Ich habe ein Problem

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Cassey, 19.08.2010.

  1. Cassey

    Cassey Newbie

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    hey...,
    bin jetzt Anfang 2. Lehrjahr und seit längeren wird mir bei den Anblick von Wunden übel. Am Anfang habe ich mir dabei nichts weiter gedacht, aber es ist halt immer öfter augetretten und nun traue ich mich schon garnicht mehr ran...,will aber den Beruf eignetlich nicht aufgeben,weil er mir wirklich Spaß macht und ich eigentlich auch nie Probleme mit Wunden hatte und ich könnte die Wunden im Probehalbjahr auch immer sehen...
    habe schon mit meinen Klassenlehrer gesprochen und er meinte ich soll jetzt erstmal noch abwarten...und schauen ob es sich vieleicht von alleine wieder legt...
    Habe aber trotzdem Angst davor, dass mir wieder schlecht wird...
    vielleicht habt ihr ja Tipps oder irgendjemand hat vieleicht auch schon mal sowas durch gemacht???

    ich würde mich über Antworten freuen...=)
     
  2. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Ich hatte das gleiche Problem mit Erbrochenem. Mußte mich immer wieder überwinden, bis ich auf einer Entgiftungsstation gearbeitet habe. Ging von heute auf Morgen wieder Besser.

    Ich habe aber auch schon Schüler gehabt, die sind bei verschiedenen Wunden umgekippt. Sind heute auch alles prima APs und GuKs. Also, nicht entmutigen lassen und immer ran.

    Wenn du nicht mehr an Wunden rangehst gibst du auf. Und das wäre doch schade, oder?
     
  3. Terrier

    Terrier Stammgast

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    Hm, schade dass da nicht mehr kam. Aber das scheint wohl noch normal zu sein. Habe das Buch "Ekel ist okay" und da steht auch drin, dass mit solchen Gefühlen ganz anders umgegangen werden sollte, aber leider nicht wird. Gerade in der Ausbildung. Ich hab noch nicht angefangen, aber ich denke, auch bei uns wird es leider nicht anders sein. Das ist schade, denn es könnte doch eigentlich ganz anders laufen, oder?
    Hat jemand schonmal mit Supervision und dergleichen zu tun gehabt?
     
  4. sterni

    sterni Newbie

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    Einfach " Augen zu und durch"! Man gewöhnt sich an so einiges!!! Es ist immer wieder so, daß du Wunden in diesem Beruf versorgen mußt.:verwirrt:
     
  5. niemand von uns ekelt sich vor gar nichts...

    versuch, eine Strategie zu entwickeln - ich selbst schwör auf Pfeffiöl unter der Nase, anderen hilft Meditation im Vorfeld, um mit Ekel umzugehen. Ignorieren ist Unsinn, der Ekel gehört nunmal zu dir und deiner Gefühlswelt.

    Schau, was dir in dem Moment gut tut - und wenn du das Fenster aufmachst, dann ist das so.

    Übrigens wäre es gut für dich zu wissen, was genau dich an den Wunden stört - der Geruch? Das Aussehen? Der Gedanke an Schmerz? Die Konsistenz?

    Wenn du das weißt, kannst du nach und nach an die Sache rangehen :-)

    Ich drück dir die Däumchen. Mein Ekelhighlight war, im Sommer die Maden bei einer alten Dame herauszupulen >.< leider kamen unsere dehydrierten Patienten oft unversorgt von zu Hause - dementsprechend auch der Wundzustand. Da war dann meine Grenze überschritten.

    Bedenke, dass du mit dem "Problem" nicht allein bist ;)
     
  6. Cassey

    Cassey Newbie

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    hey danke für die anworten...=)
    ich will es aufjedenfall weiter probieren...
    der geruch is es eigntlich nicht der mich stört...es ist glaube das aussehen und diese schmerzen die die patienten haben...
    ich kann mir schon denken das ich nicht die einzigste bin mit den problem ,aber die in meiner klasse nehemn das halt alle so hin...und is halt blöd dann die einzigste mit den problem in der klasse zu sein...-.-
     
  7. Cassey, viele denken, dass sie nicht geeignet wären für den Beruf, wenn sie Ekel empfinden. In meiner Ausbildung (übrigens auch noch keine x Jahre her) gab es ein Seminar zum Thema Ekel in der Pflege. Es war erstaunlich, dass es uns tatsächlich ALLE betraf.

    Ekel hat eine Schutzfunktion und nur weil manche es überspielen oder straight drüber stehen, heißt das nicht, dass sie es nicht empfinden.

    Niemand muss auf dicke Hose machen, aber es wird gern genutzt um sich zu profilieren. Bewahr dir dieses Stück Sensibilität - und lern einfach einen Umgang damit - Ekel abzutrainieren erscheint mir doch recht gefährlich ;)
     
  8. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Wie schon einige Vorrredner gesagt haben: Augen zu und durch!
    Natürlich ist es am Anfang schwierig, ist es auch für mich gewesen als ich in der UCHI angefangen habe. Mittlerweile klappt es aber super. Klar gibt es auch bei mir noch Wunden bei denen ich fast aus den Latschen kippe, aber da siegt dann die Neugier und ich schaue mir die Wunden genauer an. Halte durch und es wird auf jedenfall besser du wirst sehen, mit der Zeit wird es zur Routine.
    Bei meiner Hospitation in der Notaufnahme hab ich auch viel gesehehen (abgetrennte Gliedmaßen, offene Körper und und und) was mir da immer geholfen hat ist ein Gespräch im team oder auch zu Hause in der Familie.

