Hilfe, nur noch Newbies im OP?

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von schnuppi, 14.06.2007.

  1. schnuppi

    schnuppi Junior-Mitglied

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    Halloli!
    Wie ja allen bekannt ist, ist es sehr schwierig, OP- Pflegepersonal zu bekommen.
    Wir müssen 5 Säle besetzen (Allgemein-, Unfall, Gynäkologie, HNO, Gefässchirurgie). Allein im letzten 1/2 Jahr haben wir 6 Neuzugänge ohne OP- Erfahrung bekommen. Dazu kommen auch noch Schüler, die Ihren Einsatz bei uns im OP haben, und natürlich auch was sehen und hören wollen.
    Ich bin Mentorin und habe teilweise 3 neue Kollegen im Saal. Das ist so mega- anstrengend, dass ich abends manchmal nicht mehr in der Lage bin, einen klaren Gedanken zu fassen. Alle bzw. die meisten sind sehr bemüht, doch leider muss man sich wirklich ständig wiederholen. Manchmal weiss ich schon nicht mehr, wem ich was erklärt habe. Ich merke, dass ich auch manchmal ungeduldig werde, oder zu viel verlange.
    Leider ist die "jugend" von heute (sorry) manchmal auch sehr träge, oder ich denke, sie haben einfach den Beruf verfehlt oder haben sich falsche Vorstellungen von unserem Beruf gemacht.
    Es wird gerne die Pause überzogen, man merkt, dass kein Fachbuch in die Hand genommen wird, es wird lieber herumgesessen, anstatt mal die Schränke durchzusehen oder aufzufüllen. Leistungsnachweise unserer OTA Schüler werden von den Schülern nicht ausgefüllt, dabei ist es doch deren Berufswunsch. Gerade gewisse Abläufe der Springer sind doch fast bei jeder OP gleich. Z. b. Neutralelektrode kleben - nein jedesmal muss man die Neuen wieder darauf hinweisen, dieses zu tun. Das ist einfach so müßig. Ich muss natürlich sagen, dass es auch sehr gute Azubis gibt - ganz klar!

    So, ich musste meinen Kummer einfach mal los werden. Gibt es Kollegen, die genau solche Erfahrungen machen wie ich? Oder bin ich einfach nur urlaubsreif?
     
  2. katrinchen30

    katrinchen30 Newbie

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    Hey Schnuppi,
    Du bist nicht allein. Ich kenne das ebenfalls. Jeder einzelne Satz kommt mir stark bekannt vor. Ich weiss auch nicht, ob es damals bei mir in der Krankenpflegeausbildung auch so war. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, so gewesen zu sein. Auch ich habe oft Schüler oder neue Mitarbeiter, die bemüht sind. Die tun mir dann auch leid, wenn sie den Stress und die Laune von mir oder anderen Kollegen abbekommen. Aber der Grossteil ist einfach, wie soll ich sagen, fehl am Platz. Ich sage meistens schon am Anfang, dass ich mich nicht oft wiederholen werde. Wenn ich merke, ich rede gegen die Wand, dann behandele ich die Person auch wie eine Wand. Ich gehe wirklich immer wieder auf die einzelnen Personen ein und bemüh mich ebenfalls. Doch wenn ich merke, dass da nichts zurück kommt, dass nicht gelernt wird und vor allem, dass kein Interesse besteht, lass ich es. Ich weiss auch nicht, ob denen überhaupt bewusst ist, WAS sie da tun. Dass sie an einem Menschen arbeiten.
    Ich merke wieder, ich fange an mich aufzuregen :schraube: obwohl ich ja zur Zeit im Frei bin :D
    Also, ich kenne Dein Problem und hab leider keine Lösung. :troesten:

    LG,
    Katrin
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Eure sind Schüler sind evt alle 2 Wochen auf ner neuen Station, in nem neuen Bereich, in nem anderen KH/Pflegedienst/Altenheim.
    Stnädig neue Leute, ständig neue Dinge, jeder neue Mentor setzt neue Prioritäten...
    Seid geduldig, es ist härter als früher (behaupte ich jetzt einfach mal nach allem was ich gehört habe...)!!
     
