Helicobacter - pylori - Infektion

Dieses Thema im Forum "Gastroenterologie" wurde erstellt von Andreas Brandner, 06.12.2002.

  1. Andreas Brandner

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    Ich hatte bis jetzt schon zwei Magenspiegelungen, die erste verlief Gott sei Dank ohne Ergebnis. Doch die zweite brachte eine Helicobacter - pylori - Infektion ans Tageslicht. Ich war zunächst schockiert, denn ich konnte mir keine Ursache hierfür erklären. Die Symptome hierfür nahm ich erstmal nicht ernst. Ich ging erst zum Arzt, nachdem ich erbrochen hatte und das Erbrochene eine seltsame grün - gelbliche Farbe hatte. Bedauernswerter Weise hatte der Arzt keinen Aufwachraum, so daß er mich sofort nach der Untersuchung weckte und mir die Diagnose erklären wollte, was ich sowieso nicht kapierte, da das Schlafmittel noch nachwirkte. Hätte er mir nicht ein Prospekt darüber mitgegeben, wüßte ich darüber gar nichts.

    Zu Hause angekommen, hatte ich gerade noch Zeit um mir den Schlafanzug anzuziehen, dann fiel ich sofort in mein Bett und schlief ein.

    Was mich aber interessieren würde ist, wie lange besteht denn die Gefahr bzw. das Risiko nach dieser Erkrankung an Magenkrebs zu erkranken? Diese Erkrankung ist jetzt mittlererweile drei Jahre her, besteht da immer noch diese Krebsgefahr?

    Nach reiflicher Überlegung kam ich darauf, daß diese Infektion durch Mobbing am Arbeitsplatz ausgelöst wurde.

    Bei der ersten Untersuchung hatte ich zwar die Möglichkeit mich auszuschlafen, aber nur auf einer fahrbaren Liege, die von einer Flurecke in die andere geschoben wurde. Zugedeckt wurde ich nur mit einem weißen Handtuch, eine Bettdecke samt Kopfkissen vermisste ich,ein Bett hatte ich auch nicht, obwohl ich zur ambulanten Untersuchung in einem Krankenhaus war.

    Wie wird das denn bei Euch in den Krankenhäusern gehandhabt?

    Liebe Grüße


    Andreas
     
  2. Tigermaus

    Tigermaus Stammgast

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    Hi Andreas!
    Erstmal zur ambulanten Gastro! Bei uns gehen die Pat. in der Regel danach nach Hause, es sei denn das die Pat. danach so down sind das sie dann zur Überwachung noch ein paar Stunden bei uns bleiben. Da bekommen die Pat. aber ein normales Bett mit allem drum und dran und werden auf ein Zimmer gebracht.
    Nun zu Helicobacter pylori. Diese Infektion ist keine seltenheit. Bei ca. 60% ist der HP- Test positiv.Eine Faustregel besagt, das 25% der 25 jährrigen, 50% der 50 jährrigen..... HP-positiv sind. Man kann in solchen Fällen wenn der Helicobacter probleme bereitet z.B Gastritis eine Antibiose verabreichen z.B mit Clont. Doch ob die antibiose anschlägt ist fraglich.
    Leider weiß man noch nicht allzuviel über den Helicobacter, auch über den infektionsweg ist man sich noch nicht ganz klar. Ich würde vermuten das das mit dem Immunsystem zusammen hängt.
    Der HP kann unteranderem zu Magengeschwüren also zum Ulcus ventriculi führen. Es wird auch vermutet das der HP bei der entstehung eines Magen-CA eine Rolle spielt, doch das ist nicht bewiesen.
     
  3. Frankenbub

    Frankenbub Newbie

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    Helicobacter-Infektionen werden mit einer Kombitherapie behandelt.
    Für eine Kombinationstherapie zur Eradikation von Helicobacter pylori bei Pat. mit peptischen Ulcera wird häufig "ZacPac" oder ähnliche Präparate verwendet.

    In unserer Klinik verwenden wir jedoch "ZacPac" nicht, sondern geben lieber die drei Präparate (Pantoprazol, Amoxicillin, Clarithromycin) getrennt. Ich muss hinzfügen, das die Tabletten im ZacPac auch getrennt sind, jedoch sind sie für jeden Tag gemeinsam eingeschweisst was die Handhabung erleichtert. Das einzig negative an ZacPac ist der Preis (ca. 120 Euro).

    Auf alle Fälle musst du die Helicobacter-Infektion behandeln lassen. Die Notwendigkeit einer Familieneradikation wäre zu prüfen, sonst kriegst du die Bakterien evtl. wieder.
    Sie werden übrigens auch durch Küssen übertragen. Das es am Mobbing lag möchte ich nicht bestätigen, jedoch auch nicht ausschliessen.

    Solltest du auch weiterhin Probleme und Fragen im Gastroenterologischen Bereich haben, so melde dich einfach.

    Viele Grüsse und ein Frohes Fest

    Sebastian
     
  4. catweazle

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    Wenn der Keim beseitigt ist ist, sollte AFAIK die Gefahr wieder normalisiert sein. Die Gefahr besteht allerdings immer. Auch ohne Helicobacter. ZB ist auch Rauchen gefährlich (Teile von dem Dreck landen auch im Magen) und Schnaps. vgl. http://www.krankenschwester.de/forum/themen/magenkarzinom.1403/
    Soweit ich weiß, ist das primäre, was das Krebsrisiko erhöht, die durch den Keim hervorgerufene chronische Entzündung. (Beschwören möcht ich das aber nicht)
     
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