Haloperidol

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von Grittlie, 31.07.2011.

  1. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Ich habe mal eine ganz wichtige Frage:
    Mein Schwiegervater lag 14 Tage im Krankenhaus.
    Dort bekam er irgentwann Haloperidol und Tavor verabreicht.
    Wir wissen das er agressiv und handgreiflich dort geworden ist.
    Diese Medikamente bekam er zu Hause dann vom Hausarzt verschrieben.
    Mein Schwager,Pädagoge/arbeitet in einer Suchtklinik,riet dann von den Medikamenten ab.
    Der Schwiegervater wollte die dann auch nicht mehr weiternehmen.
    Rücksprache beim Hausarzt war nicht möglich,da der immer noch im Urlaub ist.
    Nun müssen wir feststellen,das der Schwiegervater wieder agressiv wird.
    Er war eigentlich immer so gewesen(Herrisch,cholerisch)
    Aber mir scheint,das das schlimmer geworden ist.
    Was kann man jetzt tuen?Habe bis jetzt nur Negatives über diese Medikamente gelesen.
    Gibt es andere die ihm helfen könnten?
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Was empfiehlt dein Schwager? Er hat ja das Absetzen der Medikamnete empfohlen. Er kann hier bestimmt auch weiter helfen da er deinen Schwiepa offensichtlich gut kennt. Anders lässt sich die Empfehlung ja net erklären.

    Elisabeth
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Verhaltensänderungen, gerade bei älteren Menschen, müssen nicht zwangsläufig auf Nebenwirkungen von Medikamenten zurückzuführen sein. Bei einem Patienten in fortgeschrittenem Alter muss man auch dementielle Veränderungen in Betracht ziehen.

    Weshalb wurde der Krankenhausaufenthalt notwendig? Weshalb die Medikamente?

    Weshalb wendet Ihr Euch nicht an die Urlaubsvertretung des Hausarztes? Jeder niedergelassene Arzt hat eine.

    Woher beziehst Du Dein negatives Wissen über die Medikamente? Weshalb hörst Du auf den medizinischen Rat eines Pädagogen, der nicht einmal mit geriatrischen Patienten arbeitet?
     
  4. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Und hier liegt der Fehler.
    Dein Schwager ist Pädagoge und ist wohl nicht ganz mit der Indikation, die ein Arzt gestellt hat vertraut, genausowenig wie mit dem Folgen des plötzlichen Absetzens.
    Anders kann ich mir so ein verantwortungsloses Vorgehen nicht erklären!

    Ich würde schleunigst die Vertretung des Hausarztes aufsuchen.

    @Claudia, wie kommst du auf Tramadol?
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Upps. Ja. Da steht Tavor. Hab deshalb mein Tramadol herausgenommen.
     
  6. tictac

    tictac Stammgast

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    Im Akutfall für kurze Zeit können diese Medikamente sehr hilfreich sein. Als Dauermedikament vor allem bei älteren Menschen ungeeignet. Tavor führt nach längerer Einnahme zur Abhängigkeit und Sturzgefährdung bei älteren.

    Lag dein Schwiegervater in einem Krankenhaus für somatische Erkrankungen? Wenn dort Patienten psychisch auffällig werden, kann schon dort ein psychiatrisches Konsil von Ärzten aus der Psychiatrie erfolgen (ist bei uns so). Die geben dann eine Empfehlung was weiter passiert.

    Die Medikamente eigenständig absetzen ist immer ungünstig. Tavor sollte nicht abrupt abgesetzt werde, sondern langsam ausgeschlichen, wenn schon länger genommen. Ein Hausarzt hat aber leider auch nicht das nötige Fachwissen um deinen Schwiegervater sinnvoll zu behandeln. Würde mir Facharzt dazuholen, aber jetzt erstmal zu einer Vertretung deines Hausarztes.

    Alles Gute!
     