    Grüße SchliKo
     
  9. Amy Blue

    Amy Blue Gast

    Was mir auffällt, ist, dass das Problem nicht von Anfang an bestand. Gibt es bei dir vielleicht irgendwelche unterschwelligen Probleme mit der Ausbildung, fühlst du dich z. B. manchmal unwohl oder überfordert? Ansonsten kann ich aus meiner Erfahrung heraus nur sagen - geh langsam aber stetig an deinen Ekel heran. Ich hatte z. B. völligen Ekel vor Erbrochenem, als ich die Ausbildung angefangen habe. Dann brach auf der Station Noro aus, perfektes Übungsfeld sozusagen:boxen:. Ich hab mich einfach schrittweise weiter herangetastet und es dauerte nur ein paar Tage, bis ich meinen Ekel überwunden hatte:-) Viel Erfolg!
     
  10. rudie

    rudie Newbie

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    Hallo Cassey,
    wie ja hier schon angemerkt wurde, ist für fast niemanden Ekel kein Problem, und das ist auch völlig legitim.
    Ich selbst arbeite auf einer gefäßchirurgischen Station und habe es deshalb täglich mit matschigen, ekligen, stinkenden Gliedmaßen und Wunden zu tun. Toll find ich es auch immer nicht, und wenn ich es wirklich zu eklig finde, weil ich vielleicht selbst in einer schlechten Tagesverfassung bin, frage ich eben einen Kollegen, ob er die Wundversorgung für mich überehmen kann.
    Bitte deine Kollegen um Hilfe, vielleicht nützt es dir ja auch, wenn du dich mit den Wunden, der Entstehung und dem Verlauf der Wunden auseinandersetzt.
    Taste dich einfach von neuem an die Wunden ran, so dass du erst mit kleinen, sauberen Nähten anfängst, die nur mit einem Pflaster versorgt sind, und dann steigerst du dich von Wunde zu Wunde.
    Ist halt ein schwieriges Problem, dafür gibt es wohl auch kein Patentrezept, aber versuche deinen eigenen Weg zu finden damit umzugehen. Kein Mensch kann dir für das Ekelemfinden einen Vorwurf machen oder dich schlecht beurteilen, denn auch die eigenen Grenzen zu erkennen und damit umgehen zu können ist ja eie Stärke!
    Alles Gute
     
  11. scnucky

    scnucky Junior-Mitglied

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    Hallo Cassey,
    auch mir ist, nach einer großen Veränderung im privaten Bereich, immer mal wieder anders geworden bei Wundversorgungen, vor allem wenns etwas blutig war. Nun habe ich mich aber wieder besser im Griff und kann meine Tagesform ganz gut abschätzen und kann dann auch, wenn es mal nicht so dolle ist, meine Kollegen bitten, dass ich heute nicht mit zur Wundversorgung möchte und sie wen anders suchen möchten. Derzeit habe ich meinen Einsatz in der Zentralen Notaufnahme mit allen Bereichen und auch dort ist das überhaupt kein Thema und dort kann ich meine Grenzen aktuell sehr gut ausloten und merke bis wohin ich tatsächlich belastbar bin.
    Im Anfang hat es mich sehr geschockt, das ich plötzlich Probleme mit Wundversorgungen etc hatte, da mir das zuvor nie etwas ausgemacht hatte. Gott sei Dank sind aber egal in welchen Bereich ich grad eingesetzt bin die Kollegen alle super nett und finden es total wichtig das ich das Problem beim Namen nenne und dazu stehe und Bescheid gebe, wenn ich mal wieder so einen Tag/eine Phase habe.
    Hoffe auch du findest deinen Weg damit umzugehen.
    LG und auch dir alles weiterhin erdenklich gute für die Ausbildung
    die scnucky
     
  12. Koefn

    Koefn Junior-Mitglied

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    Hey Cassey,
    ich hab ab und zu das gleiche Problem mit Ausscheidungen. Komme jetzt auch in den Mittelkurs und werde regelmässig bleich wenn ich den Kotgeruch in die Nase bekomme. Einfaches Gegenmittel..davor tief durchatmen nochmal saubere Luft in sich aufnehmen dann in das Zimmer gehen und Augen zu und durch. Bei Wunden hat mir ne Kollegin erzählt sie stellt sich immer vor des wär nur n Film dann berührt sie die Wunde nich so und sie kann ohne Probleme arbeiten ;)
     
  13. Cassey

    Cassey Newbie

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    hallöchen...
    mhmmh...ja ich hatte diesen problem nicht von anfang an...mein probehalbjahr hatte ich in der chirugie(thorax/abdominal).....und da habe ich auch genug wunden gesehen,von dekubitus 4.grades bis zu einen offenen bauch....und ich könnte es alles sehen....,...
    naja unwohl fühlen tue ich mich eigentlich nur in meiner klasse...,ich fühle mich auch manchmal total fehl am platz,...und ich hatte vor kurzen selber eine OP....aber die habe ich ja gut überstanden...
    aber wie soll ich mich den langsam heran tasten?ich hatte mal zu einer schwester gesagt,das ich zur zeit etwas länger brauche um mich an wunden zugewöhnen...und sie hat mich einfach nur komisch angeschaut...und ich habe mich in den moment wieder total fehl am platz gefühlt...,...mhmm...
    ich möchte die schwester auch nicht noch mit mein problem belasten,weil ja schon so genug stress besteht...,
    aber ich will halt auch unbedingt diese ausbildung beenden....
     
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