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Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Jenny*93, 16.10.2011.

  1. Jenny*93

    Jenny*93 Newbie

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    Hallo zusammen,
    ich bin momentan auch in der Ausbildung als Gesundheits-und Krankenpflegerin, aber dass ich das Gelernte auf einmal in der Familie anwenden muss, damit habe ich nicht gerechnet. Mein Papa ist letzte Woche Mittwoch zuhause zusammengebrochen. Ein paar Wochen vorher klagte er über Atembeschwerden, jedenfalls stand die Diagnose schnell fest: Beidseitige Lungenembolie. Nicht erkannte Thrombose im Bein. Doof gelaufen, aber wir dachten es wäre nochmal grade gut gegangen. Es folgte ein Rückfall mit der zusätzlichen Erkenntnis: Thromben im Gehirn. Damit war für die Ärzte klar, um ein künstl. Koma geht nichts drum herum. Doch es wurde nur schlimmer: Herzinfarkt, Schlaganfall, mehrere Thromben im Gehirn, in der Lunge und im Herzen. Meine Familie und ich dachten oft wir müssten uns verabschieden und irgendwie ging es immer grade noch so gut. Jedenfalls ist mein Papa seit gestern wieder wach, weil es alles verkraftet hat (immer noch unbegreiflich). Er hat den Tubus raus, atmet größtenteils selbstständig, kann Arme und Beine bewegen und redet, zwar noch sehr leise und etwas undeutlich aber gut. Ärzte, Pfleger und meine Familie sind überglücklich wie er das geschafft hat und jetzt äußert mein Vater ständig den Todeswunsch. Er könne nicht mehr und wolle nicht mehr. Er fragte sogar schon nach der "letzten Salbung". Kann mir irgendjemand sagen, ob das normal ist? Ob das das sogenannte "Durchgangssyndrom" ist? Und wie können wir meinen Vater unterstützen und ihn von diesen Gedanken los kriegen??? Ich habe echt Angst, dass er sich nach dem was er schon geschafft hat hängen lässt.

    Schonmal danke im vorraus.

    Liebe Grüße, Jenny
     
  2. zerokool

    zerokool Junior-Mitglied

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    Hallo Jenni das mit deinem Vater ist sehr schlimm und tut mir leid.
    Ist dein Vater den wieder Zuhause. Wenn ja würde ich ihn so viel wie es mit einbeziehen und ihm das Gefühl vermitteln das er gebraucht wird.
    Ich arbeite selbst auf einer Station für Wachkoma Patinten und habe das schon oft miterlebt.
    Ich kann halt nur sagen das man Pflegekraft da nicht viel machen kann, da sind wirklich die Angehörigen gefragt.
    Ich wünsche dir, deiner Familie und natürlich deinem Vater viel Glück und hoffe das ihr das wieder in den griff bekommt.
     
  3. ZNA-Öse

    ZNA-Öse Poweruser

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    Hallo Jenni,
    mach Dir nicht so viele schlimme Gedanken ! Dein Papa steckt grade mitten in einer schlimmen Lebenskrise,kann seinen momentanen Zustand nicht akzeptieren und will Euch nicht zur Last fallen,er fühlt sich nutzlos.
    Deshalb gib ihm zu verstehen,daß er nicht nutzlos ist,sondern Du ihn genauso lieb hast,wie vorher auch,daß Du ihn brauchst!
    Also Kopf hoch,es wird zwar ne Weile dauern,aber Dein Papa fängt sich wieder :daumen::daumen:.
     
  4. itlerin

    itlerin Junior-Mitglied

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    hallo,

    ich schließe mich den beiden vor mir an. ich denke auch, dass es das beste ist wenn man einem menschen das gefühl gibt gebraucht zu werden. das ist bei allen menschen so. ich wünsche dir und deiner familie alles erdenklich gute.

    lg
     
  5. amaryllis

    amaryllis Newbie

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    Hallo Jenny,

    hab gerade deinen Beitrag vom 16.10. gelesen. Wirklich tragisch!
    Wie geht es nun deinem Vater?
    Hat er sich wieder gefangen? Ich hoffe und wünsche von Herzen, dass es euch und vorallem deinem Vater bald wieder richtig gut geht!

    Ganz liebe und mitfühlende Grüße!
    amaryllis
     
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