Hausbesuche

Karina

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Hallo,

mich interessiert es mal, ob ihr, wenn ein Arzt bei einem Patienten einen hausbesuch macht, da mit müsst?:?::?: :?:

Karina
 

Nordlicht

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Moin, generell geht der HA allein zum HB und wir bekommen hinterher (nicht immer, aber immer öfter) eine Rückmeldung. Allerdings habe ich es im Finale schon ein paar mal erlebt, dass wir uns außerplanmäßig beim Pat verabredet haben. Das sind dann die ganz netten Ärzte, mit denen vor Ort und dem Pat. die letzte Therapie besprochen werden kann.
Wieso fragst Du - möchtest Du mit, sollst Du mit oder fehlen Dir auch die Rückmeldungen?
 

Karina

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Hallo,

bei uns sind die Ärzte auf die Idee gekommen, dass immer eine Schwester mit sol und da wollte ich mal nachfragen, ob das bei euch auch so ist. Ich finde es eigendlich ziemlich daneben, da wir ja Arztberichte heben und da dann alles nachlesen können bzw. die sich ja auch bei uns melden können, wenn was ist.

Karina
 

Trisha

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Hallo Karina,


da frage ich ganz spontan: bezahlt Euch denn der Hausarzt/die Hausärzte die Zeit, die ihr dafür investieren müsst? Anfahrtskosten etc.? Warum will denn der Arzt, dass ihr mitgeht? Will er, dass Du die Tätigkeien einer Arzthelferin übernimmst? Oder will er vor Ort die (weiterführende) Therapie mit Dir besprechen, wie bei einer Visite?
Ich weiss, wann ein Hausarzt unsere Pat. besucht und erkundige mich telefonisch, ob es irgendwelche Änderungen gibt bzw. der Arzt informiert uns.
Wenn der Arzt möchte, dass ich ihn bei einem Hausbesuch begleite, dann möchte ich, dass er für die für den PD entstehenden Kosten auch aufkommt. Die Krankenkasse wird es nämlich sicher nicht tun.
Umsonst machen wir ja so schon genug.

LG
Trisha
 

Karina

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Hallo,


da hast du allerdings recht, dass wir schon genug umsonst machen. Unsere Ärzte sind der Meinung, das es besser sei, wenn wir sie begleiten. Dasarum, konnten sie uns allerdings nicht erklären. Wollte da nun von euch wissen, ob wir da mit müssen. Aber das hat sich ja jetzt geklärt und ich habe auch die entsprechenden Argumente dazu. Danke schön :D :D

LG Karina
 

NoWie67

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Hallo auch,

inwieweit kann man einen Arztbesuch mit einem Pflegeeinsatz kombinieren? Oder inwieweit gibt es ein Abrechnungsmodul "Visite oder Visitenbegleitung"?

Im klinischen bereich galt: Wir sind die "Betreuer bzw. die Anwälte" des Patienten d.h. es war wichtig zu wissen was auch zwischen den Zeilen steht, was zw. Arzt und Pat. besprochen wurde und was NICHT in der Pat.-Akte steht. Wie oft versteht der Pat. NICHT was der Arzt gerade von ihm will oder ihm rät ... aber er sagt schön brav: "Ja Herr Doktor, natürlich Herr Doktor".

Ich sehe eine Begleitung der Arztvisite als beste Grundlage eines "Arzt-Pflege-Patienten-Teams" ...

Gruß

NoWie67
 

Trisha

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Hallo NoWie,


das sehe ich auch so, keine Frage.
Ich frage mich nur, wer für die aufgewendete Zeit und die Anfahrt des Pflegepersonals aufkommt. Welche PK geht schon freiwillig in ihrer Freizeit mit dem Arzt gemeinsam zum Pat., nur damit sie Bescheid weiss und dem Pat. nochmals erklären kann was nun besprochen wurde?! Natürlich wäre das eine optimale Betreuung, aber wer zahlt das? Der Pat. nicht. Der Arzt nicht. Und die Kranken- oder Pflegekasse sowieso nicht (dafür gibt es kein Abrechnungsmodul).
Und den Arzt zum regulären Hausbesuch zu bestellen, wenn die PK sowieso gerade vor Ort ist, wird wohl ebenfalls kaum möglich sein, denn da hat er meistens Sprechstunde in der Praxis.
Was im klinischen Bereich banal ist und alltäglich durchgeführt wird, kann nun mal nicht immer im häuslichen Bereich umgesetzt werden. Daran denken leider wenige.
Fazit: Die Idee ist gut, aber wohl kaum zu finanzieren. Ausser die PK macht es aus freien Stücken und erklärt sich freiwillig bereit, den Arzt bei den Hausbesuchen zu begleiten.


LG
Trisha
 
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