Handchirurgie: Karpaltunnel-Syndrom

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Chirurgie" wurde erstellt von knuri, 17.02.2007.

  1. knuri

    knuri Newbie

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    Hallo ihr lieben!

    Wer kennt sich mit dem Karpaltunnel-Syndrom aus?
    Vielleicht hatte es ja schon einer mal von euch.
    Würde mich über Antworten freuen.

    LG Knuri
     
  2. Tildchen

    Tildchen Gast

    Hallo Knuri,

    was willst du denn genau wissen? Symptome, Behandlung, Verlauf....?
    Habe selbst seit Jahren an beiden Armen/Händen ein Karpalltunnelsynfrom. Auskennen tue ich mich aber nicht wirklich, weil sich bei mir die Symptomatik in Grenzen hält, bzw. im letzten Jahr sogar besser geworden ist und ich mich deshalb nicht weiter damit beschäftige.
    Gruß tildchen
     
  3. knuri

    knuri Newbie

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    @Tildchen.
    Wie ist es bei Dir besser geworden?
    Schlafen Dir Nachts die Hände nicht ein??
    Die Nächte sind der Horror pur. Immer wieder Hände bzw.Arme aufwecken und weiter schlafen.Keine Nacht kann ich mal durchschlafen.
     
  4. Sulla

    Sulla Newbie

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    Hallo knuri,

    meine Freundin (ebenfalls Kollegin Anä) hatte das auch so schlimm.
    Sie hat sich schlussendlich an unsere Docs der Neurochirurgie gewendet, und hat sich in LA erst den einen und das Jahr drauf den anderen Karpaltunnel operieren lassen. Sie hat keine Beschwerden mehr.
    Die Lokale ist unangenehm. Postop. wäre sie ca. 6 Wochen krankgeschrieben gewesen. Damit sie jedoch nicht ganz so lange ausfiel, hat sie sich total Arbeitgeberfreundlich 3 Wochen vor ihrem geplanten Urlaub operieren lassen.

    Man kann sowas natürlich auch in Narkose machen lassen.

    Schönes Restwochenende und verschleierte Sonnengrüße:wavey:
     
  5. Tildchen

    Tildchen Gast

    Hallo knuri,

    als bei mir die Symptome, vor ca 3 Jahren anfingen, habe ich anfangs geglaubt, dass ich Probleme mit der Wirbelsäule habe. Mir schliefen auch die Hände ein , sogar tagsüber auf der Arbeit. War manchmal sehr unangenehm, weil ich in der Neonatologie arbeite und häufig die Unterarme in den Inkubatoröffnungen ablegen musste (hört sich seltsam an, oder?). Oder wenn ich Kinder im Inkubator füttern musste fiel mir das schwer, weil ich nach wenigen Minuten kein Gefühl oder Schmerzen in den Händen hatte.

    Etwas geholfen hat mir eine analgetische Salbe, vom Hausarzt verschrieben!Per Zufallsbefund wurde dann bei mir eine Hashimotothyreoiditis festgestellt und durch die Medikation von L-Thyroxin wurde auch das Karpalltunnel besser.
    Ich habe nachgeforscht und es scheint tatsächlich zum vielfältigen Bild der Schilddrüsenunterfunktion zu gehören. Meine Symptome sind nur noch ganz geringfügig und weil es mich kaum belastet und sich gut damit leben und arbeiten lässt, habe ich bisher von einer OP abgesehen.
    Langfristig, so hat mir mein Arzt gesagt, hilft bei ausgepägten Symptomen wohl nur eine OP. Den Verlauf kenne ich auch so wie von Sulla beschrieben. Dauert etwas und istr unangenehm, aber anschließend hast du Ruhe.

    Ich hoffe, dass ich dir mit den Infos weiterhelfen konnte.
    Gruß tildchen

    PS: Solltest du eine OP in Erwägung ziehe, erkundige dich in deiner Nähe nach einer Klinik mit guter Handchirurgie.
     
  6. knuri

    knuri Newbie

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    @Tildchen: Hat due Schilddrüsenunterfunktion echt damit evtl. was zu tun? Die habe ich nämlich. Oder habe ich da was falsch verstanden?

    LG Knuri
     
  7. Tildchen

    Tildchen Gast

    Hallo Knuri,

    nee, das hast du schon richtig verstanden. Im Rahmen meiner Informationssammlung über die Hashimotothyreoidtis habe ich bei den Symptomen und Begleiterscheinungen auch das Karpalltunnelsyndrom gefunden. Wie genau das zusammenhängt, habe ich nicht weiter nachgelesen, weil meine Symptome bereits kurz nach Beginn der Medikation deutlich rückläufig waren. Erkundige dich doch mal bei deinem Arzt.....

    Gruß tildchen
     
  8. TimBavaria

    TimBavaria Newbie

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    Also ich habe ein Karpaltunnelsyndrom beidseits. Rechts stärker ausgeprägt als links. Die rechte Hand wurde letztes Jahr operiert (in Vollnarkose, denn ich bin kein Held! :lol1: ) Und ich muss sagen: Das Ergebnis war superklasse! Etwa drei Wochen nach der OP war die Hand "wie neu"! Jetzt kommt irgendwann noch die linke Seite dran.
    Also wenn sich die Diagnose durch neurologische Untersuchungen (Nervenleitgeschwindigkeit) bestätigen lässt, dann würde ich auf die OP nicht so lange warten!

    Tim
     
  9. Susi_Sonnenschein

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    Hallo,
    ich arbeite auf der Handchirurgie und kann nur sagen, dass es bei uns eine OP ist, die relativ häufig durchgeführt wird und dass es den Patienten in aller Regel gute Besserung verschafft. Wie TimBavaria schreibt, muss allerdings zuvor bei einem Neurologen eine NLG durchgeführt werden. Inwieweit das allerdings mit der Hashimotothyreoditis zusammenhängt bin ich überfragt!
     