  7. Anne77

    Anne77 Stammgast

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    Ich finde es immer wieder klasse, wenn das Pädagogische Personal sich zu den Diagnosen, Therapien sowie Medikamenten (Dosierung, Medikamenteneinstellung) äußert. Ich gebe ja schließlich den Pädagogen auch keine Anweisung, wie man unterrichten sollte.

    Der Stationarzt wird sich schon was bei der Medikation gedacht haben. Sucht am besten den Vertretungsarzt auf und klärt die Unklarheiten.

    Aber vielleicht hat ja auch der Herr Pädagoge eine super Idee, was man außer Tavor und Halo geben sollte. Ich würde empfehlen, er betreut deinen Schwiegervater 7 Tage.

    Klar ist auch, das Tavor nicht Dauerlösung anzusehen ist. Es kam ja schon bereit von anderen Teilnehmer die Empfehlung ein Facharzt aufzusuchen. Vielleicht kann ja auch der Vertretungsarzt euch eine gute Fachambulanz empfehlen.
     
  8. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Hm, wart ihr schon mal bei einem Psychiater? Ich könnte mir vorstellen, der Mann hatte ein akutes Delir ICD 10 F05. Haldol ist ein mittelstarkes Antipsychotikum und Tavor gibt man bei Angstzuständen. Beide Medis auf Rat eines Pädagogen abzusetzen, ohne einen Arzt zu konsultieren finde ich mutig...
     
  9. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Mein Schwiegervater kam wegen seinen offenen Beinen ins Krankenhaus.Dabei wurde festgestellt,das was mit seinem Herzen nicht stimme.
    Er verweigerte aber wehement sämtliche Behandlungen diesbezüglich.
    Um alle Eingriffe mussten wir bei ihm kämpfen.
    Er bekam einen Katheter.Dabei wurde festgestellt,das seine Aorta als auch seine Herzklappen verkalkt sind.
    Er hatte Herzaussetzter von 5 Sekunden und einen Puls zwischen 29-37.
    Er bekam einen Herzschrittmacher und entsprechende Medikamente.
    An seiner Aorta kann man nichts mehr machen,weil eine OP zu gefährlich wäre.
    Der Mann ist fast 90!
    Es war ein richtiger Kampf ihm klar zu machen,wie notwendig diese Dinge seien.
    Die Ärzte sagten,wäre er noch länger zu Hause geblieben,wäre er in Kürze verstorben.
    Aber auch die Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal gestaltete sich schwierig.Er wollte sich nie helfen lassen.Und wenn sie es versuchten wurde er frech bis handgreiflich.
    Er schupste eine Schwester um,eine andere schlug er weg und kneifte sie.
    Der Oberarzt vermutete sogar anfängliche Demenz.
    Vertretungsarzt?Da geht der Schwiegervater nicht hin.Entweder sein Arzt oder keinen.
    Mein Schwager hatte nur die Medikament durchgesehen und erklärt wofür die Haloperidol und die Tavor seien.
    Da hat der Schwiegervater sofort gesagt,das er die nicht mehr nehme.
    Ich weiß nicht wie ich das Wesen des Schwiegervaters hier erklären soll,ohne das Mißverständnisse aufkommen.
    Er ist ein sehr schwieriger Character.Selbst wenn sein Leben davon abhänge,er würde sich nicht helfen lassen wollen!Solange nicht alles so läuft wie er das möchte.Entweder so wie er oder gar nicht.Ansonsten wird er grob.Daher auch die Tabletten.
     
  10. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Phsychiater?Da würde der Schwiegervater nie hingehen.Da gehen ja nur "geistesgestörte"hin,so seine Meinung.Und da er das nicht ist,nimmt er diese Tabletten auch nicht mehr!
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die könnte ich mir auch vorstellen, gerade in diesem Alter.

