Gürtelrose

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Karina, 11.10.2002.

  1. Karina

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    Hallo,

    ich habe seit kurzen einen Bew. mit Gürtelrose, kann mir jemand sagen, wie es dazu kommt und wie ich mich da verhalten muß?

    Danke

    Karina
     
  2. Rabenzahn

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    Hallo Karina,

    Erreger
    Das Varicella-Zoster-Virus (VZV) kann zwei verschiedene klinische Krankheitsbilder verursachen: Varizellen (Windpocken) bei exogener Neuinfektion und Herpes zoster (Gürtelrose) bei endogener Reaktivierung. Dieses Virus aus der Familie der Herpesviridae ist neben dem Herpes-simplex-Virus 1 und 2 das dritte humanpathogene Alpha-Herpesvirus. Außerhalb des Körpers verliert es rasch seine Infektionskraft.

    Vorkommen
    Varizellen sind weltweit verbreitet. In Deutschland sind Varizellen unter den Infektionskrankheiten im Kindesalter, die prinzipell durch Impfung vermeidbar sind, am häufigsten. Es werden etwa 700.000 Erkrankungen pro Jahr angenommen. Die Prävalenz der Varizellen steigt nach dem Verschwinden der maternalen Antikörper bereits im Kleinkindesalter stark an, so dass die meisten Kinder schon im Schulalter seropositiv sind. Bei über 95 % aller Erwachsenen sind Antikörper gegen das VZV nachweisbar.

    Reservoir
    Der Mensch ist das einzige bekannte Reservoir für das VZV.

    Infektionsweg
    Varizellen sind äußerst kontagiös; nach einer Exposition würden über 90 von 100 empfänglichen, d. h. seronegativen Personen erkranken (Kontagionsindex nahe 1,0). Das Virus kommt endemisch in der Bevölkerung vor und wird vor allem auch im Zuge saisonaler Häufungen - in gemäßigten Breitengraden im Winter und Frühjahr - übertragen.

    Die Übertragung erfolgt aerogen durch virushaltige Tröpfchen, die beim Atmen oder Husten ausgeschieden werden (und u. U. im Umkreis von mehreren Metern zur Ansteckung führen können). Ferner ist eine Übertragung durch virushaltigen Bläscheninhalt oder Krusten als Schmierinfektion möglich. Bei Herpes zoster besteht eine geringere Kontagiosität.

    Eine diaplazentare Übertragung ist selten, kann aber in etwa 1 % der Varizellenerkrankungen bei Schwangeren zum kongenitalen Varizellensyndrom führen, sofern die Erkrankung vor der 21. Schwangerschaftswoche aufgetreten ist.

    Inkubationszeit
    Die Inkubationszeit kann 8-28 Tage betragen, sie liegt in der Regel bei 14-16 Tagen.

    Dauer der Ansteckungsfähigkeit
    Die Ansteckungsfähigkeit beginnt 1-2 Tage vor Auftreten des Exanthems und endet 7 Tage nach Auftreten der letzten Effloreszenzen.

    Zur Behandlung gehört u.U. auch die Einahme von Vitamin B12 Präparaten und ggf. der Einsatz von Lokalanästhethika zur Schmerztherapie.
    Der Befall der Nerven hält über Jahre an und kann sehr sehr schmerzhaft werden.
    Behandlung länger durchführen als Symptome vorhanden sind.

    Ich hoffe es hilft Dir weiter.
     
  3. Karina

    Karina Junior-Mitglied

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    Danke schön :D :D
     

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