Hausarbeit über historische medizinische Experimente

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Gelöschter User 45894

Gast
Hallo

Ich muss demnächst eine Hausarbeit über 9-11 Seiten schreiben und nach einigem Kopfzerbrechen kristallisiert sich nun so langsam ein Thema raus.
Und zwar in etwa das hier: "Die Bedeutung früherer medizinischer Experimente für die heutige Pflege"

Meine Frage ist nun ob man das überhaupt in einen Zusammenhang bringen kann?
Die HA soll so aufgebaut sein dass wir zum Schluss hin einen Zusammenhang zwischen unserem Hauptthema und der heutigen Pflege herstellen.

Nun hatte ich mir das so gedacht dass ich mir einige, auch für heute relevante medizinische "Versuche" rauspicke. Es sollen allerdings nicht nur gezielte Versuche wie z.B. Mengeles Zwillings"experimente", sondern auch Maßnahmen, die man aufgrund der Unwissenheit durchführte, wie z.B. den Aderlass.

Ist es überhaupt möglich gezielte und "zufällige" Versuche in dem Maße zusammenzubringen oder würde das den Rahmen sprengen?

Ich würde mich über Meinungen und Anregungen freuen, danke.

lg
 

Elisabeth Dinse

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Googlbokk eröffnet die Möglichkeit sich Lehrbücher aus dem 19.Jahrhundert anzuschauen und sogar zu kopieren.

Handbuch der allgemeinen Krankenpflege - Franz C. Krügelstein - Google Books ... Im 13. Kapitel findet sich eine Beschreibung zum Dekubitus. Während die Beobachtungskriterien als sehr modern anzusehen sind- wer fragt schon nach brennendem Schmerz- ist der Prophylaxeversuch mehr als fragwürdig unter heutigen Gesichtspunkten.

Und wenn wir beim Dekubitus bleiben wollen... was hat Florence dazu empfohlen: Die Pflege bei Kranken und Gesunden: Kurze Winke, den Frauen aller Stände ... - Florence Nightingale - Google Books - hier das Wort Wundliegen suchen lassen.

Studien in dem Sinne wird es damals wohl nich nicht gegeben haben. Das ist eine "Erfindung" der Neuzeit. Ehedem ging man evidencebasiert vor.

Elisabeth
 
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Gelöschter User 45894

Gast
vielen dank für deine tips, da werde ich mich mal schlau machen.
ich meinte jetzt auch nicht studien, sondern eher sachen die man einfach auf gut glück so gemacht hat weil mans nicht besser wusste. wie halt den aderlass oder die 4 säfte theorie.

gerne auch aufgeschriebene beobachtungen. man liest es ja öfter dass in einem historischen werk symptome beschrieben werden, man für diese aber keine zugeordnete krankheit hat.

ich frage mich nur grade ob ich meine idee überhaupt irgendwie bündeln kann oder ob das doch zu umfassend wird?
und ob es nicht gescheiter ist sich einige wenige interessante "verfahren" herauszusuchen und diese dann dafür umso genauer zu behandeln. also
z.b. in etwa: "ich behandle das thema anhand bsp. x, y und z."
und dann quasi im hauptteil einen vergleich zwischen früher und heute.
 

Elisabeth Dinse

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Ich hab wahrscheinlich einen Narren am Dekubitus gefressen. *fg* War mein erster Seminarinhalt. Vielleicht fällt mir deshalb das Thema als erstes ein, wenn ich in alten Pflegebüchern schmöckere. Ich find es schon interesssant, das man bereist damals -immerhin 1807- erkannt hat, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Wahrnehmung "brennendem Schmerz"+Rötung + Schwellung und dem Wundliegen. Man empfahl dies mehrfach täglich zu kontrollieren- so wie heute auch.

Wenn du dir die Therapuevorschläge anschaust, dann wirst merken- vieles gibt es heute noch. Vieles ist unsinnig. Trotzdem bekommst es nur schwer raus aus den Köpfen der Pflege... es war so, es ist so, es wird immer so sein.... wäre auch ein netter Ansatz für so eine Arbeit. *g* Warum wird auf bestimmte Methoden beharrt?

Elisabeth
 
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Gelöschter User 45894

Gast
ich möchte grad nicht ausschließlich über dekubiti schreiben *g* ich möchte halt was nehmen was nicht so alltäglich ist. alle andern haben schon burn out, dekubitus usw. ;) findet man solch alten bücher in einer guten stadtbiblio oder doch eher in der ZB MED?
 

Elisabeth Dinse

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Ja so unterschiedlich ist das. Der eine findet die Historie der Dekuprophylaxe interessant und der andere kann dem nur wenig abgewinnen. *fg*

Ob und welche Bibliothek was führt, erfährst nur über das Nachfragen. Falls die Stadtbibo nix hat, frag nach der Möglichkeit der Fernleihe. Die werden dir dann auch erklären, wie es funzt.

Btw.- mein Einstieg in die Medizingeschichte waren mal die Bücher von Bernt Karger-Decker.

Elisabeth



Elisabeth
 
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Gelöschter User 45894

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da könnte ich mir sogar ein paar bestellen die sind ja nicht so teuer.
 

Elisabeth Dinse

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Vielleicht sind da ja noch ein paar Anregungen dabei.

Elisabeth
 
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Gelöschter User 45894

Gast
über weitere anregungen auch von andern würd ich mich dennoch sehr freuen :-)
 

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