Hilfswerkzeug für Morbus Parkinson?

pflegeschüler1988

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Habe mal eine Frage und zwar, wie muss ein Löffel, Gabel geschaffen sein damit ein Parkinsonpatient selbstständig essen kann?
Auf Station gibts zwar spezielle Bestecke, mit denen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, habe meist mit Leukosilk, den Löffel irgendwie an der Hand festgeklebt, nur das ist sichlich nicht die endgültige Lösung!!!
Hoffe ihr habt Erfahrungen um das Problem zu lösen!
 

nightshade

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Hallo.

Also mit dem Leukosilk finde ich persönlich eine ganz furchtbare Lösung. Ich denke, da muss man wirklich ganz individuell schauen. Es kommt natürlich auf viele Aspekte an. Welches Stadium, Zustand (körperlich sowie psychisch). In bestimmten Situationen ist das "Essenreichen" wirklich erforderlich, oder zum Teil alleine und mit Hilfe. Denn man muss bedenken, das z.B. warme Mahlzeiten kalt werden und 4mal aufgewärmt auch nicht mehr schmecken. Bei Broten kann man schauen sie mundgerecht zuzubereiten. Je nach Zustand des Patienten könnte man sie so kleinschneiden, dass er sie mit der Gabel zu sich nehmen könnte. Je nach Schluckstörung sollte natürlich der Patient nicht alleine essen und so könnte man ihn dabei auch leicht unterstützen. Essen auf den Löffel schieben usw. Es gibt sehr viele individuelle Unterschiede, wo ich Beispiele wichtig finde. Gibt sehr viele Hilfsmittel. Spezielle "Schnabelbecher, rutschfeste Unterlagen usw. Desto besser der Patient in bestimmten Stadien eingestellt ist, desto weniger Hilfe benötigt er meistens. Man sollte ihn dabei begleiten und unterstützen immer selbstständiger zu werden.
 

Moonspell

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pflegeschüler1988 schrieb:
Auf Station gibts zwar spezielle Bestecke, mit denen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, habe meist mit Leukosilk, den Löffel irgendwie an der Hand festgeklebt, nur das ist sichlich nicht die endgültige Lösung!!!
Hoffe ihr habt Erfahrungen um das Problem zu lösen!
...öhm...:gruebel:...was sagt denn der Patient dazu, wenn du den Löffel mit Leukosilk an ihm festklebst...?
Das ist wirklich keine Lösung... :eek1:
Kann er den denn nicht mehr greifen, richtig festhalten, denn der Tremor ist davon ja auch noch nicht weg.
Ich muss Nightshade da recht geben...das "Essen reichen" ist manchmal wirklich nötig... zumindest, solange der Patient noch so schwach ist...
Dann ist es auch egal, wie der Löffel beschaffen ist... :verwirrt:
 

SaniPfleger

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Habe viele Praktika auf neurologischen Stationen gemacht und Erfahrung mit verschiedenen Hilfsmitteln gemacht!

Gut funktionieren die die Verdickungen für Löffel/Gabel Stil oder einfach mit PehaHaft umwickeln (ungefähr 2-3 cm dick). Parkinson Krankenn erleichtert dies das Greifen mit ihrer erschwerten Feinmotorik.
Auch das funktioniert natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt.
Gut sind auch nich die Kunstoffränder für den Tellet damit das Essen den Teller beim mit dem Löffel aufnehmen nicht verlässt!:daumen:
 

Maniac

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Es gibt doch diese Kuperrohrisolierschaumstoffe ^^
Weiß nicht ob ihr versteht was ich meine, aber das geht echt gut ;)
Nur gibts das ja nicht im KH.

Ansonsten mit Papier und Pappe drumrum und dann fest-tapen.

Was auch gut ist, sind antirutschmatten unter das Geschirr - wenn das sicherer steht ist auch das Essen sicherer
 

Arcadia

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Hallo!

Habe in einem sehr modernen seniorenheim gearbeitet.
in bezug auf ernährung von parkinson- oder demenz- patienten gab es oft
fingerfood. oder das essen dauerte halt was länger. doch die zeit und diese
ansätze hat man wohl im krankenhaus nicht !?!


Arcadia
 
A

azu-bine

Gast
Es gibt doch diese Kuperrohrisolierschaumstoffe ^^
Weiß nicht ob ihr versteht was ich meine, aber das geht echt gut ;)
Nur gibts das ja nicht im KH.

Doch gibt es sie auch im Krankenhaus.
Wir biegen sogar das Besteck so,
das es die Patienten relativ problrmlos benutzen können.
Diese Schaumstoffpolster um das Besteck lassen sich leicht auswechseln
und sind somit auch im KH kein hygienisches Problem.
Super Sache.:spopkorns:
 

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