Ich bin hin und her gerissen...

Dieses Thema im Forum "Fachweiterbildung für Funktionsbereiche" wurde erstellt von SchwesterEla85, 26.01.2016.

  1. SchwesterEla85

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    Hallo ihr Lieben!

    Und zwar folgendes. Ich arbeite seit Dezember 2013 in der Anästhesie eines Maximalversorgers. Damals wurde mir im Vorstellungsgespräch schon gesagt das die Bereitschaft zur Teilnahme an der Fachweiterbildung Voraussetzung sei. Ich habe damals gesagt das ich gerne dazu bereit bin wenn mein damals 4 jähriges Kind etwas größer sei da sie schon bei meinen 100% Arbeitszeit sehr auf mich verzichtet. Meine Chefs hatten Verständnis dafür. Mittlerweile wünsche ich mir aber wieder Nachwuchs und um ehrlich zu sein, wir "üben" schon :-)
    Jetzt ist es so, das wir nur noch mit 5 Kollegen sind die in die FWB sollen. Der eine wird Papa und will Elternzeit nehmen, geht also erst nächsten Herbst, die andere heiratet im September und plant ebenfalls Nachwuchs, noch ein Kollege studiert nebenberuflich und ist ausgelastet und der 4. ist erst 10 Monate da und -unter uns- nicht geeignet. Also bleib noch ich übrig.
    Heute mussten wir mal wieder zum Rapport wann endlich jemand freiwillig geht. Mit Androhung von Konsequenzen, sprich Versetzung bzw wenn wir aufgekauft werden sind wir natürlich die jenigen die wegrationalisiert werden.
    Na klar kann ich mich anmelden, aber wenn ich dann aus der Elternzeit wieder käme müsste ich mind 80% arbeiten (ist glaub ich nur ne interne Regelung). Aber das schaff ich glaub ich nicht mit 2 Kindern.
    Meine Chefin meinte auch nur zu dem Thema das sie nicht glaubt das es mit 2 Kindern einfacher werden würde und die FWB immerzu anspruchsvoller würde.
    Was mach ich denn nu? Ich liebe meinen Arbeitsplatz und das Team und will auf keinen Fall versetzt werden, aber ich habe auch noch nen Privatleben...

    Lg Ela
     
  2. FLORA.BLEIBT

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    dass hast du doch bei der einstellung gewusst dass du die fachweiterbildung absolvieren musst wenn du in deinem haus in der anästhesie arbeiten möchtest, also ziehs durch und mach sie auch. war ja wohl ne klare aussage deines arbeitgebers und du hast eingewilligt. hat sich deine meinung geändert und du möchtest nun doch lieber familie haben (was ja auch ok ist), dann sei deinem arbeitgeber und deinen kollegen wenigstens so fair gegenüber und zieh deinen hut, sprich such dir nen neuen job und blockier keine stelle für jmd der es vllt wirklich machen will..

    meine meinung dazu ...
     
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  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du hast ja sicher einen Arbeitsvertrag mit dem Haus und nicht mit der Abteilung. Ergo kannst Du Dich nicht gegen eine Versetzung sperren. Wenn die Fachweiterbildung Voraussetzung für die Übernahme war und Du jetzt von diesem Teil des Vertragsabschlusses zurücktreten willst, wirst Du die Konsequenzen in Kauf nehmen müssen.

    Ist nicht auch ein bestimmter Anteil an Pflegekräften mit Fachweiterbildung vorgeschrieben? Dann bleibt dem AG gar keine andere Wahl, als Euch gegen Kollegen, die zur Weiterbildung bereit sind, auszutauschen.

    Alternativ wäre es natürlich denkbar, dass Dein Partner seine Stelle reduziert und sich mehr um das Kind oder die Kinder kümmert, während Du die Weiterbildung machst. Das müsstet Ihr beiden unter Euch ausmachen.
     