  4. katrinchen30

    katrinchen30 Newbie

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    Also bei uns rede ich nicht von Krankenpflegeschüler/innen. Sondern von OTA Schüler/innen oder neuen exam.Mitarbeiter/innen. Da hab ich nach 2 Wochen keine allzu Grosse Geduld mehr wenn es um "Grundhandgriffe" geht. Das Prinzip ist doch immer dasselbe. Aber nein, es wird oft genug da rumgestanden und blöd geguckt und darauf gewartet, dass man gesagt bekommt, was zu tun ist. Sorry, aber da hört es bei mir irgendwann auf.
    VG,
    Katrin
     
  5. Sebastian79

    Sebastian79 Newbie

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    Gegenfrage: Hast Du es nach 2 Wochen schon "drauf" gehabt ? :gruebel:

    lg

    Sebastian
     
  6. schnuppi

    schnuppi Junior-Mitglied

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    Hallo Sebastian69!

    @ kathrinchen30:Hier geht es wirklich um neue Mitarbeiter, die bereits ihr Examen gemacht haben, bzw. die Ausbildung zur OTA machen. Schüler lassen wir mal aussen vor (von Ihnen verlange ich nicht so viel). Sie sollen ja auch einfach nur mal in unseren Bereich reinschnuppern.

    @ Sebastian69:Wer hat es nach 2 Wochen schon drauf? Aber gewisse Handgriffe sind, wie im stationären Bereich, immer gleich. Vor allem auch, wenn es um die Grundbedürfnisse der Patienten geht. Sei es z.B. Lagerung. Das lerne ich schon in der Krankenpflegeausbildung. Gerade dieses Erlernte kann man doch auch im OP am Patienten umsetzen. Viele Dinge sind eigentlich so logisch.
    Aber es ist wirklich so, da wird mit verschränkten Armen dagestanden, und wenn man dann etwas sagt, wird sich langsam in Bewegung gesetzt.
    Ständig muss man kontollieren:
    - Die Dokumentation: Noch nach einigen Wochen muss man die Dokumentation kontrollieren. Sieht man denn nicht, wenn z.B. ein Redon nachgereicht wird?Logisch, dass ich dann am Besten gleich zum PC gehe, und es dokumentiere, oder? Warum funktioniert das nicht?
    - Nach jeder OP muss der Reinigungsdienst gerufen werden. Und jedes Mal wird es vergessen.
    - Die neuen MA stellen sich gerne an den Tisch. Kann ich ja auch irgendwie verstehen. Instrumentation ist in den Augen der Neuen, glaube ich, der bessere Job. Dass man sich dann als Mentor die Hacken abrennt, um fehlende Materialien zu holen , nebenbei noch den OP- Ablauf erklären muss, Tischaufbau erklären etc., dass sehen die jungen Herrschaften nicht. Was sie da machen, wissen sie auch oft nicht. Hauptsache am Tisch stehen. Gewisse anatomische Kenntnisse setze ich schon voraus.Oder ist das zuviel verlangt?
    - Viele Tätigkeiten, die gemacht werden müssen, kann man doch logisch ableiten, oder nicht?

    GlG Schnuppi
     
  7. minilux

    minilux Poweruser

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    Morgen,
    das hab ich mir auch schon manchmal gedacht. imho ist das die Kehrseite der Medaille der ach so guten Einarbeitungsprogramme. Die neuen bekommen alles in Häppchen vorgestzt, Eigeninitiative ist nicht mehr gefragt. Trotzdem, wenn ich das lese:
    denke ich dú solltest, wenn möglich, mal über eine "Mentorenpause" nachdenken. Ständiges Wiederholen ist halt dein Job als Mentor
     
  8. katrinchen30

    katrinchen30 Newbie

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    @Schnuppi, ich rede wie gesagt von OTA Schülern, die "schnuppern" nicht einfach nur rein bei uns. Besonders nicht, wenn man nach 2 Wochen allein mit ihnen eingeteilt ist. Ansonsten mein ich ebenfalls wie Du auch neue Mitarbeiter. Die ein Examen gerade hinter sich haben.

