E Verhältnis 1:2

    Atemtyp:
    - Kussmaul-Atmung
    - Cheyne - Stoke - Atmung
    - Biot' sche Atmung
    - Schnappatmung
    - Maschinenatmung

    Atemgeräusche:
    - Inspiratorisch
    - Exspiratorisch
    - Stridor
    - Pfeifende,keuchende, röchelnde, rasselnde Geräusche
    - Singultus

    Atemnot [ Dyspnoe ]:
    - Inspiratorisch
    - Exspiratorisch
    - Belastungsdyspnoe
    - Ruhedyspnoe

    Atembewegungen:
    - Seitengleich
    - Nicht seitengleich
    - Einsatz der Atemhilfsmuskulatur bei stärkster Atemnot Orthopnoe

    Atemgeruch:

    ATEMVOLUMINA

    Atemminutenvolumen oder Atemzeitvolumen bei
    14-16 Atemzügen/ Minute = 7,5 Liter

    INSPIRATORISCHES RESERVEVOLUMEN
    = durch verstärkte Einatmung zusätzlich nach der normalen Atmung aufgenommenes Volumen = 2 - 3 Liter

    EXSPIRATORISCHES RESERVEVOLUMEN
    = nach normaler Ausatmung zusätzlich ausgeatmetes Volumen = 1 Liter

    VITALKAPAZITÄT
    = exspiratorische Reservevolumen + inspiratorisches Reservevolumen ( maximale ein-und ausatembare
    Luftvolumen )

    RESIDUALVOLUMEN
    = selbst nach max. Ausatmung in der Lunge verbleibende Luftmenge = 1100 ml

    TOTALKAPAZITÄT
    = Residualvolumen + Vitalkapazität ( maximales Luftvolumen, das die Lunge aufnehmen kann )

    insp. Reservevol. = 2000 - 3000 ml
    Atemzugvolumen = 500 ml
    exspi. Reservevol. = 1000 ml
    Residualvolumen = 1100 ml

    AUSKULTATION

    Mit dem Stethoskop abhören:
    - Einseitig belüftet
    - Beidseitig belüftet
    - Vesikuläratmen
    - Entfaltungsgeräusch der Alveolen

    Trockene Rasselgeräusche
    - Brummend, giemend, pfeifend
    zischend bei zähem Sekret in den grossen Luftwegen

    Feuchte Rasselgeräusche
    - Hört sich an wie das Blasen mit einem Strohhalm in ein mit Wasser gefülltes Glas
    - Grob-,mittel-,kleinblasige Rasselgeräusche [ RG's ] bei Kreislaufstauung, Lungenödem
    Pneumonie

    Abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche
    - Erguss
    - Atelektasen
    - Hämatothorax
    - Pneumothorax

    PALPATION

    Auflegen der flachen Hände auf den Thorax.
    - Atembewegungen seitengleich
    - Schneeballknirschen bei Hautemphysem
    - Vibrationen
    - Brodeln und Rasseln bei massiver Schleimansammlung
     
  2. carmen

    carmen Poweruser

    Registriert seit:
    22.07.2002
    Beiträge:
    857
    Zustimmungen:
    2
    ... ist super unterteilt und sehr verständlich ausgedrückt :up:

    Richtig gut, um ab und zu mal wieder drauf zu schauen und zu prüfen, ob man noch alles gut im Kopf hat :D

    Carmen
     
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