  10. trolljenta

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    ich hab mehrere Jahre in der Handchir gearbeitet. CPS Op's gehørten da zu unserem täglich Brot. Die meisten dieser Eingriffe haben wir in Lokalnarkose oder mit Plexusanästesie durchgeführt, eine Vollnarkose ist für so einen Eingriff echt nicht nøtig und würde ich selber nicht wählen.

    Die ersten Wochen nach der OP sind unangenehm, aber danach sind über 90% der Patienten Beschwerdefrei.

    Trolljenta
     
  11. Elfie

    Elfie Newbie

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    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Der sogenannte Karpaltunnel ist ein Kanal, welcher sich an der Handwurzel befindet. Er wird an drei Seiten, ähnlich einer halboffenen Rinne, aus den Handwurzelknochen gebildet. Oberhalb der Rinne spannt sich ein Band, ähnlich wie ein Dach, um den Kanal abzudecken. Auf der Innenseite bildet der Karpaltunnel den Übergang zwischen Unterarm und Hand. Durch ihn hindurch verläuft unter anderem der Nervus medianus. [/FONT]

    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Nervenleitungsstörung, die durch Druck auf den Nervus medianus hervorgerufen wird. Gefühlsstörungen wie "Kribbeln" , "Einschlafen" oder Schmerzen auf der Innenseite des Daumens, Zeigefingers und Mittelfingers werden von den betroffenen Personen beschrieben. Auch nächtliche Gefühlsstörungen, wie "Kribbeln" oder "Einschlafen" og. Finger, die die Betroffenen häufig zum Aufwachen zwingen, gehören meist dazu. Der weitere Krankheitsverlauf ist von einer Kraftlosigkeit der Fingermuskulatur mit Abnahme der Greifstärke, insbesondere des Daumens, geprägt. [/FONT]
    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Die Symtome lassen vorübergehend durch Reiben und Ausschütteln der Hände nach. Dies lindert jedoch nur für kurze Zeit die Beschwerden. [/FONT]
    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Soweit es sich nicht um die Folgen eines Unfalles mit Frakturen der Handwurzelknochen handelt, ist die Ursache weitgehend unbekannt. Statistisch fällt jedoch auf, dass meist Frauen in den Wechseljahren betroffen sind. Man vermutet hier, dass die hormonelle Umstellung Auslöser sein könnte. [/FONT]
    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Bei der Diagnostik fällt im fortgeschrittenen Stadium eine deutliche Rückbildung des Daumenballens auf. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Muskel keine Impulse mehr bekommt. Auch verschiedene klinische Tests wie z.B. Schmerzen beim Beklopfen des Handgelenkes, sowie die genaue Beschreibung der Symptome lassen ein Karpaltunnelsyndrom erkennen. Durch Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und mit Durchführung eines Elektromyogramms sollte die Diagnose zusätzlich gesichert werden.[/FONT]
    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Kommt es mittelfristig nicht zu einer Besserung, sollte die Operation in Erwägung gezogen werden, um einem dauerhaften Schaden am Nervus medianus vorzubeugen. Solch eine Operation wird meist in "Plexusanästhesie" durchgeführt. Das bedeutet, dass der im Bereich der Achselhöhle liegende, zuständige Nerv, mit einer Injektion betäubt wird. Es wird jedoch, je nach Wunsch des Patienten, auch in Vollnarkose oder Lokalanästhesie operiert. Die Operation selbst wird in Blutleere durchgeführt. Das heisst, es wird, ähnlich wie beim Blutdruckmessen, eine Manschette um den Oberarm gelegt und aufgepumpt.[/FONT]
    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Ziel der Operation ist die Erweiterung des Karpaltunnels. Zu diesem Zweck wird das den Kanal abdeckende Band gespalten. Die Operation kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Bei Vorleigen von Nebenerkrankungen oder mangelnder Häuslicher Pflege nach der Operation, sind die Krankenkassen auch bereit die Kosten für eine stationäre Behandlung zu übernehmen. [/FONT]


    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Postoperative Nachbehandlung:[/FONT] [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Es wird für ca.3 Tage eine Gipsschiene angelegt. Die Fäden werden nach 14 Tagen entfernt. Ggf. müssen Bewegungsübungen mit steigender Belastung und Narbenmassage durchgeführt werden. Eine Arbeitsunfähigkeit besteht in der Regel für 3-4 Wochen, selten länger als 4 Wochen. Die große Mehrheit der operierten Personen erfährt nach der Operation eine Besserung der Symptome, vor allem im Hinblick auf den unangenehmen Nachtschmerz. In Fällen, in denen der Druck auf den Nerven sehr lange bestand, bzw. besonders stark ausgebildet war, erholt sich das häufig verminderte Hautgefühl gelegentlich nicht vollständig. Dies trifft besonders auf Diabetiker zu. Dieser Umstand weist darauf hin, dass die Operation nicht zu spät durchgeführt werden sollte.[/FONT]


    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Bilder und einen Operationsfilm findet ihr unter
    [/FONT]
    [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Karpaltunnelsyndrom
    [/FONT]
     
  12. My-Baby

    My-Baby Newbie

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    ich hab beidseitig CTS eine hand wurde mir schon operiert und war dann auch super..wurde dann schwanger somit konnte man die andere hand nicht operieren und nach der schwangerschaft wurde die operierte wieder schlechter ..tja jetzt hätte ich die wieder behandeln (op) lassen können..aber erneute schwanerschaft hat sich eingeschlichen...bei mir ist es aber schon so schlimm das meine hände sogar beim KIWA schieben einschlafen :x

    der ist sehr interessant ..danke dir
     
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