Heirat bei katholischem Träger, aber nicht kirchlich

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Pusteblume1895, 07.05.2014.

  1. Pusteblume1895

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    Hallöle,

    ich habe nichts gefunden, wo das eventuel passen könnte.
    Ich arbeite ab dem 01.10 in einem kath. Krankenhaus, momentan ist es noch ein komplett kirchlicher Träger, soll aber mit einem Städt. KH fusionieren (=51 % kath., 49 % Stadt dann).

    Ich selber bin katholisch und mein Partner ist nicht getauft.
    Wir möchten aber nächstes Jahr heiraten. Jetzt kamen Bemerkungen (u.a. Familie,Bekanntenkreis)dass wir kirchlich heiraten müssen, weil ich ja in einer kath. Klinik angestellt bin.
    Ist dem so?
    Ich kann ihn ja nicht zwingen, sich taufen zu lassen, er will es auch nicht. Und man kann es uns doch nicht verbieten?
    Ich hatte mal nachgelesen, dass jemand eine Stelle nicht bekommen hatte, weil sie der kirchlichen Trauung nicht zugestimmt hat.

    Habt ihr das Erfahrungen?

    LG
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Nein - das ist Unsinn.
    und
    wenn sie dich in diesem Mangelberuf nicht haben wollten so wie du bist, egal ob kirchlich oder sonst was, dann geht wo anderst hin!
     
  3. Pusteblume1895

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    Danke, dass ist auch meine Meinung
     
  4. AntjeX

    AntjeX Junior-Mitglied

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    Ich hab es schon erlebt, dass Leute zur kirchlichen Heirat genötigt wurden weil sie sonst ihren Job verloren hätten.
    Ist aber schon lange her.
    Der katholische Träger hat das so gedreht, wie es ihm gerade in den Kram gepasst hat.
    Heißt, da gab es auch andere Leute, die einen Freibrief hatten und z.B. in wilder Ehe gelebt haben mit unehelichen Kindern.

    Bleibt zu hoffen, dass es diese Aktionen heute nicht mehr gibt.
     
  5. Pusteblume1895

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    AntjeX, das hoffe ich auch.
    Ich bin ja katholisch und auch noch in der Kirche. Aber ich kann ja nicht meinen Partner dazu zwingen es auch so zu tun...
     
  6. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    Als Ende der 80er/Anfang der 90er massiv Stellen abgebaut wurden,hörte ich vom Katholischen Häusern über Entlassungen von Mitarbeitern,die zB geschieden wieder geheiratet haben. Dies war auch Mitte der 80er auf eine Berufsfachschule passiert,die ich damals besuchte:eine Lehrkraft hatte ihren geschiedenen Partner geheiratet.
    Guckt man in heutige Arbeitsverträge katholischer Träger, steht da GLAUBE ICH nur noch,das man Mitglied in einer der Weltreligionen sein sollte. Berichtigt mich,wenn ich falsch liege! Also ist ja eine Heirat mit einem nicht Gläubigen kein Problem,ein Problem wäre, wenn Du aus der Kirche ausgetreten wärest. In Augen der Kath Kirche gilst Du,wenn Du nicht kirchlich heiratest als nur vor dem Staat und nicht vor Gott verheiratet.
    Personalabteilung fragen?
     
  7. renje

    renje Poweruser

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    bloß nicht
    1. keine schlafenden Hunde wecken
    2. ob ich Heirate wen, wo und wie, da frage ich niemand, keine Kirche und schon gar keine Personalabteilung.
    wenn jemand irgendwas dagegen haben sollte, dann soll er zu mir kommen, dann bekommt er die richtige Antwort - Ende.

    Ja sag mal - wo sind wir denn?

    Da werd ich doch nicht in vorauseilendem Gehorsam in die Pers.abtlg. rennen.

    Bei den kirchlichen Trägern, vor allem im Klinikbereich wird da gar nicht mehr gefragt, die sind genauso froh wenn sie Personal bekommen.
    Die Kirche will Geld verdienen, wie Andere auch und dazu brauchen sie Personal, sonst kommt die Kohle nicht und gut ists.
     
  8. hexe1070

    hexe1070 Junior-Mitglied

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    Also ich bin sowohl im letzten Jahr wie auch dieses jahr, beim Wechsel meines AGs ( beides katholische träger) via personalbogen befragt worden zu Familienstand etc.
    Bin geschieden, zum zweiten mal nicht kirchlich verheiratet und es hat niemanden interessiert.
     
  9. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Zur Ausgangsfrage ist alles gesagt: Unsinn.