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  4. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Niemand kann Dir sagen was Du machen sollst, da nur Du alleine Deine Prioritäten setzen kannst.
    Es muss nicht mal die Entscheidung entweder oder werden. Es kommt darauf an was Du und auch Dein Mann bereit sind zu investieren, damit Familie und Beruf zusammen funktioniert. Mit einem guten sozialen Netz müssen keine Kinder dabei leiden.
    Wenn Du alleridngs jetzt ein schlechtes Gewissen hast und denkst, dass Deine Kleine unter Deiner Vollzeitbeschäftigung leidet, dann macht es sicher Sinn nochmal genau darüber nachzudenken.
    Wenn für Dich dann nur entweder oder geht, musst Du eine Kröte schlucken. Da Ihr bereits am Probieren seid für ein weiteres Kind frage ich mich, ob die Entscheidung nicht schon längst gefallen ist?
     
  5. Tante Doll

    Tante Doll Stammgast

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    ganz einfach: du musst eine entscheidung treffen ! und zwar nur du !
     
  6. Nux Vomica

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    Also ich würde es an deiner Stelle so machen.

    Melde dich für die Fachweiterbildung an und schau einfach was passiert. Wer weiß schon wann es klappt mit dem schwanger werden... und im Zweifel nutzt du die Wartezeit.
     
  7. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich sehe das wie Nux Vomica.
     
  8. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    dass finde ich etwas unkollegial.. eine fachweiterbildung kostet deinen arbeitgeber einen haufen geld und in der regel sind die plätze beschränk. es gibt genügend leute die diese weiterbildung gerne machen wollen, also blockier keinen platz wenn du es egtl eh nicht machen willst. entweder oder, alles andere ist egoistisch.
     
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  9. Nux Vomica

    Nux Vomica Junior-Mitglied

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    Weil die Arbeitswelt ja so kollegial ist .....

    Gerade wenn du in den Bereich Anästhesie zurück gehen willst ist es wichtig die FWB zu machen.

    Eine ehemalige Kollegin auf Intensivstation hat aus den gleichen Gründen wie du nicht mit der FWB angefangen. Das Ende vom Lied ist, dass sie nicht schwanger wurde, versetzt weil Jemand der den Kurs machen wollte nachgerückt ist.
     
  10. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Anscheinend ja nicht. Sonst würde ja ein anderer geschickt werden.
     
  11. novalgin

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    Eben was soll denn daran falsch sein. Keiner muss hier Mitgefühl mit seinem AG haben. Wenn dieser seine Mitarbeiter zwingt die FWB zu machen muss sich keiner wundern, wenn die AN dann zufällig mitten in der FWB schwanger wird. Darunter leidet keiner der Kollegen und der AG hat etwas Geld verschwendet und überlegt sich beim nächsten mal vielleicht ob seine Politik Sinn macht.

    Meine Güte wo sind wir nach über 100 Jahren ArbeiterInnenbewegung angekommen, dass man Mitleid mit seinem AG hat.
     
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  12. ludmilla

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    Warum sollte ich meine Lebens/Familienplanung nach meinem AG ausrichten?
     
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  13. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    warum soll der AG auf dich rücksicht nehmen? es gab ne klare abmachung. ich find es super wenn der AG bereit ist seine pflegekräfte weiterzuqualifizieren und eine weiterbildung für den anä/ips bereich fordert, dass ist nur zu befürworten. in der regel gibt es eine beschränkte zahl an plätzen pro kurs. einen platz zu belegen mit dem hintergedanken dass man es egtl. eh nicht machen möchte ist egoistisch, punkt. de facto ist ein platz verschenkt den jmd anderes hätte haben können (i.d.r. läuft die weiterbildung im verbund, sprich den platz muss niemand zwingend aus deiner abteilung haben).

    und dass hat nix mit mitleid oder arbeiterbewegung zu tun, so ein blödsinn, echt.

    es gab ne klar Absprache von beginn an, kann oder will ich diese absprache nicht mehr erfüllen dann muss ich auch den ***** in der hose haben und mit den Konsequenzen leben können.
     