    @Sebastian 79, nach 2 Wochen, tägliche Arbeit in der gleichen Abteilung, jeden Tag passieren die gleichen Abläufe, da kann ich doch die "Grundhandgriffe" ein wenig erwarten oder? Ich rede dabei von z.B. Neutrale aufkleben, Computerdoku, Pflaster am Ende vorbereiten, Reinigungskraft rufen usw. Das wiederholt sich mind. 10x am Tag. Du kannst es selber hochrechnen. Ich erwarte von niemanden nach 2 Wochen den OP-Ablauf einer Sruma oder einer Hemi. Nein, nur die Grundhandgriffe. Das ist nicht zuviel verlangt. Und es ist auch nicht zuviel verlangt, sich zu Hause noch einmal alles durchzulesen bzw. mal die Bücher wieder hervor zu holen. Ich erlebe es einfach ständig wieder.

    LG,
    Katrin
     
  9. katrinchen30

    katrinchen30 Newbie

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    @Schnuppi, vielleicht hat Minilux Recht und Du machst eine Mentorenpause? Gibt es denn noch andere Mentoren bei Euch? Vielleicht kannst Du Dich ja auch mit Deiner Leitung und Deinen anderen Kollegen mal zusammensetzen und das Problem ansprechen? Man könnte doch ein Konzept entwickeln, welche Standarts pro Woche zu erlenen sind und am Ende der Woche diese abfragen? Ich hab leider auch keine anderen Ideen :( Da es bei uns ähnlich ist, mache ich mir schon eine Weile Gedanken. Aber es ist äußerst schwierig. Ich wundere mich nur oft über andere Kollegen, denen es scheinbar nichts ausmacht. Die reden allerdings auch selten mit den "Neuen" und blaffen die nur an. Was ich auch nicht für richtig halte.
    Viel Glück.
    Katrin
     
  10. OPschwesterlein

    OPschwesterlein Stammgast

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    Tja, ähm also ich bin so eine "Neue" im OP :klatschspring:, wie ihr vllt. an einem von mir verfassten Thema auch erfahren konntet.
    Also bei uns im OP haben in den 9 Monaten 13 Neue angefangen. Darunter sind 2 mit OP-Erfahrung. Eine von uns 13 neuen Mitarbeitern wurde nahe gelegt sich was anderes zu suchen. Eine andere hat wieder gekündigt (der Grund ist in einem Beitrag von mir erläutert worden). Und der Rest wo ich mich dazuzähle macht eine super Arbeit, alle sind umsichtig, lernen schnell und lassen sich auch mal was sagen. Jedenfalls haben alle außer die Eine super Probezeitbeurteilungen bekommen! Also man kann nicht unbedingt auf andere Kliniken seine Erfahrungen übertragen.

    schnuppi:

    Vllt. habt ihr in eurem Team ein schlechtes Einarbeitungskonzept oder euch Mentoren wird einfach zuviel abverlangt oder die Auswahl der Bewerber verläuft unglücklich.....!?

    P.S.: Auch nicht alle erfahrenen Mitarbeiter denken so mit wie's sein sollte. Es passiert mir öfters das wenn sie Springer sind, sie vor Tür stehen und tratschen, während ich mir ein Kompressenabwurf gewünscht hätte. Oder sie spielen Solitär etc. Das würde mir nie einfallen. Also man stelle fest: es gibt überall faule Kollegen, ob nun erfahren oder nicht....
    Und so eine Einarbeitung ist für alle Beteiligten purer Stress. Der Anleitende redet sich den Mund fusselig und erzählt was zum x-ten Mal und der neue Mitarbeiter muss sich jede Menge Informationen am besten sofort merken und umsetzen können. Das sind hohe Anforderungen für beide.
    Mir gefällts jedenfalls, ich bin froh wieder gefordert zu werden.
     
