News Hospizstiftung begrüßt Urteil nach Sterbehilfe

Ute

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[16.09.05]

Hospizstiftung begrüßt Urteil nach Sterbehilfe

BERLIN (dpa). Die Deutsche Hospizstiftung hat das milde Urteil gegen eine Mutter, die ihren schwerst behinderten Sohn auf dessen Wunsch hin vergiftete, begrüßt.

"Das zeigt, daß die Gesetzeslage ausreichend ist. Wir brauchen kein Sterbehilfegesetz", sagte Eugen Brysch, Vorstandsmitglied der Stiftung.

Das Berliner Amtsgericht Tiergarten hatte die Mutter am Dienstag wegen Tötung auf Verlangen schuldig gesprochen, aber keine Strafe verhängt.

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Quelle: Ärzte Zeitung Online - die einzige Tageszeitung zur Gesundheit
 

Elisabeth Dinse

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Und ich überlege:

10 Jahre im Wachkoma und keine Anzeichen des Sterbeprozesses in Form von verminderter Immunabwehr (Pneumonie, HWI etc.), von redurzierter Fähigkeit der Nahrungsannahme (Erbrechen, Diarrhoe etc.).

Wachkoma oder vegetatives Syndrom- man geht davon aus, dass das Großhirn nicht mehr funktioniert Wie werden kognitive Leitsungen möglich, wenn dies so ist? Oder handelte es sich um ein Locked in Syndrom?

Für mich belegt dieses Urteil eine zunehmende Einstellungsänderung zu Schwerstbehinderten. Wo war hier die Gesellschaft in der Zeit vorher? Wer hat die Not der Mutter erkannt und sie begleitet?

Was moch sehr verwundert, ist dass die Hospizstiftung sich hier bestätigt fühlt. Kann es sein, dass bei ständigem Kontakt mit sterbenden Menschen sich die Relationen in Bezug auf lebenswertes Leben verändern? Man bedenke, ins Hospiz gehen die Menschen bewußt. Sie sind sich ihres Schicksals gewiß. Diese Situation dürfte bei Wachkomapatienten schwierig einzuschätzen sein.

Elisabeth
 

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