    Sein Leben hängt davon ab. Er will aber keine Hilfe. Er ist hochbetagt, will aber sein Leben ganz offensichtlich noch selbst bestimmen. Lässt man ihn nicht, wird er aggressiv.

    Frage: Warum lasst ihr ihm nicht seinen Willen (mit den damit verbundenen Konsequenzen). Warum darf man mit fast 90 nicht sterben?
     
  12. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Weil mein Schwiegervater nicht sterben will!Er will über 100 werden.Er will ja auch nicht,das man im Notfall bei ihm die Maschinen abstellt.

    Und dazu;Man kann doch nicht einfach wegschauen,wenn man sieht das der Mann alleine nicht mehr klar kommt und sich selbst gefährdet!

    Ich kann ja verstehen,das er noch alles alleine machen will,aber es geht halt nicht mehr.Und da lehnt er einfach die Hilfe ab.

    Und nun?
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wobei benötigt er Hilfe? Was ist allein nicht mehr möglich? Inwiefern ist Dein Schwiegervater gefährdet?
     
  14. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Lass ihn selbst entscheiden, wenn er mit fast 90 Jahren so entscheidet... Da wird er zwar nicht 100 Jahre, aber 90 ist doch auch schön...
     
  15. Bully1959

    Bully1959 Poweruser

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    hallo

    ich denke auch laßt ihn allein entscheiden, wenn er Hilfe braucht, wird er sie ja wohl annehmen und wenn er keine möchte, läßt man ihn in Ruhe .......

    denn "schrullige" etwas ältere Herrschaften gibt es öfter

    wie lebt er denn, wann wird er aggressiv ......

    ich kannte einen älteren Herrn, der glücklich weit über 90 wurde auf seinem Hof, mit seinen Tieren ......... weil die Familie ihn einfach LIEß

    natürlich war die Unterhose mal drei Tage alt, natürlich waren die Füße mal schwarz, natürlich ging er mal mit Stroh oder Mist im Haar ins Bett

    er aß auch nicht immer oder trank zu wenig .........

    na und ...... der Mann war glücklich und schlief friedlich in seinem Bett ein

    also ist die Frage wieviel Hilfe braucht er, was macht ihn aggressiv, MUß das wirklich sein

    wenn er bei minus 10 Grad draussen mit der Unterhose rumrennt ........ keine Frage DAS geht nicht ........ aber manchmal reicht es die Grenzen ein wenig zu verschieben

    ich weiß wovon ich rede ......... meine Oma hat jeden Doktor abgelehnt und ist friedlich mit 89 in ihrem Bettchen eingeschlafen und ihr Sohn, mein Vater war genauso .......... ab 65 hat er jede Medizin abgelehnt, er ist mit 74 gestorben ....

    kein Mensch weiß warum, vielleicht war er gar nicht sooooo krank, vielleicht hätten ein paar Pillen geholfen ........

    aber er wollte es nicht ........und das war für uns Gesetz

    viele Grüsse
    Bully
     
  16. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Er braucht Hilfe beim Beine wickeln.Die bekommt er vom Pflegedienst.Doch auch die geht er barsch an,weil die es seiner Meinung nach nicht richtig machen.
    Er braucht Hilfe bei der Köperpflege.Die lehnt er ab.

    Er gefährdet sich insofern,wenn er alle lebenswichtigen Maßnahmen ablehnt.
    Hätten wir uns nicht eingesetzt und ihn überzeugt,wäre er gestorben.
    Hätten wir ihm seinen Willen lassen sollen und ihn sterben lassen?
    Er ist noch nicht Lebensmüde.Er will ja noch lange leben,nur er hat abgestritten das er tatsächlich Herzkrank sei.
    Der Oberarzt hatte ja schon gedacht er sei Demenz oder verwirrt,weil er alles ablehnte.
    Keiner hat sein Handeln verstanden.
    Wie ein trotziges kleines Kind.Aber zum Trotzen war keine Zeit mehr!
     