  11. schnuppi

    schnuppi Junior-Mitglied

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    @ OPschwesterlein:
    Ich denke, dass wir ein gutes Einarbeitungskonzept haben. Auch Standards gibt, die mann sogar nachlesen kann (aber das wird leider nicht gemacht).
    Du hast recht, indem Du sagst, dass natürlich auch einige erfahreneren Kollegen lieber vor der Tür stehen und tratschen. Das kenne ich auch. Aber wenn ich neu bin, dann schaue ich doch auch, wo ich was lernen kann und geselle mich nicht zu den Tratschern. Obwohl ich auch das verstehen kann, (teilweise), da, wenn man neu ist, man sich natürlich auch mit allen gut stellen will.
    Einstellungen entscheiden wir im Team. Ausserdem gehört mindestens 1 Hospitationstermin zu einer Bewerbung dazu. Also, ich denke, dass läuft bei uns ganz gut. Wo gibt es das schon, dass alle mitentscheiden können. Oft entscheidet die Leitung alleine, und die Anderen können sehen, wie sie mit dem neuen Kollegen klarkommen.
    Wie gesagt, es gibt auch wirklich ganz tolle Newbies. Da macht das Anlernen Spass. Und da kann man auch leichter mal einen "Fehler" verzeihen.
    Wi Du auch sagst, ist Kritikfähigkeit ein grosser Punkt. Schö, wenn Du mit Kritik umgehen kannst - dass kann leider nicht jeder.
    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Spass bei Deiner Arbeit und beim Lernen.

    LG Schnuppi
     
  12. Mandarinchen

    Mandarinchen Newbie

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    Hallo alle zusammen,

    ich bin auch Azubi zur MTAO. Ich bin jetzt am Anfang des zweiten Lehjahres. Zur Zeit habe ich wieder Praktikum im Op... Unfallchirurgie/Orthopädie. In der Schule haben wir nur Allgemeinchirurgie besprochen, deshalb habe ich keine bzw. sehr wenig Ahnung von diesem Fachgebiet.
    Ich muss sagen, leider, ich finde es schrecklich auf der Arbeit. Ich und meine Mitschülerin gehen jeden Morgen mit Angst an die Arbeit. Unsere Mentorin ist launisch und oft sehr schlecht gelaunt. Ich würde mich als sehr wißbegierig bezeichnen, aber ich lerne eher im "Stillen". Ich schaue viel, versuche so gut es geht mit zu arbeiten. Nur habe ich das Gefühl, mir wird die Arbeit völlig aus den Händen gerissen. Wir dürfen nur sehr wenig machen. Gestern durfte ich, nach 3 Wochen erstmals, eine Blutsperre anlegen. Ich würde gern mehr machen, aber spreche ich die Anderen darauf an, bekomme ich keine Antwort. Dann wird gesagt wir fragen zu wenig, aber wenn ich keine Frage habe, werde ich auch nicht fragen! Seht ihr das genauso? Ich setze mich jeden Abend daheim hin und rekapituliere die Operationen noch einmal mit meinem Buch. :-) Es ist so schlechtes Klima im Op. Die Ärzte schreien rum, die "Vertreter" werden von den Schwestern/Pfleger angepöbelt. Jeder läuft mit einem fürchterlichen Gesichtsausdruck herum. Warum muss man es sich denn so schwer machen, ich kann das nicht verstehen. Es gibt genug Schwestern und Pfleger. Es ist nicht so, dass die Arbeit kräftemäßig überfordern würde.

    Ich sage euch jetzt einmal, was ich machen darf, vielleicht auch kann...und vielleicht könnt ihr mir sagen, ob das ausreichend ist, oder ob ich schon mehr können müsste...

    Patient lagern
    Op- Tisch bedienen
    Dokumentation im Op- Buch/Op- Bericht/Histo- Schein/Implantate- Buch (An den PC dürfen wir nicht)
    Röntgengerät bedienen
    Fäden, einzelne Instrumente, Verbandsstoffe anreichen
    evtl., je nach Schwester/Pfleger Blutsperre anlegen
    Materialien auffüllen



    ist das ausreichend? (für die Tätigkeit als Springer?)
    An den Tisch dürfen wir erst im nächsten Praktikumseinsatz.

