Hochschularzt

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von maja2210, 29.09.2007.

  1. maja2210

    maja2210 Newbie

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    Wer kann mir helfen?
    ich leide seit einiger Zeit unter einer leichten Depression und nehme auch Medikamente.
    Ich gehe aber trotzdem arbeiten nur der Nachdienst fällt mir schwer.
    Ich könnte mich von meinem Hausarzt befreien lassen müßte dann aber zum Hochschularzt.Kann das Auswirkungen auf meine Stelle haben und ist der Hochschularzt berechtigt meine Diagnose an die Pdl weiterzugeben? Ich möchte nämlich nicht das meine Station von meiner Depression erfahrt.
    vielen Dank Maja
     
  2. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,
    ich denke nicht, dass die Diagnose zur PDL gelangen darf. Die Frage ist jedoch, was erzählst Du deinen Kollegen, der TL und der PDL, wenn sie fragen, wieso Du keinen ND mehr machen darfst? Das geht sie zwar nichts an, wird jedoch vielleicht auf Dich zukommen.

    Gruß
    Synapse
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich finde es furchtbar, dass man über diese Erkrankung nicht sprechen darf... niemand es wissen darf. Hat jemand eine organische Erkrankung ist es problemlos. Ist es eine psychische Erkrankung wirds ein Problem.

    Elisabeth
     
  4. behid

    behid Gast


    Furchtbar..., ja das ist es! aber leider bittere Wahrheit! Bei einer organischen Erkrankung bekommt man Mitgefühl und Anteilnahme, bei psychischen Erkrankungen wird zunächst gefragt was der Eigenanteil an dieser Erkrankung ist!

    Liebe Maja,

    kein Arzt darf ohne deine Zustimmung irgendeine Diagnose an jemand Drittes weitergeben. Da kannnst du ohne Sorge sein.
    Alles Gute
    Behid
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Mir ist nicht ganz klar, was der "Hochschularzt" da soll? Wieso ist der Hausarzt nicht kompetent genug? Woher kommt die Auskunft mit dem "Hochschularzt".

    Elisabeth
     
  6. maja2210

    maja2210 Newbie

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    danke für Eure Antworten
    Tja das ist nicht so einfach.
    Mit einer Depression wird man leicht als verrückt und nicht mehr arbeitsfähig angesehen.
    Deshalb möchte ich vermeiden das das auf der Station die Runde macht.
    Ich habe auch angst das, wenn die pdl davon erfährt ich nachteile in meinem Beruf habe.
    zum hochschularzt muß bei uns jeder ,der länger Krank ist oder sich von einem Dienst befreien lassen möchte.
    hat einer Erfahrungen mit depressionen und dem beruf der Krankenschwester?
    vielen Dank maja:trinken:
     
  7. junni

    junni Stammgast

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    Hallo!

    Also den Begriff "Hochschularzt" kenn ich net. Der Beschreibung nach würd ich es aber mit unserem Begriff "Vertrausensarzt" gleichsetzen.


    VG junni
     
  8. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Meinst Du eventuell den Betriebsarzt?
     
  9. uefchen71

    uefchen71 Junior-Mitglied

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    Wie auch immer die richtige Bezeichnung dieses Arztes lautet, hat er nicht Schweigepflicht? Ausgenommen Du gibst ihm die Erlaubnis Infos an Dritte weiter zu geben?

    So würd ich das sehen

    bis dahin
     
  10. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo
    Daß man wegen der Diagnose Depression für leicht verückt angesehen wird kann ich nicht bestätigen. Ich leide seit Jahrzehnten immer wieder an Depressionen. Wenn es zu schlimm wird nehme ich Medikamente und bin dann eben etwas langsamer. Auf meiner Station weiß dies fast jeder, auch die PDL weiß es. Zudem bin ich trockene Alkoholikerin, was auch kein Geheimnis ist. Bis jetzt sind mir dadurch keinerlei Nachteile entstanden. Ich mache meine Arbeit zuverlässig und oft besser als so manch anderer. Wenn ich mir ein Bein gebrochen hätte würde ich den Gips schließlich auch nicht verstecken. Je mehr Geheimniskrämerei ich um meine Krankheit mache, desto wüster die Gerüchte. Außerdem bekäme ich dann keine Unterstützung wenn es mir mal so richtig sch...e geht.
    Alesig
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du Glückliche... wenn es doch überall so wäre.

    Elisabeth
     
  12. Brady

    Brady Gast

    Hallo alesig,

    ich habe Hochachtung vor deiner Courage und kann nur sagen, dass ich sehr beeindruckt bin. Du stehst zu deiner Erkrankung, die beste Möglichkeit überhaupt damit umzugehen. Wenn man es benennt, gibt es einen "Namen" dafür" und braucht auch weniger nach Ausreden zu schauen, sich nicht zu verstecken oder Angst vor Entdeckung zu haben.

    Nur entscheiden muss es auch jeder für sich selber, wie er damit umgeht oder umgehen kann. Niemanden kann man den Schutz den er wohl möglich auch braucht wegnehmen. Es ist nicht alleine nur eine Kopfsache und manche Menschen können es nicht/noch nicht tragen. Viele Dinge die dann eigentlich Nebenschauplätze sind werden wichtig, warum man es nicht sagen sollte.

    Aber ist es auch manchmal nicht verständlich? Du hast einen festen Arbeitsplatz, bist bekannt in deiner Arbeit. Bloß den Fehler nicht begehen jetzt besser sein zu wollen oder mehr arbeiten zu müssen als alle anderen.
    Denn das wäre auch Risiko in sich, Verschiebung auf eine andere ungesunde Seite.

    Das ist nicht böse von mir gemeint, hoffe du verstehst was ich damit meine?


    Liebe Grüße und alles Gute Brady
     
  13. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo Brady
    Mit meiner Depri lebe ich schon fast 30 Jahre, und als trockener Alki schon etwa 20 Jahre. Bevor ich Familie hatte war ich eine 250 %ige Schwester. Mit Familie, Hund und Haus bin ich "bloß" noch eine 90-100% Schwester. Man muß sich seine Kraft schließlich einteilen. Meine Kolleginnen empfinden dies teilweise als Belastung *g*, und freuen sich wie die irren wenn sie denn mal entdecken daß tatsächlich was vergessen habe. Ich bin also schon ein alter Hase was Depri`s angeht und kann ganz gut damit umgehen.
    Alesig
     
  14. Mietze-Katze

    Mietze-Katze Senior-Mitglied

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    Hallo, die Situation ist schon blöd. Nur wie lange willst du den Druck aushalten, immer der Gedanke das es hoffentlich keiner rauß bekommt was dir wirklich fehlt. Das kann das Ganze doch nur noch schlimmer machen. Hast du keine Person deines Vertrauens auf Station mit der du erst mal reden kannst? Wenn alle dir helfen normal damit umzugehen, hat auch die Station was davon. Denn die wollen ja eine SChwester auf die man sich verlassen kann. Im übrigen sind Depressionen keine ansteckenden Krankheiten die du auf andere Patienten übertragen könntest. Also ist der Doc auch nicht von seiner Schweigepflicht entbunden. Ich wünsche dir das du offen damit umgehen kannst, ohne Scham. Denn es weiß keiner ob er nicht der Nächste ist.:fidee:
     

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