  17. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Also,wegschauen wenn er sich nicht mehr regelmäßig wäscht,nur noch im Schlafanzug rumläuft,mit einer Hose die stinkt vor Urin,den Pflegedienst abbestellen und riskieren das sich seine Beine entzünden.Damit er am Ende denen wieder die Schuld geben kann?Ist sowas nicht unverantwortlich?
    Agressiv wird er dann,wenn er nicht seinen Willen bekommt.Er muß alles unter Kontrolle haben und alles muß sich nach ihm richten.
    So war er schon immer gewesen.Ansonsten brüllt und motzt er.Wird zunehmend beleidigent und am Ende handgreiflich.
     
  18. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ja, möglicherweise schon. Vielleicht will er ja im Prinzip lange leben, aber gar nicht mehr leben, wenn er so wie jetzt auf Hilfe angewiesen ist. Und es wird ihm niemand ermöglichen können, gesund hundert zu werden.

    Warum behauptet Dein Schwiegervater, die Hundert erreichen zu wollen, wenn er gleichzeitig die Begleiterscheinungen des Alters nicht akzeptieren kann?

    Wer sagt, dass er Hilfe bei der Körperpflege benötigt? Muss er sich jeden Tag von Kopf bis Fuss waschen? Muffelt er? Welche Gefahren entstehen, wenn er sich nicht täglich wäscht oder waschen lässt?
    Warum darf ein Mensch, vor allem in diesem Alter, nicht nach seinem eigenen Gutdünken leben, solange er niemanden gefährdet außer sich selbst? Jüngere verhalten sich doch auch nicht immer gesundheitsbewusst. Denen nimmst Du schließlich auch nicht die Zigaretten weg.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    1. Ist dein Schwiepa betreut oder hat er volle Entscheidungsgewalt über alle Belange seines Lebens?

    2. Wie hat er sich unter der Medikation verhalten? War er gut führbar?

    3. Wie stellt ihr euch das vor mit dem 100 Jahre alt werden. Wollt ihr alles medizinisch mögliche machen lassen... auch wenn er diese Maßnahmen (Medikamente, konservative und operative Therapie) ablehnt?

    4. Habt ihr euch schon mal mit dem Gedanken beschäftigt, dass seine zunehmenden Verhaltensauffälligkeiten mit einem Abbau der kognitiven Fähigkeiten zu tun haben kann? Ist da schon mal eine entsprechende Diagnostik gelaufen?

    6. Dein Schwiepa lehnt jegliche Hilfe ab wenn sie seine Autonomie einschränkt. Das wirst du wohl oder übel akzeptieren müssen. Es sei denn, du stellst ihn unter Betreuung. Dann bliebt aber die Frage, ob man einem 90jährigen etwas Gutes tut, wenn man ihm alle Möglichkeiten der modernen Medizin aufnötigt.

    Elisabeth
     
  20. Grittlie

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    Mein Schwiegervater hat noch nie die Begleiterscheinungen des Alters akzeptiert!Er meckert und motzt das er vieles nicht mehr machen kann.Und wenn man ihm versucht zu erklären,das das vom Alter kommt,sagt er "quatsch,ich bin noch fit wie ein 70jähriger".Und das stimmt nicht!Ist ärztlich belegt.Er hatte sich auch noch nie mit dem älter werden beschäftigt.Immer alles verdrängt.Aber 100 werden wollen....

    Und,er muffelt und riecht nach Urin tatsächlich.Die ganze Wohnung nimmt den Geruch an!
    Und so soll man ihn lassen?Bei anderen Menschen würde man von Vernachlässigung sprechen.
    Vor einige Jahren haben seine Söhne ihm seine Wohnung tapeziert.Man hat der ein Krach geschlagen.Sie wollten nur helfen,aber er meckerte nur.

    Handeln wir denn nicht unverantwortlich,wenn wir ihm nicht helfen?
     
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