    Ich schaue derzeit Stellenanzeigen und habe erst die Tage noch eine gesehen, wo ausdrücklich eine EVANGELISCHE Kirchenzugehörigkeit verlangt wurde ;)

    Also sooo aus der Welt ist das nun noch nicht
     
  10. Gucky

    Gucky Newbie

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    Ich kenne es noch so (im katholischen Haus gelernt, wenn auch selbst nicht)

    -Kirche austreten ist nogo (außer man wird katholisch...)
    -Scheiden lassen geht noch, aber nix mit wieder heiraten
    -Pflegedienstleitung spricht eine durchaus an wenn "zuviel Metall" im Gesicht und fordert einen auf das zumindest im Dienst entfernen. (also alles was mehr wie 2 Ohrstecker ist)
    -"aufreizende Unterwäsche" die durch die weißen Klinikklamotten durchschimmert-> nogo

    Und da im Vertrag eine wischi-waschi Klausel drin war, vonwegen"christliches Verhalten und Erscheinungsbild" wollte es, zumindest in meiner Zeit, auch keiner bis vors Gericht ausprobieren.
     
  11. -Claudia-

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    Zumindest fürs obere Management kenn ich das auch.
    Dies wiederum kenne ich auch aus städtischen Häusern, begründet mit Arbeitssicherheit und Hygiene.
     
  12. Jillian

    Jillian Senior-Mitglied

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    Hi,

    Und das geht mit unserer aktuellen Gesetzlichkeit konform, wonach keiner u.a. wegen seiner Religion diskriminiert werden darf? Da bin ich ja heilfroh, die Stelle in einem anderen Katholischen KH abgelehnt zu haben.
     
  13. Maniac

    Maniac Poweruser

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  14. Joerg

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    Also, ich würde mir von meinem AG nicht vorschreiben lassen, wie meine Unterwäsche aussieht. Dann soll er Dienstkleidung auf dickerem Material bestellen, wo eben nichts durchschimmert.
    PS: Wenn der AG in Sachen Unterwäsche Vorschriften macht, soll er mir Kleidergeld dafür zahlen.
     
  15. Pusteblume1895

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    Einen Personalbogen musste ich auch ausfüllen. Dort war auch eine Spalte mit Ehepartner.
    Aber das Haus kann doch nicht erwarten, dass alle dort katholisch sind? Von der Reinigungskraft bis zur Führungsetage. Ich mein, man pflegt doch auch jeden, der es braucht.
    Man spricht dort immer von Liebe deinen nächsten wie dich selbst und beim Beschäftigungsverhältnis doll es scheitern?


    Ich werde erst mal nichts sagen um wie schon gesagt, keine schlafenden Hunde zu wecken.
     
  16. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    DU bist ja Mitglied in einer der Weltreligionen..alles gut.Im Katholischen Haus können natürlich nicht nur Katholiken arbeiten!

    Liebe Deinen Nächsten?? Ich kann Dir sagen,ich habe dermaßen miese Erfahrungen mit der Kath Kirche, einschließlich katholischen Krankenhäusern, das ich ausgetreten bin.
     
  17. Jillian

    Jillian Senior-Mitglied

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    Danke für den Link. Und das basiert auf der Weimarer Reichsverfassung? Gut dass wir so aktuell sind... allerdings verstehe ich immer noch nicht, wie sich das mit dem GG vereinbaren lässt?

    GG Art.3.3
     
  18. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Kirchliches Recht bildet ja eine "Ausnahme" oder befindet sich in einer "Nische", eben über die Weimarer Verfassung (die übrigens auch Teil des Grundgesetzes ist - wegen deinem Aktualitätseinwand...)
    GG Art 140 --137

    Steht halt auch im GG, wie Art 3 ;)
     
  19. Jillian

    Jillian Senior-Mitglied

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    "...innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes". Daran könnte ich mich schon wieder hochziehen. :schraube: Aber ich backe lieber weiter meinen Kuchen, soll ja entspannen. :hippy:
     
  20. Irgendeine

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    Auch ne Frage passend zum Thema: In meiner Ausbildung darf ich nicht aus der Kirche austreten, sonst werde ich gekündigt. Ist für den Moment auch ok, da die Kirchensteuer gering ist. Allerdings möchte ich nach der Ausbildung sofort austreten, da ich es nicht einsehe für etwas, was ich verabscheue, Steuern zu zahlen.

    Nun die Frage: Kann das Krankenhaus einem die Einstellung verweigern, nur auf Grund dessen, dass man aus der Kirche ausgetreten ist? In meiner Stadt gibt es nämlich nur sehr wenige nicht-kirchliche Träger (Ich glaube 3)
     
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