Herzinsuffizienz - Pumpleistung

Dieses Thema im Forum "Kardiologie / Angiologie / Pneumonologie" wurde erstellt von steftie, 27.12.2011.

  1. steftie

    steftie Newbie

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    Hello
    Ich beschäftige mich mittelerweile fast einen TAg mit der Herzinsuffizienz und es wird immer verwirrdender.

    Ich verstehe die Herzinsuffizienz in bezug auf die Pumpleistung bzw. Schlagvolumen nicht.

    Die Füllmenge wird immer mehr um den benötigten Druck zu erzeugen, während die Auswsurfmenge von 70ml gleich bleibt, jedoch wird die Prozentmenge die ausgeworfen wird in Relation zur Füllmenge wird kleiner.

    So bleibt das Schlagvolumen bleibt also lange bei erhöhtem linkswentrikulären Druck normal. (aufgrund de Kompensationsmechanismen, vor allem Frank Starling MEchanismus)

    Jedoch ist das SV vom Dehnungszustand des Herrzens abhängig = mehr Volumen = mehr Kraft = mehr Volumen wird ausgeworfen oder?
    d.h. anfangs nimmt bie Herzinsuffizenz das SV zu, jedoch übersteigt der Füllungsdruck einen bestimmten Wert dann nimmt das SV ab oder?

    Dieser Satz trägt dann zur vollkommenen verwirrtheit bei:
    Bei systolischer Ventrikelstörung ist die linksventrikuläre Auswurffraktion vermindert (wirklich, oder in bezug auf meinem ersten Absatz?), während das enddiastolische Volumen erhöht ist.

    Also nimmt das Schlagvolumen wirklich ab statt 70 ml dann nur meh bsp 50ml?:thinker:

    Danke im vorraus
    Steffi
     
  2. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Ohje, machs dir nicht zu kompliziert ;)

    Du darfst zwei Sachen nicht durcheinanderbringen.

    1. Die Ejektionsfraktion/Auswurffraktion
    Hier wird in Prozent angegeben, wieviel Volumen das Herz in Relation zur enddiastolischen Füllung pumpt. Bei einer Herzinsuffizienz nimmt sie immer ab!

    2. Das Schlagvolumen
    Angegeben als absolute Zahl (ml): Wieviel Volumen pumpt das Herz eigentlich pro Herzschlag wirklich. Auch dies nimmt in der Herzinsuffizienz ab. Aber du hast Recht, durch Regulation (bspw. Starling, wie von dir angesprochen) wird durch Vorlaständerung, oder aber Hypertrophie des Ventrikels lange ein moderates Volumen aufrecht erhalten, man sprich dann von einer kompensierten Herzinsuffizienz.

    Schlussendlich ist zur Herzinsuffizienz als Pflegekraft aber hauptsächlich die Symptomerkennung (Rechts/Links/Globalinsuffizienz).

    Ödeme? Ausscheidung? Carotisstauung? Dyspnoe? Und und und!

    Ich hoffe ich konnte helfen.

    Tool

    P.S.: In Bezug auf deine Frage: "Bei systolischer Ventrikelstörung ist die linksventrikuläre Auswurffraktion vermindert (wirklich, oder in bezug auf meinem ersten Absatz?), während das enddiastolische Volumen erhöht ist.

    EF ist vermindert, weil viel mehr Volumen im Ventrikel ist und die Schlagkraft viel geringer ist -> EF schlecht, auch weil mehr Volumen im Ventrikel (hypertrophie!)
     
  3. steftie

    steftie Newbie

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    Hello

    Ja danke jetzt ist mir geholfen.:klatschspring:
    Die Schule die ich besuche ist sehr, sehr schwer, eine der schwersten in meinem Gebiet und da muss man das halt auch wissen-

    Nur kurz, ob ich weiß das ich das jetzt richtig verstanden habe.

    Wenn die Kompensationsmechanismen nicht mehr so greifen oder als Folge dieser Hypertrophiert das Herz. Die Folge ist mehr Volumen, anfangs wird dies Versucht durch erhöhten enddiastolischen Druck wieder auszuwerfen. Dies geht lange Zeit inordnung doch der RR steigt. Aber mit der Zeit ist das Herz überfordert und so nimmt zuerst die Auswurffraktion und dann das Schlagvolumen ab.

    glg Steffi
     
  4. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Herz-Thorax-Chirurgie
    Korrekt.

    MfG
    Tool
     
  5. felis

    felis Newbie

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    Was vll noch gut zu wissen ist ist, dass die Niere mit ihrem RAAS zur kompensation wichtige Teile beiträgt.

    so far, felis
     
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