    Ich hoffe Ihr könnt mir etwas dazu sagen.

    Vielen Dank im Voraus

    Euer Mandarinchen
     
  13. OPschwesterlein

    OPschwesterlein Stammgast

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    Hallo Mandarinchen! :flowerpower: Tja, scheint ja nicht wirklich toll zu laufen bei dir auf Arbeit....
    Also das im OP ein allgemein rauerer Ton herrscht, hab ich auch schon gelernt. Sowie vom Pflegepersonal als auch von den Ärzten. Aber so ignorant gegenüber neuen Mitarbeitern habe ich noch keine Kollegen kennengelernt, so wie du sie beschreibst. Die scheinen wohl mit der gesamten Arbeitssituation nicht zufrieden zu sein, wenn alle mit einem miesepetrigen Gesicht herumlaufen....
    Könnt ihr nicht mal zusammen zur Leitung eure Eindrücke schildern als Azubis dort im OP? Das ihr euch nicht wohl fühlt und ihr das Gefühl habt ihr seid nur am Rande des Geschehens immer beteiligt? Wenn man sowas alleine erzählt, steht man oft als Buhmann da, dann lieber einige Verbündete andere Azubis mit zum Gespräch zur Leitung nehmen.
    Irgendwie eigenartig das das Personal im OP immer so eigenwillig ist. Auf Station war es immer nur wichtig die Vorlieben des Arztes zu kennen, im OP aber muss ich mir von 70 anderen Pflege-Kollegen/innen ihre Vorlieben merken.
    Abgesehen von deinen Springertätigkeiten, hast du dort schon mal was instrumentiert bzw. hast du dich wenigstens mal "mitgewaschen"?
    Und wieso dürft ihr den PC nicht bedienen? Darüber läuft doch die gesamte Doku!? Ihr sollt das ja korrekt lernen.....Wir haben öfters Azubis von Sation im OP, die dürfen auch alles was ein richtiger Springer eben so macht.
    Also ich drück dir die Daumen das es dort besser für euch Azubis wird und versucht doch mal noch ein Gespräch mit euren Kollegen bzw. der Leitung zu suchen. :up:
     
  14. schnuppi

    schnuppi Junior-Mitglied

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    @ Mandarinchen!
    Du Arme! Ich denke, da läuft es bei uns ganz gut. Wir bekommen auch von unseren Schülern viele positive Rückmeldungen. Ich versuche schon, meinen "Schützlingen" OP- Abläufe vor einer anstehenden OP zu erklären. Oder es wird nach den OPs drüber gesprochen. Die "Kleinen" wissen auch, dass sie immer zum fragen kommen können.
    Mit der PC- Doku verstehe ich auch überhaupt nicht - bei uns werden z.B. auch Schüler gleich am ersten Tag an die EDV Doku herangeführt. Per Hand füllt man doch eigentlich gar nichts mehr aus, oder?
    Also, einen allgemeinchirurgischen Einsatz hattest Du schon? Du weisst, wie man sich wäscht und sich steril ankleidet? Dann musst Du jetzt auf jeden Fall "ran an die Buletten". Es wird sich ja sicher auf jeden Fall erst mal Dein Mentor die ersten Male mitwaschen. Aber so kleine Eingriffe wie z.B. kleine Metallentfernungen solltest Du schon mal instrumentieren dürfen.
    Da ist wirklich mal ein Gespräch mit der Leitung fällig. Vielleicht kann Eure Schulleitung vermitteln?
    Was haben die Ärzte eigentlich für einen Grund rumzuschreien? Bei uns schreit niemand. Schlechte Laune kann ja jeder mal haben - aber die Lautstärke sollte im verträglichen Rahmen bleiben.
    Ich wünsche Dir und Deinen Mit- Azubis viel Erfolg. Lasst Euch nicht unterkriegen.

