Ich bin so betroffen

Dieses Thema im Forum "Leben und Tod im Krankenhaus, Umgang mit Sterbenden" wurde erstellt von Manu2482, 13.03.2007.

  1. Manu2482

    Manu2482 Newbie

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    Hallo,
    arbeite auf einer chir. Station. Im moment ist ein 21 jähriges Mädel da.
    Diagnose fortgeschrittenes inoperables Magen Ca. Hat eine Gastroenterostomie erhalten damit sie wieder essen kann.
    Gestern nun die Prognise-nur noch 6 Monate Lebenserwartung.
    Ich hätte am liebsten geweint, das hat mich so betroffen gemacht.
    Bin völlig schockiert.

    Weiß nicht genau wie ich mich der Pat. gegenüber verhalten soll. Ganz normal?
    Habt ihr Erfahrung?

    Danke
     
  2. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Ja das ist eine schwierige Situation.
    Ich denke du solltest ganz normal mit ihr umgehen und wenn du merkst sie hat Gesprächsbedarf oder äußert Ängste dann sprech ruhig mit ihr darüber. Auf jeden Fall solltest du dich nicht persönlich darein steigern auch wenns schwer fällt wirst noch oft in so situationen kommen aber ich hatte gottseidank immer ein sehr gutes Team auf Station mit denen man so Dinge besprechen konnte und die einen Aufgefangen haben.
    Also ich würde wie gesagt normal mit ihr umgehen, natürlich nicht dauernd witze reissen sondern mich ihrem Befinden anpassen. Bei Gesprächsbedarf mit ihr sprechen und sich einfach mal die Zeit nehmen dazu.
    Liebe Grüße sassy
     
  3. Traumtänzerin

    Traumtänzerin Senior-Mitglied

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    Hi...
    mit 21 ist das schon sehr sehr heftig.Sie ist ein jahr älter ich ...uff...ich kann mir vorstellen,dass dich das sehr mitnimmt. Hast du mit ihr denn darüber geredet??oder kannst du mit deinen kollegen darüber reden?ist natürlich wirklich nicht schön, ich kenne die situation. Hab auf der Palliativ gearbeitet und da sind auch viele zwischen 30-40 Jahren an Ca verstorben.


    Ich sassy81 zu.wenn sie gerne darüber reden will, dann rede mit ihr und wenn sie es verdrängt oder damit nicht konfrontiert werden will, dann am besten nicht davon anfangen.


    lg traumtänzerin
     
  4. Monika M.

    Monika M. Newbie

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    Hallo Manu,
    Du fragst nach unseren Erfahrungen.
    Als Kinderkrankenschwester und auch später in der Erwachsenenpflege habe ich leider häufig erlebt, daß Schwestern und Ärzte, wenn möglich einen Bogen um Zimmer mit Sterbenden machen. Deshalb finde ich es gut, daß Du noch berührbar bist, Dich treffen läßt und Dich bewußt damit auseinander setzt.
    Als ich als Schülerin mit sterbenden Kindern konfrontiert wurde, war ich auch erschüttert. Dann habe ich darüber nachgedacht, wie ich sterben möchte und wie ich begleitet werden möchte - das hat mir viel Sicherheit gegeben und im Umgang mit Patienten habe ich damit bis heute sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Einen guten Weg wünscht Dir
    Monika.
     
  5. Sr.Annie

    Sr.Annie Newbie

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    20
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    Ort:
    Schleswig-Holstein
    hi,
    möcht auch was sagen...lach!!!
    war während meiner ausbildung auf einer palliativstation und das war das beste was mir passiert ist. es war so ein schönes arbeiten, wenn man menschen den letzten weg erleichtern kann und das nebenbei auch gern macht. wie schon oben gesagt machen viele einen großen bogen um zimmer mit präfinalen patienten, so auch auf meiner examensstation. da hieß es dann nur "bitte, dein zimmer!!" hm,ich hab es dann eben gemacht und es ist so eine schöne bestätigung wenn man auch nur ein kleines feedback von pat.bekommt. sicher es ist schwer und manchmal hart aber es ist doch schön das man in der ausbildungsoviel sieht und sich eben dann entscheiden kann was man bzw wo man arbeiten möchte. ich für mich fange bald in einem hospiz an und ich freue mich rießig...
     
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