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  14. novalgin

    novalgin Junior-Mitglied

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    Weil sich jeder AG immer an alle Absprachen hält... Nein da kommen veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen dazwischen und dann ist kein Platz mehr für die versprochene Renovierung, Neueinstellung, blablabla.

    Und auf der anderen seite gibts halt veränderte private Rahmenbedingungen. Kommt halt vor. Wo sind wir denn, dass man sein Privatleben an sonder ******* FWB ausrichten muss.
     
  15. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich würde die FWB machen. Wenn ich mittendrin schwanger werden würde (was ja gar nicht gesagt ist), dann wäre das eben so. Dann würde ich sie eben später zu ende bringen oder man müsste neu überlegen, was sinnvoll ist. Vielleicht klappt die Familienplanung aber auch nicht nach Wunsch und ich hätte wertvolle Lebenszeit verschwendet, weil ich auf den AG Rücksicht genommen hätte.

    Es ist nun einmal so, dass die Krankenpflege immer noch eher ein Frauenberuf ist und das viele Frauen irgendwann Kinderwunsch haben. Da das Kinderkriegen nun einmal in jungen Jahren stattfinden muss und auch Fachweiterbildungen
    meistens in jungen Jahren absolviert werden, kann es da eben schon mal zu Überschneidungen kommen.

    Schwangere sind für den Arbeitgeber immer lästig, auch wenn sie erst nach der FWB ihre Kinder bekommen.
     
  16. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    also wenn der AG absprachen mißachtet ist es nicht in ordnung, wenns der Mitarbeiter tut dann schon?? komische logik...
     
  17. novalgin

    novalgin Junior-Mitglied

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    Auf diesen Vorschlag, welchen du weiter oben bereits formuliert hast bezog sich übrigens meine Kritik an @FLORA.BLEIBT ´s aussagen. Ich hoffe das war klar geworden. Nur fürs Verständniss.

    Boah, du machst es aber auch kompliziert. Was ich damit ausdrücken wollte, ist dass sich kein Mitarbeiter moralisch dafür rechtfertigen muss, den AG ein wenig auszutrixen.
     
  18. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Es geht doch nicht nur um die FWB, sondern auch darum, dass sie hinterher nicht glaubt mindestens 80% arbeiten zu können und somit versetzt werden würde. Da macht diese FWB überhaupt keinen Sinn, weil nicht mal der Nutzen zum Tragen käme.
    Das hat doch mit austrixen nichts zu tun.
     
  19. novalgin

    novalgin Junior-Mitglied

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    ok, das habe ich irgentwie ausgeblentet. Habe mich jedoch auch mehr an floras aussagen gestört als eine konstruktive idee einzubringen.
     
  20. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Was hat denn dies mit Mitgefühl oder Mitleid zu tun?

    In der Anästhesie kenne ich mich nicht aus, aber ich nehme an, dass es in allen Bereichen ähnlich ist wie bei mir in der Palliativmedizin: Ein bestimmtes Kontingent an Personal muss die Fachweiterbildung vorweisen können, damit sich die Palliativstation so nennen darf. Kann dies nicht gewährleistet werden, so verliert der AG die Behandlungszulassung, kann etliches nicht mehr abrechnen, darf keine Weiterbildung im palliativmedizinischen Bereich anbieten usw. usf.

    Es geht also schlicht um die Existenzberechtigung des jeweiligen Bereichs. Die Bereitschaft, die Fachweiterbildung zu machen, wurde bei der Einstellung vorausgesetzt. Das hat mit Zwang nichts zu tun. Wenn die TE, aus welchen Gründen auch immer, nun keine Weiterbildung mehr machen möchte, kann der AG sie intern versetzen - und er muss dies sogar, wenn sich im Team kein anderer findet. Diese Politik macht sehr wohl Sinn - wenn der Bereich zu machen muss, kann die TE schließlich auch nicht mehr dort arbeiten...
     
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