    Lg Schnuppi
     
  15. suzured

    suzured Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich habe 1994 nach über 6 Jahren Station in den OP gewechselt.
    Habe auf Station Schichtleitungen gemacht, alleine Nachtdienst, manchmal als Mentor fungiert...
    ...so, jetzt komme ich in den OP, keiner sagt mir wo ich "angreifen" muss, was gezielt meine Tätigkeiten als Springer sind...
    ...ich bin mit einem Lagerungspfleger in einem Saal und immer wenn ich was frage oder machen machen will, bekomme ich eine blöde Antwort oder werde beiseite geschoben...
    Kurz gesagt, aufgrund von schlechter Einarbeitung war mein Selbstwertgefühl nach 2 Monaten so weit am Boden, das ich mich zu doof zum Instrumente einschweissen fühlte....
    Ich habe mich durchgebissen!!!!!
    Fakt ist, in den OPs entsteht durch immer kürzere Wechselzeiten ein enormer Druck auf das gesamte Personal, als Neuling tritt man häufig ins Fettnäpfchen, da man brisante Situationen nicht einschatzen kann.
    ...in dem einem OP ist absolutes Sprechverbot, in einem anderen wird geplauscht, während man einen Blinddarm entfernt.
    Hinzu kommt ein hoher "Zickenfaktor",( muss ich glaube ich nicht näher erklären).
    Das Neulinge oft überfordert sind und sie die ganze Situation erstmal "verängstigt" ist für mich nachzuvollziehen.
    Sie haben richtig Stress und durch grossen Stress entstehen Fehler.
    Jeder ist individuell und eine Person "überreist" schnell, wie der Ablauf ist, die andere braucht halt länger.
    Meiner Meinung sollte man die Neuen, zum Fragen ermutigen und ich habe noch nie einen Mitarbeiter erlebt, der sich, weil ich im Stress war, nicht auf eine spätere Antwort vertrösten lies.

    ...und in unserem Beruf wird öfters kritisiert als gelobt, wenn man mal was positives sagt, wird man angeschaut, als käme man von einem anderen Stern- wieso eigentlich?
    3 neue Mitarbeiter, auf einmal einzuarbeiten ist auch einfach zuviel und stört nur den Ablauf.

    Klar ist Einarbeitung auch Stress, aber der macht sich doch letzendlich irgendwann für alle bezahlt, sprich wenn ich einen kompenten, motivierten, mit gutem Wissen ausgestatteten Mitarbeiter habe , dem die Arbeit Freude macht und der letzendlich den Rest des Teams entlastet.
    LG Suzu
     
  16. Schätzchen

    Schätzchen Newbie

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    Hallo miteinander!
    Bin heute zum ersten Mal hier und fühle mich gleich "heimisch":emba:. Wir haben das gleiche Problem, zumindest meiner Meinung nach. Unsere Leitung sieht das anders, allerdings nehmen sie die "Neuen" auch nie mit zu sich in den Saal. Wie ist das bei Euch? Wer kümmert sich um sie, wenn die Mentoren mal nicht da sind?
     
  17. despina76

    despina76 Newbie

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    Hallo an alle!

    Ich bin entsetzt wie in anderen Häuser die Schüler und Newbies behandelt werden. Wir haben nicht nur ein Mentor im Op sondern jeder Neuankommling wird einer Schwester zugeteielt. So arbeiten wir jeder mal einen Neuen ein und es wird nicht einer Schwester zuviel!
    Auch Schüler dürfen sich morgens einen Saal aussuchen und bekommen von uns erklärungen und dürfen je nach zutrauen Springertätigkeiten machen!
    Unsere Zickenschwestern bekommen keine Newbies in den Saal werden aber bei dummen Sprüchen vor versammelter Mannschaft zurecht gewiesen!
    Auch wir haben einen guten Ruf als Op- Team...wir wissen aber- auch wir haben mal als NEUE angefangen!

    LG
     
  18. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Ich finde, zu viele neue Leute auf einmal im Op, das ist total ungünstig, sowohl auf pflegerischer als auch auf ärztlicher Seite.
    Im Trauma-Saal hat man ja eh kaum Zeit zu erklären. Zum Glück waren wir noch relativ gut besetzt, als ich angefangen habe. Heute sind wir froh, wenn uns die Anästhesie ein bisschen aushilft. Sich mal zu zweit an den Tisch stellen, um neue Ops zu lernen, das ist nicht mehr drin.
    Ich glaube aber, die Einarbeitungsphase ist für alle Beteiligten einfach ätzend, denn der der OP ist eine eigene Welt für sich. Mit OTAs kenne ich mich nicht aus, habe aber immer noch Ressentiments gegen den Beruf, weil ich finde, die Pflege ist die Basis von allem. Eine Krankenschwester/-pfleger mit Fachweiterbildung finde ich immer noch hochwertiger ausgebildet. Ich weiß, dass die OTA-Ausbildung sehr vielfältig ist, finde sie aber trotzdem zu engstirnig. Das Bewusstsein, dass da ein Mensch liegt, und einen Sinn für Teamarbeit kriegt man doch eher in der ganz normalen Pflege-Ausbildung vermittelt, und auch, dass Rumstehen schlecht ankommt.
    Eure Ärzte scheinen ja auch viel Geduld zu haben, dass da so viele Neue im Saal sein dürfen. Unsere sind da echt verwöhnt.
    Außerdem stimmt der erste Eindruck meistens: Wer interessiert ist und etwas lernen will, der zeigt das auch, sobald er den ersten Kulturschock überwunden hat.
    Der "raue Ton" im Op ist eigentlich total überflüssig, finde ich. Ich finde es bei uns in unserem kleineren Haus eigentlich sehr schön, da wird man in der Regel nicht blöd angemacht. Aber diese op-typische Mißtrauisch-Sein, Mürrisch-Gucken, kurze, doofe Antworten geben, das gibt es schon, klar. Heutzutage brüllt auch keiner mehr, eher gibt es ironische, fiese Sprüche, gegen die ich mich aber sofort zur Wehr setze. Außerdem sollte man als Kollegen zusammenhalten und sich nicht noch gegenseitig das Leben schwermachen, finde ich.
    Und Kollegen fällt man nicht in den Rücken.
    Wenn ich sowas mitkriege wie hier in dem Thread, denke ich immer, eigentlich ist es bei uns doch total schön... (war vorher an der Uni im UCH-Op, die hatten da alle voll die Pfanne heiß. Ich war zum Glück eine von den Newbies, die gut angekommen ist, eine andere ist rausgemobbt worden - okay, sie war echt nicht geeignet, aber man hätte ihr das auch freundlicher mitteilen können... Die Neuen waren dort immer die Buhmänner, erstmal blöd und ganz unten. Ich würde das ganz anders machen, wenn wir denn Neue hätten. Die Schüler haben keinen Einsatz mehr. Aber bis vor kurzem durften selbst die ganz normalen KP-Schüler am Ende ihres Einsatzes sich mal steril einwaschen und mit an den Tisch und die ganz Gewitzten sogar mal Haken halten.)
     
    #18 dieEv, 04.09.2007
    Zuletzt bearbeitet: 04.09.2007
  19. G31023

    G31023 Junior-Mitglied

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    eine frage der Organisation und persönliche EInstellung... ich denke nicht das es an deiner Einstellung liegt... wenn ich das lese "macht doch mal eine Mentorenpause..." so ein quatsch!!! bist sicherlich eine gute Mentorin , das zeigt sich in Form das du dich auch in deiner Freizeit ärgerst :-)
    umgekehrt aber auch wieder wahr: " hast du es in 2 Wochen auch schon hinbekommen???"
    ...nicht destotrotz lässt das zukünftige "Ausbildungsmaterial" zu wünschen übrig...
    mangelnde Arbeitsmoral... eingeschränktes Selbstständiges logisches Arbeiten... etc...
    aber primär... fehlende Rückendeckung der Vorgesetzten, der PDL, der PDD...
    Fazit: es klingt abgedroschen und egoistisch... ABER machdich nicht Kaputt... take it easy...
     
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